Was wäre mann ohne (an)trieb?

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"Männer sind" heißt nicht "alle Männer sind". Hier sind nur die viel arbeitenden erfahrungsgemäß diejenigen, welche....

es ging um's "empirisch", was bei der aussage eine praktisch unverwirklichbare handlung vorraussetzen würde (nämlich, dass du nachweislich bei _jedem_ viel arbeitenden mann, es reproduzieren könntest).

nevermind ... mir gings ned um dein statement selbst, sondern nur darum, dass das "empirisch nachgewiesen" ned stimmen kann ... ich lass es jetzt, es war echt ned so wichtig :D
 
es gab Zeiten, in denen verheiratete Paare keinen Sex hatten, oder kaum, oder nur um Kinder zu bekommen, halb angezogen, ...

meinst du jetzt irgendwie puritaner oder so ? bei denen wars ja keine wirkliche prüderie ...
ich versuch mich an eine zeit zu erinnern, wo wir menschen fast ausgestorben wären, weil eine überwiegende, prüde einstellung, weit verbreitet gewesen wäre ... (das es so in geschichtsbüchern steht, glaub' ich gern ... aber die haben dann die hans8 oderso von damals, geschrieben :D ).
 

ich versteh' schon, dass solche zahlen aus so einer langen zeit her, schwammig sind, aber ... :

1866 zählte man 5.444 Skopzen, darunter 3.979 Männer und 1.465 Frauen.

ich glaub', es gibt heutzutage das 100fache von diesen zahlen, an leuten, die aus allerweltsgründen, sich gegen sex entscheiden (zölibat bei vereinzelten buddhisten usw).

wie gesagt ... ich glaub' so prüde, wie heutzutage, war die menschheit als "kollektiv", noch nie (während wir im westen nämlich da ordentlich abgebaut haben, und uns hier richtig ins zeug legen, wieder aufzuwachen, haben wir unsere prüde denkweise in der zwischenzeit schön brav weltweit verbreitet).

ich glaub', je mehr du in die vergangenheit zurückschaust, desto eher wird dieser "globale zwang" nicht machbar gewesen sein, weil einfach die reichweite nicht gegeben war (kirche selbst hat ja damit zu kämpfen gehabt, und die waren schon lange verbreitet, hehe).
 
Hi,

nunja, man darf nicht vergessen, dass in Österreich erst ab 1775 die Leibeigenschaft aufgehoben wurde.

Wenn Du Werke der Literatur hernimmst, lässt das schon auf eine enorme Prüderie schließen. Klar, Du hast 10jährige Mädchen gehabt, die als Prostituierte arbeiteten, bei uns in Wien z.B. der Spittelberg, auch Massenvergewaltigungen z.B. im 30 jährigen Krieg. Der Alltag dürfte aber enorm prüde gewesen sein, was aber auch daran gelegen haben mag, dass oftmals der Arbeitstag weit über 12 Stunden hatte.

Alleine der Umstand, dass wir heute selbst entscheiden können, wen wir heiraten, ....

LG Tom
 
Alleine der Umstand, dass wir heute selbst entscheiden können, wen wir heiraten, ....

wenn ich ehrlich bin, kann ich mir nicht vorstellen, dass damals bei entsprechender versuchung und möglichkeit (stichwort : muss ja keiner erfahren) sich die leut' sonderlich mehr eingerissen haben ...
dass die meisten, das geheimnis mit ins grab genommen haben werden, im zeitalter, wo ehebruch mit (besonders für frauen) verheerenden bestrafungen versehen wurde, glaub' ich hingegen sofort ;) und so schaut dann auch die literatur von damals aus ;)
 
Ich probiere es nochmal anders:

Ich halte diese Unterteilung obsolet. Weil diese Spaltung zu einem auslagern der Verantwortung führt.

Das war ja nur mein Trieb, nicht ich.

"Über ich" und "Es" sind quasi die verklausulierung von "Einflüsterungen des Bösen"

Jo eh. Ob Satan oder Trieb daran schuld sind - nur nicht man selber.

Ich finde es absolut Legitim zu sagen: ich habe Lust und Phantasien, die ich ausleben möchte. Das darf Mann. Da braucht es weder einen Segen vom Forum dafür noch Ausreden auf "den Trieb"

Womöglich reagiere ich deshalb so heftig, weil ich zu oft von Männern kontaktiert wurde, die zu sich, ihrer Sexualität nicht stehen konnten und deshalb indirekt jene Frauen entwerten (müssen), die "so eine" sind.

Wir sind wieder beim Heilige und Hure Dilemma angelangt.

Allmählich entwickle ich wirklich einen Groll gegen die Sexualmoral der Kirche, die sich jahrtausendelang in unsere Gesellschaft eingegraben, gefräst, geritzt hat.
Wobei ich denke, dass insbesondere in unserer Leistungsgesellschaft Männer gerade deshalb Karriere machen, um ihrem Trieb, Frau und Familien zu haben, gerecht werden zu können. Welche Frau will schon einen faulen Mann?

So ist es letzlich doch der Geschlechtstrieb, der Männer an die Arbeit zwingt. Selbst wenn durch Arbeit die sexuelle Energie großtels verloren geht. Und das ist manchmal auch gut so. :D

Genau um diese Frage geht es mir im thread .... und nicht um rechtfertigungen jeglicher art!

Der mensch hat viel erreicht. Aber woher kommt die Motivation? Bzw. ist ein Teil der Motivation daher begründet besser zu sein als ein möglicher nebenbuhler? Erfolg macht sexy - oder nicht?
 
nevermind ... mir gings ned um dein statement selbst, sondern nur darum, dass das "empirisch nachgewiesen" ned stimmen kann ... ich lass es jetzt, es war echt ned so wichtig :D

Komischerweise bedeutet "empirisch":

Empirie [ɛmpiˈʀiː][1] (von ἐμπειρία empeiría ‚Erfahrung, Erfahrungswissen‘) ist eine methodisch-systematische Sammlung von Daten.

Dehalb habe ich auch:


""""Hier sind nur die viel arbeitenden erfahrungsgemäß diejenigen, welche....""""

geschrieben. Um welche statistische Mehode es sich dabei handelt ist offen.

Zufrieden? :D
 
Wie dem auch sei. Ich glaube, dass Männer bei plötzlichem Verlust ihres Sexualtriebes im weitesten Sinn auch ihre Motivation Karriere zu machen oder sogar die Lust am Leben ein Stück weit verlieren.

Von daher kann ich auch Männer verstehen, die sich über ihre libidolosen Frauen beklagen.
 
Mann stirbt nicht, wenn er nicht regelmäßig Geschlechtsverkehr hat. Nicht einmal das nicht-onanieren hat gesundheitliche Folgen.

Keinen Sex zu haben heisst aber auch sich wider der Natur zu verhalten.
Ich habe schon den Eindruck das ein fehlendes Sexualleben gesundheitliche Schäden verursacht.
Und wenn schon keine gesundheitlichen dann doch zumindest zwischenmenschliche.

Ich halte es auch für falsch, den Sexualtrieb für etwas unausweichliches zu stilisieren und als Ausrede für jedes Fehlverhalten vorzuschieben.

Erst mal Gratulation an den TE
Ein sehr interessanter Beitrag. Dass ein Feuerwehrmann darauf hinweisen muss, dass bei der Frage Gender angebracht wäre, ist allerdings bedenklich.

Weil was wäre Frau oder Mann ohne Antrieb.
Und ob ihr es glaubt oder nicht.
Keiner von uns wäre da, wenn unsere Vorfahren auf Sex gesch..... hätten:)

Mit Medikamenten an der Libido herumzuspielen würde ich allerdings erst bei einem sehr hohen Leidensdruck oder beim Auftreten von gesetzesunkonformen Neigungen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Komischerweise bedeutet "empirisch":

du kannst auch ned locker lassen, egal wie oft mans sagt, oder?

du hast ned einfach "empirisch" geschrieben, sondern empirisch bewiesen.
das hat eine spezifische bedeutung (reproduzierbarkeit), und diese ist hier ned gegeben.

bitte ... lässt du jetzt diesen faden hund schlafen, oder muss ich dir einfach unhöflich nimmer antworten?
 
Hi,

wenn ich ehrlich bin, kann ich mir nicht vorstellen, dass damals bei entsprechender versuchung und möglichkeit (stichwort : muss ja keiner erfahren) sich die leut' sonderlich mehr eingerissen haben ...

ich nehme an, dass sich beiderlei Geschlecht sich gelegentlich mal selbst geholfen hat, aber ich bin doch recht zuversichtlich, dass die meisten Leute relativ (z.B. ius prima noctis) jungfräulich in die Ehe gingen.


dass die meisten, das geheimnis mit ins grab genommen haben werden, im zeitalter, wo ehebruch mit (besonders für frauen) verheerenden bestrafungen versehen wurde, glaub' ich hingegen sofort ;) und so schaut dann auch die literatur von damals aus ;)

Da sind wir uns einig.

Man kann aber - ich hoffe da stimmst Du zu - sagen, dass die Gesellschaft prüder war, auch wenn - womöglich - der Einzelne Mensch Schweinereien machte. ;)

LG Tom
 
Gerade in den letzten Tagen denke ich viel über den Antrieb ins negative nach. Die Zeitungen sind ja voll davon. Was mich dabei am meisten schockiert sind pädophile Priester .... Diese haben studiert und daher sollte doch auch Intellekt vorhanden sein, um nicht so krankhafte Verbrechen zu verüben! Ganz zu schweigen, das sie sich selbst für das Leben in sexueller Abstinenz entschieden haben
 
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