Ich hab ja - im Gegensatz zu meinen älteren Schwestern - meine eigene Sexualität recht spät entdeckt. Ich war die meiste Zeit meiner Jugend im Internat und über Sex zu reden (obwohl ich alles Mögliche drüber gelesen hab), war halt auch nicht immer möglich. Erst so mit 18 fand ich eher den Mut dazu, Dinge beim Namen zu nennen. Das Entdecken des eigenen Körpers kann sehr verstörend und verwirrend sein. Kann mich noch an meinen ersten selbst beigebrachten Orgasmus erinnern. Ich hab mich nicht geschämt deswegen oder gar ein schlechtes Gewissen. Ich konnts halt niemanden erzählen, obwohl ich schon das Bedürfnis hatte, so ein wichtiges Ereignis zu teilen. Nunja, Gott Lob hat sich das ja geändert. Ich hab recht schnell verstanden, was meinem Körper gut tut und Selbstliebe ist mE noch immer die wichtigste Liebe ...
Generell hatte ich mir als Jugendliche wenig bis arg viel vorgestellt. Ich hab immer Schulkolleginnen und meine Schwestern beobachtet. Ich war bis mitte 20 für Herren uninteressant. Daher hab ich meine Erfahrungen viel mehr durch Selbstentdeckung und Erzählungen erweitern können. Erst mit meinem ersten Sexualpartner konnte ich Vieles umsetzen, was ich mir all die Jahre davor gewünscht hatte. Natürlich gibt es noch immer Fantasien und Wünsche, die ich umsetzen möchte - aber ich habs ja nicht eilig.