Warum gehen Männer davon aus, Frauen würden nur finanzielle Absicherung (was sie in heutiger Zeit nicht mehr nötig haben) oder die Gründung einer Familie wollen?
Ich denke,
@Mitglied #456556 stammt aus einer Zeit, wo das noch so war. Ganz klar, dass das heute nur noch in Ausnahmefällen der Fall ist.
Es gibt Männer, die ganz gut auf Kosten ihrer ihrer Frau leben, und Frauen, die ganz gut auf Kosten ihres Mannes leben. Aber weitaus die meisten leben einfach von ihrer Hände Arbeit.
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Die Gründung einer Familie" ist etwas, das wohl beide interessiert. Menschen sind soziale Wesen und sind nicht gerne alleine. Um es etwas drastisch auszudrücken: Wixen kann ich besser, als die meisten Frauen. Keine weiß so gut wie ich, was ich geil finde. Sex mit mir selbst wäre wirklich eine ganz tolle Sache, wenn da nicht die Sehnsucht nach jemandem anderen wäre. Wenn da nicht die Sehnsucht nach Küssen, Berührungen, aber auch nach Austausch, nach - ja, ich gebs zu - Komplimenten wäre. Ich mag es tatsächlich, wenn mir ein Mensch, der mir wichtig ist, sagt, dass ich toll bin, dass ich ihm gefalle. "Alois, dein Schwanz ist ein Traum! Überhaupt, du bist einfach alles, das ich mir wünsche" zu mir selbst gesagt ist ungefähr gleich geil, als wenn ich mir selbst zärtlich über die Wange streichle: Überhaupt nicht. Und mit mir selbst in der Früh aufzuwachen ist auch eher unbefriedigend.
Dann kommen da noch die Kinder dazu. "Ich mache dich zahlreich wie die Sterne am Himmel", an anderer Stelle "wie der Sand am Meer" etc., sind uralte Versprechungen, auf die Menschen vor 4.000 Jahren genauso abgefahren sind, wie wir heute. Schauen meine Frau und ich uns unsre beiden (wirklich gut geratenen) Kinder und (bisher erst) drei Enkelkinder an, dann wissen wir, dass unser Leben nicht ganz umsonst war. Meine Bücher, meine sonstigen Arbeiten, werden bald vergessen sein. In den Kindern werde ich fortleben. Mit ein bisschen Glück bis zum Ende der Menschheit.