Was haltet ihr von Scheidungspartys?

  • Ersteller Ersteller Gast
  • Erstellt am Erstellt am
M

Gast

(Gelöschter Account)
In letzter Zeit fällt mir auf das sowas öfter veranstaltet wird. Ein Paar lässt sich scheiden und Er oder Sie schmeißt daraufhin eine Party mit seinen Freunden bzw ihren Freundinnen. Meist wird dann wie an einem Polterabend durch die Lokale gezogen....

Also mir kommt sowas schon bissl eigenartig vor. In den meisten Fällen (ok, in manchen vielleicht schon) ist eine Scheidung ja ned soooo ein freudiges Ereignis dass man da ein fröhliches Saufgelage starten muss, oder?

Oder wie seht ihr das? Hat das jemand von euch schon mal gemacht?
 
Also mir kommt sowas schon bissl eigenartig vor. In den meisten Fällen (ok, in manchen vielleicht schon) ist eine Scheidung ja ned soooo ein freudiges Ereignis dass man da ein fröhliches Saufgelage starten muss, oder?

das saufgelage wird ja veranstaltet umd die unfreudigen sachen hinter sich zu lassen und nach vorne in bessere zeiten zu blicken. zumindest seh ich scheidungsparties so.
 
komische sitte.

ich für meinen teil war zwar erleichtert, als die scheidung durch und der ganze pawalatsch abgeschlossen war, aber eine feier hätte ich deswegen nie im leben geschmissen. ich habe lange damit gekämpft, dass meine erste ehe nicht funktioniert hat und war zu vielem aufgelegt. nur nicht zum feiern.
 
nach 'ner scheidung bin ich froh das ich die holde los bin, da brauch ich ned noch 'ne party wo ich's erst wieder seh ... :roll:
 
nach 'ner scheidung bin ich froh das ich die holde los bin, da brauch ich ned noch 'ne party wo ich's erst wieder seh ... :roll:

hmm; also ich hab das bis dato immer so aufgefasst dass man mit den freunden oder freundinnen einen drauf macht und NICHT mit dem ex?
 
Ich halte nichts davon.
Ich werde sicher noch 1-2 Jahre brauchen bis ich das verkraftet habe. Weder jetzt noch danach will ich eine Party haben. Außerdem gäbe es eh keine Gäste, auch wurscht.
 
von solchen Partys würd ich auch nix halten, da wäre mir überhaupt nicht nach feiern zumute...
 
Ich kann mir schon vorstellen, daß so eine Party was sehr Befreiendes hat. Für mich wär's nix, ich würd's empfinden wie einen Tritt in einen Teil meines Lebens. Nach einer Scheidung wäre mir sicher mehr nach Ruhe und Zurückgezogensein.
 

ich find solche partys irgendwie seltsam... v. a. wenn´s nicht nur beim restlos besaufen bleibt, sondern in unschöne handlungen geht...

das zerschneiden des kleides, verbrennen der hochzeitsfotos etc. find ich einfach nur schade... nur weil´s zu ende ist, muss man ja nicht auch die dazugehörigen erinnerungsstücke kaputt machen :schulterzuck:

und eine torte mit zuckerfigur des geschlachteten ex-partners find ich irgendwie abartig.... :roll:
 
Mir ist es nach meiner Scheidung ziemlich schlecht gegangen(waren immerhin fast 15Jahre),auch wenn ich sie gewollt habe.Aber es war ein langer,sehr intensiver Abschnitt meines Lebens und für kurze Zeit war mein Lebensinhalt dahin.Also da gab es für mich absolut nichts zu feiern! Ich konnte mich erst wieder aufrappeln,als ich meinem Leben einen neuen Sinn gab.
 
ich war 17 Jahre mit dem selben Mann verheiratet, der mir viele Jahre das Leben sehr schwer gemacht hat. Ich hab mich dann getrennt von ihm und letztendlich doch die Scheidung eingereicht und durchgezogen.
Ich war erleichtert, dass alles reibungslos geklappt hat und er auch keinen Einspruch erhob.
Nach feiern in dem Sinne war mir nicht. Aber ich hab mich mit zwei Freundinnen getroffen, die beide auch geschieden sind. Wir haben uns einen netten Nachmittag gemacht und geredet.
Erst im zweiten Jahr nach der Scheidung (heuer) hab ich "gefeiert", dass es mir immer noch gut geht. Ein Glas Sekt inklusive...
 
Wenn die Scheidung die Befreiung aus einer Knechtschaft ist, habe ich für die Scheidungsparty Verständnis. Ich persönlich würde es vermutlich nicht machen, weil ich ja einen meiner Lebensirrtümer (unverlässlicher, betrügerischer, gewalttätiger, süchtiger Partner und weiß ich noch was alles ) feiern würde.
 
Aus psychologischer Sicht ist das gar nicht mal so ungeschickt. Das feiern (wie auch immer man das nun tut) ist einfach der Abschluss eines gewissen Lebensabschnittes. So wird man besser/schneller bereit den neuen mit Energie an zu gehen.

Ich habe eine Bekannte, die ihr Studium abgeschlossen hat, aber nie bei der Sponsion war. Ihr fehlte einfach etwas. Eine Psychologin riet ihr dann, das nach zu holen um abschließen zu können.

Im Prinzip wie Koffer auspacken nach einer Reise. Nur wenn er leer ist, kann man frische Wäsche rein packen und wieder los ziehen.

Wie man das nun abschließt, ist aber individuell. Der eine muss vl ein paar Nächte durchsaufen, der andere legt sich in die Wanne und ordnet seine Gedanken. Ich denke man sollte das tun, was einem selber gut tut.
 
hmm ich seh den "sinn" einer scheidungsparty eher darin dass sich der/die betroffene ansauft und dann... auf andere gedanken kommt ;)
was vermutlich darin endet dass ma am nächsten tag eher kopfweh wegen dem was in der nacht passiert is hat als wegen der scheidung (und das kopfweh nicht wegen zviel alk)
 
Aus psychologischer Sicht ist das gar nicht mal so ungeschickt. Das feiern (wie auch immer man das nun tut) ist einfach der Abschluss eines gewissen Lebensabschnittes. So wird man besser/schneller bereit den neuen mit Energie an zu gehen.

...sehe ich ähnlich...einfach einen finalen Punkt setzen und dann nach vorn schauen und wenn man dann noch bei der Party jemanden nettes kennenlernt:daumen:

Der eine muss vl ein paar Nächte durchsaufen

...Frust und Kummer wegsaufen hat noch nie jemanden geholfen...Alk. benebelt die Sinne, mehr aber auch nicht
 
Zurück
Oben