Ich habe bei allen drei Geschlechtern mit "teils-teils" abgestimmt, wobei die Teile sehr unterschiedlich sind
Männer
Der Sex war immer gut, aber es waren in der Regel nur One-Night-Stands. Schade.
Die Freundin von mir hat mit "Schrott" aber IMHO ein treffendes Resümee von 5000 Jahren Patriarchat gegeben. Weil dabei eine Sorte "Mann" herauskommt, die eben
NICHT dem offiziellem Ideal von "streng aber gerecht", "legt an sich die gleichen Maßstäbe wie an andere an", "hetero und daher scharf auf Frauen, weshalb frau immer einen findet"

entspricht. Das Gesamtresultat dieser Veranstaltung lässt sich in den Worten zusammenfassen: Lauter kleine Tyrannen, die keinen mehr hoch kriegen

Schuldige haben diese Gestalten auch schon ausgemacht: die Anderen, wer sonst? Die "68er", die Feministinnen, sexuelle Minderheiten (Transgender, Homosexuelle). "Männlichkeit" wird allenfalls dadurch generiert, nach Taliban-Art aufs Rasieren zu verzichten. Die Wirklichkeit besteht dann oft darin, dass sich pubertierende Machos wie kreischende Tunten aufführen und mit dem Jörg Haider mal wieder eine Nazi-Schwulette nach Wahlhalla gefahren ist. Wo schon der Ernst Röhm wartet.
Ich finde das traurig und bedrückend, gerade, weil ich gegen "Gender-Mainstreaming" bin und Männer, die sich wie solche verhalten, ganz sympathisch finde. Da kocht natürlich das Thema Überforderung durch die Frauen hoch. Aber die Männer machen sich zuerst untereinander fertig und geben dann anderen die Schuld. Ein Beispiel aus Berlin: da wurde ein Projekt für Jungenarbeit - was ich für vordringlich hoch vier halte - so zusammengestrichen, dass die Mitarbeiter es ehrenamtlich am Laufen halten müssen. Der verantwortliche ehemalige Finanzsenator Sarrazin machte heute morgen auch sich aufmerksam, weil laut Radionachricht sein Golfklub am Wannsee nur die Hälfte der üblichen Pacht an das Land Berlin zahlen musste. Verfahren wegen Untreue und das kennt man aus dem Berliner Sumpf ja. Sowas ist natürlich ein prima Vorbild und Leitbild für Männlichkeit. Hat der eigentlich Familie? Wie kann es eine Frau (oder ein Mann) mit jemanden aushalten, der in der Öffentlichkeit immer wieder das miese Arschloch gibt? Nehmen die Nutten im Prominenten-Puff Schmutzzulage, weil da ständig solche Charakterlarven kommen?
Frauen sind anders durchwachsen als die Männer. Aus den 1980er Jahren kann ich mich da noch an nervige, keifende und intrigante Emanzen erinnern. Manchmal waren Männer sozialer und umgänglicher als Frauen, die angeblich das Soziale gepachtet hatten. Und beim Sex ging es mit Männern auch leichter.
Umgekehrt - siehe oben - habe ich da oft das Gefühl, dass Frauen ernsthafter sind und mehr Tiefgang haben. Wenn eine Frau nur oberflächlich ist, geht sie zum H & M shoppen, verschont im Gegensatz zum Mann aber die Welt mit langweiligen und selbstzufriedenen Diskursen.
Transen sind wieder anders. Immer die gleichen Themen - Hormone, Epilierung, Vornamensänderung, OP - die die Beschäftigung mit sich selbst fördern und fordern

Und manchmal völlig unsolidarisches Verhalten gegenüber Leidensgenossinnen. Nach dem Motto: "Ich habe es geschafft als Frau anerkannt zu werden und dresche am heftigsten auf meine Transenschwester ein."