These zu BDSM

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Der Devote ist im realen Leben dominant, unterdrückerisch, und kompensiert dies durchs devot Sein beim bdsm Sex. Der Dominante ist im realen Leben der Unterdrückte, Underdog und kompensiert dies durchs dominant Sein beim bdsm Sex. Clichée?
Im Prinzip ist das so. Aber es hängt auch noch stark von der Konstellation der Beteiligten ab, besonders wenn zwei Dominante oder zwei Unterdrückte aufeinander treffen. Bei meiner Freundin spiele ich die Rolle eines Subs, bei meiner Frau kam es nie zu bdsn-Sex, weil wir im Leben beide eine dominante Rolle spielten. Sie behielt beim Sex aber die Oberhand, weil sie im Innersten Sex nur als notwendiges Übel betrachtete, um Kinder zu zeugen, und als unumgängliche Pflicht, um den Ehemann bei der Stange zu halten.
 
Ohne mir jetzt hier alles durchgelesen zu haben...

...ja, ich glaube, es ist eher ein Klischee.

Manchmal "passt" es eben...so dass man sagt "Ach guck mal...es stimmt also."

Und manchmal passt es eben nicht. :schulterzuck:

Aber ich brauche auch keine Schubladen, in die ich Menschen stecken müsste. Für mich ist der Mensch entscheidend - nicht die Schublade.

Ich zähle mich z.B. zu den Switchern...d.h. bei mir kommt es auf den Partner an. Ist sie eher devot...bin ich liebend gern der führende Part, in aller Konsequenz und gern auch Härte.
Verliebe ich mich jedoch in eine dominante Frau, so taugt es mir ebenso, ihr "Lustobjekt" sein zu dürfen.

Wo wäre da also die zu ziehende Parallele zum beruflichen Alltag?
Dass ich sowohl untergebene Mitarbeiter als auch widerum Vorgesetzte habe?
Müsste es dann nicht viel mehr Switcher geben, die ja nun relativ selten sind? :schulterzuck:
 
Jeder nimmt in seinem Leben viele unterschiedliche Rollen ein.
BDSM ist selbst auch extrem variantenreich.
Es gibt nicht "das" BDSM.
Jeder lebt seine Variante, die sich auch noch über die Zeit verändern (kann).
Alles was zu sehr "Schubladendenken" ist, ist mir sowieso suspekt.
Manche switchen, manche Manager sind devot, manche Hilfshackler dominant
und der Kasperl haut das Krokodil....

Definitionen, die immer wieder gerne eingefordert werden.
Sind, genaugenommen, nicht mehr als eine Diskussionsbasis, die man dann in intensiven Gesprächen für sich tauglich macht.

Ein sub "darf" dies nicht und "dom" muss dies und jenes machen, außerdem ist ein "sub" kein "sklave" und ein "diener" ist ganz was anderes....
Solche Diskussionen finde ich immer nur lächerlich (aber wie gesagt, als Basis für eines gemeinsames Verständnis schon geeignet).
 
Im Prinzip ist das so. Aber es hängt auch noch stark von der Konstellation der Beteiligten ab, besonders wenn zwei Dominante oder zwei Unterdrückte aufeinander treffen. Bei meiner Freundin spiele ich die Rolle eines Subs, bei meiner Frau kam es nie zu bdsn-Sex, weil wir im Leben beide eine dominante Rolle spielten. Sie behielt beim Sex aber die Oberhand, weil sie im Innersten Sex nur als notwendiges Übel betrachtete, um Kinder zu zeugen, und als unumgängliche Pflicht, um den Ehemann bei der Stange zu halten.
Ist tatsächlich so, daß leider viele Frauen "Sex nicht verstehen", oder ihre erotischen Fantasien weit weg vom realen Leben, tief verborgen im hintersten Seelenschublädchen ein tristes Dasein fröhnen.
Aber mal von der Gruppe, die Erotik und zb. bdsm auslebt, da sehe ich teilweise schon diese Gegensätzlichkeit, daß jemand im realen Leben zb. knallharter Chef ist, jedoch devot kollaboriert wie ein Soufflée im Windkanal, sobald da jemand auf energischste Weise und unverhandelbar eine bedingungslose Unterordnung befiehlt. :domina: ^^
 
Ist tatsächlich so, daß leider viele Frauen "Sex nicht verstehen", oder ihre erotischen Fantasien weit weg vom realen Leben, tief verborgen im hintersten Seelenschublädchen ein tristes Dasein fröhnen.
Aber mal von der Gruppe, die Erotik und zb. bdsm auslebt, da sehe ich teilweise schon diese Gegensätzlichkeit, daß jemand im realen Leben zb. knallharter Chef ist, jedoch devot kollaboriert wie ein Soufflée im Windkanal, sobald da jemand auf energischste Weise und unverhandelbar eine bedingungslose Unterordnung befiehlt. :domina: ^^
devot kollabiert - ned kollaboriert :) (kanns nicht mehr bearbeiten. egal)
 
Das ist nicht mehr als eine Behauptung, von Menschen die das geschehen nur von Außen betrachten und meinen Experten zu sein.
Sicher gibt es Personen in dem Spiel die auf diese These passen, aber genauso gibt es Generaldirektoren die sich 24/7 Sklaven halten und Subs die seit ihrer Geburt im nichts anderes waren als Untergebene und dabei Glücklich sind!
Die Welt ist auch im BDSM nicht schwarz weis sondern ziemlich bunt.
PS ich bin alles andere als ein Untergebener und war es auch nicht als ich entdeckte das es mir spaß macht bei diesem Spiel den dominanten Part zu übernehmen!
 
Ist einfach so ne These, und würd mich interessieren, ob ihr das bestätigen könnt, oder wie ihr das seht:

Der Devote ist im realen Leben dominant, unterdrückerisch, und kompensiert dies durchs devot Sein beim bdsm Sex.

Der Dominante ist im realen Leben der Unterdrückte, Underdog und kompensiert dies durchs dominant Sein beim bdsm Sex.

Clichée?
was ist mit Switchern?
 
Diese These ist weder haltbar noch hier in der Diskussion zu widerlegen, weil es eben alle Facetten gibt. Man stößt rasch auf Beispiele, die passen, und solche, die es nicht tun. Wenn man es mit Tiefenpsychologie und ihren Erklärungsmodellen versucht, wird man eher auf Muster stoßen, die immer wiederkehrend auftreten. Ich selbst bin dominant und im Beruf der Vorgesetzte, dort neige ich zu einem Führungstil, der den Mitarbeitern die Möglichkeit gibt eigenverantwortlich zu arbeiten und ihre Stärken einzubringen. Bei meiner Geliebten (Studentin), die ausgesprochen devot im sexuellen Bereich ist, bin ich dominant und führe sie mit Empathie und Respekt. Ich kenne ihre Bedürfnisse und gebe ihr wonach sie verlangt. In unserer Beziehung sind wir trotz Altersunterschiedes gleichberechtigt. Wie passen wir zu dieser These?
 
Die Kompensationsthese ist eine von vielen möglichen - und hat durchaus viel für sich. Insgesamt sprechen wir hier aber doch über ein sehr komplexes Feld mit unzähligen Facetten ... und ebensovielen Wechselwirkungen und Motivationen (von Ursachen spricht heute eh kaum noch ein ernstzunehmender Psychologe). Ich sehe hier eine Fülle subjektiver Haltungen, die von denen, die meinen, verbindlich und eindeutig zu wissen, wie die Rollen im BDSM verteilt und die einzig wahren sind )da mischt sich dumm mit dom) bis zu denen reicht, die so ziemlich jedes Verhalten unter dem Raster dom/dev interpretieren.

Nach dem Motto, die wichtigste Erkenntnis ist die Selbsterkenntnis, frage ich mich nach meinen eigenen Motivationen ... kompensiere ich? In privaten wie in beruflichen Beziehungen erlebe ich recht unterschiedliche Dynamiken, da ergibt sich kein eindeutiger Schwerpunkt von dom/dev. Genauso gemischt ist allerdings auch meine devote Grundhaltung, die nichts mit kritikloser Unterwürfigkeit zu tun hat (was mir immer weider mal den Vorwurf einbringt, nicht wirklich devot zu sein ... was immer das sein mag). Ich mag das Empfinden, intensiv, lustvoll und raffiniert genommen zu werden (was schon viele "Doms" aus dem Rennen wirft) ... wenn da einer "passt", dann bin ich mit Genuss fügsam und willig. Und auf dieses Passen kommt es vor allem an ... das im übrigen je nach Situation recht unterschiedlichen Kriterien unterworfen ist. Wenn ich mich "draußen im Wald" als Anfickschlampe anbiete, "passen" andere Typen als wenn ich in einer ausgiebigen Session im intimen Rahmen als facettenreiches Spielzeug benutzt werde, sagen wir lieber: wie ein gut gestimmtes Instrument bespielt werde. Wenn da einer kommt, der wirklich spielen kann, wird das ein Zusammenspiel, das mit verallgemeinernden Klischees nicht annähernd zu erfassen ist.
 
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