These zu BDSM

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Es wäre falsch, amzunehmen, es gäbe nur eine Art von bdsm, streng nach Regelwerk xyz. bdsm ist ein weiter Begriff und oftmals nur D, keinesfalls zwingend BSM.

Ich kann zb. mit BSM nix anfangen.

Deine Motive für das Auspeitschen mögen ja durchaus edel sein :) aber es sind nicht alle gleich.

sorry - aber ich glaube du hast meinen Beitrag nicht wirklich verstanden ... egal welche Spielart des BDSM ich betreibe... .ich habe als Dom IMMER Verantwortung. ich habe seit über 20 Jahren Erfahrung mit diesem Bereich....

Ist dir schon mal jemand emotional abgefahren bei einer Session? weisst du dann wie du sie oder ihn auffängst? oder lässt du die Person dann einfach in die Nacht rauslatschen, egal wie es ihm geht? Bereitest du dich auf eine Session vor? oder is das nur mal so nebenbei wie das Schreiben eines Einkaufszettels?

Und ich habe nichts über auspeitschen für mich als Motiv geschrieben. ich schrieb über elementares Basiswissen in Anatomie.

Aber vermutlich braucht man das heute alles nicht mehr... a bissal die Leute verbal fertig machen a bissal mit irgendwas verprügeln oder fesseln und schon is man Dom....
 
Ist einfach so ne These, und würd mich interessieren, ob ihr das bestätigen könnt, oder wie ihr das seht:

Der Devote ist im realen Leben dominant, unterdrückerisch, und kompensiert dies durchs devot Sein beim bdsm Sex.

Der Dominante ist im realen Leben der Unterdrückte, Underdog und kompensiert dies durchs dominant Sein beim bdsm Sex.

Clichée?
Da stimme ich dir zu :-)
 
Es wäre falsch, amzunehmen, es gäbe nur eine Art von bdsm, streng nach Regelwerk xyz. bdsm ist ein weiter Begriff und oftmals nur D, keinesfalls zwingend BSM.

Ich kann zb. mit BSM nix anfangen.

Deine Motive für das Auspeitschen mögen ja durchaus edel sein :) aber es sind nicht alle gleich.
NAjaein

Mir ist es wichtig mich von Gewalttätern abzugrenzen.

Einfach nur aus Frust auf jemanden einzudreschen, der aus welchen Gründen auch immer eingewilligt hat ....das ist für mich kein Sadist sondern ein Gewalttäter.

Auch straffrelevante Sadisten spielen mit ihrem Opfer, der psychische Sadismus ist auch eine Form des Sadismus. Es ist die Lust am Leid. Das Leid kann man nicht wahr und aufnehmen wenn man selber voll ist. Frust abreagieren....da gibt man was von seiner Überfülle ab

Es stimmt schon, es gibt keinen "rrrrichtigen" BDSM, trotzdem habe ich den Eindruck mit Menschen, die tiefer darin eingedrungen sind "die gleiche Sprache zu sprechen", die gleichen Gefühlserfahrungen anzusprechen....

Ob der Zugang übers Seil, die Beherrschung des Sub ist, durch den Schmerz....die unterschiedlichen Zugänge sind nur das "Werkzeug" um einen gewissen (gemeinsamen) Zustand zu erreichen.
 
NAjaein

Mir ist es wichtig mich von Gewalttätern abzugrenzen.

Einfach nur aus Frust auf jemanden einzudreschen, der aus welchen Gründen auch immer eingewilligt hat ....das ist für mich kein Sadist sondern ein Gewalttäter.

Auch straffrelevante Sadisten spielen mit ihrem Opfer, der psychische Sadismus ist auch eine Form des Sadismus. Es ist die Lust am Leid. Das Leid kann man nicht wahr und aufnehmen wenn man selber voll ist. Frust abreagieren....da gibt man was von seiner Überfülle ab

Es stimmt schon, es gibt keinen "rrrrichtigen" BDSM, trotzdem habe ich den Eindruck mit Menschen, die tiefer darin eingedrungen sind "die gleiche Sprache zu sprechen", die gleichen Gefühlserfahrungen anzusprechen....

Ob der Zugang übers Seil, die Beherrschung des Sub ist, durch den Schmerz....die unterschiedlichen Zugänge sind nur das "Werkzeug" um einen gewissen (gemeinsamen) Zustand zu erreichen.
:ironie:geh als Dom brauchst doch keine Verantwortung und auch kein Wissen - is ja eh alles so easy :ironie:
 
Dein Optimismus ist süß :bussal:
"Schmunzel"

Es ist bestimmt noch nicht in der breiten Masse angekommen, es beginnen erst vereinzelte Betriebe wieder verstärkt auf die Rechtssicherheit,Katastrophensicherheit und gute Infrastruktur inkl Forschung und Bildung in unseren Breiten zu setzen.

Qualität wird zunehmend wieder bedeutender, weil billig gibt es eh....

Nach dem Hype um "wie geht es noch billiger, schlanker, weniger" stehen Betriebe vor den Problemen dieser Unkultur. Es kennt sich keiner mehr aus, und nur Sündenböcke und Entlassungen lösen die Probleme nicht.
 
Sadistisch sein ist imho was anderes als an jemandem seinen Frust abzureagieren.
Sadismus im realen Leben kann schon ein permanenter, erfolgloser Versuch sein, einen tief sitzenden, diffusen Frust abzureagieren. Möglicherweise ein frühkindliches Trauma, erzeugt durch einen anderen Sadisten, der zb. Babies foltert. Solls ja geben.

Aber das ist pathogener Sadismus.

Bei bdsm, insb. nach den erwähnten Regeln, ist das was ganz anderes. Und doch ist es das Wort "Sadismus" aus der Psychiatrie, was namensgebend ist. Die Freude am Schmerz der anderen.

Wer daraus eine hehere Religion basteln will, der soll. Nur kann ich Religionen nicht ernst nehmen :)
 
Sadismus im realen Leben kann schon ein permanenter, erfolgloser Versuch sein, einen tief sitzenden, diffusen Frust abzureagieren. Möglicherweise ein frühkindliches Trauma, erzeugt durch einen anderen Sadisten, der zb. Babies foltert. Solls ja geben.

Aber das ist pathogener Sadismus.

Bei bdsm, insb. nach den erwähnten Regeln, ist das was ganz anderes. Und doch ist es das Wort "Sadismus" aus der Psychiatrie, was namensgebend ist. Die Freude am Schmerz der anderen.

Wer daraus eine hehere Religion basteln will, der soll. Nur kann ich Religionen nicht ernst nehmen :)
Ich glaube nicht, dass mein Sadismus ein anderer wäre als der von straffälligen Sadisten.

Aber ich kann mit meinem Sadismus so umgehen, dass er nicht problematisch wird. Sondern im Gegenteil, willkommen geheißen wird.

Sadismus ist imho uns allen zu eigen, ich halte ihn nicht für per se als pathologisch. Was passiert wenn...

Der Umgang damit, wie wir es integrieren....das macht imho den Unterschied aus.
 
ich find den Vergleich mit Religion ja wieder mal spannend. nur weil man sich ausreichend mit einem Thema auseinander setzt und es einem wichtig ist, dass der "Spielpartner" psychisch und physisch gesund aus einer Session wieder aussteigt, gleich auf des Religionsmuster gezogen zu werden..... ich kann da echt nur mehr den Kopf schütteln.

Mir als Dom ist und war es immer wichtig dass mein Partner sich in jeder Sekunde wohl und geborgen fühlt und die Sicherheit hat, dass ich weiß was ich tu. und das er jederzeit "aussteigen" kann.

aber seit 50 Shades hamma ja einen massenhaften Anstieg an Doms....die alles können und wissen..... genauso wie an Subs....
 
Ich glaube nicht, dass mein Sadismus ein anderer wäre als der von straffälligen Sadisten.

Aber ich kann mit meinem Sadismus so umgehen, dass er nicht problematisch wird. Sondern im Gegenteil, willkommen geheißen wird.

Sadismus ist imho uns allen zu eigen, ich halte ihn nicht für per se als pathologisch. Was passiert wenn...

Der Umgang damit, wie wir es integrieren....das macht imho den Unterschied aus.
Ich frag mal so: hast du als Kind gern und wiederholt Tiere gefoltert? Wenn nicht, dann liegt wohl keine aussergewöhnliche Ausprägung vor, im medizinisch-pathogenen Sinn. Mitleid und Schadenfreude halten sich die Waage im realen Leben.
 
Danke schön für den interessanten Austausch, ich glaube, ich verstehe jetzt Grad einiges mehr.

Der Sadismus wird ja der analen Phase zugeteilt, in der es um Kontrolle, Abgrenzung, Macht geht.

In einer gelungenen Session lösen sich diese Begriffe auf, man fühlt gemeinsame Exstase.... Die Auflösung eines Dilemmas.

Und jetzt kann ich einschlafen :)
 
Ich frag mal so: hast du als Kind gern und wiederholt Tiere gefoltert? Wenn nicht, dann liegt wohl keine aussergewöhnliche Ausprägung vor, im medizinisch-pathogenen Sinn. Mitleid und Schadenfreude halten sich die Waage im realen Leben.
Ich würde mich eher als ungewöhnlich hoch empathisch eingliedern, du bezeichnest es als Mit-Leid. Darin steckt mehr Wahrheit als dir wohl bei der Verwendung bewusst war. Soviele Menschen leiden.

Oft ist es wohl auch eine hilflosigkeit im Umgang mit erfahreren Leid und das braucht nicht immer einen bösen Sadisten. Es reichen Beobachtungen von Leid, Krankheit, Trauer, Schmerzen.

Vielleicht ist es auch der Versuch dem Leid und Schmerz was schönes abzutrotzen und es gemeinsam in Ekstase und innige Nähe zu verwandeln?

Ich weiss es nicht
 

Ich würd mal darauf tippen, dass eben diese kontrastreichen fälle (dom im alltag, dev im bett, und vice versa) deutlich stärker auffallen, als fälle, bei denen dieser kontrast nicht gegeben ist. von daher könnte vielleicht also der eindruck entstehen, es wäre so "typisch" ...

im grunde genommen sehe ich es allerdings so ähnlich wie rubberinchen (shocking o_O), es gibt vieeel vu viele facetten im bdsm bereich, eine schwarz weiss unterteilung wie diese wird wirklich gänzlich unmöglich sein ...
 
Ich würde mich eher als ungewöhnlich hoch empathisch eingliedern, du bezeichnest es als Mit-Leid. Darin steckt mehr Wahrheit als dir wohl bei der Verwendung bewusst war. Soviele Menschen leiden.

Oft ist es wohl auch eine hilflosigkeit im Umgang mit erfahreren Leid und das braucht nicht immer einen bösen Sadisten. Es reichen Beobachtungen von Leid, Krankheit, Trauer, Schmerzen.

Vielleicht ist es auch der Versuch dem Leid und Schmerz was schönes abzutrotzen und es gemeinsam in Ekstase und innige Nähe zu verwandeln?

Ich weiss es nicht
Nun gut, hier muss sich niemand verteidigen. Es ist interessant, die verschiedenen Perspektiven zu sehen.
 
Vielleicht ist es auch der Versuch dem Leid und Schmerz was schönes abzutrotzen und es gemeinsam in Ekstase und innige Nähe zu verwandeln?

sadismus ist zwar immens begünstigt durch fast schon traumatische ereignisse, ich denke er kann aber auch ein tatsächliches eigenständiges merkmal deiner natur sein.
daran wäre aber im grunde genommen nichts falsch, jede "fähigkeit" kann sowohl für gutes als auch schlechtes angewendet werden ... es kommt lediglich drauf an, was du aus dieser "tugend" machst ...
 
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