Sexwork als Student

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Meinte eher beide oder alles was es so mitlerweile gibt :D
Einmal alle Fragen der Gesundheit ausgenommen, möchte ich zuerst fragen wie Du Dir das vorstellst.
Es ist ja nun nicht so, dass man sich als Mann mal schnell am Klo eine Gleitcreme reinschmiert und es automatisch flutscht.
Es ist auch so, dass der Markt für weibliche Kunden bei männlichen SW nicht vergleichsweise so groß sein dürfte wie umgekehrt.
Ein großer Teil Deiner männlichen Kunden wird Dir einen blasen wollen, oder Du sollst sie ficken. In beiden Fällen brauchst Du einen Steifen, den Du ohne sexuelle Erregung auch mit Viagra und anderen Hilfsmitteln nicht bekommst.
Es wird bestimmt die eine oder andere sexuell ansprechende Person (egal welchen Geschlechts) als Kundschaft geben.
Aber glaubst Du wirklich das Du, wenn sich der 160 große, 100 Kilo schwere Herr Havlicek im Feinripp vor Dir bückt, Du ihn automatisch mit einem Mörderhammer ficken wirst können, wenn Du daran denkst, dass Du 150 Euro dafür bekommst?
Solche Beispiele gibt es sicherlich auch unter den Frauen. Diese Menschen müssen nicht zwingend grindig, dumm und hässlich sein, aber sie entsprechen vielleicht nicht dem, was Dich körperlich scharf macht.
Und um sich die Kundschaft aussuchen zu können brauchst Du, wenn Du damit beginnst bestimmt einige Zeit in der Du nicht genügend Kohle damit verdienst, ohne einen Zweitjob zu machen.

Ich entschuldige Deinen (durchaus nachvollziehbaren) Gedankengang damit, dass Du jugendlich übermütig bist, oder endlos notgeil.
In der Fantasie mögen solche Vorstellungen ja durchaus anregend sein, die trockene Realität sieht halt dann ganz anders aus.
Wenn Du drei oder vier Jahre lang einen beschissenen Studentenjob machen musst, um erstmals wirklich davon leben zu können, kannst du gleich noch ein Jahr anhängen und das Studium beenden.
Die Gefahr, dass Dir das in dieser Zeit nicht so einfach gelingt ist mEn auch größer, als das Du womöglich später im Berufsleben als Akademiker Probleme deshalb bekommst.

Meine rein persönliche Einschätzung.
Überleg Dir das Ganze noch einmal genau, ohne dabei Deinen Schwanz zu würgen.
Ich stell mir kellnerieren, Flyer verteidigen oder einen Lagerhilfsjob weniger anstrengend vor. Vor allem bei der Vorstellung, dass es sich bei einem größeren Teil meiner Klientel um heimlich schwule, oder bisexuelle Männer ab 50 handelt, von denen die wenigsten meinem natürlichen Beuteschema entsprechen.

Für Frauen mag das wirkllich funktionieren, ich kenne zumindest zwei davon. Aber ich kenne nicht einen Stricher, der zufrieden und happy damit ist/war, bzw. der nach Ablauf seiner altersmäßigen Blütezeit in diesem Gewerbe eine akademische Laufbahn eingeschlagen hätte.
Von dieser Sorte kannte ich mehrere.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, warum nicht! Jeder darf sein Einkommen so verdienen, wie er/sie es will, solang es den gesetzlichen Regelungen unterliegt. Frage ist halt, ob man auch das passende Klientel findet. Mit einem hübschen Körper und Gesicht und nicht all du einfältig, kann man(n) sowohl gut betuchte Herren, als auch Damen bedienen. Kommt drauf an, wie man die eigenen Grenzen steckt und was man für sich vertreten kann. Das ist grad in dem Job besonders wichtig. Sich über das Klientel Gedanken zu machen, das man haben möchte und es geht grad dabei nicht unbedingt nur um Geld.

Wie auch immer: Ich wünsch dir viel Erfolg und vor allem Spaß! Wenn dus überlegt und vernünftig angehst, wirst du sogar viel Spaß haben.
 
ich kenne inzwischen mehr als eine (weiblich), die sich quasi so ihr studium verdient haben.
Durch Sexwork das Studium zu verdienen, war vor 70 Jahren schlicht undenkbar. Wir nutzten andere Geldquellen. Zuerst arbeitete ich als Auslader im Güterbahnhof und im Rheinhafen, später bei der Telefondirektion als Rechnungsprüfer, und nachdem ich erste Prüfungen hinter mich gebracht hatte, erteilte ich an Oberstufenschüler und Studenten Privatstunden, teilweise sogar mit Entlöhnung nach dem Bonussystem. Mit 22 Jahren erhielt ich meine erste Assistentenstelle am Institut für Physik.
 
Es kommt nicht unwesentlich auf den Studienzweig an, ob Strichen empfehlenswert ist:

Eine nette Begegnung in 15 Jahren im Gerichtssaal könnte in etwa so aussehen:
"Hallo, Herr Richter! Kennen sie mich noch? Auf dem S-Bahn-Klo wars zwar ziemlich dunkel, aber ich bin sicher, sie sind noch beinahe so knackig wie damals. Und wir sind per du!" :rofl:
 
Durch Sexwork das Studium zu verdienen, war vor 70 Jahren schlicht undenkbar. Wir nutzten andere Geldquellen. Zuerst arbeitete ich als Auslader im Güterbahnhof und im Rheinhafen, später bei der Telefondirektion als Rechnungsprüfer, und nachdem ich erste Prüfungen hinter mich gebracht hatte, erteilte ich an Oberstufenschüler und Studenten Privatstunden, teilweise sogar mit Entlöhnung nach dem Bonussystem. Mit 22 Jahren erhielt ich meine erste Assistentenstelle am Institut für Physik.

Ich hab meinen ersten Job bei einer Elektronikfirma gehabt - jeden Tag 40.000 Kontaktfahnen verzinnt. Dann war ich auf dem Bau, in einer Schlosserei, hab Klaviere transportiert und gestimmt. Ich hatte mir schon oft überlegt, dass es toll wäre, eine schöne Frau zu ficken und dafür Geld zu bekommen. Heute bin ich froh, dass es nur feuchte Träume waren!
 
Es kommt nicht unwesentlich auf den Studienzweig an, ob Strichen empfehlenswert ist:

Eine nette Begegnung in 15 Jahren im Gerichtssaal könnte in etwa so aussehen:
"Hallo, Herr Richter! Kennen sie mich noch? Auf dem S-Bahn-Klo wars zwar ziemlich dunkel, aber ich bin sicher, sie sind noch beinahe so knackig wie damals. Und wir sind per du!" :rofl:
Ich find das hat was für sich!:up:

Man darf heute vor allem Eines nicht mehr vergessen oder aus den Augen verlieren:
Das Internet vergisst nicht!:verwirrt:

Und auch wenn das für viele Stellen und Posten vermutlich kein Problem darstellt gibts heut doch schon ganze Firmen die für Datamining zuständig sind und in der Funktion potentielle Kandidaten und deren Internethistorie durchleuchten. Gerade wenn man Positionen (wie eben Richter) anstrebt die im Fokus der Öffentlichkeit oder von Parteipolitik sind.
Für sowas wird die eigene Internethistorie, denke ich, jährlich relevanter. Inwieweit man sich vor sowas schützen kann bzw wirklich Anonymität wahren kann wenn man mal irgendwo einen Account als Sexworker hatte und verwaltet hat weiß ich nicht. Ich würd behaupten es wird von Jahr zu Jahr schwieriger werden und der Mensch gläserner und gläserner.

Und ohne Internet wirds heut auf der anderen Seite schwer werden an Kunden zu kommen.
 
Einer der Typen, mit denen ich mir einen Schlafplatz ervögelt hatte, begegnete mir Jahre später bei meinem Arbeitgeber wieder. Ich hatte den in einer großen Konferenz zu bewirten. Was ich rot im Gesicht war, war der grau. Erpressungsambitionen hatten wir beide nicht.
 
Hallo liebe EF-Nutzer,

Mir ist das Thema Sexwork als Student schon häufiger durch den Kopf gegangen.
Ich wollte auf diesem Weg mal fragen, wie so die Meiningen dazu stehen. Lohnt es sich ? Kennt sich evtl. jemand aus ?

Bedanke mich schonmal für Eure Antworten.
LG
Das könnte schon funktionieren. Der eine oder andere gut situierte ältere Herr würde sicher gerne einen Studenten unterstützen..
 
Ich denke die bisherige Diskussion lässt die eigentliche Kernfrage unberührt.
Sicher sind moralische, gesundheitliche und alle anderen weltbewegenden und hochkatholischen Fragen zu dem Thema äusserst wichtig.
Ich denke aber die entscheidende Frage, ob jemand mit der Arbeit fertig wird, ist allein relevant. Man hat es ja nicht mit Traumprinzen und Traumprinzessinnen wie in Pretty Woman zu tun.
Lohnen dürfte es sich schon, dass dürfte das geringste aller Probleme sein.
 
ich kenne inzwischen mehr als eine (weiblich), die sich quasi so ihr studium verdient haben. ist also offenbar durchaus eine option. ich persönlich halte es deswegen für riskant, weil man ja als akademiker dann einerseits den anspruch auf hochqualifizierte jobs erhebt, andererseits aber schon aufgrund des akademischen ehrenkodex (okay, erst ab ablegung des eides, aber wer radiert dann das vorleben weg?) in probleme geraten könnte. das heißt: die wahrscheinlichkeit der erpressbarkeit steigt - was erst wieder einen rattenschwanz an problemen nach sich zieht ...

also hätte mich wer aus der verwandtschaft gefragt, dann hätte ich - bei aller sexuellen aufgeschlossenheit - dringend abgeraten.

Ihr seit verwandt?
 
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