Sexualbegleitung und Sexualassistenz

Würdest du Sexualbegleitung in Anspruch nehmen (falls du eine Behinderung hättest)?

  • Ja

    Stimmen: 76 83,5%
  • Nein

    Stimmen: 3 3,3%
  • Unsicher

    Stimmen: 12 13,2%

  • Umfrageteilnehmer
    91
Ich kann mich da eigentlich nicht reinversetzen....
Möchte man das wirklich? Dass man Sexuell behandelt wird wie ein Sonderfall?
Man ist natürlich ein "besonderer" Mensch. Schon klar.

Als gesunder Mensch ist das ganz schwer vorstellbar.


Ich hab mal eine reportage gesehen, die hat Sexualassistenten begleitet. Und die Menschen waren so froh sie zu haben... Einfach diese körperliche Nähe zu haben...

Trotzdem so schwer vorstellbar...
 
Danke für eure zahlreichen Kommentare!

Diese Ausbildung gibt es in Wien bei der Beratungsstelle Soph!e. Im Frühjahr wird meines Wissens der nächste Durchgang angeboten und diese Beratungsstelle kann man auch kontaktieren, wenn man eine Sexualbegleiterin sucht.
 
Ich kann mich da eigentlich nicht reinversetzen....
Möchte man das wirklich? Dass man Sexuell behandelt wird wie ein Sonderfall?
Man ist natürlich ein "besonderer" Mensch. Schon klar.

Als gesunder Mensch ist das ganz schwer vorstellbar.


Ich hab mal eine reportage gesehen, die hat Sexualassistenten begleitet. Und die Menschen waren so froh sie zu haben... Einfach diese körperliche Nähe zu haben...

Trotzdem so schwer vorstellbar...
Reicht doch eigentlich, wenn die Betroffenen positiv angeregt und betreut werden, man muss es sich als Gesunder (zum Glück) nur vorstellen bzw ist es gar nicht nötig, es sich vorzustellen.
Es IST und es ist gut
 
Recht heikles Thema.

Tabuthema: Demenz und Sexualität, im Zusammenhang mit sexueller Enthemmung etc.

Man informiere sich selbst, ich will da nicht mittun.
Man wird feststellen, dass es sehr zögerlich zwar einiges zu finden gibt, das sehr viele Menschen an ihren Lieben erlebt haben und dass dennoch ein entweder zu uninteressantes oder zu ungehöriges Thema für die Fachleute ist.

Hier fänden sich, wenn man es für gangbar hielte, die größte Gruppe der Personen, die für ein solches Angebot in Frage käme.

(aber das Thema wird auch Euch nicht gefallen, stimmts?)
 
Zur Abgrenzung würde ich gern noch was ergänzen:

Sexualbegleitung und Sexualassistenz fällt in Österreich in den Bereich der Sexarbeit.
Wer das professionell anbieten möchte, muss eine registrierte SW sein.

Und von rechtens darf jeder Mensch ab 18 sexuelle Dienstleistungen in Anspruch nehmen.

Was genau jede Sexualbegleiterin oder jeder Sexualbegleiter anbietet, ist ihre/seine persönliche Entscheidung.
 
Wir finden es toll, dass ein Tabuthema auch den Weg hierher gefunden hat. Schön das hier so viele mitschreiben und damit das Ganze etwas bekannter wird.

Bekannt ist es schon lange.

Aber eben heikel.
Wer bestellt denn diese Dienstleistung?

Hier würde ich nicht vom Bedürftigen ausgehen, sondern in erster Linie von den Personen, die diese Dienstleistung beauftragen und die Gegebenheiten zu schaffen haben. ;)

Hier reindenken, in die Tochter/Sohn-Rolle, oder eben wenn entmündigt in die Rolle dessen, der dafür Rechenschaft ablegen muss.

Bei Behinderung ohne geistige Einschränkung und volle Mündigkeit, ist das jetzt schon kein gröberes Problem - das schaffen diejenige, die es suchen ganz gut. ;)

Sexualbegleitung und Sexualassistenz fällt in Österreich in den Bereich der Sexarbeit.

Da sehe ich schon eine Benachteiligung und die erste Hemmschwelle.

Die Pflege der Genitalien wiederum ist komplett sexbefreit für Menschen, die sich bisher außer bei gewollter sexueller Handlung dort nicht von wechselnden Fremden berühren ließen?

Wenn, dann gehört diese Arbeit getrennt, sie erfordert weitaus mehr an Kompetenz und es wäre wünschenswert weitaus bessere Ausbildung über die Krankheitsbilder. Dass man hier mehr schaden als nutzen kann, wenn mal schnell einen runter holt, ist hoffentlich klar.
 
Zur Abgrenzung würde ich gern noch was ergänzen:

Sexualbegleitung und Sexualassistenz fällt in Österreich in den Bereich der Sexarbeit.
Wer das professionell anbieten möchte, muss eine registrierte SW sein.

Und von rechtens darf jeder Mensch ab 18 sexuelle Dienstleistungen in Anspruch nehmen.

Was genau jede Sexualbegleiterin oder jeder Sexualbegleiter anbietet, ist ihre/seine persönliche Entscheidung.
Nicht ganz:
Sexualtherapie ist nicht a priori sexuelle Handlung
Sexworker IST sexuelle Handlung als Hauptziel
 
Nicht ganz:
Sexualtherapie ist nicht a priori sexuelle Handlung
Sexworker IST sexuelle Handlung als Hauptziel
Die Rede war niemals von Sexualtherapie. Therapie ist ein geschützter Begriff, den nur Therapeut*innen benutzen dürfen.
Sexualbegleitung und Sexualassistenz sind sexuelle Dienstleistungen.
 
Wenn, dann gehört diese Arbeit getrennt, sie erfordert weitaus mehr an Kompetenz und es wäre wünschenswert weitaus bessere Ausbildung über die Krankheitsbilder. Dass man hier mehr schaden als nutzen kann, wenn mal schnell einen runter holt, ist hoffentlich klar.

Das ist in der neuen Ausbildung vom Soph!e auf jeden Fall enthalten.
Finde ich auch unumgänglich.

Und auch das Thema der Zusammenarbeit und der Auftragserteilung sind heikel, dennoch ist es eine Erweiterung eines Raumes für den Diskurs, dass es dieses Angebot endlich seriös gibt.
 
.... Was haltet ihr davon?
Eine solche Dienstleistung grundsätzlich als Angebot am Markt verfügbar zu wissen ist Positiv ..

Kennt ihr jemanden, der*die dieses Angebot brauchen könnte?
Bei den Personen, die ich im Umfeld hatte war/ist Sexualität dann kein Thema mehr da es einfach andere gesundheitliche Prioritäten und Dringlichkeiten in der Versorgung gab .....

Und würdet ihr selbst so etwas in Anspruch nehmen, wenn ihr plötzlich selbst nicht mehr Sex haben könntet?
Eine sehr gute Frage - in Phasen wo es gesundheitlich sehr unrund gelaufen ist, gab es an sich immer andere Herausforderungen und Prioritäten ...

Ich denke auch man ist in solchen Situationen noch Verletzbarer und Empfindlicher .... die Hemmschwelle ist dementsprechend immens ... ob ich da selbst Jemanden auf einer kommerziell orientierten Schiene "Soooo Nahe" an mich heranlassen würde .... puuuuh ... in meinem Umfeld ist selbst reguläre Pflegetätigkeit den Betroffenen unangenehm weil doch sehr intim ....

Ich denke, das kommt ganz auf die individuelle Situation und den relativen erlebten Leidensdruck an ... wennst große Schmerzen hast, keine Luft bekommst etc. dann kommen solche Gedanken eher nicht auf ...

Wennst intellektuell eingeschränkt bist, ist es vielleicht sogar einfacher ... ich denke mit steigenden intellektuellen Fähigkeiten wirds komplizierter

Nein ... aktuell könnte ich keine solche Kunden vermitteln ....

LG Bär
 
Und auch das Thema der Zusammenarbeit und der Auftragserteilung sind heikel, dennoch ist es eine Erweiterung eines Raumes für den Diskurs, dass es dieses Angebot endlich seriös gibt.

Wer zahlt und übernimmt die Verantwortung für die Aufgabe?
Wie ist das geregelt.
Wie schaut das in der Sachwalterschaft aus.

Seriös: Ja, der Zugang absolut. Es war aber auch nicht unseriöser wenn man sonst eine SW beauftragt hätte, oder?

Sexualassistenz gehört meines Erachtens getrennt von Prostitution.
Da geht es um was anders.

Wenn sich ein gesunder im lebend stehender Mensch jemanden nach Hause holt um die Genitalien zu waschen und eincremen lassen, wäre eine Sexdienstleistung.

Wenn es ein ältere Mensch tut, ist es das keinesweges, wo ist die Schneide?

Gut, wenn ein Demenzkranker sexuell begierig unrund läuft, was ist es wenn man Abhilfe schaffen will?

Wobei seriös: Wie gesagt und ich bitte dringlich um Belehrung, ist rein wissenschaftlich nichts greifbar, weder von den Vor- noch von den Nachteilen.

Menschen, die im Vollbesitz ihrer geistigen Fähigkeiten sind, können sich ganz gut helfen. Es gibt durchaus Prostituierte die als Ansprechpartner empathisch sind - ich nehme an das gehört ohnehin zum Berufsbild.

Es geht um die Menschen, die das nicht sind, durchaus aggressiv werden können ets. Es gibt etliche psychische schwere Erkrankungen, die mir da einfielen. Da hast Du einen ausgewachsenen 27jährigen Mann auf dem Stand eines dreijährigen nur mit heftigem sexuellen Verlangen.
 
... Wie schaut das in der Sachwalterschaft aus. ...
Ich denke Explizit Aktuell "Gar nicht" ....
Themen wir "Tod", Sex mit Behinderung und im Alter sind wesentlich Tabu-behafteter als Sexualität an sich .. da brauchen wir noch ein bisserle ..

Ich persönlich sehe es gleichsam der "Medizinischen Behandlung".... sprich, würde es so handlen

LG Bär
 
Ich persönlich sehe es gleichsam der "Medizinischen Behandlung".... sprich, würde es so handlen

Ja definitiv.

Die wenigsten wissen, dass von der Krankenkasse übernommene Leistung für Pensionisten nicht mehr übernommen wird. (schwarz/blau)
Es gehört eindeutig in medizinischen Leistung.

Wie hoch sind die Sätze, sind sie fix, wie verrechenbar in der Sachwalterschaft?

Es soll aus der dunklen Ecke, ich bin absolut dafür.
Es aber aber bei SW mitlaufen zu lassen, ist meines Erachtens nicht richtig und bis zu einem gewissen grad unseriös, nicht transparent und somit wieder in die Schmuddelecke gedrängt..

Ein Kind, dass man füttert weil es das dringende Bedürfnis hat und Hunger ist ganz klar.
Das ist eine selbstverständliche Leistung, es hat Hunger, kann selbst nicht essen und ist mit unter einem Jahr auch nicht fähig dazu, sowie nicht fähig die dafür nötigen Vorgänge zu verstehen.

Hier gehört gerade bei geistiger Einschränkung eingehakt, wenn man denn will.

Dann erhebet sich selbstverständlich die Frage, wie schaut das in der Verrechnung aus?
Bei Heimhilfe ja gestaffelt nach Einkommen, Leistung, Notwendigkeit, mit überschaubaren Sätzen.

Diese Thema würde somit in die Pflegegeldberechnung aufgenommen gehören.
 
Die Rede war niemals von Sexualtherapie. Therapie ist ein geschützter Begriff, den nur Therapeut*innen benutzen dürfen.
Sexualbegleitung und Sexualassistenz sind sexuelle Dienstleistungen.
Dann nehm ich alles zurück und sage Schade... denn es GIBT ja therapeutische Ansätze und die finde ich wirklich wichtiger. Einem Behinderten, wie auch immer, nur einen Orgasmus zu verschaffen löst nicht sein Problem. Hilft nur symptpmatisch und momentan. Therapeuten aber versuchen ganzheitlich Probleme zu lösen. Ich dachte, deine Freundin ist Therapeutim und nicht Sexworkerin mit Spezialgebiet Behinderung.
 
Ja definitiv.

Die wenigsten wissen, dass von der Krankenkasse übernommene Leistung für Pensionisten nicht mehr übernommen wird. (schwarz/blau)
Es gehört eindeutig in medizinischen Leistung.

Wie hoch sind die Sätze, sind sie fix, wie verrechenbar in der Sachwalterschaft?

Es soll aus der dunklen Ecke, ich bin absolut dafür.
Es aber aber bei SW mitlaufen zu lassen, ist meines Erachtens nicht richtig und bis zu einem gewissen grad unseriös, nicht transparent und somit wieder in die Schmuddelecke gedrängt..

Ein Kind, dass man füttert weil es das dringende Bedürfnis hat und Hunger ist ganz klar.
Das ist eine selbstverständliche Leistung, es hat Hunger, kann selbst nicht essen und ist mit unter einem Jahr auch nicht fähig dazu, sowie nicht fähig die dafür nötigen Vorgänge zu verstehen.

Hier gehört gerade bei geistiger Einschränkung eingehakt, wenn man denn will.

Dann erhebet sich selbstverständlich die Frage, wie schaut das in der Verrechnung aus?
Bei Heimhilfe ja gestaffelt nach Einkommen, Leistung, Notwendigkeit, mit überschaubaren Sätzen.

Diese Thema würde somit in die Pflegegeldberechnung aufgenommen gehören.
Uneingeschränktes JA.
Raus aus der Schmuddelecke. Rein in die therapeutische Ecke.
 
Einem Behinderten, wie auch immer, nur einen Orgasmus zu verschaffen löst nicht sein Problem.

Es löst durchaus das Problem der pflegenden Personen und wenn in einer Institution untergebracht Probleme der anderen Patienten.

Dieses Thema ist abgelöst von einer Sexualität wie wir sie alle, die hier schreiben und lesen, zu sehen.

Stellt Euch doch bitte einen geistig schwerst behinderten Mann mit 25 vor, der extrem hohen Libido hat, und daheim von den Eltern betreut wird.
 
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