Sex Rituale

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Im Thread "Aphrodisiaka" ist der Begriff "Ritual" vorgekommen - das hat bei mir gleich die Assoziation "Sex-Rituale" bzw. "Ritualsex" erzeugt.

Ohne darüber etwas genaueres zu wissen, hat der Gedanke daran für mich irgendwie etwas geheimnisvolles, interessantes und erregendes.

Ritualsex gab es ja angeblich früher, und gibt es vielleicht auch heute noch im Umfeld verschiedener Religionen.

Wer weiss was darüber?

Ich finde den Gedanken an "ritualisierten Gruppensex" ausgesprochen erregend. Ich finde, wenn da die diversen Handlungen nach einem genauen, ausgeklügelten "Drehbuch" ablaufen, dann vermeidet das wahrscheinlich auch irgendwie "Schuldgefühle".

Ist nicht z.B. S/M auch eine irgendwie "ritualisierte" Sache?

Was denkt ihr zu diesem Thema?
 
lieber sestabeha,
vor allen Dingen deshalb, weil ich auf die (vor)schnelle mit "Ritual" gleich verbinde: Sekten und deren Rituale, Ballermannexzesse und deren Rituale etc.

Die reinen "Liebes"-Rituale (Manche Paare schlafen jeden Abend Hand in Hand ein, andere schreiben sich Tag für Tag Zettelchen mit kleinen Liebesbotschaften. Das wird zu einem wahren Ritual der Aufmerksamkeit. Mit kleinen Gesten bestätigen sich glückliche Paare immer wieder, dass sie zusammengehören. ) kennen wir dann auch....

Aber da Du ja "Gruppensex" ansprichst bin ich schon gespannt ob da etwas an Gedanken, Asoziationen oder mehr hier zu lesen sein wird.

In diesem Sinne mit einer Portion Neugier ausgestattet

Dagmar
 
Liebe Dagmar,

dein Zugang zum Wort Ritual ist sowohl negativ als auch positiv besetzt.
Was ich für sehr spannend halte da wie du schon sagtest, Ritual"Morde" und Rituale von Sekten usw. wirklich etwas negatives haben, habe die von Dir beschrienen Rituale eine sich Liebenden Paares was sehr schones, positives.

Beim Sex öffente sch doch da immer eine gewisse Zwickmühle - besonders wenn nur einer eines Paares auf gewisse Rituale - dinge steht und der ander nicht.
Ich finde den Gedanken eines Rituellen Grupensex sehr spannend wie auch erregend. Doch wie ist es wenn nur einer eines Paares will? Ist diese Ritual dann nich was negatives (zumindest für den Nichtbeteiligten), wenn aber Beide das wolle hat es schon was postives für die beiden.

Also ich bin gespannt wie andere darüber Denken!
 
Irgendwie ist der Thread nun anders gelaufen, als ich ursprünglich gemeint habe.

Wenn ich von "Sex-Ritual" gesprochen habe, dann habe ich eher (wie erwähnt) den "Ritual-Sex" gemeint, also schon so etwas (wie Dagmar richtig bemerkt hat) in Richtung "Sektenhaftes" - es hat ja früher auch sowas wie "Tempelsex" gegeben, oder so ähnlich.

Und da fasziniert mich irgendwie der Gedanke an den "ritualisierten Gruppensex". Immer wieder sieht man ja diese "ekstatischen Tänze", diese Rituale, die die Tänzer in Trance bringen, oft auch mit deutlich sex-orientierten Bewegungen etc.

Und das soll dann so enden, dass alle friedlich schlafen gehen? Oder in wohlgeordneten Pärchen?

Mag ja sein.

Was mich aber - ich möchte mal sagen - "erheiternd fasziniert", ist folgender Gedanke:

Wie wäre eine Art "Square Dance" mit deutlich erotischem/sexuellen Inhalt?

Ihr wisst doch, beim Square Dance singt so ein Vorsänger, wie sich die Paare nun bewegen sollen, wie sie die Positionen tauschen, sich an den Händen nehmen, drehen usw. ...
(Quadrille ist ja so ähnlich, aber da gibt's keinen Vorsänger).

Und wie wär' das nun etwa so:
(Den Rhythmus und die Melodie müsst ihr Euch halt dazudenken)

"two steps forward,
then turn left,
take the lady to the right,
grasp her breast, caress it softly.

All the ladies,
down your blouse,
up the skirt,
and show your panty.

Now the gents,
the fly shall open,
all the ladies,
look and feel.

.....

und so halt weiter.
Bis nach Anleitung des Zeremonienmeisters die Paare zusammengewürfelt sind und (es kann ja das Licht ausgemacht werden) der grosse Gemeinschafts-Fick im Square Dance Rhytmus abfährt.

Ist natürlich schon eine etwas schräge und perverse Vorstellung, hat aber irgendwas reizvolles.

Warum soll Sex nicht auch lustig sein?
 
denn die Idee ist schon reizend....

Ich konnte leider im Netz diesbezüglich echt nichts recherchieren, weil es halt wenn rituell tatsächlich eher im Untergrund spielt.

Wobei ich einige Swingerspielchen kenne, die auch nach Spielregeln und "Ritualen" ablaufen - aber halt dann doch als Spiel. Mit Rituell bzw. dem Ansatz des Threads habe ich schon eher an eine mystische Ecke gedacht.

Ich suche aber mal weiter, interessiert mich nämlich auch...

Gruß
Dagmar
 
Dagmar!

Mit "mystische Ecke" hast Du genau getroffen, was mir so im Hinterkopf steckte!

Und "Sekten" haben wahrscheinlich meist auch was mit "Sex" zu tun. Ich glaube, sie sind oft nur ein Vorwand, damit die "Gurus" zu Sex mit möglichst vielen Mitgliedern kommen.

Und hat z.B. "Satanismus" nicht auch eine deutliche sexuelle Komponente?

In umgekehrter Richtung gilt das wahrscheinlich auch: SM z.B. hat doch auch etwas "sektenhaftes"?
 
Von "Charles Manson läßt grüßen ..." bin ich einigermassen geschockt.

Wenn ich gemeint habe, dass Sekten wohl oft nur den Zweck haben, ihren "Gurus" zu Sex mit den Mitgliedern zu verhelfen - dann habe ich eher an die "friedlichen" "make-love-not-war" hippie-artigen Gruppierungen gedacht.

Charles Manson's Family hat damit wohl gar nichts gemein!

Ich glaube auch nicht, dass Charles Manson's Family primär auf Sex als Ziel oder Inhalt ausgerichtet war.
Das war eine echt destruktive Gruppe.

Habe mal kurz im Internet geschaut.
Da ist in dem vielen Material nie die Rede von Sex! Zumindest habe ich nichts gefunden.

Beispiele aus dem Internet:

"[Manson] ... has become their spiritual icon, the high priest of anti-establishment hatred."

"The police and DA argue that Manson found sections within the Beatles' song Helter Skelter and within the last book in the Christian Bible, Revelation which he felt referred to a devastating future race war between blacks and whites. He expected to take over control of the surviving Afro-Americans after they had exterminated the whites. By murdering some high-profile people, he expected to trigger the "final days" conflict. Although Manson is not believed to have killed anyone directly, he ordered his followers to commit the famous Tate, LaBianca and other murders."
 
@sestabeha ... ich wollte keineswegs erreichen, dass du geschockt bist ... Charles Manson, wer nur eine Assoziation von mir in Bezug zu den Worten: Guru, Sekte und Sex ... ich hab einmal eine Arbeit über ihn geschrieben, als ich mich noch zu den Schülern zählen durfte ... aber du hast recht ... es passt eigentlich überhaupt nicht hierher ... also sei mir bitte nicht böse wegen meiner blöden Meldung ...

Kit
 
erscheint leider auch logisch. Denn wäre alles offenkundig, dann wäre diese von Dir angesprochene Mystik nicht mehr.

Guru hin oder her - sicher ist in jedem Fall dass Sex bzw. Abhängigkeit (oder beides) verteufelt gefährlich ist. Weniger die Lust daran ... Sondern beispielsweise sich den Partner abhängig zu machen bzw. Menschen zu benützen, deren Selbstbild sich durch Sex manifestiert.

Ist für mich jetzt sauschwer zu erklären. Aber ich kenne sexsüchtige Frauen, die sich deshalb haben behandeln lassen. Sexsüchtig hieß hier icht Lust am Sex sondern die Lust an und auf die Macht die der gegebene Sex beim Partner auslöste. Das kann eine grausame Spirale werden und die Menschen, denke ich, werden sich später selber fremd.

Ich weiß nicht, ob ich persönlich Satanismus in die sexuelle Ecke stecken möchte. Ich möchte mich da auch nicht tiefer auslassen nur soviel: wo Tiere und Menschen leiden müssen und gequält werden; habe ich allen Respekt verloren. Wenn diese Menschen wirklich Probleme mit der Sexualität haben sollten und sie durch diese Grausamkeit ausleben, dann sind sie für mich so "nieder", dass es sich nicht lohnt über sie zu sprechen.

Bei Freenet hatte ich mal eine heisse Forenrunde beinander: Hexen und Satanisten - übrigens eine sehr bekannte Hexe, die mit dem BKA zusammenarbeitet. Es war eine heisse Diskussion. Der Satanist war zwar schwer zu verstehen, aber ich würde diesem Mensch solche primitive Triebhaftigkeit nicht unterstellen wollen. Der hat seine "schwarze" Macht anders ausgelebt, denke ich zumindest......

SM - ich denke es ist eine andere Spielart - Macht und Ohnmacht; Unterwürfigkeit und Vertrauen. Vielleicht tatsächlich wie bei Sekten (und meiner Meinung nach doch -hoffentlich- anders) Ich denke viele Menschen gehen mit SM klug, bedacht und umsichtig um.

Wieder andere vielleicht genau wie ein Sektenführer: Machtmißbrauch, Abhängigmachung der Untertanen und vielleicht am Ende ...... wer weiß....

Ein schwieriges Thema, ich glaube da muss ich noch ein bischen durch die Sumas stöbern, aber es wird schwer werden weil wenn es diese Rituale gibt, dann im geheimen ... (Selbst die Swingerspielchen werden ja nicht so großartig publiziert)

Gruß
Dagmar

evtl. wären Tantra-Gruppen da vielleicht für Recherchen ein Einstieg?
Dagmar
 
Hallo meine Lieben, lieber sestabeha,
recherchiert wie eine Dumme und etwas - aber doch nicht das passende - gefunden. Ich denke, in speziellen Sektenbereichen vielleicht auch im Gothic-Bereich lässt sich etwas finden. Aber auch im SM-Bereich, wo einiges ritualisiert wird. Ich bin aber zu sehr Outsider um mich damit zu beschäftigen. Und ehrlich gesagt, es steht etwas entgegen meiner Grundeinstellung und ich fühle mich in diesen Seiten nicht wohl.

aber...
Der Tantriker sucht seine Erlösung durch magische Riten, mitunter auch orgiastische Praktiken. Gegen Ende des 6. Jhd. n. Chr.entstand unter dem Einfluß der Tantras ein shivaistischer Mystizismus, der weibliche Gottheiten, meist 'Gattinen Shivas' verehrt und Shaktismus genannt wird.
Im Shaktismus wird dem weiblichen Prinzip eine ausschlaggebende Bedeutung innerhalb des Weltprozeses zugeschrieben. Entweder wird die höchste Gottheit als weibliches Wesen verstanden (Durgha, Kali, etc.) oder die männliche Gottheit kann nur mit Hilfe von weiblichen Energien (shakti) ihre Wirksmkeit entfalten. Die Anhänger des Shaktismus lassen sich in zwei Gruppen unterscheiden, von denen das Ritual der 'right-hand' Shaktas allen offensteht, während die Zeromonien der 'left-hand' Shaktas geheim und nur Eingeweihten zugänglich ist.
In ihren Riten werden die 'fünf Mukara' angewandt:
Mada (Wein)
Matsja (Fisch)
Mamsa (Fleisch)
Mudra (geröstete Körner)
Maithuna (Geschlechtsverkehr)
Damit übertreten die Shaktisten bewußt eine dem orthodoxen Hindu gesetze Tabugrenze, aber nicht um der Ausschweifung willen, sondern zur Erreichung des höchsten göttlichen Ziels.
Tempel, die mit diesem Kult in Verbindung gebracht werden, stehen in Khajuraho, M.P.,Indien.
Unter dem Einfluß der shaktischen Ideenwelt entstand eine Richtung innerhalb des tantrischen Buddhismus, die auch shaktisches Vajrayana genannt wird, welche in der Vereinigung eines männlichen und weiblichen Prinzips die höchste Realität erblickt. Sie kam im frühen 10.Jhd. nach Nepal. Shankaracharya, der große Hindureformer, soll, obwohl er selbst wohl nie das Kathmandu - Tal betreten hat, die buddhistischen Mönche und Nonnen gezwungen haben zu heiraten, da sie nicht asketisch lebten und sich an Sex-Riten beteiligten. Fortan mußten den buddhistischen Göttern Tieropfer gebracht werdn.Die heiligen Bücher der Buddhisten soll er zerstört haben. Brahmanische hinduistische Zeremonien wurden neu belebt.

xxxxauch hier habe ich schon ein Problem. Die Jungs und Mädels haben da sie nicht asketisch lebten und sexelten Tieropfer gebracht .... xxxxx

Oder aber dann ... damit habe ich schon viel weniger Probleme 8-)
Vom Ritual zum puren Vergnügen
Gruppensex ist fast so alt wie die Menschheit. Bereits in frühen Religionen bis ins griechisch-römische Altertum wurden Orgien und Rituale gefeiert. Meist begannen sie mit einem üppigen Festmahl, untermalt mit wilden Trommelschlägen und Tänzen. Sie galten als magische Beschwörungen der Götter, Geister und Dämonen, die durch die menschlichen Sextriebe dazu angeregt werden sollten, die Fruchtbarkeit der Natur zu steigern. Auch hatten dabei vor allem Witwen, alte Jungfern und Frauen, deren Männer zeugungsunfähig waren, die Möglichkeit, geschwängert zu werden. Die Kinder, die aus diesen Ritualen hervorgingen, galten als heilig.

Erst im Laufe der Jahre entwickelten sich aus der Orgie verschiedene Gruppensex-Formen heraus. So war es in der feinen Gesellschaft des 17. und 18. Jahrhunderts sehr beliebt, daß sich der Herr des Hauses ein Dienstmädchen nebst Ehefrau mit ins Schlafzimmer nahm und sich bei einem flotten Dreier verwöhnen ließ.

Und in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts nahmen vor allem in Frankreich Ehemänner ihre Frauen mit ins Bordell, wo sie gemeinsam den Vergnügungen der Prostituierten zusahen. Anschließend überredeten die Männer ihre Frauen zum Sex mit einem anderen Kunden und sahen dabei zu, was als Candaulismus bezeichnet wird.

Sexuelle Revolution - Freiheit für die Liebe
In der jüngeren Vergangenheit waren Dreiecks-Geschichten weiter verbreitet. Die Wohnungsnot nach dem Zweiten Weltkrieg zwang die Menschen, dichter zusammenzurücken. Paare und Familien nahmen Untermieter auf, die zwangsläufig Zeugen ihres Sexuallebens und nicht selten darin einbezogen wurden.

Alles das, was unter den Bereich Mystik zu fallen scheint hat einen Touch, der für mich sehr weit weg ist - einfach so entgegen meinem Lebensstil da kriege ich keinen Zugang.... will sagen bin da sogar dahingehend blockiert die richtigen Suchbegriffe in die Sumas einzutragen....

Gruß und frohes Suchen
Dagmar
 
Danke Dagmar!

Ich will Dich nicht weiter den psychischen Belastungen aussetzen - genug recherchiert!

Was aber meinen "Ahnungen" von "ritualisiertem Gruppensex" am nächsten kommt ist das:

Festmahl - Tanzen - Trance - Durcheinanderbumsen.

Das ist wohl das, was man sich gemeinhin unter "Orgie" vorstellt.
Und wenn das nach bestimmten Regeln, bzw. einer Choreographie abläuft, also nach "Ritualen", dann ist es wohl auch für die Beteiligten leichter, ihre Hemmungen zu überwinden.
Wie Du, Dagmar, schon geschrieben hast, läuft es in Swingerclubs ja irgendwie so ähnlich ab.
Ich nehme an, dort gibt es auch gewisse "rituelle" Zeichen und Symbole, wie sich die Swinger verständigen, was sie nun wollen und erlauben.

Und im Grunde war unser pubertäres "Flaschendrehen" ja auch so eine Art von "Sex-Ritual".

Ich glaube, jetzt gibt's nicht mehr viel zu sagen zum Thema.
 
so schnell fühle ich mich nicht psychisch belastet :)

Ein interessantes Thema, welches aber per Suma immer in gewisse Ecken führt. Da merkt man mal wieder wie Moral/Kirche und Gesellschaft den Sex nur hinter vorgehaltener Hand erlauben....

In diesem Sinne,
einen schönen Tag wünscht

Dagmar
 
Auf Pirsch im www und Infos erhalten......

Lieber sestabeha,
so leicht gebe ich nicht auf und denke, nun einen Ansprechpartner bzw. jemanden gefunden zu haben, der versucht Dir auf Deine Frage zu antworten. In der Folge ein Auszug aus der Mail von SilentShadow, der sich mit Sexualmagie und Themen, die etwas tiefer gehen in Sachen Grundsatzswissen auseinandersetzt. Vielleicht ist das eine ganz gute abschließende Information.

Vielleicht geht es in der Fragestellung um religiös angehauchte erotische Ritualhandlung? So etwas gibt es durchaus, beispielsweise bestimmte Initiationsriten der Naturvölker und auch in manchen heidnischen Glaubensrichtungen. So bezieht die Richtung im Wicca, welche den Kult der Göttin Diana fortführt, sogar ausdrücklich sexuelle Aspekte und Handlungen in ihre Feiern mit ein.

Bekannt ist vielleicht auch der sogenannte "Große Ritus", eine rituelle Vereinigung von Mann und Frau als Göttin (Erde) und Gott (Sonne), welche entweder symbolisch oder eben sogar tatsächlich vollzogen wird, je nach Brauch der entsprechenden Richtung. Dies geschieht im Heidentum aber stets freiwillig - im Gegensatz zu Sekten, und dies liefert die Überleitung zu den Beispielen des Fragestellers.

Vielfach nutzen sogenannte (selbsternannte) Gurus ihre Position aus, um eben tatsächlich Sex mit ihren Anhängern zu haben, und nicht selten hört man auch von regelrechten Orgien. Diese können auch - müssen aber nicht - mit rituellen Handlungen verbunden sein, je nachdem.

Für mich ist es einfach ein sexueller Mißbrauch Abhängiger, weil man in Sekten meistens jeder Entscheidungsfreiheit beraubt und dazu mit mehr oder weniger Druck genötigt wird. Da hört es dann natürlich mit der Vertretbarkeit auf. Insofern fände ich ein Spiel dieser Art, auch wenn man ein solches Szenario als Anregung der Phantasie sicher romantisierend verklären kann, doch mit einem ziemlich geschmacklosen Unterton behaftet, aber jeder muß selbst wissen, was er tut.

Natürlich ist es sehr schwierig, über solche Dinge konkrete Informationen zu erhalten, zumal einmal die internen Zeremonien und Bräuche vor den "unwürdigen" Außenstehenden ohnehin geheimgehalten werden, und zum anderen diese "Gurus" sehr wohl wissen, daß sie sich eigentlich strafbar machen und deshalb natürlich darüber schweigen und auch ihre Jünger zum Schweigen verpflichten. Da die meisten Sektenmitglieder auch noch irgendeiner Form von Gehirnwäsche unterzogen werden, funktioniert das auch leider meist eine ganze Weile.

Wieso interessieren Informationen über solche "Gruppentreffen"? Außenstehenden sind diese ohnehin verschlossen, und man wird auch nichts sagen.

Abgesehen davon, daß man dazu bestimmt erst einmal eine Weile dabei sein muß, wird man die ganze Zeit mit Indoktrination und Propaganda überhäuft, und die meisten Gruppen verlangen die komplette Abschottung von der Außenwelt und die Aufgabe aller materiellen Güter. Und das, nur um verblendete Menschen sexuell ausnutzen zu können? Ich weiß ja nicht...

Keine irgendwie religöse oder magische Gruppe würde einen Außenstehenden, der nur sexuelle Motive verfolgt, aber deren Lehre nicht teilt, an irgendetwas teilnehmen lassen und auch nicht zusehen lassen oder mit internen Informationen versorgen. Es gibt jedoch gewisse Gruppen, für die ebenfalls der rein sexuelle Aspekt im Vordergrund steht und die sich zu Orgien in mystischem Rahmen treffen, die Religion sozusagen als Alibi für hemmungslose Praktiken vorschiebend. Dies ist vor allem in Satanistenkreisen üblich, aber auch nicht die Regel. Ernsthafte Satanisten tun so etwas nicht auf diese Weise, nur die sogenannten Salonsatanisten, die schwarze Messen als Freizeitbeschäftigung betrachten. Ich denke mal, daß der Fragensteller eher nach so etwas sucht. Dies findet man jedoch auch in einschlägigen Kontaktmagazinen.

Geschichtlich gibt es natürlich einiges über sexuelle Aspekte in religiösen Ritualen zu sagen. So gab es z.B. in der Antike die Hierodulen (griechisch: heilige Knechte, Mägde oder Sklaven). Diese waren Tempelsklaven bzw. Tempelsklavinnen, die als Eigentum der Götter zum Tempeldienst verpflichtet waren. Es gab sie besonders in Kleinasien, Syrien, Phönizien und Griechenland.

Die Hierodulen im Heiligtum der Aphrodite in Korinth waren zugleich Hetären (Tempelprostituierte) und mußten ihre Einnahmen der Göttin überlassen. Die geschlechtliche Verbindung mit den Hetären sollte zur Vereinigung mit der Gottheit führen. Allerdings mußten sie auch andere Arbeiten verrichten, wie zum Beispiel den Tempel der Göttin reinigen und bei den Opferzeremonien zur Hand gehen. Noch heute nennt man Prostituierte gelegentlich "Venusdienerinnen" oder gar "Venuspriesterinnen".

Zum Thema Sexualmagie gibt es natürlich eine Menge zu sagen, doch vereinfacht ist für mich Sexualmagie einfach ganz normale Magie, die grundsätzlich auf dieselbe Weise funktioniert, nur eben eine andere Herangehensweise (gnostische Trance durch Erregung) und praktische Methodik hat. Das ist eigentlich alles. Nur gibt es zu Letzteren natürlich noch sehr viel zu Wissen.

Ihr wisst, ich bringe nicht oft Hinweise auf Homepages, diese ist aber so wissenswert und liebevoll aufgebaut - ohne jegliche Werbung!!! - dass sie einfach erwähnt werden muss für diejenigen, die sich über diese Themen tiefer informieren wollen. die-dunkle-dimension.

Mal sehen, vielleicht können wir das Thema Sexualmagie einmal anreissen, so wie ich SilentShadow per Mail kennengelernt habe würde er bestimmt hilfreich mit seinen Informationen zu Seite stehen.

Falls Interesse besteht, bitte mal hier bekunden!!!!

Gruß
Dagmar
 
Danke Dagmar!

Das ist ja eine sehr umfassende und instruktive Information.

Bei Deiner Umfrage betr. Saxualmagie hab' ich mit "würd schon gerne was wissen" geantwortet.

Bei der Eröffnung meines Threads habe ich den "Ritualsex" im Sinne von Religion und Sekten nur als Beispiel gebracht, von dem man hin und wieder hört. Und was irgendwie einen gewissen Reiz hat, weil es was geheimnisvolles ist.

Was aber für mich eher eine persönliche Bedeutung haben könnte, das ist die "spielerische" Variante. Ich habe keine Erfahrung mit Swinger-Clubs - aber vielleicht geht das dort so zu.

Bei der religiösen- und Sekten-Variante geht es sicher darum, Handlungen zu erreichen, die das "Opfer" eigentlich nicht will und freiwillig nicht machen würde.

Bei der "spielerischen" Variante stelle ich mir vor, dass es nur darum geht, die "bürgerlichen Hemmschwellen" mittels der "Rituale" zu überwinden, und das herbeizuführen, was sich die Beteiligten zwar wünschen, aber nicht trauen.
 
Hei sestabeha,
ich hatte schon verstanden, dass Du nicht in "Kulte" eingreifen wolltest, gleichzeitig aber schon etwas "deftigeres" hören wolltest als die brave Normalität hergibt.

Somit haben wir nun in allen Ecken recherchiert, wissen etwas mehr und werden vielleicht demnächst noch klüger!

Lieben Gruß
Dagmar
 
Was ist eigentlich mit dem Thread geworden, das habe ich auf der letzten Seite gefunden.
Gibt es dazu eigentlich noch Meinungen dazu 16 Jahre später?:winke:

Ist das auch ein Sex-Ritual, wenn der Mann der Frau Strümpfe an die Innenseite der Wohnungstüre hängt, das sie weiß das es an dem Abend Sex gibt und sie dies anziehen soll dafür.:schulterzuck:
 
Ich finde in den alten Beiträgen ist immer wieder was interessantes zu lesen. :lehrer:
Vor allem was hat sich wirklich in so 15 Jahren geändert.:schulterzuck:
 
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