Sex mit Transen - Ist das schwul?

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Zunächst mal muss ich einige Richtigstellungen treffen:
Ich verwende das Wort schwul im Zusammenhang dieses Threads als Synonym für homosexuell und nicht für unmännlich...

Analoges gilt für das Wort Transe. Wer das - auf welchem Erfahrungsschatz auch immer beruhend - als negativ konnotiert erfasst, soll sich einfach die Konnotation wegdenken und es beim Naheliegenden belassen, nämlich als Abkürzung für Transsexuelle(r)...

Unter den Prämissen kann man meiner Meinung nach nicht von "schwul" sprechen, wenn ein Mann Sex mit einer Transsexuellen hat. Eine Transsexuelle ist zwar als Mann geboren, aber das Ziel der Geschlechtsangleichung ist ja schon im richtigen Geschlecht wiedergeboren zu werden. Dazu gehören diverse Schritte von Epilation, Entfernung des Adamsapfels über Brüste bis zur Formung einer Vagina. Man könnte jetzt natürlich entgegnen, dass das nicht identisch mit dem Werk der Natur ist...aber das lasse ich jetzt außen vor.

Somit wäre der Sex zwischen Mann und Transexueller oder besser "neugeborener Frau" als klassisch heterosexuell zu bezeichnen. In der Übergangszeit wäre es wohl ein Prototyp des bisexuellen Geschlechtsverkehrs.

Wenn ein Mann mit einem "neugeborenen Mann" (Entfernung der Brüste, Penisplastik, Hormontherapie usw.) sexuell aktiv wird, kann man das nach obiger Prämisse als schwul bezeichnen.

Letztendlich ist es doch egal, wer wie mit wem schläft, solange alle glücklich und zufrieden dabei sind.
 
Und nach welcher Definition soll das bitte sein? Welches Fachbuch, welches Lexikon oder welches wissenschaftliche Werk aus diesem Jahrhundert definiert jemandes sexuelle Orientierung anhand eines einzigen Aspekts seiner Sexualität? Kein einziges. Homosexualität ist per definitionem das sich auf das eigene Geschlecht richtendes sexuelles Empfinden und Verhalten. H. bezeichnet sowohl sexuelles Verlangen, als auch erotisches und romantisches Begehren gegenüber Personen, die hauptsächlich das gleiche Geschlecht haben.

Wenn „schwarz“ biologische Heterosexualität, als gelebte Sexualität hauptsächlich zwischen biologischem Mann und biologischer Frau, ist und weiß biologische Homosexualität, als gelebte Sexualität hauptsächlich zwischen biologischem Mann und biologischem Mann, oder schwarz Homosexualität und weiß Heterosexualität ist, dann ist alles dazwischen Graustufe. Sprich: Bisexualität, in den verschiedenen unzähligen Abstufungen und Formen oder auch transsexuelle Heterosexualität, Intersexualität, Pansexualität, Asexualität, und viele viele Formen mehr – durch deinen Initialpost hast du diese Formen aber offensichtlich nicht gelten lassen:
„Ja, schwul ist alles was sich zwischen zwei Männern an Sex abspielt, und ausschlaggebend ist ausschließlich das biologische Geschlecht.“
Welche Definition von sexueller Identität? Durch den Satz:
“ Soziales Geschlecht ist ein Konstrukt zur Verschleierung von Homosexualität.“
Sagst du, dass eine sexuelle Identität(, die nicht der heteronormativen Sexualität entspricht,) nur ein Konstrukt sei, aber im Endeffekt nicht existent ist, weil alles andere sei homosexuell.
“ An dem Sie es vermissen lassen ... […] Die Beurteilung eines Untertons durch Sie verbiete ich mir, da Sie nicht mal in der Lage sind Ihre ganz offen formulierte Arroganz als solche zu erkennen.“

Meinen Respekt muss man sich verdienen. Und durch solche unqualifizierten Kommentare kommt das sicher nicht und von einem Ewiggestrigen lasse ich mir absolut gar nichts verbieten, erst recht nicht mein Recht auf eine Gegendarstellung auf einer Diskussionsplattform.

„Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz.“

Ich verwende das Wort schwul im Zusammenhang dieses Threads als Synonym für homosexuell und nicht für unmännlich. Redfield kann sicher argumentieren, dass ich in Wahrheit Leberknödel meine, wenn ich Wagenheber sage. Das sei ihm unbenommen, hat aber mit der Realtität wenig bis nichts zu tun.
Witzig. Nur der kleine Unterschied ist, dass „schwul“ in der Realität nicht nur als neutrales Synonym für homosexuell gilt, sondern auch als beleidigendes Schimpfwort verwendet, in der Absicht „ihre eigene Männlichkeit von alternativen Männlichkeitskonzepten abzugrenzen. […] zum Beispiel wird zumeist eine Männlichkeit abgewertet, die sich durch eine vermeintliche Effeminisierung auszeichnet, bei der also die Grenzen zwischen Männlichkeit und Weiblichkeit als nicht hinreichend scharf wahrgenommen werden.“ (Martin Lücke – Professor für Geschichtsdidaktik)
 
Sex mit Transen ist voll schwul :D
(Den könnt ich mir jetzt einfach nicht verkneifen...)
 
Ich meinte damit nur keine sexuelle Erfahrung, sondern eher in allgemeinem Hinblick. Jemand, der in den 60er und 70er Jahren geboren ist und grundsätzlich nicht bi- oder homosexuell ist, wird – vermutlich – dieser Orientierung in seinem Alltag nicht so sehr begegnet sein, wie jemand, der wie ich, 1990 geboren wurde.
Ich basiere meine Vermutung darauf, dass es meist versteckt und heimlich stattgefunden hat, weil es bis 1989 bzw. 1997 in Österreich noch unter Strafe stand (z.B. §220 StGB „Werbung für Unzucht mit Personen des gleichen Geschlechts“ – 1997 aufgehoben) und folglich kein wichtiges Thema in der Öffentlichkeit gewesen sein dürfte. Hinzu kommt die Entwicklung des Internets, dass vorher nicht so für die Massen zugänglich und alltäglich war.

Das hat aber nichts mit Unerfahren zu tun, sondern es sind aufgrund des gesellschaftlichen und politischen Wandels, einfach andere Erfahrungen.

Ich gehe mal davon aus, dass das nicht mein erster Thread ist, den du liest, da müsste dir also aufgefallen sein, dass ich gerne etwas mehr schreibe. Ich schreibe etwas mehr, weil ich versuche mich klar und verständlich auszudrücken, sodass es nicht in den falschen Hals kommt. Z.B. Das mit den Erfahrungen, weil ich das relativ kurz gehalten habe, hast gedacht ich würde dir „exponentielle Unerfahrenheit“ unterstellen aufgrund deines Alters (, dass ich nicht mal kenne). Das war aber in keinster Weise meine Absicht, denn aus eigenem Standpunkt, hat allgemein und vor allem sexuelle Erfahrung nichts mit dem Alter zu tun. Die Lebenserfahrungen, allerdings, die zwei unterschiedliche Generationen machen würden, sind aufgrund der Rahmenbedingungen, trotzdem anders.

Außerdem kommt noch hinzu, dass du sehr wohl überlegte Aussagen machst, die sehr wohl von einem gewissen Reife- und Erfahrungsgrad zeugen.

Nun aber mit deiner Einschätzung liegst du dennoch leider falsch. Ich hatte schon die ein oder andere Beziehung mit einem Mann, die längste davon 2 Jahre – klar scheint auf den ersten Blick nicht viel zu sein, aber wer weiß, was noch kommt. Weil ich aber meinen Partner – egal ob m oder w – nicht verleugnen will, gehe ich damit immer offen und ehrlich um und so wissen alle Personen in meinem näheren Umfeld durchaus Bescheid. Mitstudenten, mit denen man sich über solche Themen (Partnerschaft) unterhält, Vereinskollegen, wenn man den Partner auch mit auf die Vereinsfeiern bringt, Freunde sowieso, die ehemaligen Schulkameraden wissen es auch, nachdem mein damaliger Freund aus meiner Klasse sogar mit mir auf dem Abschlussball war, und natürlich war mein aktueller Partner auch immer mit mir auf Familienfesten, Geburtstagen, usw. Und da mache ich keinen Unterschied ob meine Partnerin gerade aktuell weiblich oder mein Partner eben männlich ist.

Und um es gleich vorweg zu greifen: ich gehe auch bei meiner Partnerwahl damit offen um, bevor ich mich da in Widersprüche und Lügen und Konstrukte verstricken muss, das hatte mitunter zur Folge warum ich auch männliche Partner hatte. Meine erste Freundin (Im Alter von 15-16) hat, als ich die Bi-Neigung entdeckt habe, mit mir Schluss gemacht, weil sie sich ungenügend gefühlt hat, weil sie mich angeblich damit niemals komplett befriedigen konnte. Mein erster Freund (mit 17) hat das ganze lockerer gesehen, und wir haben es etwa 2 Jahre ausgehalten (etwas mehr). Mit 19 hatte ich dann wieder eine Partnerin, der ich gleich von vornherein davon erzählt habe, die damit auch kein Problem hatte. Das Ganze hat aber leider nur bis Anfang 20 gehalten – bis wir fertig mit unseren Sozialen Jahren waren und sie nach Norddeutschland ging und ich herunter nach Österreich kam. Mit Anfang 21 kam dann wieder ein Freund, das Ganze hat aber nur etwa 9 Monate gehalten. Und seit 1 Jahr und 2 (bald 3) Monaten bin ich wieder Single und ganz glücklich damit momentan.

Ich gehe damit relativ offen um, weil ich erstens überwiegend positive Erfahrungen gemacht habe, und zweitens weil es mir egal ist. Die Leute kennen mich und wenn sie meinen nichts mit mir zu tun haben zu wollen aufgrund von meinen Partnerwahlpräferenzen, dann gehören sie auch nicht in mein näheres Umfeld.

Ach herrje, jetz hab ich schon wieder eine „halbe Abhandlung“ geschrieben mit etwas über 660 Wörtern, ich hoffe du verzeihst :-P

Ist dir so langweilig, oder hast du keinen Frisör?(Wobei ich jetzt eventuell eine ganze Berufsgruppen diffamiert habe, oops)
 
Und deshalb zitierst den ganzen Beitrag? :roll:

Natürlich, damit ihn die ganz interessierten nochmals genießen können!
Es ist schon ein Hochgenuss das zu lesen!
Ich möchte eure Meinungen mal bei essentiellen Themen lesen, wahrscheinlich werden da, vor lauter wichtig, ganze Bücher geistiger Ergüsse gefüllt!
 
Ich möchte eure Meinungen mal bei essentiellen Themen lesen

Nun, wohl eher eine Frage, was für jeden einzelnen essenziell ist.

Wir sind hier in einem Subforum für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender, also einem Subforum basierend auf der sexuellen Orientierung und Identität. Dem Großteil der Männer, die sich im hier in der Rubrik einbringen (namentlich Bisexuelle), und allen Mann-zu-Frau-Transsexuellen, hier die eigene sexuelle Orientierung UND Identität abzusprechen ist für mich von wesentlicher Wichtigkeit für diesen Bereich.

Und ja, ich hole gerne etwas mehr aus, wenn es gilt mehr auszuholen, um nicht missverstanden zu werden. Tut mir leid, es war mir fremd, dass man bei seinen Beiträgen auf die Länge achten muss :ironie:
 
So lange die Leute keinen blassen Schimmer haben was Transsexualität überhaupt ist wirds auch solch bescheuerte Fragen geben.
 
Mancher Leut' Vorstellungen beginnen und enden mit Porno und so können solche Fragen und Ansichten kaum verwundern. :schulterzuck:
 
Tut mir leid, es war mir fremd, dass man bei seinen Beiträgen auf die Länge achten muss :ironie:

:mrgreen:Mir war dafür fremd, dass man beim Zitieren auf die Länge achten muss:ironie:
Wobei wir mit dem Thema der Länge wieder einen neuen Fred füllen könnten:undweg:
 
Dann setz schonmal ne wissenschaftliche Untersuchung an Herr Forscher :-P

Ich geb dir schonmal n paar Fragen vor:

Wie lang ist die durchschnittliche Länge von Posts in Foren und inwiefern variiert diese mit der übergeordneten Thematik (Sprich z.B. Erotik Forum im Vergleich zu Computer Forum im Vergleich zu Literaturforum oder whatever)?

Welche Auswirkungen auf die soziale Gruppe haben Extremwerte, die vom Durchschnitt abweichen und welche Rückschlüsse lassen sich bei entweder sehr kurzen oder sehr langen Threads auf die Persönlichkeit und die körperliche Ausstattung des Verfassers ziehen?
 
Welche Auswirkungen auf die soziale Gruppe haben Extremwerte, die vom Durchschnitt abweichen und welche Rückschlüsse lassen sich bei entweder sehr kurzen oder sehr langen Threads auf die Persönlichkeit und die körperliche Ausstattung des Verfassers ziehen?

In deinem Sinne hoffe ich doch sehr, dass die Länge deiner Beiträge direkt proportional zu deiner Ausstattung sind:mrgreen:
 
Da ich seeeeeeehr einfach gestrickt bin kann ich dir nur eine deiner Fragen mit Sicherheit beantworten...

welche Rückschlüsse lassen sich bei entweder sehr kurzen oder sehr langen Threads auf... ...die körperliche Ausstattung des Verfassers ziehen

kurzer Thread = Micropimmel und Wampe
langer Thread = Riesenpenis und Sixpack

:lehrer:

Sooooo, dann werd ich mich mal ans Aufsatzschreiben machen :haha:
 
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Wenn ich Sex mit einer Transe bzw. Shemale habe, ist das wohl nicht schwul...aber wie nennt man das dann?
 
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