Sex mit Transen - Ist das schwul?

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Das Problem is, ich weiß jetzt net, wie alt du bist, und welche Erfahrungen du gemacht hast...
Dass das ein Problem für dich ist, läßt mich jetzt ebenfalls eine gewisse vorgefestigte Befangenheit deinerseits vermuten 8-) Nicht alles, was jung ist, ist deshalb auch gleichzeitig mit "exponentieller Unerfahrenheit" beglückt...

Meine persönliche Erfahrung dahingehend beschränkt sich auf eine Einzige. Die ist auch kein Geheimnis.

Auffallend finde ich aber, dass du dich augenscheinlich bemüßigt fühlst, auf die paar kläglichen Zeilen des TE gleich mit 'ner "halben Abhandlung" zu reagieren...
Hat irgendwie etwas von "böse Ameise... die mach ma mit 'nem Bulldozer platt"... was mich zu der Abbahme bringt, dass du deine Neigungen vielleicht noch nicht in deinem ganzen, näheren Umfeld (jenes, welches dir auch am Herzen liegt, oder dem du dich verpflichtet fühlst) zur Gänze offengelegt hast und auf diese Weise nach "möglichen Reaktionen" gierst...

Basiert aber natürlich auf Vermutungen eines Außenstehenden, der sich über gleichgeschlechtliche Orientierung jeglicher Form noch nie wirklich 'nen Kopf gemacht hat und ist auch nicht Thema.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der entfernte Edit eben extra:

Weils mir gerade wieder ins Auge gestochen ist:

Solange solche "Aussagen" von "Betroffenen" herumschwirren, werd ich persönlich die "Szene" auch ned wirklich für voll nehmen können...
 
Ich meinte damit nur keine sexuelle Erfahrung, sondern eher in allgemeinem Hinblick. Jemand, der in den 60er und 70er Jahren geboren ist und grundsätzlich nicht bi- oder homosexuell ist, wird – vermutlich – dieser Orientierung in seinem Alltag nicht so sehr begegnet sein, wie jemand, der wie ich, 1990 geboren wurde.
Ich basiere meine Vermutung darauf, dass es meist versteckt und heimlich stattgefunden hat, weil es bis 1989 bzw. 1997 in Österreich noch unter Strafe stand (z.B. §220 StGB „Werbung für Unzucht mit Personen des gleichen Geschlechts“ – 1997 aufgehoben) und folglich kein wichtiges Thema in der Öffentlichkeit gewesen sein dürfte. Hinzu kommt die Entwicklung des Internets, dass vorher nicht so für die Massen zugänglich und alltäglich war.

Das hat aber nichts mit Unerfahren zu tun, sondern es sind aufgrund des gesellschaftlichen und politischen Wandels, einfach andere Erfahrungen.

Ich gehe mal davon aus, dass das nicht mein erster Thread ist, den du liest, da müsste dir also aufgefallen sein, dass ich gerne etwas mehr schreibe. Ich schreibe etwas mehr, weil ich versuche mich klar und verständlich auszudrücken, sodass es nicht in den falschen Hals kommt. Z.B. Das mit den Erfahrungen, weil ich das relativ kurz gehalten habe, hast gedacht ich würde dir „exponentielle Unerfahrenheit“ unterstellen aufgrund deines Alters (, dass ich nicht mal kenne). Das war aber in keinster Weise meine Absicht, denn aus eigenem Standpunkt, hat allgemein und vor allem sexuelle Erfahrung nichts mit dem Alter zu tun. Die Lebenserfahrungen, allerdings, die zwei unterschiedliche Generationen machen würden, sind aufgrund der Rahmenbedingungen, trotzdem anders.

Außerdem kommt noch hinzu, dass du sehr wohl überlegte Aussagen machst, die sehr wohl von einem gewissen Reife- und Erfahrungsgrad zeugen.

Nun aber mit deiner Einschätzung liegst du dennoch leider falsch. Ich hatte schon die ein oder andere Beziehung mit einem Mann, die längste davon 2 Jahre – klar scheint auf den ersten Blick nicht viel zu sein, aber wer weiß, was noch kommt. Weil ich aber meinen Partner – egal ob m oder w – nicht verleugnen will, gehe ich damit immer offen und ehrlich um und so wissen alle Personen in meinem näheren Umfeld durchaus Bescheid. Mitstudenten, mit denen man sich über solche Themen (Partnerschaft) unterhält, Vereinskollegen, wenn man den Partner auch mit auf die Vereinsfeiern bringt, Freunde sowieso, die ehemaligen Schulkameraden wissen es auch, nachdem mein damaliger Freund aus meiner Klasse sogar mit mir auf dem Abschlussball war, und natürlich war mein aktueller Partner auch immer mit mir auf Familienfesten, Geburtstagen, usw. Und da mache ich keinen Unterschied ob meine Partnerin gerade aktuell weiblich oder mein Partner eben männlich ist.

Und um es gleich vorweg zu greifen: ich gehe auch bei meiner Partnerwahl damit offen um, bevor ich mich da in Widersprüche und Lügen und Konstrukte verstricken muss, das hatte mitunter zur Folge warum ich auch männliche Partner hatte. Meine erste Freundin (Im Alter von 15-16) hat, als ich die Bi-Neigung entdeckt habe, mit mir Schluss gemacht, weil sie sich ungenügend gefühlt hat, weil sie mich angeblich damit niemals komplett befriedigen konnte. Mein erster Freund (mit 17) hat das ganze lockerer gesehen, und wir haben es etwa 2 Jahre ausgehalten (etwas mehr). Mit 19 hatte ich dann wieder eine Partnerin, der ich gleich von vornherein davon erzählt habe, die damit auch kein Problem hatte. Das Ganze hat aber leider nur bis Anfang 20 gehalten – bis wir fertig mit unseren Sozialen Jahren waren und sie nach Norddeutschland ging und ich herunter nach Österreich kam. Mit Anfang 21 kam dann wieder ein Freund, das Ganze hat aber nur etwa 9 Monate gehalten. Und seit 1 Jahr und 2 (bald 3) Monaten bin ich wieder Single und ganz glücklich damit momentan.

Ich gehe damit relativ offen um, weil ich erstens überwiegend positive Erfahrungen gemacht habe, und zweitens weil es mir egal ist. Die Leute kennen mich und wenn sie meinen nichts mit mir zu tun haben zu wollen aufgrund von meinen Partnerwahlpräferenzen, dann gehören sie auch nicht in mein näheres Umfeld.

Ach herrje, jetz hab ich schon wieder eine „halbe Abhandlung“ geschrieben mit etwas über 660 Wörtern, ich hoffe du verzeihst :-P
 
@Allesgeht

Soeben las ich gerade Deine Thread-Eröffnung von letzter Woche.

Wenn man mit einer Transe SEX hat - würde ich meinen - man ist BISEXUELL -

Leider hatte ich noch nie das Vergnügen eine Transe kennen zu lernen.

Mich würde interessieren wie andere darüber denken.
Hier "meine" Wahrheit ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit: Ja, schwul ist alles was sich zwischen zwei Männern an Sex abspielt, und ausschlaggebend ist ausschließlich das biologische Geschlecht. Soziales Geschlecht ist ein Konstrukt zur Verschleierung von Homosexualität.

Bei Männern, die sich von einer Transe in den Arsch ficken lassen oder Blasen ist die Sache ohnehin klar. Die Befriedigung ziehen sie daraus, dass sie eben nicht mit Frauen sondern mit Männern Sex haben. Die sind stockschwul.
Ich finde, dass aber auch Männer die sich nur aktiv an einer Transe vergnügen schwul sind, denn die Illusion einer Frau ist sebst bei der feministen Transe nicht mehr aufrechtzuerhalten, wenn sie die Hose oder den Rock runterlässt.
 
Redfields "Abhandlungen" machen das Thema erst wirklich interessant! Es freut mich, dass sich jemand dazu wirklich die Zeit nimmt und es freut mich, dass ein sicher komplexes Thema, so entspannt von einem 90-iger gesehen wird. Super!
Ich: aus der echten 68-iger Generation, Jack Kerouac und Allen Ginsberg, was gab es schöneres????:winke:
 
Jegliche sexuelle Handlungen zwischen zwei Männern soll also bedeuten, dass die Männer schwul sind, richtig?
Nein, falsch. Weshalb ich es auch nicht geschrieben habe.
Sexuelle Handlungen zwischen Männern sind per definitionem homosexueller Natur. Aber natürlich ist jemand nicht zwingen homosexuell veranlagt, wenn er vergewaltigt wird oder bei einem Versuch keinen Gefallen daran findet.
 
Und bei allem nötigen Respekt:
An dem Sie es vermissen lassen ...
Die Welt ist nicht nur schwarz und weiß, sondern hat zig viele Graustufen.
.
Ich lebe in einer bunteren Welt, in der ich sogar die von Ihnen als gültig anerkannten Graustufen gelten lasse.

Und wie jemand seine sexuelle Identität definiert, geht niemanden etwas an außer die Person selbst, und evtl. noch deren Sexualpartner.
Meine Definition von sexueller Identität (um die es im übrigen in meinem Initialpost nur sehr am Rande geht) benötigt ebenfalls keine Autorisierung durch Sie.


Aber dich geht das sicherlich erstmal nichts an, deinen herablassenden, negativen Unterton kannst du dir auch sparen.
Die Beurteilung eines Untertons durch Sie verbiete ich mir, da Sie nicht mal in der Lage sind Ihre ganz offen formulierte Arroganz als solche zu erkennen.
 
Zunächst mal muss ich einige Richtigstellungen treffen:
Ich verwende das Wort schwul im Zusammenhang dieses Threads als Synonym für homosexuell und nicht für unmännlich. Redfield kann sicher argumentieren, dass ich in Wahrheit Leberknödel meine, wenn ich Wagenheber sage. Das sei ihm unbenommen, hat aber mit der Realtität wenig bis nichts zu tun.

Analoges gilt für das Wort Transe. Wer das - auf welchem Erfahrungsschatz auch immer beruhend - als negativ konnotiert erfasst, soll sich einfach die Konnotation wegdenken und es beim Naheliegenden belassen, nämlich als Abkürzung für Transsexuelle(r).

Wie dem aufmerksamen Leser schon bei der Lektüre meines Eingangsposts nicht entgangen sein kann, geht es mir nicht darum, jemanden von meiner Meinung zu überzeugen oder meine Sicht der Dinge aufzuzwingen, sondern zu erforschen, wie andere über das Thema denken. Definitiv NICHT interessiert mich, ob mich jemand für homophob oder latent schwul hält. Wenn jemand ein diesbezügliches Mitteilungsbedürfnis hat, sollte er das in seinem realen Umfeld ausleben.
 
Tschuldigung, aber....

Transe kann sowohl Transvestit als auch Transsexuelle(r) bedeuten und diese beiden Begriffe haben NICHTS miteinander zu tun...

lg Tanja (TV und keine TS :P)
 
Um das ganze auf einen kurzen und knappen Nenner zu bringen:

Sexuelle Orientierung ist nicht zwangsläufig deckungsgleich mit der sexuellen Praxis.

Beispiel:
Mann steckt seinen Pimmel im Pornokino durchs Gloryhole und wird von einer Person geblasen,
sagt das irgendetwas über seine Orientierung aus? Nein, oder sollte er vorher ums Eck schauen, um nicht als schwul zu gelten?

Noch eines:
Während er seine Liebste oral verwöhnt, lässt er seine Kehrseite von einem anderen Mann "behandeln".
Schlussfolgerung laut TE: Der zweite Mann ist schwul, der andere aber ist was? :hmm:
 
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