Vielleicht aus der Tatsache, dass wir mehr und mehr in einer Gesellschaft leben, die das Äußere immer stärker bewertet, in der Schönheits-OPs vom Gesichtsstraffen über Lippen- und Busenkorrekturen bis hin zu Schamlippenvergrößer- oder kleinerungen (!!!) immer mehr gang und gäbe sind, in der Materielles immer wichtiger wird (über das, was ich mir kaufen kann, kann ich Perfektion sehr gut ausdrücken, "schau dir doch mein tolles neues Auto an, ist es nicht perfekt?"... ), in der auf die vielgepriesenen "inneren" Werte immer weniger eingegangen wird, weil sie ja auf den ersten Blick nicht sichtbar sind, und um die zu erforschen, müsste ich mich ja mit dem Menschen da auch beschäftigen und auseinandersetzen, und eigentlich sitzt da drüben jemand, der viel "schöner" ist ... wie auch immer man "schön sein" jetzt definiert. Durch die Werbung werden tagtäglich Bedürnisse geweckt, die wir ohne sie nie hätten (Nespresso-Kaffee zu einem Kilopreis, der einem die Haare zu Berge stehen lässt, Mineralwasser mit darin gelöstem Sauerstoff (wozu denn das, bitte???), um nur ein paar zu nennen, die mir spontan einfallen), nur damit irgendein Weltkonzern wieder ein paar Millionen mehr pro Jahr verdient. Und genau diese Werbung zeigt uns tagtäglich, wie wir auszusehen haben, wie wir zu leben haben, was wir tun und - noch besser - haben und besitzen müssen, um "in" zu sein, damit wir geliebt werden, damit wir glücklich sind.
Und genau hier liegt die Krux vergraben: glücklich sein kann nur von innen heraus kommen, niemals von außen, egal was und wie viel davon man sich kauft. Und wer nicht aus sich selbst heraus glücklich sein kann, wird es auch schwer haben, wirklich innig geliebt zu werden. Hier beißt sich die Katze dann in den Schwanz: wenn ich nicht glücklich bin und nicht geliebt werde, muss ich noch perfekter werden, und vor lauter perfekt werden vergessen wir dann auf das, was wirklich wichtig ist, auf das unperfekte, aber lebendige Leben.....
Im übrigen ein wenig Kritik am Standard: es wurden nicht Frauen im Alter von 19-30 befragt, sondern im Alter von 17-69, wie im Original angegeben.