Nicht nur mutmaßen.
Prüderie ist übrigens abwertend oder wenn unbewusst benützt einfach kurzsichtig, recht wenig empathisch - wieso auch, nix Nackertes sehen = Prüderie und feig, verklemmt und gemein sowieso?
Das kommt Dir so vor.
Die Frauen wollen nicht mehr oben ohne gehen oder hat sich das Verhalten einiger Badegäste ihnen gegenüber verändert.
Könnte es sein, dass einige beim Anblick eines nackten Busens die Bereitschaft seiner Trägerin orten, erwarten, erhoffen, erträumen?
Das ist als Frau unangenehm. (Man kann sich hier umsehen.)
Es sind nicht die Frauen die prüder werden.
Aber vorsichtiger. Ich mag mich hier nicht wiederholen habe anderenthreads zwei universitäre Studien zu Frauenfeindlichkeit und eine der Schweizer Armee im Bezug zu Frauenfeindlichkeit. (Dazu gehört u.a. sie als Sexobjekt zu betrachten und sich auch so verhalten, frauenherabwürdigendes oder -feindliches Verhalten sowieso.)
Wenn Du von den 70igern sprichst, ja die Frauen rechtlich und von den Möglichkeiten schlechter gestellt.
Andererseits war dieses männliche Verhalten, wie es jetzt immer häufiger und immer brutaler zu ersehen ist nicht präsent. (inkl. Gruppenbildung real/Netzwerke/Telegramgruppen etc.)
Es gibt eine zunehmende Art
eines männlichen Grundverständnisses, das Frauen keineswegs als gleichwertig sieht und ihnen Gewalt oder Schaden anzutun in der Gruppe zur Normalität geworden ist. Das ist nicht zu bestreiten, belegt und sichtbar.
Sehr schön wäre es, wenn sich Männer von dem Verhalten anderer Männer klar distanzieren und das gegebenfalls auch (an)zeigen.
Es gibt nicht "die Männer" und "die Frauen". Es gibt eine Gruppe von Männern, die ein Frauenbild haben, das uns als Gesellschaft schädigt.
(Bekanntgewordene Spitzen finden sich: Liebender Ehemann - seine Frau gerade Mutter geworden, betäubt, vergewaltigt, gefilmt, Täter bejubelt - sie erfuhr es als die Polizei ihr die Fotos ihrer Vergewaltigungen - mehrmals - gezeigt wurden. Nach Datenrecherche war sie den Tag danach mit Übelkeit, Schmerzen und Schwindel im Krankenstand, wusste nicht woher.)
Die Aussage finde ich heftig. Das ist ein direkter Vorwurf der Vernachlässigung an die Eltern.
Ich kenne Dein Umfeld nicht. Mir ist die Problematik bewusst, aber diese Deine Annahme ist nicht zu bestätigen.
Eltern schützen ihre Kinder vor Erkrankung und Gefahren so gut sie können, mit größtem Einsatz - ja viele Gespräche, Beispiele und Erklärungen - tun alles um folgendes zu vermeiden. (funktioniert bei Erwachsen ähnlich aber nicht so schnell und tiefgreifend intensiv)
- Dopamin-Abstumpfung: Extreme visuelle Reize überfluten das Belohnungssystem, wodurch normale Alltagsaktivitäten (Schule, Hobbys) als langweilig empfunden werden.
- Gehemmte Impulskontrolle: Die Reifung des Stirnhirns (Präfrontaler Cortex) wird blockiert, was zu schlechterer Selbstregulierung und Suchtverhalten führt.
- Fehlprogrammierung im Gehirn: Sexuelle Erregung wird fest an Bildschirm-Extreme gekoppelt, was später zu Störungen in realen Beziehungen führen kann.
- Chronischer Stress: Da das junge Gehirn die Inhalte emotional nicht verarbeiten kann, schüttet es vermehrt Stresshormone (Cortisol) aus.
Nostalgische Pubertätserinnerungen als Maßstab, haben mich als jungen Menschen schon extrem angekotzt.
Die Voraussetzungen und Herausforderungen sind nicht mit denen von Vorgenerationen zu vergleichen.
Das ist zu respektieren.
So wie wir mit 50+/- Männer umgehen müssen, die frauenfeindlich sind und/oder einen Pornoschaden haben.
(o.t. Gesetzlich hinken wir halt. Dickpic-Verbot, Verbot vom Besitz von Vergewaltigungsvideos u.s.w. - immer schärfer, weil die zunehmende Häufigkeit höher und die Art der Taten extremer wird. Wir sind eh wieder die Letzten, die checken das da etwas massiv Gefährliches schief rennt.
Denkt irgendwer, dass das alles an Frauen vorbei geht? Locker, flockig, offen und so gar nicht prüde - ein Männerwunsch. Viele Frauen wollen sich nicht mehr sexy anziehen, sondern als Frau sexuell anziehend auch ohne darzubieten wahr genommen sein. Mit "sexy" warum nicht, in einer Gesellschaft und einer Umgebung, die einem wohlgesonnen ist. (Da wird´s eng, weil als "Fickobjekt" angesehen zu werden, finden halt viele nicht so geil.) - Porno kann auch hier w.o. beschrieben wirken.
Kleine Anekdote zur geliebten verschlafenen Alpenrepublik:
Österreich weigerte sich anfänglich, an dieser Europol-Operation Medusa teilzunehmen – mit der zynischen Begründung, es gäbe laut Daten "keinen Österreich-Bezug". Nach massiver öffentlicher und politischer Kritik leitete das Bundeskriminalamt den Beitritt zur Operation ein.
Aso?
Nun gut reden wir über weibliche Prüderei und männliche Scheuklappen (Mitläufer die schweigen, Zustimmung zeigen oder sich nicht distanzieren)