Neue Prüderie?

Heutzutage ist Pornographie überall. Kinder haben längst alle Spielarten der Erotik gesehen, Jahre bevor sie ihren ersten Samenerguss oder ihre erste Regel hatten. MMMMF, FFM, alles ganz üblich.

Trotzdem kommt mir unsre Gesellschaft zunehmend prüfe vor. Meine Pubertät ist in die frühen 70er Jahre gefallen. Damals gab es die Minimode, die Hotpants. Mini hieß, dass die Röcke so kurz waren, "wie es der Anstand gerade noch erlaubt hat", also so kurz, dass man die Unterhosen nicht gesehen hat, wenn die Frau gestanden hat. Hat sie sich gebückt, dann wären die natürlich zu sehen, samt Schamhaaren, die links und rechts heraus gesehen haben, denn Frauen waren damals großteils unrasiert. Hotpants waren etwas züchtigere Unterhosen, die aber nicht weiß, sondern knallbunt waren. Die Schamhaare hat man natürlich auch im Schwimmbad gesehen. Im Schwimmbad war es, von Frankreich her kommend, üblich, sich oben ohne zu sonnen, das Ende des Bikinis war geradezu absehbar. Am See sind die Frauen nicht nur oben ohne gelegen, sie sind so auch herumgegangen und im Buffet gesessen. Und die eine oder andere ist auch ohne Höschen am Bauch gelegen (der eine oder andere Mann natürlich auch). Außerdem gab es die gehäkelte Bikinis, die wirklich nichts verborgen hatten, weder oben, noch unten. Und in der Stadt hat man auch gelegentlich Blusen gesehen, die bis zum Bauch hin offen waren, BHs trugen nur die Frauen, die sich "ohne nicht leisten konnten".

Seither schlägt das Pendel in die andere Richtung. Parallel zur Pornographisierung unsrer Gesellschaft scheinen nackte Brüste für Kinder extrem gefährlich zu sein (vielleicht nicht ganz so gefährlich wie in der USA , aber doch sehr), von Mösen und Schwänzen reden wir erst gar nicht. Sich nackt in der Nähe von Kindern aufzuhalten gilt als schrecklich (ich glaube nicht, dass es Kindern wirklich Schaden würde, in Natura zu sehen, was sie auf dem Handy immer sehen können). Und auch Kinder tollen nicht mehr so nackt durchs Schwimmbad, wie wir das noch getan haben.

Kommt das nur mit so vor, als würden wir immer prüder?
Ich würde nicht sagen, das wir prüder werden, sondern vielmehr das uns der Staat immer wie mehr einengen möchte :rage:
 
Ich würde nicht sagen, das wir prüder werden, sondern vielmehr das uns der Staat immer wie mehr einengen möchte :rage:
Die Regierung wählen wir noch selber. Noch!
Ich bemerke auch, dass unsere Gesellschaft prüder wird. FKK wird immer weniger.
Nackt vor Kindern geht scheinbar überhaupt nicht.
Ich vermute es liegt daran, dass die Ängste zunehmen, Fremde eine Bedrohung darstellen.

Die Gesetze sind eigentlich immer noch ziemlich liberal.
Nur die Auslegung von Ordnungshüter wird immer komischer. Und es fühlen sich auch immer mehr Menschen von nackten Menschen bedroht.
 
Viell solltest nochmal drauf springen um Menschen für ihr Aussehen so richtig in den Boden zu stampfen, obwohl es dich nix angeht schaust trotzdem hin
Um nochmal FÜR Oberflächlichkeit zu argumentieren hier:
Ja man schaut hin. Natürlich! Und denkt sich dabei auch seinen Teil.

Und der Körper von 99,999999...% der Menschen geht mich nichts an. Solange mich niemand davon zu Sex zwingt, ist das alles eigentlich nicht mein Problem oder hat irgendwas mit mir zu tun.

Trotzdem habe ich, ganz automatisch, ein ästhetisches Empfinden und eine Meinung zu den Körpern und dem Aussehen der Menschen die ich sehe.
In den allermeisten Fällen ist diese Meinung ein klares, deutliches "mir egal" und ich hab die Leute eh vergessen oder erst gar nicht allzu bewusst angesehen während sie mit mir an der Kasse standen.

Extremfälle merkt man sich halt trotzdem und hat halt trotzdem eine Meinung.
Das sind ganz normale Prozesse die unterbewusst im Bewusstsein ablaufen: man sieht etwas, das Hirn selektiert ob da interessante Infos dabei sind, und entweder fällt einem etwas oder jemand diesbezüglich auf oder halt nicht. Zum negativen oder positiven.

Und das ist normal, das ist in Ordnung, das lässt sich nicht vermeiden! So geht's anderen Menschen mit mir natürlich auch!

Und ja es wäre, heutzutage, politisch korrekt einfach gar nichts zu sagen wenn man nicht ausschließlich nette, lobende Worte über jemanden findet... Aber es muss wohl auch legitim bleiben auch negative Meinungen äussern zu dürfen!
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

Die Regierung wählen wir noch selber. Noch!
Ich bemerke auch, dass unsere Gesellschaft prüder wird. FKK wird immer weniger.
Nackt vor Kindern geht scheinbar überhaupt nicht.
Ich vermute es liegt daran, dass die Ängste zunehmen, Fremde eine Bedrohung darstellen.

Die Gesetze sind eigentlich immer noch ziemlich liberal.
Nur die Auslegung von Ordnungshüter wird immer komischer. Und es fühlen sich auch immer mehr Menschen von nackten Menschen bedroht.

naja, Kampusch, Fritzl, Pelicot, KO Tropfen, Wixer in der Sauna, Missbrauch in der Kirche, Sos Kinderdorf, ... sowas hat es in meiner Jugend nicht gegeben, bzw. wurde nicht offen darüber berichtet.

Belästigung im Alltag haben die Menschen selbst geregelt, Selbstverantwortung, einander helfen hatten einen höheren Stellenwert.

Ein Teil der Gesellschaft wird härter, gleichzeitig wird ein anderer Teil der Gesellschaft immer weicher. Eine Dualität die die gefühlte Sicherheit aller untergräbt.

Was passiert, wenn heute in einer Einkaufsstraße eine Frau Opfer einer Gewalttat wird? Hunderte Menschen werden jammern, wie furchtbar es für sie ist, dass sie da zusehen mussten, und das Beweisvideo, dass sie so furchtbar darunter gelitten haben wird online gestellt. Eingreifen? Das traue ich offen gestanden eher jungen Männern mit Migrationshintergrund zu. Schön, dass es sie gibt.

Also ich kann das durchaus nachvollziehen. Es gibt auch psychologische Analysen dazu.


LG Tom
 
Hi,



naja, Kampusch, Fritzl, Pelicot, KO Tropfen, Wixer in der Sauna, Missbrauch in der Kirche, Sos Kinderdorf, ... sowas hat es in meiner Jugend nicht gegeben, bzw. wurde nicht offen darüber berichtet.
Nur weil darüber nicht berichtet wurde, heißt nicht, dass es nicht passiert ist. Vermutlich noch viel mehr als heute, da es teils systemisch war.
Belästigung im Alltag haben die Menschen selbst geregelt, Selbstverantwortung, einander helfen hatten einen höheren Stellenwert.
Die Menschen haben es nicht selbst geregelt. Die Opfer wurden schlicht und einfach unterdrückt und hatten keine Möglichkeit, sich zu wehren, sehr oft waren es Kinder oder Jugendliche und natürlich Frauen.
Ein Teil der Gesellschaft wird härter, gleichzeitig wird ein anderer Teil der Gesellschaft immer weicher. Eine Dualität die die gefühlte Sicherheit aller untergräbt.
Ich denke eher, dass ein Teil der Gesellschaft immer gleichgültiger wird. :schulterzuck:
Was passiert, wenn heute in einer Einkaufsstraße eine Frau Opfer einer Gewalttat wird? Hunderte Menschen werden jammern, wie furchtbar es für sie ist, dass sie da zusehen mussten, und das Beweisvideo, dass sie so furchtbar darunter gelitten haben wird online gestellt. Eingreifen? Das traue ich offen gestanden eher jungen Männern mit Migrationshintergrund zu. Schön, dass es sie gibt.
Es mag in vielen Fällen so sein, aber es gibt zum Glück auch genug Gegenbeispiele von Zivilcourage. :up:
Also ich kann das durchaus nachvollziehen. Es gibt auch psychologische Analysen dazu.


LG Tom
 
Hi,



naja, Kampusch, Fritzl, Pelicot, KO Tropfen, Wixer in der Sauna, Missbrauch in der Kirche, Sos Kinderdorf, ... sowas hat es in meiner Jugend nicht gegeben, bzw. wurde nicht offen darüber berichtet.

Belästigung im Alltag haben die Menschen selbst geregelt, Selbstverantwortung, einander helfen hatten einen höheren Stellenwert.

Ein Teil der Gesellschaft wird härter, gleichzeitig wird ein anderer Teil der Gesellschaft immer weicher. Eine Dualität die die gefühlte Sicherheit aller untergräbt.

Was passiert, wenn heute in einer Einkaufsstraße eine Frau Opfer einer Gewalttat wird? Hunderte Menschen werden jammern, wie furchtbar es für sie ist, dass sie da zusehen mussten, und das Beweisvideo, dass sie so furchtbar darunter gelitten haben wird online gestellt. Eingreifen? Das traue ich offen gestanden eher jungen Männern mit Migrationshintergrund zu. Schön, dass es sie gibt.

Also ich kann das durchaus nachvollziehen. Es gibt auch psychologische Analysen dazu.


LG Tom
Ja ! und warum verlachst Du dann meinen Ansatzt.
Es gibt noch weitere Aspekte. Äußer mich aber nicht mehr dazu.
Ist mir nur aufgefallen, dass FKK rückläufig ist.
Bis hinzu kursiosen Dingen, wie mit Badezeugs in die Sauna gehen.
 
H8,

Ja ! und warum verlachst Du dann meinen Ansatzt.

mich hat belustigt, dass Du meinst, die Auslegung der Ordnungshüter wäre problematisch.

Es gibt noch weitere Aspekte. Äußer mich aber nicht mehr dazu.
Ist mir nur aufgefallen, dass FKK rückläufig ist.
Bis hinzu kursiosen Dingen, wie mit Badezeugs in die Sauna gehen.

Dazu kann ich nix sagen, in meiner Wahrnehmung gibt es immer mehr Nackerte.

LG Tom
 
Nicht nur mutmaßen.
Prüderie ist übrigens abwertend oder wenn unbewusst benützt einfach kurzsichtig, recht wenig empathisch - wieso auch, nix Nackertes sehen = Prüderie und feig, verklemmt und gemein sowieso?

Das kommt Dir so vor.
Die Frauen wollen nicht mehr oben ohne gehen oder hat sich das Verhalten einiger Badegäste ihnen gegenüber verändert.
Könnte es sein, dass einige beim Anblick eines nackten Busens die Bereitschaft seiner Trägerin orten, erwarten, erhoffen, erträumen?
Das ist als Frau unangenehm. (Man kann sich hier umsehen.)

Es sind nicht die Frauen die prüder werden.
Aber vorsichtiger. Ich mag mich hier nicht wiederholen habe anderenthreads zwei universitäre Studien zu Frauenfeindlichkeit und eine der Schweizer Armee im Bezug zu Frauenfeindlichkeit. (Dazu gehört u.a. sie als Sexobjekt zu betrachten und sich auch so verhalten, frauenherabwürdigendes oder -feindliches Verhalten sowieso.)

Wenn Du von den 70igern sprichst, ja die Frauen rechtlich und von den Möglichkeiten schlechter gestellt.
Andererseits war dieses männliche Verhalten, wie es jetzt immer häufiger und immer brutaler zu ersehen ist nicht präsent. (inkl. Gruppenbildung real/Netzwerke/Telegramgruppen etc.)
Es gibt eine zunehmende Art eines männlichen Grundverständnisses, das Frauen keineswegs als gleichwertig sieht und ihnen Gewalt oder Schaden anzutun in der Gruppe zur Normalität geworden ist. Das ist nicht zu bestreiten, belegt und sichtbar.

Sehr schön wäre es, wenn sich Männer von dem Verhalten anderer Männer klar distanzieren und das gegebenfalls auch (an)zeigen.
Es gibt nicht "die Männer" und "die Frauen". Es gibt eine Gruppe von Männern, die ein Frauenbild haben, das uns als Gesellschaft schädigt.


(Bekanntgewordene Spitzen finden sich: Liebender Ehemann - seine Frau gerade Mutter geworden, betäubt, vergewaltigt, gefilmt, Täter bejubelt - sie erfuhr es als die Polizei ihr die Fotos ihrer Vergewaltigungen - mehrmals - gezeigt wurden. Nach Datenrecherche war sie den Tag danach mit Übelkeit, Schmerzen und Schwindel im Krankenstand, wusste nicht woher.)

Die Aussage finde ich heftig. Das ist ein direkter Vorwurf der Vernachlässigung an die Eltern.

Ich kenne Dein Umfeld nicht. Mir ist die Problematik bewusst, aber diese Deine Annahme ist nicht zu bestätigen.
Eltern schützen ihre Kinder vor Erkrankung und Gefahren so gut sie können, mit größtem Einsatz - ja viele Gespräche, Beispiele und Erklärungen - tun alles um folgendes zu vermeiden. (funktioniert bei Erwachsen ähnlich aber nicht so schnell und tiefgreifend intensiv)
  • Dopamin-Abstumpfung: Extreme visuelle Reize überfluten das Belohnungssystem, wodurch normale Alltagsaktivitäten (Schule, Hobbys) als langweilig empfunden werden.
  • Gehemmte Impulskontrolle: Die Reifung des Stirnhirns (Präfrontaler Cortex) wird blockiert, was zu schlechterer Selbstregulierung und Suchtverhalten führt.
  • Fehlprogrammierung im Gehirn: Sexuelle Erregung wird fest an Bildschirm-Extreme gekoppelt, was später zu Störungen in realen Beziehungen führen kann.
  • Chronischer Stress: Da das junge Gehirn die Inhalte emotional nicht verarbeiten kann, schüttet es vermehrt Stresshormone (Cortisol) aus.
Nostalgische Pubertätserinnerungen als Maßstab, haben mich als jungen Menschen schon extrem angekotzt.
Die Voraussetzungen und Herausforderungen sind nicht mit denen von Vorgenerationen zu vergleichen.
Das ist zu respektieren.

So wie wir mit 50+/- Männer umgehen müssen, die frauenfeindlich sind und/oder einen Pornoschaden haben.

(o.t. Gesetzlich hinken wir halt. Dickpic-Verbot, Verbot vom Besitz von Vergewaltigungsvideos u.s.w. - immer schärfer, weil die zunehmende Häufigkeit höher und die Art der Taten extremer wird. Wir sind eh wieder die Letzten, die checken das da etwas massiv Gefährliches schief rennt.
Denkt irgendwer, dass das alles an Frauen vorbei geht? Locker, flockig, offen und so gar nicht prüde - ein Männerwunsch. Viele Frauen wollen sich nicht mehr sexy anziehen, sondern als Frau sexuell anziehend auch ohne darzubieten wahr genommen sein. Mit "sexy" warum nicht, in einer Gesellschaft und einer Umgebung, die einem wohlgesonnen ist. (Da wird´s eng, weil als "Fickobjekt" angesehen zu werden, finden halt viele nicht so geil.) - Porno kann auch hier w.o. beschrieben wirken.

Kleine Anekdote zur geliebten verschlafenen Alpenrepublik:
Österreich weigerte sich anfänglich, an dieser Europol-Operation Medusa teilzunehmen – mit der zynischen Begründung, es gäbe laut Daten "keinen Österreich-Bezug". Nach massiver öffentlicher und politischer Kritik leitete das Bundeskriminalamt den Beitritt zur Operation ein.

Aso?


Nun gut reden wir über weibliche Prüderei und männliche Scheuklappen (Mitläufer die schweigen, Zustimmung zeigen oder sich nicht distanzieren)
Bin ich froh, dass jemand und wenig verwunderlich eine Frau, es so gut zusammengefasst hat. Das bringt es aber sowas von genau auf den Punkt.
Hut ab für die Gesamtheit deines Posts!
Eigentlich könnte man ab hier aufhören zu diskutieren.
 
Nur weil darüber nicht berichtet wurde, heißt nicht, dass es nicht passiert ist.
Die neue Art der Übergriffe und Gewalttaten gab es nicht.
Die waren zu diesem Zeitpunkt nicht möglich.
Jederzeit in einem Echoraum mit Gleichgesinnten zu sein, erzeugt, dass zur Normalität der Nutzer wird, somit Unrecht nicht mehr für sie relevant ist (sie bekommen positive Reaktionen, sind willkommen). Nie konnte man sich in Sekundenschnelle über alle Grenzen austauschen, sich anspornen und Taten bewundern, Videos und Fotos eigener Taten zigfach bewundern lassen. Diese Männer ziehen andere mit, finden Mitläufer oder wie aktuell Freude daran, wenn Frauen vergewaltigt, gedemütigt, misshandelt, herabgewürdigt werden, mit unflätigen Worten, wie wenn man z.B. seine betäubte Frau anbietet, dies als "Totes Fleisch" feil bietet und natürlich weitaus anders - aber ich mag da niemanden anturnen.

Nein das gab es nicht.
Das macht etwas mit Menschen.
Die einen erkennen Verabscheungswürdigkeit - die anderen kriegen einen Steifen.
Kalt lässt es niemanden.
 
Hi,

Nur weil darüber nicht berichtet wurde, heißt nicht, dass es nicht passiert ist. Vermutlich noch viel mehr als heute, da es teils systemisch war.

ja.

Die Menschen haben es nicht selbst geregelt. Die Opfer wurden schlicht und einfach unterdrückt und hatten keine Möglichkeit, sich zu wehren, sehr oft waren es Kinder oder Jugendliche und natürlich Frauen.

Ist halt die Frage. Ich bin in einem Umfeld starker Frauen groß geworden.

Ich denke eher, dass ein Teil der Gesellschaft immer gleichgültiger wird. :schulterzuck:

Aber mitfilmen und das online stellen. Für mich es das keine Gleichgültigkeit sondern Egoismus.


Es mag in vielen Fällen so sein, aber es gibt zum Glück auch genug Gegenbeispiele von Zivilcourage. :up:

Beim Terroranschlag in der Wiener Innenstadt 2020 war es ein Palästinenser, der den verletzten Polizisten aus der Schusslinie zog, erste Hilfe leistete und ihn mit Hilfe zweier Türken, die dabei verletzt wurden, zum Rettungswagen brachte.

Ein Einzelfall, in meinen Augen sinnbildlich.

LG Tom
 
Und natürlich gibt es auch "prüde" Reaktionen auf allzu viel Freizügigkeit. Wer heutzutage einer Frau im Minirock nachschaut, z.B. im Warenhaus auf der Rolltreppe, gilt mittlerweile als Spanner und bekommt Hausverbot. Eine typische Täter-Opfer- Umkehr. Irrer geht es kaum noch.
 
naja, Kampusch, Fritzl, Pelicot, KO Tropfen, Wixer in der Sauna, Missbrauch in der Kirche, Sos Kinderdorf, ... sowas hat es in meiner Jugend nicht gegeben, bzw. wurde nicht offen darüber berichtet.
Ich will jetzt nicht zu tief ins Detail gehen, aber ich kannte eine Frau die wurde zB vom Vater missbraucht und an sein halbes Kollegium verkauft... Beginnend mit 7 Jahren.

Dürfte zeitlich etwa in deiner Jugend gelegen haben. In einer ganz normalen, ländlichen Gemeinde wo eigentlich jeder jeden kennt und sich Sonntags alle in der Kirche treffen.

Ich kenne einiger solcher persönlichen Geschichten und Fälle. Auf Trauma Rehas trifft man sich und lernt sich kennen. Da lief SO VIEL was nie öffentliche Aufmerksamkeit erlangt hat. Auch was öffentliche Aufmerksamkeit (langsam) bekommt. Stichwort Missbrauch in der Kirche bzw in Betreuungseinrichtungen.

Es ist immer zu viel passiert!

Früher wurde nur weniger berichtet! Ich bezweifle dass man von einem Fall Pelicot bei uns großartig gelesen hätte vor 30-40 Jahren. Die Menge an Informationen und die Internationalität dieser News sind halt heute anders. Außerdem haben Zeitungen und Medien heute entdeckt dass Angst und starke Emotionen die besten Verkaufsargumente sind und fokussieren sich sehr auf diese negative Berichterstattung.
 
Und natürlich gibt es auch "prüde" Reaktionen auf allzu viel Freizügigkeit. Wer heutzutage einer Frau im Minirock nachschaut, z.B. im Warenhaus auf der Rolltreppe, gilt mittlerweile als Spanner und bekommt Hausverbot. Eine typische Täter-Opfer- Umkehr. Irrer geht es kaum noch.
Ich kenne keinen Fall, in dem man dafür Hausverbot bekam. :schulterzuck:
 
Hi,

Ich will jetzt nicht zu tief ins Detail gehen, aber ich kannte eine Frau die wurde zB vom Vater missbraucht und an sein halbes Kollegium verkauft... Beginnend mit 7 Jahren.

mag sein. Im Internet konnte er sie nicht anbieten. Der Täterkreis war klein.

Ich kenne einiger solcher persönlichen Geschichten und Fälle. Auf Trauma Rehas trifft man sich und lernt sich kennen. Da lief SO VIEL was nie öffentliche Aufmerksamkeit erlangt hat.

Du hast Geschichten gehört. Die können wahr sein. Es gibt gut dokumentierte Fälle von traumatisierten Missbrauchsopfern, deren Missbrauch nie stattgefunden hat.

Ich halte nicht alle Erzählungen für wahr.


Auch was öffentliche Aufmerksamkeit (langsam) bekommt. Stichwort Missbrauch in der Kirche bzw in Betreuungseinrichtungen.

Naja, Missbrauch im der Kirche dürfte in der westlichen Welt abgehandelt sein, schon länger. Afrika, Asien, Südamerika, da kann noch viel kommen.

Es ist immer zu viel passiert!

Ja.


Früher wurde nur weniger berichtet!

Ja.

Ich bezweifle dass man von einem Fall Pelicot bei uns großartig gelesen hätte vor 30-40 Jahren.

Aber sicher.

Die Menge an Informationen und die Internationalität dieser News sind halt heute anders. Außerdem haben Zeitungen und Medien heute entdeckt dass Angst und starke Emotionen die besten Verkaufsargumente sind und fokussieren sich sehr auf diese negative Berichterstattung.

Das sehe ich nicht so. Es hat sich nur die Technik verändert.

LG Tom
 
Du hast Geschichten gehört. Die können wahr sein. Es gibt gut dokumentierte Fälle von traumatisierten Missbrauchsopfern, deren Missbrauch nie stattgefunden hat.

Ich halte nicht alle Erzählungen für wahr.
Ich hab auch oft die Auswirkung bzw die Traumatisierung live gesehen und miterlebt.

Das sind oft keine lustigen Leben. Das macht für die Betroffenen nichts besser, niemand erfindet sowas freiwillig oder einfach aus Spaß heraus!

Und bei sowas einfach zu sagen, dass die Geschichten gelogen sind oder sein könnten... Ist eines der klassischen Scheiß-Argumente mit denen sich Betroffene rumschlagen müssen.
Ja es mag zweifelhafte Fälle zB im Lauf von Me2 gegeben haben. Aber gerade wenn keine Millionenklage zur Diskussion steht bringt es niemandem etwas sowas zu erfinden!
 
erste Hilfe leistete und ihn mit Hilfe zweier Türken, die dabei verletzt wurden, zum Rettungswagen brachte.
Ah, das "Fremde" war gemeint.
Nö, die Jungs, sprich die echten und wahren Männer, die tauschen sich in überwiegend auf deutsch aus.
Dafür braucht´s keine Fremden. So manche hiesige Posts die Gesinnung des Schreibers oder Bild-Einstellers, lassen gleichfalls durchblicken, dass muttersprachlich kommuniziert wird. (Gerade bei deutsch. Es ist eine eigene Sprechweise, signifikante Floskeln, Worte etc. Genauer Hinschauen ist wie beim Doppelbild-Suchrätsel. Es wird immer leichter die "Fehler" zu finden.)

O.t. Die Mütter, Frauen, selbst Kinder, Juden, Ungläubigen, Muslime (NICHT Islamisten) - alle sind selbst schuld und haben es verdient, wenn ihnen etwas widerfährt. (Für alle obigen Menschen, gibt es Plattform, die sie hassen, bekämpfen - das für gut befinden, sich bestärken, Taten und Gewaltphantasien gegen diese befeuern, bis der erste es tut.)

Stimmt: Manches ändert sich nie.
Stimmt nicht: Das Netz ein Multiplikator.

Ja, das Internet ist heute der zentrale und mächtigste Multiplikator für fremden- und frauenfeindliche Aussagen und Bilder und fungiert als digitale Propagandamaschine.

  • Algorithmen als Brandbeschleuniger
  • etablierte digitale Subkulturen (z.B. Manosphere)
  • Memes getarnt als Spaß/Humor (auch hier, die meisten die posten wissen nicht was sie tun, möchte ich auch sagen, ich zeige auf, wenn ich es sehe, Männer lachen sich oder Frauen dabei kaputt)
  • Deepfake
  • extremer Antifeminismus
  • Globale Vernetzung
  • u.s.w.

Ah, ich tu´s nicht, weil ich nicht zusammenklaube, was ich gelesen, erlernte, umsetze, weiterlese, erlerne - einfach weiß, ich muss nichts davon belegen. Jeder kann das Gegenteil belegen, so lustig und mutig.

Was es schon immer gab: Realitätsverweigere. Eher ältere Leute, die sich Tatsachen im Hier und Jetzt nicht stellen können/wollen/trauen und lieber den Standardsatz dreschen "Das war immer schon so."

Ein Satz, den auch Generationen vor uns hassten.
Wenn alles immer so ist wie es war, würden wir wohl noch auf dem Baum sitzen und Menschen über 40 nichts sagen, denn bereits tot, oder?
 
Hi,

Was es schon immer gab: Realitätsverweigere.

der Satz könnte auch aus einem Homöopathie-Forum kommen.

So hat halt ein jeder seine Realität.


Wenn alles immer so ist wie es war, würden wir wohl noch auf dem Baum sitzen und Menschen über 40 nichts sagen, denn bereits tot, oder?

Auch das ist so ein typisches Missverständnis zwischen durchschnittliche Lebenserwartung und zu erwartende Lebenserwartung. Wenn die Hälfte der Kinder stirbt, bevor sie 5 Jahre alt sind, die anderen werden über 60, liegt die durchschnittliche Lebenserwartung bei 35 Jahren.

Daraus zu folgern, dass kaum jemand älter als 35 wurde, ist beliebt. Insbesondere in sozialen Wissenschaften.

Ötzi z.B. wurde vor über 5.000 Jahren getötet, 45 Jahre etwa wurde er alt, und war noch relativ rüstig. Wäre er nicht von hinten erschossen worden, hätte er vermutlich auch bis 65 gearbeitet. ;D

"Es war immer schon so" ist eine Feststellung, und eine hervorragende Grundlage, etwas zum Positiven zu verändern.

LG Tom
 
Und natürlich gibt es auch "prüde" Reaktionen auf allzu viel Freizügigkeit. Wer heutzutage einer Frau im Minirock nachschaut, z.B. im Warenhaus auf der Rolltreppe, gilt mittlerweile als Spanner und bekommt Hausverbot. Eine typische Täter-Opfer- Umkehr. Irrer geht es kaum noch
Wer ist jetzt hier Täter und Opfer? Erläutere das bite genauer.
 
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