Neue Prüderie?

Hi,

Die Legende nehme ich jetzt aber auch gleich mit und mach mal dilettantisch auf @Mitglied #469517
Wir haben eine Stichtagswert von ca. 40.000 Frauen in ganz Österreich. (Da hat man kaum die Chance eine zu finden :))
Viele davon sind in der Öffentlichkeit u.a. aus kulturellen Gründen ganz sicher nicht beim Stillen zu sehen.
Es gibt nicht genug Stillende in der Öffentlichkeit, damit sich genug Leute darüber aufregen können.
(Wobei ich die genauso wenig kenne, wie Frauen die Türaufhalter zur Sau machen - das wird wohl oft gebracht, kann realistisch nicht stimmen. Persönlich, bei 4 Kindern mit jeweils 10 Monaten Stillzeit, hatte ich nie eine unangenehme Reaktion wie viele anderen Frauen ebenso nicht. Prinzipiell ist es einem gemütlich lieber, aber manchmal geht es nicht anders, da setzt man sich auf kein Podest, packt net provokativ aus, sondern macht das intim diskret für Mutter und Kind in Stillbeziehung.
Einzeldeppen gibt es immer, die machen dann halt ein verzerrtes Bild - somit: Urbane Legende)

ja, danke. Man bekommt in Wien immer wieder mal Stillende mit, auch Touristen, oft ein Paar mit ihrem Kind. Meistens dezent, ein sehr ruhiger, friedlicher, beschaulicher Vorgang.

In Erinnerung bleibt das Extrem, die Bobomamma, die in der vollbesetzten U6 vor der Station Gumpendorferstrasse neben Junkies und Arabern ihre dicken Milchtitten rausholen muss und das Kind fast zum Trinken zwingt, aus ihrem Telefonat lässt sich vermuten, dass sie sich mit anderen Müttern zum Babybaden trifft und dort wohl nicht gestört werden möchte, wenn das Kind wirklich Hunger hat.

LG Tom
 
Ja, eine erschreckende Entwicklung, die "Influencer" für sich nutzen 🤮.
Nicht ganz aktuell, da die Zahlen sich in zwei Monaten bereits erhöht haben.
Aber doch sehr emotionsbefreit und ohne Einzelschicksale breitzutreten.
Sehr nüchtern zusammengefasst worum es geht - war das je vorstellbar. BKA

Die du wie nennst?
Solche und andere?
Frauenfeindichkeit ist bereits mehrmals belegt und erlebt.
Männer mit denen es eine Freude ist in der Gesellschaft leben zu dürfen, gleichfalls.

Das hat mit Gruppenzwang wenig zu tun.
z.B.:

Die meisten, werden z.B. es abscheulich finden Frauen ohne ihr Wissen zu betäuben zu vergewaltigen, das nicht sehen wollen, sich nicht in derartigen Gruppen bewegen wollen, abklatschen wenn beschrieben wird, was der Frau angetan gehört, auf keinen Plattformen sein wo Gewaltphantasien getauscht, realisiert, präsentiert werden oder die eigene Frau als "totes Fleisch" anbieten etc.
Sie werden sich klar distanzieren, das keiner Frau wünschen, so sie Kenntnis davon erlangen auf- oder anzeigen.

Einige werden durch eine Berichterstattung, die ich gleichfalls nicht gut finde, veröffentlichte Brutal-Chats, Beschreibungen der Gewalttaten an der Frau richtig scharf gemacht, aufmerksam sogar, dass man sich da ja wo beteiligen könnte. In diesen Gruppen ist das, das für die meisten Männer (obige Gruppe) und Frauen unvorstellbar ist, komplett normal. Sie fühlen sich im Recht durch die Bestätigung anderer.

Ganz ohne Zwang: Dass ein Mann sich in beiden Gruppen beheimatet fühlt ist schwer vorstellbar.
 
Wenn ich sehe wie bewusst frivol und aufreizend heutzutage junge Mädels selbst an Schulen rumlaufen, fällt es mir schwer an eine "neue Prüderie" zu glauben. Offensichtlich gefällt das sogar Lehrern. Das hat mit Toleranz nichts mehr zu tun.
 
Die eine Gruppe versucht halt, mit Pornoromantik und "Ey figgn" zum Zug zu kommen.
Schau Dir das Thema mal genauer an.
Es wird verharmlost, es gibt Fakten, wie eh schon erwähnt, einer rasant wachsenden Frauenfeindlichkeit.
Patscherte Anmache zähle ich nicht zu Frauenfeindlichkeit, den Buschen muss man eher helfen. :)
Es gibt keine Pornoromantik in diesem Sinne, wenn Du Dir anschaust, wie die Wirkung sein kann.

o.t. Es sei denn man wird z.B. im Park so angesprochen und man sieht ein Stückerl weiter drei Hawara stehen, da wird´s einem dann anders. (persönlich erlebt)
fällt es mir schwer
1. GV bei Mädchen mittlerweile bei 17,4 Jahren angesiedelt.
 
Patscherte Anmache zähle ich nicht zu Frauenfeindlichkeit, den Buschen muss man eher helfen. :)
Es gibt keine Pornoromantik in diesem Sinne, wenn Du Dir anschaust, wie die Wirkung sein kann.
Das war, ganz stark vereinfacht, mein Platzhalter für die Gruppe von Männern, die ihre eigene Geilheit und Unfähigkeit, ein Leben zufriedenstellend zu gestalten, zum Problem der Frauen machen, die Schuld bei Frauen suchen. Ein letzter verzweifelter Kampf, der verhindert, dass man sich mit sich selber und seiner eigenen Verantwortung für ein (nicht nur sexuell) erfülltes Leben stellt. Das wäre nämlich zwar sinnvoll, aber auch deutlich schmerzhafter.
 
Heutzutage ist Pornographie überall. Kinder haben längst alle Spielarten der Erotik gesehen, Jahre bevor sie ihren ersten Samenerguss oder ihre erste Regel hatten. MMMMF, FFM, alles ganz üblich.

Trotzdem kommt mir unsre Gesellschaft zunehmend prüfe vor. Meine Pubertät ist in die frühen 70er Jahre gefallen. Damals gab es die Minimode, die Hotpants. Mini hieß, dass die Röcke so kurz waren, "wie es der Anstand gerade noch erlaubt hat", also so kurz, dass man die Unterhosen nicht gesehen hat, wenn die Frau gestanden hat. Hat sie sich gebückt, dann wären die natürlich zu sehen, samt Schamhaaren, die links und rechts heraus gesehen haben, denn Frauen waren damals großteils unrasiert. Hotpants waren etwas züchtigere Unterhosen, die aber nicht weiß, sondern knallbunt waren. Die Schamhaare hat man natürlich auch im Schwimmbad gesehen. Im Schwimmbad war es, von Frankreich her kommend, üblich, sich oben ohne zu sonnen, das Ende des Bikinis war geradezu absehbar. Am See sind die Frauen nicht nur oben ohne gelegen, sie sind so auch herumgegangen und im Buffet gesessen. Und die eine oder andere ist auch ohne Höschen am Bauch gelegen (der eine oder andere Mann natürlich auch). Außerdem gab es die gehäkelte Bikinis, die wirklich nichts verborgen hatten, weder oben, noch unten. Und in der Stadt hat man auch gelegentlich Blusen gesehen, die bis zum Bauch hin offen waren, BHs trugen nur die Frauen, die sich "ohne nicht leisten konnten".

Seither schlägt das Pendel in die andere Richtung. Parallel zur Pornographisierung unsrer Gesellschaft scheinen nackte Brüste für Kinder extrem gefährlich zu sein (vielleicht nicht ganz so gefährlich wie in der USA , aber doch sehr), von Mösen und Schwänzen reden wir erst gar nicht. Sich nackt in der Nähe von Kindern aufzuhalten gilt als schrecklich (ich glaube nicht, dass es Kindern wirklich Schaden würde, in Natura zu sehen, was sie auf dem Handy immer sehen können). Und auch Kinder tollen nicht mehr so nackt durchs Schwimmbad, wie wir das noch getan haben.

Kommt das nur mit so vor, als würden wir immer prüder?
Es stimmt schon, das Pendel schwenkt zurück in ein neues Biedermeier, wenn ich mir ansehe wie locker wir als junge Menschen damit umgegangen sind und wie verklemmt unsere Kinder diesbezüglich sind.
 
Heutzutage ist Pornographie überall. Kinder haben längst alle Spielarten der Erotik gesehen, Jahre bevor sie ihren ersten Samenerguss oder ihre erste Regel hatten. MMMMF, FFM, alles ganz üblich.

Trotzdem kommt mir unsre Gesellschaft zunehmend prüfe vor. Meine Pubertät ist in die frühen 70er Jahre gefallen. Damals gab es die Minimode, die Hotpants. Mini hieß, dass die Röcke so kurz waren, "wie es der Anstand gerade noch erlaubt hat", also so kurz, dass man die Unterhosen nicht gesehen hat, wenn die Frau gestanden hat. Hat sie sich gebückt, dann wären die natürlich zu sehen, samt Schamhaaren, die links und rechts heraus gesehen haben, denn Frauen waren damals großteils unrasiert. Hotpants waren etwas züchtigere Unterhosen, die aber nicht weiß, sondern knallbunt waren. Die Schamhaare hat man natürlich auch im Schwimmbad gesehen. Im Schwimmbad war es, von Frankreich her kommend, üblich, sich oben ohne zu sonnen, das Ende des Bikinis war geradezu absehbar. Am See sind die Frauen nicht nur oben ohne gelegen, sie sind so auch herumgegangen und im Buffet gesessen. Und die eine oder andere ist auch ohne Höschen am Bauch gelegen (der eine oder andere Mann natürlich auch). Außerdem gab es die gehäkelte Bikinis, die wirklich nichts verborgen hatten, weder oben, noch unten. Und in der Stadt hat man auch gelegentlich Blusen gesehen, die bis zum Bauch hin offen waren, BHs trugen nur die Frauen, die sich "ohne nicht leisten konnten".

Seither schlägt das Pendel in die andere Richtung. Parallel zur Pornographisierung unsrer Gesellschaft scheinen nackte Brüste für Kinder extrem gefährlich zu sein (vielleicht nicht ganz so gefährlich wie in der USA , aber doch sehr), von Mösen und Schwänzen reden wir erst gar nicht. Sich nackt in der Nähe von Kindern aufzuhalten gilt als schrecklich (ich glaube nicht, dass es Kindern wirklich Schaden würde, in Natura zu sehen, was sie auf dem Handy immer sehen können). Und auch Kinder tollen nicht mehr so nackt durchs Schwimmbad, wie wir das noch getan haben.

Kommt das nur mit so vor, als würden wir immer prüder?

Zum einen gibt es eine Früh und Übersexualisierung bei Kindern die junge Menschen mit einem Schamgefühl belastet welches dann für das spätere Leben prägend ist.

In einigen Schulen kommt es durchaus schon zu Situationen wo Kinder mit sexuellen Inhalten konfrontiert werden die sie psychisch belasten.

Aber natürlich kommt es auch zu Konfrontationen im Internet. Entwicklung verläuft nicht konstant, dazu vermischen sich auch diverse Altersgruppen auf Socialmedia und Kinder die eigentlich noch kein Eigeninteresse an sexuellen Inhalten haben werden oft zwangsbeglückt.

Im späteren Leben hinterlässt so etwas dann Spuren. Der angelernte Reflex der Ablehnung reduziert das Einbringen eigener sexueller Impulse in den Alltag.

Zum anderen ist das Sicherheitsgefühl in Europa auf einem Tiefstand wie man es zuletzt wahrscheinlich in Kriegstagen und unter Besatzung wahrgenommen hat.

Die Zahl der Vergewaltigungen ist explodiert, Frauen werden auf offener Straße belästigt, an diversen Orten fühlt man sich nicht mehr sicher und ebenso ist man mit Kulturen konfrontiert wo schon das offene Zeigen von Haupthaar ein großes Problem darstellt.

Verschoben hat sich auch das Kräfteverhältnis auf der Straße. Konnte in den erwähnten 70er Jahren ein Mann seine Frau in der Regel noch alleine beschützen und ihr ein Gefühl von Sicherheit vermitteln, so müsste er sich heute im Fall der Fälle schnell mit zehn bis zwanzig Angreifern befassen.

Sexuelle Freizügigkeit benötigt Ordnung, Sicherheit, ein Umfeld mit Wohlfühlqualität.
Man kann historisch gut beobachten das sexuelle Freizügigkeit sofort aufhört wenn archaische oder unsichere Zeiten aufkommen.

Von kulturell etablierter Prüderie würde ich daher gar nicht sprechen wenn es um die aktuelle Entwicklung geht. Eher von Angst!

Ein gutes Beispiel sind da zum Beispiel die USA. Dort gibt es eine Prüderie die gesellschaftlich etabliert ist und grundsätzlich ein Sittenbild nach außen vermittelt. Dennoch kann man kaum behaupten es gäbe in den USA keinen Lifestyle der sexuelle Begierden erfüllt.
Oder im Klartext, es wird genauso herumgefickt, nur eben ohne es wie in Europa an die große Glocke zu hängen. Denn diese Art von Exhibitionismus gilt in den USA als billig und würdelos.

Aber auch bei uns gibt es da einen Einfluss der Würde neu definiert. Und dadurch wird heutzutage schnell jede Art von weiblicher Erotik mit Prostitution gleichgesetzt.
Zu viel Make Up, Ausschnitt, Rock zu kurz und man gilt als Schlampe oder Nutte.
Falscher Feminismus, Islamismus, katholische und konservative Kräfte, Angst, Kriminalität und Verrohung der Gesellschaft bieten da keinen Nährboden für Akzeptanz und Offenheit, welche ohnehin noch dadurch pervertiert wird das man sexuelle Darstellungen welche die meisten Menschen als obszön betrachten in den medialen Fokus rückt. Die Frau die sich mit 40 den Busen straffen lässt wird verachtet, der Mann der sich Implantate einsetzen lässt gefeiert.

Das Pendel von Toleranz und Akzeptanz wurde in den 90er Jahren angestoßen, jetzt donnert es unausweichlich zurück.

Damit es wieder eine Etablierung von Alltagserotik gibt die sich natürlich und harmonisch einfügt müsste es wohl erfahrungsgemäß wieder eine längere Zeit der sexuellen Unterdrückung geben. Das ironische an der Entwicklung der 70er Jahre war darin begründet, das man nur Aufgrund der Sicherheit und Ordnung der 60er überhaupt einen solchen Lifestyle leben konnte. Ist die Sicherheit vor Belästigung, Vergewaltigung und Ächtung nicht gegeben, gibt es auch trotz systemischer Unterdrückung keinen Drang nach Freizügigkeit als Gruppendynamik.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zum einen gibt es eine Früh und Übersexualisierung bei Kindern die junge Menschen mit einem Schamgefühl belastet welches dann für das spätere Leben prägend ist.

In einigen Schulen kommt es durchaus schon zu Situationen wo Kinder mit sexuellen Inhalten konfrontiert werden die sie psychisch belasten.

Aber natürlich kommt es auch zu Konfrontationen im Internet. Entwicklung verläuft nicht konstant, dazu vermischen sich auch diverse Altersgruppen auf Socialmedia und Kinder die eigentlich noch kein Eigeninteresse an sexuellen Inhalten haben werden oft zwangsbeglückt.

Im späteren Leben hinterlässt so etwas dann Spuren. Der angelernte Reflex der Ablehnung reduziert das Einbringen eigener sexueller Impulse in den Alltag.

Zum anderen ist das Sicherheitsgefühl in Europa auf einem Tiefstand wie man es zuletzt wahrscheinlich in Kriegstagen und unter Besatzung wahrgenommen hat.

Die Zahl der Vergewaltigungen ist explodiert, Frauen werden auf offener Straße belästigt, an diversen Orten fühlt man sich nicht mehr sicher und ebenso ist man mit Kulturen konfrontiert wo schon das offene Zeigen von Haupthaar ein großes Problem darstellt.

Verschoben hat sich auch das Kräfteverhältnis auf der Straße. Konnte in den erwähnten 70er Jahren ein Mann seine Frau in der Regel noch alleine beschützen und ihr ein Gefühl von Sicherheit vermitteln, so müsste er sich heute im Fall der Fälle schnell mit zehn bis zwanzig Angreifern befassen.

Sexuelle Freizügigkeit benötigt Ordnung, Sicherheit, ein Umfeld mit Wohlfühlqualität.
Man kann historisch gut beobachten das sexuelle Freizügigkeit sofort aufhört wenn archaische oder unsichere Zeiten aufkommen.

Von kulturell etablierter Prüderie würde ich daher gar nicht sprechen wenn es um die aktuelle Entwicklung geht. Eher von Angst!

Ein gutes Beispiel sind da zum Beispiel die USA. Dort gibt es eine Prüderie die gesellschaftlich etabliert ist und grundsätzlich ein Sittenbild nach außen vermittelt. Dennoch kann man kaum behaupten es gäbe in den USA keinen Lifestyle der sexuelle Begierden erfüllt.
Oder im Klartext, es wird genauso herumgefickt, nur eben ohne es wie in Europa an die große Glocke zu hängen. Denn diese Art von Exibitionismus gilt in den USA als billig und würdelos.

Aber auch bei uns gibt es da einen Einfluss der Würde neu definiert. Und dadurch wird heutzutage schnell jede Art von weiblicher Erotik mit Prostitution gleichgesetzt.
Zu viel Make Up, Ausschnitt, Rock zu kurz und man gilt als Schlampe oder Nutte.
Falscher Feminismus, Islamismus, katholische und konservative Kräfte, Angst, Kriminalität und Verrohung der Gesellschaft bieten da keinen Nährboden für Akzeptanz und Offenheit, welche ohnehin noch dadurch pervertiert wird das man sexuelle Darstellungen welche die meisten Menschen als obszön betrachten in den medialen Fokus rückt. Die Frau die sich mit 40 den Busen straffen lässt wird verachtet, der Mann der sich Implantate einsetzen lässt gefeiert.

Das Pendel von Toleranz und Akzeptanz wurde in den 90er Jahren angestoßen, jetzt donnert es unausweichlich zurück.

Damit es wieder eine Etablierung von Alltagserotik gibt die sich natürlich und harmonisch einfügt müsste es wohl erfahrungsgemäß wieder eine längere Zeit der sexuellen Unterdrückung geben. Das ironische an der Entwicklung der 70er Jahre war dadurch begründet, das man nur Aufgrund der Sicherheit und Ordnung der 60er überhaupt einen solchen Lifestyle leben konnte. Ist die Sicherheit vor Belästigung, Vergewaltigung und Ächtung nicht gegeben, gibt es auch trotz systemischer Unterdrückung keinen Drang nach Freizügigkeit als Gruppendynamik.
Interessante Thesen, die Du aufstellst. Basiert irgendeine davon auf Fakten, oder ist es, wie meistens, Dein für Dich geltendes Weltbild?
 
Kommt das nur mit so vor, als würden wir immer prüder?
Ich glaube im Großen und Ganzen trennt sich die Gesellschaft immer mehr in Lager.

Hat jetzt nur begrenzt mit Pornos zu tun aber zB dem Internet. Früher ist man vermutlich auf den Strand gefahren den man gekannt hat, bzw den nähesten. War ja nicht so dass man einfach Google anwerfen konnte und wahlweise "FKK-Strand" oder "Familien-Strand" suchen konnte... Da war das einfach noch DER Strand. Und dort haben sich die Nudisten genauso getummelt wie die Familien.

Und wer ein bissi fickrig war der ist in die Bar, das Gasthaus, die Disco oder sonst was gegangen wo sich alle getroffen haben.

Heut geht man ins Gasthaus zum Essen, in die Bar zum Saufen, die Disco zum Tanzen und den Swingerclub oder auf Sex-Positive Events zum Vögeln... Alles spezialisiert sich mehr und teilt sich mehr auf!

Ich glaube es gibt die sexuelle Lockerheit von damals noch. Man muss nur an spezifische Orte gehen wo man sie findet. Dafür dort dann im Übermaß und in Formen die vor 30 Jahren vermutlich nicht undenkbar waren, aber zumindest auf sehr private Partys beschränkt.

Pornos und die Auswirkung davon sind dann wieder ein eigenes Thema. Aber davon sehe ich auch niemanden prüder werden, sondern andere Auswirkungen (Sex als Leistungssport zB).
 
Die Zahl der Vergewaltigungen ist explodiert
Jein. Die Zahl der Medienberichte über Vergewaltigungen ist explodiert!
Ich war persönlich mit einigen Opfern befreundet und mit manchen davon zusammen oder intim. Und ich würde sagen dass es heute, im Vergleich zu damals, einen großen Unterschied gibt: es passieren mehr Vergewaltigungen in der Öffentlichkeit bzw durch Fremde.
Früher ist auch viel vergewaltigt worden... Allerdings großteils vom Vater, Stiefvater, Onkel, großen Bruder, uÄ. Und DAS ist niemals vor Gericht oder in die Medien gekommen.

Konnte in den erwähnten 70er Jahren ein Mann seine Frau in der Regel noch alleine beschützen und ihr ein Gefühl von Sicherheit vermitteln, so müsste er sich heute im Fall der Fälle schnell mit zehn bis zwanzig Angreifern befassen.
Und jetzt nenne mir bitte einen Fall wo ein Pärchen von einer Gruppe überfallen und überwältigt wurde um die Frau zu vergewaltigen!?

Ja Jugendkriminalität und Banden spielen eine immer größere Rolle. Von solchen Fällen hätte ich trotzdem nie etwas gehört.

Im Gegenteil sehe ich da die beunruhigende Entwicklung dass die Opfer oft freiwillig zu denen kommen. Sei das für Drogen oder einfach um dazu zu gehören... Die kommen oftmals selbst und müssen gar nicht überfallen oder überwältigt werden!
 
Hi,


Heutzutage ist Pornographie überall. Kinder haben längst alle Spielarten der Erotik gesehen, Jahre bevor sie ihren ersten Samenerguss oder ihre erste Regel hatten. MMMMF, FFM, alles ganz üblich.

was für ein Unfug! Sie könnten es theoretisch sehen. Dass bedeutet nicht, dass sie es gesehn hätten.


Kommt das nur mit so vor, als würden wir immer prüder?

Kommt nur Dir so vor. Das Frauenhosen so dünn und eng sind, dass man Arsch und String sieht, als wäre da kein Stoff, ist nicht selten. Vor 3 Tagen in der U6, zwei Frauen, 25 bis 30 Jahre alt etwa, enge kurze Hosen, wo man nicht nur den Arsch sieht, sondern auch die Vulva sehr detailliert gesehen hat.

Kurze Röcke und Hot Pants, wo die Arschbacken raus schauen, sieht man immer wieder. Genauso wie sehr dünne enge T-Shirts ohne BH, wo man die Bruste samt Nippelpiercings deutlich erkennen kann.

Nackte Frauen, im Wald sonnenbaden, am See, sieht man immer wieder mal.

Sie machen das heute vielleicht dezenter, nicht unbedingt im überfüllten Bad zwischen den angezogenen Mitmenschen. Weniger provokant.

Gerade dieser Sommer mit der extremen Hitze, da hab ich mich öfter gefragt, ob die nicht Angst haben, belästigt zu werden.

In den 1980er Jahren wäre ihnen nachgepfiffen worden oder sie angesprochen, dass man da alles sieht.

So freizügig, wie viele junge Frauen heute rumlaufen, hätten sich in den 1980er Jahren nicht mal Straßenprostituierte angezogen.


Wenn Du von den 70igern sprichst, ja die Frauen rechtlich und von den Möglichkeiten schlechter gestellt.
Andererseits war dieses männliche Verhalten, wie es jetzt immer häufiger und immer brutaler zu ersehen ist nicht präsent. (inkl. Gruppenbildung real/Netzwerke/Telegramgruppen etc.)
Es gibt eine zunehmende Art eines männlichen Grundverständnisses, das Frauen keineswegs als gleichwertig sieht und ihnen Gewalt oder Schaden anzutun in der Gruppe zur Normalität geworden ist. Das ist nicht zu bestreiten, belegt und sichtbar.

Wenn ich mir erst eine Telegramgruppe suchen muss, kann ich nicht von "sichtbar" sprechen.

Wenn Journalisten erst lange recherchieren müssen, ist es nicht "Normalität".

Jedenfalls wenn man im richtigen Leben lebt, nicht im Internet.

In den 1980ern und frühen 1990er Jahren habe ich in Wirtshäusern erlebt, dass proletoides Publikum der Kellnerin an den Hintern gegriffen hat, auch ein Klaps auf den Arsch war nicht so selten. Auch was gesprochen wurde, findet man hier im EF, nicht in der realen Welt. Die junge Kellnerin zu fragen, ob sie "ihr Alter gestern ordentlich durchgenommen" habe, oder wie oft sie ihm einen bläst, ob sie Analverkehr mag, usw.

Das ist - natürlich - eine Sammlung negativer Erlebnisse, über sicher 10 Jahre verteilt.

Über die 1990er Jahre ist sowas gänzlich verschwunden. Ob da die Bedürfnisse der Frauen tragend waren oder ob man sich vom Proletariat distanzieren wollte, kann ich nicht sagen.

Generell sehe ich, dass sich bis heute des Verhalten Frauen gegenüber deutlich geändert hat, in positiver Hinsicht.

Umgekehrt haben sich Frauen in die andere Richtung entwickelt. Es ist keine Seltenheit, das eine jugendliche offenbar türkischstämmige Frau vor ihren Freundinnen einem Burschen am Telefon sagt "Ich fick Deinen Arsch, wenn Du blöd bist". Sowas wäre vor 40 Jahren unvorstellbar gewesen.

Ich sehe auch noch eine andere Entwicklung, die recht seltsam ist: Frauen, die sich äußerst freizügig kleiden, aber den Anspruch haben, nicht angesehen zu werden, insbesondere nicht von jemandem, dessen Blicke sie nicht wollen.

Ich lasse meine Möpse raushängen, aber wenn ein unattraktiver Mann honsxhaut ist er ein Perversling. Passend dazu Männer, die bewusst wegsehen, das tut man nicht, Frauen wollen nicht angestarrt werden.

Und die Wahrnehmung, was furchtbar ist, hat sich geändert, sagt ein Mann unter Männern, dass er sich am Liebsten die schlanksten Frauen aussucht, als Partnerin, wird das von Frauen aber auch manchen Männern als absolut inakzeptabel angesehen. Spricht eine Gruppe Männer über eine - nicht anwesende - Kleinbrüstige als "Das Brett", das ist eine Katastrophe!

Ich würde das nicht als prüde sondern als idiotisch bezeichnen.


Wie immer, Ophi, was ein paar Idioten in ihren Telegram Erdlöchern schreiben, hat mit Männern nichts zu tun. Und es ist nicht sichtbar, und oft sogar illegal.


Erschreckend - im Sinn des Wortes - finde ich die bekannt gewordenen Strukturen, dass Ehefrauen und Kinder betäubt und missbraucht werden. Ich kann nur hoffen, dass die Häufung auf Grund der derzeitigen Ermittlungen passieren, und jetzt kurzfristig alle oder fast alle Täter ans Licht gezerrt werden. Dass bei 500 Millionen Europäern einige hundert Arschlöcher sind, die sowas mit ihren Frauen machen, muss man hinnehmen. Gibt auch Mörder. Sollte das nur die Spitze des Eisberges sein und viel verbeiteter sein, darf man unsere Gesellschaft in Frage stellen.

LG Tom
 
Der Vorwurf "Prüde" zu sein, hat für mich den Geschmack des " Warum machst du nicht das, was ich will".

Was ich will spielt keine Rolle. Ganz abgesehen davon, dass ich von meiner Tochter gar nichts sexuelles will.

Mich wundert es nur. In dem Alter hatten wir quasi gar nichts anderes im Kopf. Und das ist auch nicht unbedingt geschlechtsbezogen, auch die Burschen in ihrem Alter sind zumeist extrem brav.

Wie sie glücklich werden ist im Endeffekt ihre Sache, und gerade was meine Kinder betrifft unterstütze ich sie, wie auch immer sie sich entwickeln. Hetero, bi, homo, monogam, polyamorie, Jungfräulichkeit bis zur Ehe, oder Gangbang, und alles dazwischen. Sie sollen nach ihrer Art glücklich werden.

Dennoch dürfen mir Unterschiede auffallen. Die ich nicht mal positiv oder negativ bewertet habe.
 
Heutzutage ist Pornographie überall. Kinder haben längst alle Spielarten der Erotik gesehen, Jahre bevor sie ihren ersten Samenerguss oder ihre erste Regel hatten. MMMMF, FFM, alles ganz üblich.

Trotzdem kommt mir unsre Gesellschaft zunehmend prüfe vor. Meine Pubertät ist in die frühen 70er Jahre gefallen. Damals gab es die Minimode, die Hotpants. Mini hieß, dass die Röcke so kurz waren, "wie es der Anstand gerade noch erlaubt hat", also so kurz, dass man die Unterhosen nicht gesehen hat, wenn die Frau gestanden hat. Hat sie sich gebückt, dann wären die natürlich zu sehen, samt Schamhaaren, die links und rechts heraus gesehen haben, denn Frauen waren damals großteils unrasiert. Hotpants waren etwas züchtigere Unterhosen, die aber nicht weiß, sondern knallbunt waren. Die Schamhaare hat man natürlich auch im Schwimmbad gesehen. Im Schwimmbad war es, von Frankreich her kommend, üblich, sich oben ohne zu sonnen, das Ende des Bikinis war geradezu absehbar. Am See sind die Frauen nicht nur oben ohne gelegen, sie sind so auch herumgegangen und im Buffet gesessen. Und die eine oder andere ist auch ohne Höschen am Bauch gelegen (der eine oder andere Mann natürlich auch). Außerdem gab es die gehäkelte Bikinis, die wirklich nichts verborgen hatten, weder oben, noch unten. Und in der Stadt hat man auch gelegentlich Blusen gesehen, die bis zum Bauch hin offen waren, BHs trugen nur die Frauen, die sich "ohne nicht leisten konnten".

Seither schlägt das Pendel in die andere Richtung. Parallel zur Pornographisierung unsrer Gesellschaft scheinen nackte Brüste für Kinder extrem gefährlich zu sein (vielleicht nicht ganz so gefährlich wie in der USA , aber doch sehr), von Mösen und Schwänzen reden wir erst gar nicht. Sich nackt in der Nähe von Kindern aufzuhalten gilt als schrecklich (ich glaube nicht, dass es Kindern wirklich Schaden würde, in Natura zu sehen, was sie auf dem Handy immer sehen können). Und auch Kinder tollen nicht mehr so nackt durchs Schwimmbad, wie wir das noch getan haben.

Kommt das nur mit so vor, als würden wir immer prüder?
Selektiv prüde! Absolut!
Und zwar, weil so einige Menschen dazu neigen, Dinge zu sexualisieren, die eigentlich überhaupt nichts mit Sex zu tun haben... und ich mich so am Besten schützen kann. ;)
 
Etwas o.t. zum Abschluss des nicht unerheblichen Randthemas:
Ein letzter verzweifelter Kampf
Wenn dem so wäre, bräuchten wir nicht lang diskutieren.
Sie finden Mitstreiter.
Die Vernetzung, die Steigerung, die Gruppenbildung - das macht etwas.

Was tun Medien?
Wie beim aktuellen Fall, die mediale Aufbereitung (ganz arg, manches detailliert), andererseits medial das Statement des Anwalts war extrem arg find ich (sein Job, aber bitte vor Gericht, auch aus seiner Sicht die Frau herabwürdigend und detailreich, sie wollte es so, war halt ein Unfall) - Ekelerregendes Medienverhalten.
Die veröffentlichen.
Respekt steht auch Toten zu, auch in der Sache ihres zu Tode Kommens.

Man kann über Vorfälle berichten oder Stellungnahmen abgeben ohne derartige Details geifernder und gierender Masse zuzuführen.
Einerseits Empörung über Täter kundtun andererseits mit dieser Berichterstattung Heldenstatus in der Gruppe der Freunde der Vergewaltigung Bewusstloser zu verfestigen.
Besonders die veröffentlichten Chats. (Krönung des Journalismus, einer Zeitung derer Leser wahrscheinlich nicht mal eine gewöhnlichen EF-Talk vorstellen können).

Allein der mediale Umgang mit einer Verstorbenen und ihren Tod zu missbrauchen um Aufmerksamkeit/Klicks/Quoten zu bekommen in dieser grauslichen entwürdigenden Art - da beutelt´s mich persönlich dann schon ab.
Wie immer, Ophi, was ein paar Idioten in ihren Telegram Erdlöchern schreiben, hat mit Männern nichts zu tun. Und es ist nicht sichtbar, und oft sogar illegal.
Das ist mir exakt zu diesen Fällen eingefallen:
Erschreckend - im Sinn des Wortes - finde ich die bekannt gewordenen Strukturen, dass Ehefrauen und Kinder betäubt und missbraucht werden.
Davon spreche ich auch eh schon seit Wochen, mag aber auch keine Unguten animieren.
Weiter oben bereits sehr nüchtern verlinkt, ohne wilde Details oder Einzelberichte - für Interessierte wie breitflächig vorgegangen wird:

Dazu, weil wenn es rundherum ist, bei uns derartiges niemals angesehen würde, brauchen wir ja nicht - ma war das damals peinlich - gleichfalls Dein obiges Post betreffend:
Kleine Anekdote zur geliebten verschlafenen Alpenrepublik:
Österreich weigerte sich anfänglich, an dieser Europol-Operation Medusa teilzunehmen – mit der zynischen Begründung, es gäbe laut Daten "keinen Österreich-Bezug". Nach massiver öffentlicher und politischer Kritik leitete das Bundeskriminalamt den Beitritt zur Operation ein.
Nüchtern mit Hinweisen auf gravierende Mankos, wie mangelnde Forensik, Wissen von Ärzten (Gerichtsmedizin nicht mehr Pflicht im Studium), Polizisten.
Weil Dein Steckenpferd: Sehr verständlich und nüchtern RA Sonja Aziz, sowie Stellungnahme Sporrer (auch i.S. Chatgruppen wie z.B. Telegram).
5 min, die man jedem empfehlen kann, an dem die Tragweite und Verbreitung vorbei gegangen ist, sehr reduziert erklärend u.a. an einem bekannten Fall:

So geht´s auch.
Echokammern.
Zu dem Thema im Zusammenhang mit diesem bin ich ziemlich fett aufmagaziniert, besonders Ritualen, Gruppen-Dogma, Unantastbarkeit, Verantwortungsdiffusion, u.s.w.
Da fragst Dich schon was da abgeht, aber vor allem wo führt das hin und in welchen Bereichen finden wir ähnliches.
Z.B.: wenn man den Unterschied zwischen islamisch und islamistisch kennt, findet man bei zweiterem Vergleichbares, nur anderes Thema.
 
Allein der mediale Umgang mit einer Verstorbenen und ihren Tod zu missbrauchen um Aufmerksamkeit/Klicks/Quoten zu bekommen in dieser grauslichen entwürdigenden Art - da beutelt´s mich persönlich dann schon ab.
Ich finde auch, dass es an der Zeit wäre, eine Ethik und Qualitätsstandards im Journalismus nachzuschärfen. Zumal heute jeder noch so schlechte Schreiberlinge eine Plattform findet.
Zum Thema Prüderie vielleicht noch eine Verknüpfung: das Thema Sicherheit wurde angesprochen, das für eine entspannteren Umgang hilfreich sein könnte. Frauen müssen sich darauf verlassen können, dass in nachgewiesenen Extremfällen die Täter mit aller Härte des Gesetzes bestraft werden, und die Privatsphäre der Opfer gewahrt bleibt. In dem Fall, den Du beschreibst, hohe Strafen für die Plattformen, die sich nicht daran halten, Schreiberlinge nicht mehr zulassen etc. Manche Entwicklungen sind heutzutage immer noch zum Heulen, wo ist hier die angebliche Zivilisiertheit, die viele Menschen so gerne vor sich her tragen?
 
So freizügig, wie viele junge Frauen heute rumlaufen, hätten sich in den 1980er Jahren nicht mal Straßenprostituierte angezogen.
Wobei man dazu noch einen Trend erwähnen könnte der mir durchaus auffällt:
JUNGE Frauen rennen so freizügig rum. Meistens im Schulalter, maximal noch Studentinnen. Sobald der Ernst des Lebens beginnt, Jobs gejobt werden müssen oder die Verpflichtung einer erwachsenen Frau anstehen... ist das vorbei!
Könnte natürlich auch damit zusammen hängen dass diese jungen Mädels dann mit 16-20 schon alle in ihren ersten längerfristigen Beziehungen landen und deswegen diesen Stil nicht mehr pflegen. Oder daran dass das Schönheitsideal heute dermaßen penetrant indoktriniert wird, dass kaum eine Frau 30+ sich trauen würde sowas zu tragen weil man ja eine kleine Bauchfalte sehen könnte oder Gott behüte: Orangenhaut!?

Aber grundsätzlich fallen mir was die von dir beschriebenen sehr freizügigen Outfits betrifft eben eigentlich nur wirklich sehr sehr junge Frauen auf. An Älteren (und ich meine jetzt 25+ mit "Älter" in dem Fall) sieht man sowas praktisch gar nicht mehr!

Über die 1990er Jahre ist sowas gänzlich verschwunden. Ob da die Bedürfnisse der Frauen tragend waren oder ob man sich vom Proletariat distanzieren wollte, kann ich nicht sagen.
Nicht gänzlich. Sowas habe ich sehr wohl auch noch beobachtet. Unter anderem in der Schulzeit auf der Tourismusschule bei den Berufspraktika mit meinen Klassenkolleginnen (die jungen 15-16 jährigen Mädels mussten da auch noch einiges mitmachen so 2006 herum) als auch im Alltag später immer wieder und in den Medien.
Es dürfte weniger geworden sein. Ich glaube die Möglichkeit da Anzeigen einzubringen und wirklich Leute verurteilen zu lassen dürfte diesbezüglich hilfreich gewesen sein. Hilft wohl wenig bei einem Laufkunden den man nie wieder findet... aber Dienstgeber oder Stammkunden können sich heute nicht mehr so viel erlauben wie früher! (Wenn auch immer noch zu viel in vielen Betrieben und Gegenden)

Erschreckend - im Sinn des Wortes - finde ich die bekannt gewordenen Strukturen, dass Ehefrauen und Kinder betäubt und missbraucht werden. Ich kann nur hoffen, dass die Häufung auf Grund der derzeitigen Ermittlungen passieren, und jetzt kurzfristig alle oder fast alle Täter ans Licht gezerrt werden. Dass bei 500 Millionen Europäern einige hundert Arschlöcher sind, die sowas mit ihren Frauen machen, muss man hinnehmen.
Nur dass Täter dazu heute das Internet als Informationsquelle haben. Das war vor 20 Jahren nicht der Fall. Da gabs die gleichen Möglichkeiten, aber jemand musste schon mindestens ein relativ begeisterter Hobbychemiker sein um überhaupt zu wissen was KO Tropfen sind, wie die wirken und wo man die bekommen kann.
...heute kann ich, und jeder andere, sofort auf Amazon gehen und mir einen Liter von dem Zeug morgen früh liefern lassen wenn ich will. LITER! Und man braucht die Dinger tröpfchenweise!
Ich hab mir das vor einigen Monaten bestellt, für die Zwecke für die es auch offiziell verkauft wird, und hab nicht mal 20€ für den Liter gezahlt.

So leicht wäre man heute ausgestattet um seine Karriere als Serienvergewaltiger zu starten! Und das kann jeder mit einem IQ von schätzungsweise 80+, 2-5 Minuten Online Recherche und eine Amazon Bestellung entfernt!
 
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Heutzutage ist Pornographie überall. Kinder haben längst alle Spielarten der Erotik gesehen, Jahre bevor sie ihren ersten Samenerguss oder ihre erste Regel hatten. MMMMF, FFM, alles ganz üblich.

Trotzdem kommt mir unsre Gesellschaft zunehmend prüfe vor. Meine Pubertät ist in die frühen 70er Jahre gefallen. Damals gab es die Minimode, die Hotpants. Mini hieß, dass die Röcke so kurz waren, "wie es der Anstand gerade noch erlaubt hat", also so kurz, dass man die Unterhosen nicht gesehen hat, wenn die Frau gestanden hat. Hat sie sich gebückt, dann wären die natürlich zu sehen, samt Schamhaaren, die links und rechts heraus gesehen haben, denn Frauen waren damals großteils unrasiert. Hotpants waren etwas züchtigere Unterhosen, die aber nicht weiß, sondern knallbunt waren. Die Schamhaare hat man natürlich auch im Schwimmbad gesehen. Im Schwimmbad war es, von Frankreich her kommend, üblich, sich oben ohne zu sonnen, das Ende des Bikinis war geradezu absehbar. Am See sind die Frauen nicht nur oben ohne gelegen, sie sind so auch herumgegangen und im Buffet gesessen. Und die eine oder andere ist auch ohne Höschen am Bauch gelegen (der eine oder andere Mann natürlich auch). Außerdem gab es die gehäkelte Bikinis, die wirklich nichts verborgen hatten, weder oben, noch unten. Und in der Stadt hat man auch gelegentlich Blusen gesehen, die bis zum Bauch hin offen waren, BHs trugen nur die Frauen, die sich "ohne nicht leisten konnten".

Seither schlägt das Pendel in die andere Richtung. Parallel zur Pornographisierung unsrer Gesellschaft scheinen nackte Brüste für Kinder extrem gefährlich zu sein (vielleicht nicht ganz so gefährlich wie in der USA , aber doch sehr), von Mösen und Schwänzen reden wir erst gar nicht. Sich nackt in der Nähe von Kindern aufzuhalten gilt als schrecklich (ich glaube nicht, dass es Kindern wirklich Schaden würde, in Natura zu sehen, was sie auf dem Handy immer sehen können). Und auch Kinder tollen nicht mehr so nackt durchs Schwimmbad, wie wir das noch getan haben.

Kommt das nur mit so vor, als würden wir immer prüder?
also die Hotpants und Leggins heute lassen Camel Toe und eventuell die Strings darunter sehen. die Röcke ebenfalls die Slips. Bei vielen fallen die Titten fast auf die Straße, so werden sie gepushed... Durch das Shirt sieht man BH lose Brustwarzen stehen mit und ohne Piercing.... Am Baggersee liegen sie genauso wie damals an den FKK Stränden oder auch in den diversen Freizeitbädern oder Saunabereichen.... Was man natürlicherweise weniger sehen kann sind die Schamhaare die bei den meisten wegrasiert sind.... Häkelbikinis sieht man eher selten.... nun ja ist wohl alles eine Frage des Beobachters wie er die Welt sieht.
 
Früher ist auch viel vergewaltigt worden... Allerdings großteils vom Vater, Stiefvater, Onkel, großen Bruder, uÄ. Und DAS ist niemals vor Gericht oder in die Medien gekommen.
Ich nehme naiverweise an dass es diese Art der V. weiterhin und unvermindert gibt und die öffentlichwirksame noch obendrauf.
 
Ich nehme naiverweise an dass es diese Art der V. weiterhin und unvermindert gibt und die öffentlichwirksame noch obendrauf.
Jup... kann man wohl davon ausgehen!

Wobei es da wohl leichte Verbesserungen geben dürfte. Heute gibt es zumindest Anlaufstellen, Meldemöglichkeiten und ich kann mit Sicherheit sagen: Wenn zB in der Schule so ein Verdacht aufkommt oder eine Schülerin sowas berichtet... dann wird das ERNST genommen! Wirklich ernst!
Aber noch immer gilt heute wie damals leider: Viele (oder alle) Kinder leben in Abhängigkeitsverhältnissen und oft sagen und melden die halt aus Angst gar nichts.
 
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