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Quelle: stangl-taler.at
Formen des sexuellen Missbrauchs
Sexueller Missbrauch von Kindern bedeutet, dass eine Person mit einem Kind sexuelle Handlungen vollzieht, ein Kind dazu bestimmt, solche Handlungen an sich oder einem Dritten zu vollziehen oder ihm pornografische Darstellungen vorführt. Unter sexuellem Missbrauch werden insbesondere folgende Handlungen verstanden:
der Vollzug des Geschlechtsverkehrs mit Kindern gegen ihren Willen (Vergewaltigung)
das Vornehmen sexueller Handlungen an einem Kind gegen seinen Willen zur eigenen sexuellen Stimulation. Dies umfasst intime Berührungen an primären und sekundären Geschlechtsteilen (siehe Geschlechtsmerkmale).
Unter den weit gefassten Definitionen werden folgende Handlungen mit eingeschlossen:
der Vollzug des Geschlechtsverkehrs mit Kindern, unabhängig vom Willen des Kindes
das Vornehmen sexueller Handlungen an einem Kind zur eigenen sexuellen Stimulation, unabhängig vom Willen des Kindes
das Bestimmen eines Kindes, sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen
[Exhibitionismus|exhibitionistische] Handlungen vor einem Kind
das Vorspielen [Pornografie|pornografischer Darstellungen] vor einem Kind
Heute wird dem subjektiven Erleben der Opfer eine wichtige Bedeutung beigemessen, d.h., das individuell Erleben der Opfer spielt eine zentrale Rolle bei der Definition von sexuellem Missbrauch. Die Gefahr, die hierbei besteht ist, dass zum Beispiel harmlose Verstöße, wie etwa anzügliche Blicke, schon als sexuelle Übergriffe verstanden werden (vgl. Engfer 1998, S. 1007).
Saller (1987, S. 29ff) unterscheidet drei Bereiche sexueller Ausbeutung:
Eindeutige Formen: Genital-oral Verkehr (
Cunnilingus, Fellatio);
Eindringen in den After des Kindes mit Finger

, Penis oder Fremdkörpern;
Eindringen in die Scheide des Kindes mit Finger

, Penis oder Fremdkörpern;
Andere ausbeutende Formen, die ebenfalls eine Benutzung des kindlichen Körpers zur Befriedigung des Erwachsenen darstellen: Berührung oder Manipulierung der Genitalien des Kindes;
Veranlassung des Kindes, die Genitalien des Erwachsenen zu berühren oder zu manipulieren;
Masturbation in Anwesenheit des Kindes;
Veranlassung des Kindes, im Beisein des Erwachsenen zu masturbieren;
Reiben des Penis am Körper des Kindes;
Zeigen von pornographischen Abbildungen;
Verhaltensweisen, die im nachhinein häufig als Beginn einer sexuellen Ausbeutung erkannt werden: Der Erwachsene zeigt sich nackt vor dem Kind.
Der Erwachsene zeigt dem Kind seine Genitalien.
Der Erwachsene möchte den Körper des Kindes "begutachten".
Beobachten des Kindes beim Ausziehen, Baden, Waschen, auf der Toilette, ev. Hilfsangebote dazu.
Küssen des Kindes auf intime Weise ("Zungenkuss").
Altersunangemessene Aufklärung des Kindes über Sexualität, die nicht den kindlichen Interessen entspricht, sondern den exhibitionistischen und/oder voyeuristischen Bedürfnissen des Erwachsenen dient.