"lange beziehung"

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ja, verstehe ich auch so ähnlich ...

kann ich nur unterschreiben. für mich besteht eine gute, tragfähige beziehung aus drei teilen: dem gemeinsamen, dem anderen und mir selber. die beiden letzteren müssen immer noch platz haben, dann kann das gemeinsame bereichern statt zerstören. das auch zu dem hier:

Ich mag es frei zu sein und am liebsten wär es mir, dass das innerhalb einer tiefen Beziehung trotzdem möglich wäre, denn ich denke, nur so kann auch beständige Liebe wachsen.

:daumen: die liebe ist ein kind der freiheit. klingt kitschig, vielleicht für viele sogar paradox - ist aber so.
 
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die liebe ist ein kind der freiheit.

möglicherweise auch umgekehrt

das Paradoxon einer langjährigen Beziehung ist der tägliche Versuch um die Quadratur des Kreises.

und das, was davon von außen sichtbar ist, ist völlig unspektakulär, möglicherweise sogar langweilig.

Von innen kann es die Herausforderung sein, den Alltagswahnsinn zu bewältigen, ohne den anderen dafür verantwortlich zu machen, dass der Alltag eben so ist wie er ist.

und die Freiheit in einer Beziehung ist genau der Lernprozess, der eben interessant und spannend ist und immer auch so bleiben wird.
 
daher frag ich mich echt, welche einstellung die meisten hier grundsätzlich überhaupt in eine beziehung mitbringen.
Sobald mich eine Frau verändern möchte oder anfängt mit Manipulationsversuchen bin ich weg. Der einzige Weg mit mir zu leben ist mich so zu akzeptieren wie ich bin, denn genau das selbe mache ich auch bei der Partnerin. Frei zu sein und doch zusammen.......
 
so etwas zum beispiel:

Zitat Zitat von HW80 Beitrag anzeigen
Männern ab einem bestimmten Alter ist es egal was die Olle macht, hauptsache sie ist außer Haus.
Und es ist auch egal was sie ihm deswegen erzählt, er hört ihr eh nicht mehr zu.


Das sind keine Vorurteile, sondern Tatsache.
Man bedenke, bis vor kurzem war dogmatisch geprägte Zweisamkeit eine einzige, richtige und unveränderbare Form zu leben. Man hat geheiratet oder wurde verheiratet, die Frauen traten ihre Pflicht an und damit gaben sie ihre Eigenständigkeit und viele Rechte ab. Jahrhunderte hat sich das eingependelt, daher die neuzeitliche Entwicklung zur Gleichberechtigung muss sich erst mal in den Köpfen einprägen.

Und wenn ich das Forum so verfolge, auch das Umfeld beobachte, dann wird das noch lange dauern.
Das man nebeneinander lebt, sich irgendwann mal nichts mehr zu sagen hat, ist unter anderen das Ergebnis von von diesen noch immer herrschenden "Normen"



in einer langen beziehung läuft eh nix mehr, bloß ein nebeneinanderleben, zweck- oder mussgemeinschaft, ein gegenseitiges bescheissen - in sexueller hinsicht oder finanzielles ausnehmen, nur zoff, etc. etc.

Weiß ich nicht, kenne ich auch nicht.
Sobald ich jemals verspürt habe am Ende angelangt zu sein und relativ wenig positives in der Beziehung zu empfinden, habe ich versucht die Ursache zu finden und zu reagieren. War es nur einseitig, erschien es sinnlos, war die Partnerschaft am Ende.





die grundeinstellung zu beziehung und zusammenleben bringst einmal ungeachtet des partners mit. siehe zuvor den beitrag von tom:

Zitat Zitat von Tom Beitrag anzeigen
und bevor ich in meinem leben ständig irgendwelche kompromisse der beziehung zuliebe eingehen muss, trenne ich mich lieber und lebe so wie ich es möchte!

Kompromisse an sich sind gar nicht notwendig.
Wenn man einen Menschen liebt, macht man auch alles, um ihn glücklich und zufrieden zu sehen. Es passiert automatisch, man nimmt Rücksicht, was noch lange mit Kompromissen nichts zu tun hat.
Ich meine natürlich nicht solche Kleinigkeiten, wie wer kriegt die FB, oder der eine will Schnitzel, der andere Schweinsbraten.
Sollte es vorkommen, dass man die Partnerschaft an Bedingungen knüpft- entweder/oder- dann hat man eher mit einer Zweckgemeinschaft zu tun.



passt auch. nur kann dann - jetzt bewusst übertrieben gesagt - die frage, ob es das obere oder untere regal im schrank ist schon zu der frage führen "warum tu ich mir das an, wenn ich eh kompromisse machen muss?"


Nein, die Frage stellt sich gar nicht. Mir nicht! Wenn ich verliebt bin, wenn ich liebe, will ich den Menschen um mich haben. Nein, keine 24/7, weil ich mir meine Freiheit und Eigenständigkeit zu sehr schätze, aber es soll jederzeit und immer diese Option bestehen.



und das hängt m.e. sehr wohl auch damit zusammen, welche erfahrungen aus langzeitbeziehungen tradiert werden.

Ich kenne keine kurzen Beziehungen. Meine waren immer relativ lang. Sowohl meine Ehe, wie danach folgende lange Partnerschaft, auch meine Affären ziehen sich durch Jahre, dabei bin ich kein sonderlich anhänglicher Mensch. Vielleicht ist das mein Rezept auch. Ich gestatte den Freiraum und ebenso beanspruche es für sich selbst. Ich will ich bleiben und lasse mich nicht verändern. Kann man damit umgehen, bin ich sehr pflegeleicht, kann man nicht, dann dann bin ich weg.
Eine Beziehung soll mich unterm Strich glücklich machen.
 
Das sind keine Vorurteile, sondern Tatsache. ...................................

wennst es nachliest, dann hast du meine textstellen zitiert, in welchen ich die "andere" sichtweise dargestellt oder interpretiert habe. daher stimmen wir zu dem thema sowieso weiterstgehend überein.

:winke:

einzig und allein dabei weiß ich nicht so genau, ob ursache und wirkung wirklich so zusammengehören:

Das man nebeneinander lebt, sich irgendwann mal nichts mehr zu sagen hat, ist unter anderen das Ergebnis von von diesen noch immer herrschenden "Normen"

kann schon sein, dass es eine rolle spielt. viel mehr noch aber ist es - glaube ich - der innere schweinehund, der vor allem in zeiten, wo es einem sonst gesellschaftlich rundherum gut geht und es alle lieferungen wie beim dschinn frei haus gibt, schwer zu überwinden ist. quasi: wozu sich abmühen, wenns ums eck gleichwertigen oder noch schnuckeligen ersatz gibt? wäre - um es aus ännlicher sicht darzustellen - die frau, um die es geht, die letzte erreichbare auf gottes weiter welt, würden die hemmschwellen vor eigener anstrengung sicher andere. gut, manche aber würden vielleicht auch lieber schwul werden ...
 
möglicherweise auch umgekehrt

auch! :daumen:

das Paradoxon einer langjährigen Beziehung ist der tägliche Versuch um die Quadratur des Kreises.

:nono: kubatur der kugel. und ich weiß, wovon ich rede (Z, länderbank) ... :haha:

was davon von außen sichtbar ist, ist völlig unspektakulär, möglicherweise sogar langweilig.

ziemlich sicher sogar - quasi nach dem motto "was findtst denn an der/dem?"

Von innen kann es die Herausforderung sein, den Alltagswahnsinn zu bewältigen, ohne den anderen dafür verantwortlich zu machen, dass der Alltag eben so ist wie er ist.

auch - und in ziemlichem umfang. auch familiengeschichten etc. etc.

und die Freiheit in einer Beziehung ist genau der Lernprozess, der eben interessant und spannend ist und immer auch so bleiben wird.

jepp!
 
Der einzige Weg mit mir zu leben ist mich so zu akzeptieren wie ich bin, denn genau das selbe mache ich auch bei der Partnerin. Frei zu sein und doch zusammen.......

die einzige frage bei dem ist, inwieweit da dann 1 und 1 mehr gibt als 2. wenn dem so ist: super! :daumen:
 
wennst es nachliest, dann hast du meine textstellen zitiert, in welchen ich die "andere" sichtweise dargestellt oder interpretiert habe. daher stimmen wir zu dem thema sowieso weiterstgehend überein.

Es sind aber keine Klischees, oder Vorurteile, in den es ein wenig Wahrheit steckt. Es ist schlich und ergreifend eine Tatsache, die ich aus dem Umfeld, Familie usw kenne. Vielleicht deshalb habe mich ziemlich früh mit der Thematik auseinander gesetzt und herausgefunden, wie ich diese in meinen Augen negative Option vermeiden kann.

einzig und allein dabei weiß ich nicht so genau, ob ursache und wirkung wirklich so zusammengehören:

Weiß ich auch nicht, tangiert mich auch nur peripher.



viel mehr noch aber ist es - glaube ich - der innere schweinehund

Woher willst du meinen Schweinehund kennen?
Oder möchtest du mir erklären wie ich ticke?



vor allem in zeiten, wo es einem sonst gesellschaftlich rundherum gut geht und es alle lieferungen wie beim dschinn frei haus gibt, schwer zu überwinden ist. quasi: wozu sich abmühen, wenns ums eck gleichwertigen oder noch schnuckeligen ersatz gibt?

Gibt es für dich ein Ersatz ums Eck, oder für deine Frau?
Von welcher Gesellschaft sprichst du immer wieder?
Irgendwie kann ich in seltensten Fällen nachvollziehen, was du alles als allgemein gültig vermitteln willst.
 
die einzige frage bei dem ist, inwieweit da dann 1 und 1 mehr gibt als 2. wenn dem so ist: super!

Ich sehe es ähnlich wie der Romi.
Eine Beziehung gibt es als Ergänzung, als Erweiterung im Leben und nicht als Reduktion.
 
Von welcher Gesellschaft sprichst du immer wieder?
Irgendwie kann ich in seltensten Fällen nachvollziehen, was du alles als allgemein gültig vermitteln willst.

es geht mir ja genau darum, die sichtweise zu verifizieren. mir ist eben das bild, das in vielen vielen beiträgen über langzeitbeziehungen rüberkommt, viel zu einseitig negativ dargestellt. jetzt könnts sein, ich bin einer der wenigen glückspilze (beantwortet die frage: nein, für meine süße gibt es keinen ersatz ums eck - war aber klar, oder?) oder ein spinner mit weltfremden ansichten zum thema beziehung.

deswegen auch: nein, ich spreche nicht für dich - kann es ja gar nicht. sondern es ist eine einladung, eure sicht einzubringen. tut ihr ja auch.
 
es geht mir ja genau darum, die sichtweise zu verifizieren.

Wessen Sichtweise wird man dadurch verifizieren können, deine, meine, allgemeine???



jetzt könnts sein, ich bin einer der wenigen glückspilze (beantwortet die frage: nein, für meine süße gibt es keinen ersatz ums eck - war aber klar, oder?) oder ein spinner mit weltfremden ansichten zum thema beziehung.

Ist das nicht scheissegal?
Du lebst dein Leben, gibst du an glücklich zu sein, daher isses sekundär, ob du ein Spinner mit weltfremden Ansichten bist, oder ein Otto Normalo, der Durchschnitt von Durchschnitt der grauen Masse :hmm:
 
Sobald mich eine Frau verändern möchte oder anfängt mit Manipulationsversuchen bin ich weg.

hast eh eine engelsgeduld, bei mir reicht meist ein griff zur tv-fernbedienung. ausser ich bin schwer verliebt, dann lass ich's einmal durchgehen ... :mrgreen:
 
hast eh eine engelsgeduld, bei mir reicht meist ein griff zur tv-fernbedienung. ausser ich bin schwer verliebt, dann lass ich's einmal durchgehen ... :mrgreen:

Deswegen sind zwei Fernseher der Schlüssel zu einer glücklichen, langen Beziehung! :D
 
da geht's ja auch ned um's mögen, aber ein bissl realismus kann ned schaden. ich könnt ja ihr vater sein ... :shock:
 
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