60 Jahre hat es gedauert bis ich mir diese Frage stelle. Ich habe schon oft gehört über die "senile Hommosexualität" , aber ich frage mich ob das tatsächlich relevant ist. Ist man nicht schon seit seiner Kindheit irgendwie geprägt und dann "verfeinert" durch die eigenen Erfahrungen, der Neugierde, des alltäglichen "Flow" des Lebens? Gibt es hier jemanden den das beschäftigt oder ist das ein Fall für die Psychiatrie? Was sagt ihr?
Ich sehe so etwas ziemlich pragmatisch und glaube das es auch in den meisten Fällen viel mit der eigenen Haltung und Charakterstärke zu tun hat.
Nehmen wir einmal "härtere" Drogen. Den Einen der solche Drogen von der Wirkung her nicht geil findet möge man mir zeigen! Aber trotzdem nimmt man das Zeug als normaler Mensch nicht. Weil es ein Suchtpotential hat, weil es grundsätzlich keine Bereicherung ist, weil es keinen Sinn im Leben macht und auch gar nicht nötig ist.
Bei homoerotischen Gedanken sehe ich das oft ähnlich. Notlösung? Schwäche? Man muss doch nicht jedem Gedankengang gleich verfallen! Bestimmt hat sich jeder im Leben schon einmal so geärgert das er jemanden in dem Moment der Wut gerne getötet hätte. Ähnlich ist es wahrscheinlich auch mit Einsamkeit, ungestillter Lust, sexueller Verzweiflung.
Mir ist das oft bei Gefangenen in den USA oder Russland aufgefallen, brutale Strafanstalten die einen zur Extreme verleiten. Und auch in Europa kennt man den Begriff "Knastschwul".
Und dazu sollte man einmal analysieren wie das Gehirn arbeitet. Und das geht eben oft in die Richtung das der Teufel zur Not auch Fliegen frisst.
Als gefestigter Mensch sehe ich einfach keinen Anreiz darin homosexuelle Fantasien real auszuleben. Im Laufe des Lebens wird unser Geist einiges ausbrüten was nicht ganz koscher ist. Ein von Vernunft geprägter Mensch wird aber nicht allem davon nachgehen.
Und das ist auch der Punkt wo ich Kritik an jenen übe die diverse sexuelle Orientierungen bewusst bewerben oder gesellschaftlich attraktiver machen wollen als sie eigentlich sind.
Menschen mit einer natürlichen homosexuellen Ausrichtung mögen sich da bitte nicht angesprochen fühlen, aber sehr wohl jene die plötzlich Sex mit Männern wollen weil sie keine Frau bekommen oder andere Probleme haben und dann in ein entwürdigendes Notprogramm zur Befriedigung schalten welches gar nicht dem eigenen Wesen und der individuellen Normalität entspricht.
Ob es noch geistig gesund ist wenn man im Alter jedem emotionalen Anflug nachgibt ist wahrscheinlich nicht eindeutig einzuordnen. Auffällig ist es jedenfalls bei vielen Menschen und darum bin ich auch nicht sonderlich von Personen in systemrelevanten Führungspositionen begeistert die ihren geistigen Zenit längst überschritten haben. Ein Blick in die Runde der "Gewählten" und in die globale Situation sollte zumindest jedem vernunftbegabten Menschen reichen.