Glücklich mit dir selbst – oder nur gut im Ignorieren?

Das sind alles Dinge die wir nur teilweise beeinflussen und die uns halt passieren, weil wir leben.
Da kann ich dir nur teilweise zustimmen. Dass vieles von äußeren Faktoren geprägt ist, stimmt sicher. Aber wenn alles nur ‚passiert‘, wird schwer nachvollziehbar, wo überhaupt noch Raum für Gestaltung bleibt - und den sehe ich in vielen Bereichen schon! ;)
 
Natürlich geben die meisten Menschen, wenn sie nach ihrem Glück gefragt werden, ihre eigene Wahrnehmung wieder.
Aber das hat @Blumenpflücker ja auch nicht angezweifelt. Ich glaube, ihm geht es darum, wie zuverlässig Selbstauskünfte die eigene tatsächliche Lebenssituation oder das eigene Wohlbefinden widerspiegeln. Und das subjektive Erlebnisse halt durch diverse Faktoren auch zum Teil stark verzerrt werden können.
Glück lässt sich doch aber nur subjektiv bewerten, durch die eigene Wahrnehmung.
Verschiedene Menschen nehmen ein und dasselbe Erlebnis unterschiedlich wahr.
Glück (sempfinden) ist eben etwas sehr individuelles.
 
Jeder hat eine andere Vorstellung vom „optimalen Ich“ – für manche bedeutet es Fitness, für andere innere Ruhe, mentale Stärke, persönliche Entwicklung oder gute Beziehungen.

Mich würden eure Gedanken zu folgenden Fragen interessieren:

- Was macht ihr konkret für euch?
- Was treibt euch an?
- Was erwartet ihr von anderen?

Gibt es hier Menschen, die einfach glücklich sind – ohne den Drang zur Weiterentwicklung?
Und wenn ihr in den Spiegel schaut: Seht ihr jemanden, mit dem ihr wirklich zufrieden seid?

Ist Zufriedenheit echtes Glück – oder etwas ganz anderes?
Ich bin glücklich, aber sicher nicht weil ich an einem „optimalen Ich“ herumbastel - aus meiner Sicht ist der aktuell vorherrschende Optimierungswahn die Autobahn ins Unglück.
Ich achte auf meinen Geist und Körper, lass Dinge aus die mir nicht gut tun, und lukriere Lebensfreude, nicht billigen Spaß, wo immer ich sie auch bekommen kann. Strukturierten Lebensplan mich Checkliste fürs optimierte Glück führe ich nicht.
 
Glück lässt sich doch aber nur subjektiv bewerten, durch die eigene Wahrnehmung.
Verschiedene Menschen nehmen ein und dasselbe Erlebnis unterschiedlich wahr.
Glück (sempfinden) ist eben etwas sehr individuelles.
Das stimmt in den meisten Fällen - und es hat auch keiner bestritten oder in Frage gestellt. 👍

@Mitglied #239795 hatte lediglich einen anderen Weg eingeschlagen und ist nicht wirklich auf das eingegangen, was @Mitglied #586848 geschrieben hat.
 
Meine Großeltern hat eine starke Liebe verbunden, die bis zum frühen, furchtbar traurigen und kräftezehrenden (weil langsamen) Tod meines Großvaters anhielt. Irgendwie dachten wir alle, dass meine Großmutter nicht darüber hinweg kommen würde. Und die Jahrzehnte bis zu ihrem Tod haben wir versucht, auf sie einzuwirken in dem Sinne, wie wir dachten, ihr helfen zu können, dennoch wieder glücklich zu werden. Tatsächlich hat sich meine Großmutter, die eine quirlige, lebhafte und positive Person war, nie wieder einen Partner genommen. Sie hat alleine gelebt in einer riesigen, viel zu großen Wohnung, hatte keine nennenswerten Hobbys oder Aktivitäten, hat viel gelesen und sich ab und an mit Freundinnen getroffen. Von außen betrachtet ein Leben, in das man nicht gerade viel Glück interpretiert hätte. Als ich sie ca 15 Jahre nach dem Tod meines Großvaters darauf angesprochen hab und fragte, ob sie nicht glücklicher wäre, wenn sie sich anderen Aktivitäten und Menschen wieder mehr öffnen würde, hat sie mir erklärt, dass sie glücklich und zufrieden wäre. Und tatsächlich hatten ihre dunklen Knopfaugen, die ich so geliebt hab (sie war nur 1,54 klein, sehr zierlich und die Augen wirkten auf mich immer riesig, so wie bei einer Haselmaus) den Glanz, wie ich ihn von lange davor kannte. Und bei ihrer Antwort hab ich gespürt und gewusst, dass sie das auch wirklich so empfindet.

Was ich damit sagen will. Ich denke, wir messen Glück und Zufriedenheit zu sehr an dem, was wir als Basis dafür für nötig halten. Mein Gegenüber muss nicht zwingend einen Umstand verleugnen oder ignorieren, wenn er sich zufrieden fühlt - nur weil wir uns das anders eben nicht vorstellen können. Ich weiß, dass meine Großmutter sich ihrer Situation sehr bewusst war. Sie kannte ihre Möglichkeiten und hätte ihr Leben jederzeit ändern können. Und dennoch hat sie das nicht getan und in ihren Büchern, ihren Spaziergängen und ihren Freundinnen eine neue Zufriedenheit gefunden.
 
Ich bin glücklich, aber sicher nicht weil ich an einem „optimalen Ich“ herumbastel - aus meiner Sicht ist der aktuell vorherrschende Optimierungswahn die Autobahn ins Unglück.
Ich achte auf meinen Geist und Körper, lass Dinge aus die mir nicht gut tun, und lukriere Lebensfreude, nicht billigen Spaß, wo immer ich sie auch bekommen kann. Strukturierten Lebensplan mich Checkliste fürs optimierte Glück führe ich nicht.
Ist die Ablehnung von Selbstoptimierung für dich eine Überzeugung oder vielleicht auch eine Reaktion auf Menschen, die das Thema zu stark leben? Ich frage nur, weil deine Antwort fast mehr beschreibt, wogegen du bist, als wofür. 🤔
 
Meine Großeltern hat eine starke Liebe verbunden, die bis zum frühen, furchtbar traurigen und kräftezehrenden (weil langsamen) Tod meines Großvaters anhielt. Irgendwie dachten wir alle, dass meine Großmutter nicht darüber hinweg kommen würde. Und die Jahrzehnte bis zu ihrem Tod haben wir versucht, auf sie einzuwirken in dem Sinne, wie wir dachten, ihr helfen zu können, dennoch wieder glücklich zu werden. Tatsächlich hat sich meine Großmutter, die eine quirlige, lebhafte und positive Person war, nie wieder einen Partner genommen. Sie hat alleine gelebt in einer riesigen, viel zu großen Wohnung, hatte keine nennenswerten Hobbys oder Aktivitäten, hat viel gelesen und sich ab und an mit Freundinnen getroffen. Von außen betrachtet ein Leben, in das man nicht gerade viel Glück interpretiert hätte. Als ich sie ca 15 Jahre nach dem Tod meines Großvaters darauf angesprochen hab und fragte, ob sie nicht glücklicher wäre, wenn sie sich anderen Aktivitäten und Menschen wieder mehr öffnen würde, hat sie mir erklärt, dass sie glücklich und zufrieden wäre. Und tatsächlich hatten ihre dunklen Knopfaugen, die ich so geliebt hab (sie war nur 1,54 klein, sehr zierlich und die Augen wirkten auf mich immer riesig, so wie bei einer Haselmaus) den Glanz, wie ich ihn von lange davor kannte. Und bei ihrer Antwort hab ich gespürt und gewusst, dass sie das auch wirklich so empfindet.

Was ich damit sagen will. Ich denke, wir messen Glück und Zufriedenheit zu sehr an dem, was wir als Basis dafür für nötig halten. Mein Gegenüber muss nicht zwingend einen Umstand verleugnen oder ignorieren, wenn er sich zufrieden fühlt - nur weil wir uns das anders eben nicht vorstellen können. Ich weiß, dass meine Großmutter sich ihrer Situation sehr bewusst war. Sie kannte ihre Möglichkeiten und hätte ihr Leben jederzeit ändern können. Und dennoch hat sie das nicht getan und in ihren Büchern, ihren Spaziergängen und ihren Freundinnen eine neue Zufriedenheit gefunden.
Starker Text!
Glück kann auch darin bestehen, den eigenen Frieden mit dem Leben gefunden zu haben, selbst wenn Außenstehende das nicht nachvollziehen können. Weil oftmals projiziert man ja eigene Vorstellungen auf andere und ist davon überzeugt, dass sie dann auch funktionieren müssten. Aber das entspricht halt nicht immer der Realität.

Hier gab es ja auch schon Gedanken zum Thema Stillstand, die klar gemacht haben, dass Stillstand für einige genauso erfüllend ist, wie für andere das genaue Gegenteil / und beide sind glücklich und zufrieden.
 
Zufrieden mit mir selbst bin ich dann, wenn ich dankbar bin für das, was ich habe. Das kann Gesundheit, der Job, Familie und Freunde sein, auch der Blick in den Spiegel oder das schöne zuhause, dass bei einem Sturm nicht wegfliegt. Dahinter steckt Antrieb, der sich darum dreht, Dinge zu tun, die mir gut tun. Eine Partnerin wird merken, wenn es mir gut geht, weil ich z.B. den Arbeitsweg endlich wieder mit dem Rad zurücklegen kann, weil ich die Arbeitssituation entsprechend gestaltet habe - täglicher Workout auf dem Arbeitsweg in der Natur und Stadt mit dem Rad, Körper freut sich, Geist auch. Die Dankbarkeit darüber, das Leben anzunehmen, und selbst zu bestimmen, wie ich das Leben wahrnehme. Dunkle Gedanken, Sorgen und ähnliches prasseln jeden Tag auf uns ein, wenn wir in die Nachrichten schauen. Diesen Gedanken nicht nachzugeben (was nicht immer gelingt), sondern mich unter anderem an den o.g. Dingen zu erfreuen und dankbar zu sein, das erfüllt mich mit Zufriedenheit. Glück verspüre ich punktweise, es ist kein Zustand, der Länge andauern kann. Beim Spazierengehen plötzlich einen Schwalbenschwanz zu sehen, der bei uns ultraselten ist, oder eine Nachtigall singen hören, das erzeugt ein Glücksgefühl. Momente, in denen ich sehe, dass es meinen Kindern gut geht, und ich fühle, dass sie im Leben klar kommen werden, noch mehr. Auch diese Momente haben mit Dankbarkeit zu tun, die ich eher unbewusst verspüre, weil die Glückshormone im Vordergrund sind.
 
Ist die Ablehnung von Selbstoptimierung für dich eine Überzeugung oder vielleicht auch eine Reaktion auf Menschen, die das Thema zu stark leben? Ich frage nur, weil deine Antwort fast mehr beschreibt, wogegen du bist, als wofür. 🤔
Ich kann einfach nichts damit anfangen: ein Pulverl dort, ein Spritzerl da, die Fitnessapp oder Ernährungsapp die das Leben diktiert um vermeintlich perfekt zu sein, anstelle von glücklich zu leben.
Vielleicht ist meine Einstellung auch altersbedingt, hab beruflich genug geplant und optimiert, will nun meine Ruhe von dem haben und vor allem das Korsett nicht auf mich anwenden.
 
biologischen Anlagen, Erfahrungen, Persönlichkeit und Einflüssen unserer Umwelt
Meine biologischen Anlagen habe ich ohne Leistung erhalten. Meine Persönlichkeit ist zu großen Teilen das Ergebnis aus meinen Arbanlagen und der Erfahrungen die ich gemacht habe. Und Einflüsse aus der Umwelt kann ich auch nur selten beeinflussen.
Deshalb schrieb ich, dass das Dinge sind die man zu großen Teilen nicht beeinflussen kann.
Niemals habe ich behauptet das:
alles nur ‚passiert
Und da das nicht so ist ist auch nicht
schwer nachvollziehbar, wo überhaupt noch Raum für Gestaltung bleibt
und den sehe ich in vielen Bereichen schon
Natürlich. Und den hast Du im Rahmen Deiner Dir gegebenen Möglichkeiten.
Man kann alles was ich geschrieben habe darauf herunterbrechen, dass es keine Leistung ist im DACh-Raum oder Mitteleuropa geboren zu sein. Wir können uns den Luxus leisten unsere Leben so zu führen, weil wir hier geboren sind, das ist nicht unsere Leistung. Nur weil wir leben wie wir leben führen wir überhaupt solche Unterhaltungen
Und dementsprechend wenig wichtig nehme ich das, was ich getan habe. Hier zu Leben ist keine Leistung, ich habe einfach nur Glück gehabt und bin dankbar für alles was ich habe und nicht haben muss.

Und diese Einstellung ist das Ergebnis von 50 Jahre Leben...ich denke nicht, dass ich es in Deinem Alter so gesehen hätte. Es hat alles seine Zeit.
 
Zufrieden mit mir selbst bin ich dann, wenn ich dankbar bin für das, was ich habe. Das kann Gesundheit, der Job, Familie und Freunde sein, auch der Blick in den Spiegel oder das schöne zuhause, dass bei einem Sturm nicht wegfliegt. Dahinter steckt Antrieb, der sich darum dreht, Dinge zu tun, die mir gut tun. Eine Partnerin wird merken, wenn es mir gut geht, weil ich z.B. den Arbeitsweg endlich wieder mit dem Rad zurücklegen kann, weil ich die Arbeitssituation entsprechend gestaltet habe - täglicher Workout auf dem Arbeitsweg in der Natur und Stadt mit dem Rad, Körper freut sich, Geist auch. Die Dankbarkeit darüber, das Leben anzunehmen, und selbst zu bestimmen, wie ich das Leben wahrnehme. Dunkle Gedanken, Sorgen und ähnliches prasseln jeden Tag auf uns ein, wenn wir in die Nachrichten schauen. Diesen Gedanken nicht nachzugeben (was nicht immer gelingt), sondern mich unter anderem an den o.g. Dingen zu erfreuen und dankbar zu sein, das erfüllt mich mit Zufriedenheit. Glück verspüre ich punktweise, es ist kein Zustand, der Länge andauern kann. Beim Spazierengehen plötzlich einen Schwalbenschwanz zu sehen, der bei uns ultraselten ist, oder eine Nachtigall singen hören, das erzeugt ein Glücksgefühl. Momente, in denen ich sehe, dass es meinen Kindern gut geht, und ich fühle, dass sie im Leben klar kommen werden, noch mehr. Auch diese Momente haben mit Dankbarkeit zu tun, die ich eher unbewusst verspüre, weil die Glückshormone im Vordergrund sind.
Spannend finde ich deine Unterscheidung zwischen Zufriedenheit als Grundzustand und Glück als punktuellem Gefühl. Für mich sind da Glück und Zufriedenheit viel ähnlicher. Glaubst du, dass Dankbarkeit etwas ist, das man bewusst üben kann, oder ist das eher eine grundsätzliche Lebenseinstellung?

Aber ein Gedanke lässt mich nicht los: Könnte Dankbarkeit hin und wieder auch dafür sorgen, dass man notwendige Veränderungen zu lange aufschiebt? Oder unterscheidest du (für dich) ganz klar zwischen Akzeptanz und Passivität?
 
Ich kann einfach nichts damit anfangen: ein Pulverl dort, ein Spritzerl da, die Fitnessapp oder Ernährungsapp die das Leben diktiert um vermeintlich perfekt zu sein, anstelle von glücklich zu leben.
Vielleicht ist meine Einstellung auch altersbedingt, hab beruflich genug geplant und optimiert, will nun meine Ruhe von dem haben und vor allem das Korsett nicht auf mich anwenden.
Ganz treu dem Motto: Leben und leben lassen!
 
Und diese Einstellung ist das Ergebnis von 50 Jahre Leben...ich denke nicht, dass ich es in Deinem Alter so gesehen hätte. Es hat alles seine Zeit.
Das stimmt mit Sicherheit. Du bist halt an einem Punkt im Leben angekommen, wo du mit dieser Einstellung zufrieden bist.

Ich hoffe, dass ich im Alter auch irgendwann zufrieden auf mein Leben zurückblicken kann, die Füße auf den Tisch lege und die Welt einfach Welt sein lassen kann. Momentan bin ich aber noch nicht dieser Mensch! Dafür sind die Hummeln im Po einfach viel zu aktiv.

Mich macht es (momentan) verrückt, stillzustehen und mich nicht zu entwickeln.

Aber ich bin auch die Frau, die Pausen auf der Arbeit hasst und sie für viel zu lange hält, weil ich gezwungen bin, nicht das zu machen, was notwendig ist. 😅

Wenn ich deinen Text und Einstellungen auf mein jetziges Ich projizieren würde, würde ich vermutlich depressiv werden und mich fragen, wofür ich eigentlich lebe. 😱
 
Für mich sind da Glück und Zufriedenheit viel ähnlicher
Für mich grenze ich das insofern ab, weil ein Glücksgefühl ein heftiger Ausstoß von Hormonen ist, bei dem ich Aufschreien könnte, mache ich auch manchmal. Das Level ist zu hoch, um ein Dauerzustand sein zu können, vergleichbar mit einem Höhepunkt beim Sex.
Glaubst du, dass Dankbarkeit etwas ist, das man bewusst üben kann, oder ist das eher eine grundsätzliche Lebenseinstellung?
Ich halte das für eine Lebenseinstellung, ja. Wenn man die hat, muss man auch immer daran arbeiten. Und sie zu erlernen bzw. zu erweitern, wird wohl grundsätzlich möglich sein. Ich habe aber auch bereits erlebt, dass das für Menschen überfordernd sein kann.
Aber ein Gedanke lässt mich nicht los: Könnte Dankbarkeit hin und wieder auch dafür sorgen, dass man notwendige Veränderungen zu lange aufschiebt?
Ja, da gebe ich Dir absolut Recht. Das darf nicht ins Extrem abgleiten, sonst kann es sicher in einer Beziehung schwierig werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was macht ihr konkret für euch?
Ich Versuche mein Leben mit so wenig Aufwand wie möglich zu leben. Ich bin kein sehr spontaner Mensch, überlege oftmals zuviel ob ich mir etwas gönnen soll.
Ich bin finanziell unabhängig. Hab einen guten Job. Ein paar gute Freunde. Gesundheitlich tip-top.

- Was treibt euch an?
Da ich alles habe was ich brauche, und sicher noch einiges mehr, ist der Antrieb dies zu erhalten. Vermehren/Vergrößern möchte ich nichts mehr. Viel zu stressig.
- Was erwartet ihr von anderen?
Im privaten Bereich erwarte ich Ehrlichkeit und daraus resultierend Zusammenhalt.
Beruflich ist mir Loyalität in der Gruppe das Wichtigste. Jeder soll sein Soll erfüllen, aber auch nach Hilfe fragen wenn's mal unrund läuft. Quertreiber sind ein Gräuel und werden aussortiert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du bist halt an einem Punkt im Leben angekommen, wo du mit dieser Einstellung zufrieden bist.
Ich bin an einem Punkt in meinem Leben angekommen, wo ich verstanden habe, dass es sinnlos ist gegen Windmühlen anzukämpfen und das es mir verdammt gut geht. Im Gegensatz zu 60% der Restbevölkerung.
Das erdet und man hört auf sich selbst so wichtig zu nehmen.
stillzustehen und mich nicht zu entwickeln.
Süß das Du das aus meinen Worten liest. Ich habe erkannt, dass vieles was einem als Entwicklung verkauft wird, in Wahrheit für mich nichts als Rückschritt ist.
Ich lerne jeden Tag neues dazu. Ich entwickle mich ständig weiter. Aber ich bilde mir nichts darauf ein, das tut man solange man lebt.;) Und man erkennt es umso mehr, desto länger man lebt.
Aber ich bin auch die Frau, die Pausen auf der Arbeit hasst und sie für viel zu lange hält
Ich lasse sie ausfallen und gehe stattdessen jeden Tag eine Stunde früher nach Hause.
Ich mag meinen Job sehr, aber fast alles andere in meinem Leben mache ich lieber.
Ich arbeite schon länger als Du alt bist, irgendwann wird alles ein wenig langweilig, egal wie abwechslungsreich es ist.
Wenn ich deinen Text und Einstellungen auf mein jetziges Ich projizieren würde, würde ich vermutlich depressiv werden und mich fragen, wofür ich eigentlich lebe
Siehst Du...und wenn ich Deine Texte lese, bin ich froh schon so alt zu sein.
Alles hat im Leben seine Zeit und nichts lässt sich erzwingen.
Und vieles, das als Freiheit verkauft wird, sind nur Fesseln in anderer Form.
Ich bin schon wieder am Minimieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
objektiv glücklich
... zu sein, ist ein Widerspruch in sich.
Glück ist ein Gefühl, das ausschließlich subjektiv erlebbar ist. Somit kann ich das Erleben Anderen weder absprechen, noch in Frage oder Abrede stellen.
Somit ist auch durch
tatsächliche Lebensrealität
weder begründbar, noch in Relation zu setzen.

Der einzige Zugang, der sich bietet, ist auszudrücken, dass man selbst mit der "Lebensrealität" der anderen Person nicht glücklich sein könnte.

Ich frage mich immer, was die Motivation hinter dem Infragestellen und Absprechen von Glücksgefühl oder Zufriedenheit ist 🤔
Wo ist der Sinn darin, jemandem auszurichten, die "falschen" Gefühle zu haben?
Was ist der (Selbst-) Zweck, jemandem vorzuwerfen, er/sie "lüge sich in die Tasche"?

Konnte mir noch niemand schlüssig erklären ...
 
Aber ein Gedanke lässt mich nicht los: Könnte Dankbarkeit hin und wieder auch dafür sorgen, dass man notwendige Veränderungen zu lange aufschiebt?
Wenn es genug Gründe gibt dankbar zu sein bzw die Gründe dankbar zu sein die Gründe unglücklich zu sein überwiegen... Wie notwendig kann die Veränderung einer Sache oder Situation dann sein???
Glaubst du, dass Dankbarkeit etwas ist, das man bewusst üben kann, oder ist das eher eine grundsätzliche Lebenseinstellung?
Mit Sicherheit. Dafür gibt's sowohl spezielle Meditationstechniken als auch therapeutische, psychiologische Ansätze und Hilfsmittel.
Bei zB Depressionen ein ganz wichtiger Skill den man lernen und trainieren kann.
 
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