Frage an Sexworker

Ich frage mich immer wieder, wie wird man Sexworker oder Sexworkerin?
Hattet ihr da ein "Berufungserlebnis" oder seid ihr da einfach reingerutscht. Ist es nur die Not, die euch veranlasst, diesem Beruf nachzugehen oder macht euch die Arbeit solchen Spass, dass ihr gar nichts andere machen wollt?
Habt ihr es auch schon manchmal bereut?
Und was macht euch an eurem Beruf wirklich Freude und was ist dabei belastend und unangenehm. (Gibts ja in jedem Beruf)


Wir haben keine Strassenhure hier- fragen wir die mal "wie, was, wann"

Die erzählen einem ne ganz andere Story als die die hier Programm ist...

Aber die eine oder andere war vielleicht wirklich schon in der Situation. Da gäbs dann schon andere Sachen zu lesen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die SWs die ich bisher kennen gelernt habe, sind alle interessante Frauen, die ich in keiner Weise "anders" finde als Frauen, die keinen Sex gegen Geld anbieten.
 
Also ich finde dieses Thema auch recht spannend und dachte mir, ich melde mich auch mal zu Wort anstatt hier immer nur mitzulesen bzw. Dates zu vereinbaren. Was ich zu diesem Thread beitragen kann, ist ganz einfach meine eigene Story.
Solang ich denken kann, war ich überdurchschnittlich interessiert an Sex, definitiv frühreif, in der Praxis dann jedoch eher zögerlich, hatte recht früh einen festen Freund der, bis ich 19 war, dann auch mein einziger Sexualpartner war. Nach der Trennung ging's dann jedoch los: Der Drang, endlich Erfahrungen zu sammeln, war mittlerweile unbändig geworden und so kam, was kommen musste: In meiner "wilden Phase" experimentierte ich, was das Zeug hält, und dazu gehörten vor allem auch Männer - viele Männer. Damals entdeckte ich meine nymphomane Seite und da mich alles Verbotene und "Verruchte" immer schon gereizt hatte, kam mir irgendwann die Idee, mit Sex auch Geld zu verdienen. Damals war ich etwa 20, studierte an der Uni (mittlerweile darf ich mich ja schon "Magistra" nennen ;-) ) und hatte aufgrund meines extravaganten Lebensstils natürlich auch dementsprechenden Bedarf an Geld. Gesagt, getan, ich inserierte und verabredete mich, lernte dabei nette Männer kennen, natürlich auch weniger nette (Soviel zu den Schattenseiten). Auf jeden Fall kam mir irgendwann mein Exfreund "dazwischen", ich verliebte mich Hals über Kopf und hing meinen Nebenjob an den Nagel. Bis vor kurzer Zeit, denn nun bin ich ja - wenn auch nur für einige Monate - wieder am Markt ;-) Mittlerweile hab ich einen Uniabschluss, ein Semester im Ausland studiert und einen ansehnlichen Lebenslauf - trotzdem hab ich mich entschlossen, mich in der Zeit, die ich bis zu meinem nächsten Auslandsaufenthalt in Wien verbringe, wieder diesem Gewerbe zu widmen. Warum?
Weil ich, wie erwähnt, gerne mit fremden Männern schlafe UND die Tätigkeit als Escort schlicht und einfach perfekt ist, um in kurzer Zeit gutes Geld zu verdienen. Arbeit, die aber auch Spaß macht - sollte nicht jede Arbeit so sein? ;-)
Das ist meine, ganz persönliche Geschichte - wie vorher bereits ganz richtig erwähnt wurde, gibt es allerdings genug Menschen (Frauen und Männer!), denen dieser Job keinen Spaß macht, sondern die ihn aus Mangel an Alternativen machen müssen, einfach um des Überlebens willen. Und auch ich bin fest überzeugt, dass die Mädls, die am Prater oder sonstwo stehen, eine ganz andere Story zu erzählen hätten. Wie immer gilt es, zu differenzieren, jeder hat seine eigene Geschichte..
 
generell finde ich die Beiträge hier von den Gewerblichen Damen sehr gut und vor allem sehr offen.
Allerdings denke ich schon, dass sie gesamt aus diesem Gewerbe nicht sehr gut repräsentativ ist.
Ich glaub schon, dass es viele gibt- vor allem in Laufhäsern oder auch am Gürtel, die da nicht so ganz ihre Freude und ihren Spaß dran haben- hab ich teilweise auch selbst erlebt- das waren dann die eher negativen Erlebnisse.... aber ich hätt ja auch nicht "konsumieren" müssen- klar.
Wenn man ein bischen ein Bauchgefühl hat- ist das meist schon im vorhinein klar.
 
Wir haben keine Strassenhure hier- fragen wir die mal "wie, was, wann"

Die erzählen einem ne ganz andere Story als die die hier Programm ist.

Stimmt. Bin - wie dem einen oder anderen bekannt ist - einige Jahre des Nächtens durch Wien mit dem Taxi g'fahren. In der Zeit sind mir im Prater, wohlgemerkt vor der Zeit als der Wr. Strich gesammelt auf den Prater zusammengefasst wurde, einige Mädel als Stammkundinnen für's z'hausfahren zug'rennt. An eine kann ich mich b'sonders gut erinnern, bildhübsche junge Tschechin mit 'ner blonden Mähne bis zum Arsch. Natürlich hat man mit der Zeit über dies und das geplaudert und meine Frage war warum tut sich's Frau sich auf er Strassen an? Kalt, unbequem und auch g'fährlich und geht ned in ein Puff, Studio oder zum Escort?

Das hab ich ned nur sie g'fragt sondern im Lauf der Jahre einige. Und die AW war auch immer die selbe: mehr verdienen, keine Konkurrenz wie im Puff wo 10 Mädel herumhocken und sich um einen Gogel streiten, angenehmerer Job als im Puff, weil nach 15, 20 min. ist der Gogel fertig und haut sich über die Häuser, es mühsame Piccolo saufen mit ihm und sich dabei sein unnediches Gelaber anhören entfällt, kürzere Arbeitszeit, wenn's gut ausg'schaut hat, hat's spätestens nach 5, 6 Std. ihre 2, 3 Hunderter verdient, etc. etc.

Wohlgemerkt, das gilt für die Zeit als der Praterstrich noch in halbwegs geordneten Bahnen abg'laufen ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das geht aber ganz geschwind bei dir, vor paar Tage hast du noch studiert
Ich kann dir versichern, ALLE Magistra waren am Tag davor Studentinnen. ;-)

(Genauso, wie alle Gesellen am Tag vor der Gesellenprüfung Lehrlinge waren. Und so weiter)
 
so, nun habe ich mir den ganzen thread durchgelesen.
bin sehr erstaunt über einige antworten und muss wohl wieder mal erkennen dass
ich wahrscheinlich auf einer rosa wolke lebe.

die schilderungen mancher frauen hier haben mich erschreckt, genauso wie mich
die verschleierungstaktik anderer a bissi geärgert hat.

ich will nun auch mit meiner story nicht hinter dem berg halten:

eine gemeinsamkeit die ich mit so mancher frau hier gemeinsam habe ist dass
mein interesse an sex schon sehr bald begonnen hat.

mit sex geld zu verdienen war jedoch ein gedanke der mir im ansatz nicht kam.
dazu kam dass ich dachte nicht besonders gut zu sein weil mir mein damaliger
freund einredete dass ich nichts drauf habe (heute weiss ich dass ich ihn
überfordert habe und er aus männlichem stolz so reagiert hatte), und ich trotz
grosser lust sehr unsicher war.

dann kam es zu einem einschneidenden erlebnis das mir die lust am sex beinahe
ein ganzes jahr gänzlich nahm.
ich wurde vergewaltigt.
das schlimme daran war jedoch nicht die vergewaltigung an sich sondern der
umstand dass ich dabei einen orgasmus hatte.
ich fühlte mich schmutzig und krank, dachte dass ich abartig sei weil mir so
ein erlebnis lust bereitet hat.
ich kam nicht klar damit und hatte gar keinen sex mehr mit anderen, nur wen
wenn die lust allzu gross wurde habe ich mir selber geholfen und mich danach
vor mir selber geekelt.

dann jedoch geschah etwas das alles wiederum völlig veränderte, ich fand mich
damit ab dass ich ja ohnehin abartig war und dachte mir warum sollte ich dann
auch noch zusätzlich freiwillig leiden, also ging ich wieder auf die pirsch und ich
lebte wirklich alles aus das mir je einfiel.
komischerweise fühlte ich mich sehr wohl dabei, ich erbrachte schulisch wieder
tolle leistungen, mein privates umfeld nahm mich endlich wieder wahr und ich
selber hatte freude am leben.
nur wenn ich in manch stillem moment ganz in mich ging und nichts mich ablenkte
kam wieder dieses gefühl des schmutzig-seins wegen meiner abartigkeit.

dann war die schulzeit beendet, ein studium wäre zwar reizvoll gewesen, aber ich
wollte auch endlich geld verdienen.
so fand ich einen job der mir spass machte, die bezahlung war nicht so das was
man sich wünscht, aber immerhin wähnt man sich mit dem ersten selbstverdienten
geld ja fast steinreich.

dann lernte ich einen mann kennen der mein leben wieder mal von grund auf änderte,
er fiel mir eigentlich erst auf den zweiten blick auf, aber dafür dann umso mehr.
das erste mal fühlte ich mich von einem mann verstanden, das erste mal wollte da
einer nicht meinen körper sondern wollte mir zuhören und redete mit mir.
er war es der den knoten von damals (vergewaltigung) lösen konnte und der mir die
augen öffnete warum ich so empfunden habe.
alle last war weg und ich war zum ersten mal im leben frei, richtig frei.

wir haben uns beide gegen eine beziehung gewehrt, aber es war unausbleiblich und
nachdem ich drei monate neben ihm im bett gelegen habe (war damals aufgrund unseres
gemeinsamen berufes so entstanden) ohne dass er mich angerührt hatte, ist es dann
schliesslich doch passiert. es war war eine urgewalt die da über uns hereinbrach, man
kann es nicht beschreiben.

es dauerte nicht lange und er fühlte sich von meiner gier nach sex überfordert und wir
sprachen wieder viel darüber.
bald schon kamen wir auf die idee es mal mit swingen zu versuchen.
es war der himmel, es gab da einen mann in dessen arme ich heimkommen konnte und
trotzdem konnte ich meine sexgier ausleben. ich war glücklich.

als dann irgendwann mal auf facebook ein mann namens thomas kierst ein foto von
mir kommentierte und meinte dass er mich gratis shooten wollte, bekam dieser erst
einmal eine sehr rüde antwort die ihn darauf verwies dass er wohl ein notgeiler alter
knacker sei der so versuche nackte junge mädchen zu sehen.
irgendwie jedoch ging mir dieser name nicht aus dem kopf und ich bemühte dr google.
mir entgleisten sämtliche gesichtszüge ... der europameister !!
ach du scheisse ... ich habe ihm sehr schnell ein dreiseitiges entschuldigungsmail
geschrieben und es kam zum shooting.

von da an lief alles wie von selbst, ich erkannte sehr schnell dass ich meinen bisherigen
job an den nagel hängen kann und mich voll auf´s modelsein konzentrieren soll.

natürlich waren es vorrangig aktshootings bis hin zur pornart (es fängt fast immer so an),
und es gab plötzlich gaaaaanz viele erotische bilder von mir die auch auf diversen seiten
auftauchten.

da kam es dann auch sehr schnell dass eindeutige angebote noch und nöcher kamen.
erst war ich ja fast beleidigt und empört, aber irgendwie reizte mich der gedanke auch
dass ich "gekauft" werde und das "tun muss" wofür ich bezahlt werde.
ich fasst allen mut zusammen und sprach mit meinem mann drüber, er reagierte ganz
anders als ich das vermutet hatte, er fand es geil.

er erklärte mir dass es auch für ihn absolut geil wäre wenn er weiss dass seine frau
gerade sex mit einem anderen hat (das war ja auch beim swingen schon so) und er
(und das war der unterschied zum swingen) nicht dabei sein darf, dass er im auto
oder nebenzimmer warten "muss".

unsere gespräche drehten sich sehr bald nur noch um dieses thema und wir bekamen
ein immer klareres bild von dem ganzen.
genau wie auch der aspekt des vielen geldes eine sehr sehr wesentliche rolle spielte,
auch wenn sowas gern in abrede gestellt wird.

langer rede kurzer sinn: ich machte es und ich hatte das glück einen genialen ersten
kunden zu haben der mich nach der ersten nervosität wirklich in den himmel fickte.
dann zurück zu meinem mann (der im auto wartete), ich hatte wieder angst dass es
ihm doch nicht gefällt.
er fiel direkt über mich her und wir hatten noch geileren sex als je zuvor.

so entstand es recht schnell dass ich immer wieder mal treffen machte und mache,
allerdings kann ich mir absolut nicht vorstellen davon abhängig zu sein, genausowenig
wie ich mir vorstellen kann nicht mehr zu swingen (und das ist ja bekanntlich gratis).

vielleicht bin ich kein wirkliches beispiel für die frage des TE, aber so entstand es halt
bei mir.

UND JA, ich habe auch das eine oder andere date schon rein wegen dem geld gemacht, weil
ich zb unbedingt den einen oder anderen wunsch erfüllt haben wollte der kostspielig ist und bei diesen dates ist es durchaus auch vorgekommen dass es einfach hammergeil war, genauso wie es bei dates die ich aus geilheit machte vorgekommen ist dass es nur kotzig war.


die frage ob dieser job nun verachtenswert ist und ob man sich seiner schämen müsste kann von mir sicher nicht klar beantwortet werden weil ich zugeben muss dass es sicher menschen gibt bei denen ich mich schämen würde wenn sie mich darauf ansprechen, wenngleich ich bei den meisten schon ohne scham dazu stehen würde.
ich vergleiche es damit dass man seiner mutter ja auch nicht unbedingt darüber erzählt dass man sich gern anpissen lässt und davon geil wird.
für mich ist es genauso eine sexuelle vorliebe wie für andere die ns oder kaviarleidenschaft, es macht mich geil und ich liebe es.
wie es in ein paar jahren aussieht weiss ich nicht, aber sollte es mir nicht mehr gefallen, dann lasse ich es eben (ist schon richtig dass es gut ist wenn man sich die dabei erwirtschafteten einnahmen beiseite legt).
 
Liebe Mia, Dein Text hat mich ziemlich umgehauen...und ich möchte nur anmerken, dass mir die Vergewaltigung unendlich leid für Dich tut, auch wenn Du hundert Mal einen Orgasmus gehabt hättest. Hoffentlich hat der Macker mindestens mittlerweile an Impotenz zu leiden.
 
Das hab ich ned nur sie g'fragt sondern im Lauf der Jahre einige. Und die AW war auch immer die selbe: mehr verdienen, keine Konkurrenz wie im Puff wo 10 Mädel herumhocken und sich um einen Gogel streiten,
.

....und das ist beim straßenstrich nicht so?? da gibts ja auch meiner meinung nach jede menge Konkurenz - odr?

und das wetter - sprich die temperaturen nicht zu vergessen - oder regen ect......
 
....und das ist beim straßenstrich nicht so?? da gibts ja auch meiner meinung nach jede menge Konkurenz - odr?


nau, hamma nur die hälfte g'lesen ... ???

Wohlgemerkt, das gilt für die Zeit als der Praterstrich noch in halbwegs geordneten Bahnen abg'laufen ist.

Da ist alle 20 Meter ein Mädel g'standen, in der ganzen Strasse viell. 10, 15.
 
und einige tuns aus einer psychischen störung heraus. (borderlinerinnen)



Die sind ja bekannt dafür, dass sie einen sehr starken Sexualtrieb haben.
Um das Klischee zu vervollständigen.

Kenne da wem,
da triffts nicht zu...:hmm:
 
Jedenfalls DANKE an alle, die hier gepostet und sich an der Diskussion beteiligt haben. War auf alle Fälle wenigstens für mich sehr lehrreich. Es ist mir schon klar, dass alle die Frauen, die nicht deutsch sprechen, sich hier nicht beteiligen konnten.
 
Ich frage mich immer wieder, wie wird man Sexworker oder Sexworkerin?
Hattet ihr da ein "Berufungserlebnis" oder seid ihr da einfach reingerutscht. Ist es nur die Not, die euch veranlasst, diesem Beruf nachzugehen oder macht euch die Arbeit solchen Spass, dass ihr gar nichts andere machen wollt?
Habt ihr es auch schon manchmal bereut?
Und was macht euch an eurem Beruf wirklich Freude und was ist dabei belastend und unangenehm. (Gibts ja in jedem Beruf)

Mit meinem Mann die ersten 3er und 4er gemacht, dabei haben wir beide Eifersucht und dergleichen abgelegt! War ganz was neues so zu leben ;)
Nach ein paar Wochen immer wieder gemerkt das viele Männer bereit wären Geld zu bezahlen um da mitzumachen.

Da haben mein Mann und ich uns gedacht warum diese Vorstellung nicht in die Tat umsetzen?!?:up: Gesagt, getan und seit kurzem kann Mann mit mir für Geld Spaß haben :p
 
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