erotikpflegerin im pflegeheim?

  • Ersteller Ersteller Gast
  • Erstellt am Erstellt am
wie gesagt, versuchen möchte ich es, kaum was zu verlieren und vielleicht haben wir ja glück

das wär die dann nächstbeste option, zusätzlich zum pfleger möglichst täglich, pfleger/in kann derweil was anderes machen
Ich wünsch dir viel Erfolg dabei und mich würde es echt interessieren welche Lösung du findest. Der Bedarf ist sicher gegeben,es ist immer nur eine Frage der Umsetzung. In meinem Pflegeheim wären die anderen Bewohner ausgezickt,bzw. Auch die Angehörigen, wäre das in die Öffentlichkeit gelangt. Leider sprechen gerade Angehörige, bei solchen leider noch immer Schattenthemen oft die Sexualität ab.
Es wird gepflegt und geputzt bis zum Umfallen, doch die körperlichen Bedürfnisse meist aus Angst, Unsicherheit und Scham ignoriert. Oder auch Hilflosigkeit dem zu begegnen.
 
Das ist sicher alles richtig und was mein Schwievater betrifft, der hätte mit mitte 80 noch Bedarf gehabt, was sich da abspielte das war nicht von der Hand zu weisen... das man die Alten nicht unterschätzen sollte.
Es ist einfach nur Sex. Nicht mehr und nicht weniger. Ich hab auch Dinge erlebt die mich mehr als nur zum schmunzeln brachten.
 
Für mich hakt es bei dieser Idee gleich an mehreren Stellen. Und dort auch gewaltig.

Einen Menschen zu pflegen heißt auch, ihm sehr nahe zu kommen. Da werden viele Grenzen, die sonst im Alltag und in der Vergangenheit naturgemäß bestanden haben aufgelöst, die persönliche Distanz kann nicht mehr eingehalten werden, es wird, weil anders nicht mehr möglich, auch in den ureigensten Intimbereich eingegriffen. Unnötig zu sagen, dass das wohl in den wenigsten Fällen ein erwünschter Zustand ist und viele sich nur sehr schwer auf eine solche Form der Abhängigkeit einlassen und gewöhnen können.

Um dafür einen Menschen zu finden, die von der zu pflegenden Person wirklich akzeptiert wird und der auch bei solchen Überschreitungen noch ein Gefühl des Wohlbefindens hervorruft, ist ohnehin schon einmal ein Kunststück. Einen Menschen zu finden, der sich als pflegende Person dabei wohlfühlt und das auch noch, nachdem er zum wiederholten Mal mit Aggression konfrontiert wird, der dabei tatsächlich noch den Wunsch verspürt zärtlich und liebevoll mit dem Patienten umzugehen, die nächste Herausforderung.

Unter Menschen, die sich lieben ist Aufopferung nichts Ungewöhnliches. Im professionellen Bereich wird meist einfach nur viel geschluckt. Und oft genug gibt es zu schlucken, bis an die Belastungsgrenze. Dann auch noch sexuelle Intimitäten dazu aufs Programm setzen? Ein Schuss, der völlig nach hinten losgehen kann.

Für mich ist der Wunsch, die Pflegerin möge sich auch noch um sein sexuelles Wohlergehen kümmern, eine weitere Überschreitung von Grenzen in diesem Verhältnis, der für beide zur völlig unnötigen Belastung wird und ein neuerliches Spannungsfeld bietet. In 99,9% der Fälle wird man damit – meiner Überzeugung nach beiden - wie dem Verhältnis zwischen ihnen - nichts Gutes tun.

So etwas zu arrangieren, noch dazu über den (dementen) Kopf des Vaters, halte ich außerdem für völlig falsch. Auch ein alter, dementer Mensch muss das Recht haben, sich aussuchen zu können, wer an ihm sexuelle Handlungen vornimmt. Erst recht, wenn er sich in einer sonst hilf- und wehrlosen Situation befindet.

Wenn er den Wunsch nach Sexualität hat, dann wird euch nichts anderes übrigbleiben, als euch mit ihm auseinanderzusetzen und darüber zu sprechen. So er das möchte, würde ich mich bemühen, jemanden für ihn zu finden, der diese Wünsche erfüllt und das im Rahmen aller zu beachtenden Notwendigkeiten (Sexualassistenz). Eine Vermischung wäre ein Zuviel für alle Beteiligten.

Ein schwieriges Thema und ich verstehe die Idee und den Wunsch dahinter. Ich glaube aber, dass hier an viel zu viele Dinge nicht einmal im Ansatz gedacht wird.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Richtig, und auch Alte hätten ein Recht darauf, die packens halt allein nimmer, deswegen brauchens auch auf dem Gebiet Hilfe.
Ich möchte nicht beurteilen inwieweit es ein Recht darauf gibt/ geben sollte. Doch generell die Freude am Körper, egal wie er ist gut zu erhalten, würde viel Menschen deutlich zufriedener machen und der Gesundheit gutes tun.
Es sind alle Sinne die gepflegt werden möchten .
Birkenbihl sagte nicht umsonst die Katze werde mehr gestreichelt als die Oma.
 
Das ist sicher alles richtig und was mein Schwievater betrifft, der hätte mit mitte 80 noch Bedarf gehabt, was sich da abspielte das war nicht von der Hand zu weisen... das man die Alten nicht unterschätzen sollte.

Mag ja sein, dagegen sage ich ja nix (wann wird endlich mal über Yonimassagen für Seniorinnen nachgedacht?). Es geht mir mit meinem Beitrag um den Wunsch, Pflege und körperliche Zuwendungen von einer Person alleine leisten zu lassen. So sehr ich @Mitglied #143618 auch schätze: ich halte das aus genanntem Grund für keine gute Idee, abgesehen davon, daß ich gedachtes Szenario für ziemlich menschenverachtend halte und auch absolut nicht nachvollziehen kann, warum nicht auf eine Sexualbegleiterin, die wöchentlich für 1 - 2 Stunden vorbeikommt, zurückgegriffen werden kann.
 
wünsche dem herrn papa der TE natürlich alles gute und ein langes leben! für mich selbst hoffe ich auf einen gnädigen tod, bevor meine selbstbestimmung flöten geht und mich das leben vor solche herausforderungen stellt!

zur frage: in rumänien oder bulgarien entsprechende anzeigen schalten und tacheles reden! warum sollte sich keine frau finden, entsprechende bezahlung vorausgesetzt. auf lau wird's eine solche leistung kaum geben, auch wenn die dame aus einem niedriglohnland kommt!
 
Was hier gesucht wird ist auch rechtlich eigentlich unmöglich, wenn man eine professionelle Pflege möchte (also abgesehen vom Händchen halten), wie das bei einer 24h-Pflege ausschaut weiß ich ehrlich gesagt nicht, aber ich denke, dass es ähnlich geregelt ist wie bei Heimhilfen, Pflegeassistenten, DGKPs, etc. . Es gibt Sexualassistenz in Österreich (auch wenns juristisch ein Graubereich ist) und das deckt das hier gesuchte ab. Mein bisheriger Eindruck von Anbieterinnen dieser Dienstleistung ist, dass diese sehr individuell und empathisch auf die Bedürfnisse ihrer jeweiligen Klienten eingehen.
Also bevor man so etwas versucht an zu leiern, würde ich mich im Sinne der gesuchten Person als auch im eigenen Interesse schlau machen, ob das erlaubt ist und falls ja, was genau angeboten werden darf.

Die ethische Komponente klammere (die Person soll nichts von dem Arrangement erfahren) komplett aus, das muss man mit sich selbst ausmachen
 
womöglich weiteren Druck, wenn eine ausländische Pflegekraft das leisten soll (also außerhalb des eigenen vertrauten Kulturkreises
infrage käme nur eine deutsch-ungarin
da kennen wir sehr viele (nicht pfleger), meist 56er, und keinen davon der miit der kultur nicht zurecht gekommen wäre

mit den rumänischen pflegerbären ist es of etwas kompliziert, wenn deutsch/englisch und ungarisch sehr schlecht sind.
gesucht wird also eine ältere möglichst deutsch-ungarische dame zu arbeits bedingungeen die so komfortabel wie möglich gehalten werden
(nur tagsüber oder ablösung, ev eigene kleinwohnung, großzügig freistunden/pausen, begleitung/sprachassistenz bei bedarf (behörden, sightseeing...) und familienanschluß wenn gewünscht, anständiger lohn, und jederzeit pflegehilfe durch erfahrenes personal, meistens auch gerade anwesende familie)
 
Da wäre eine Berührerin wirklich die beste und sicherste Option. Auch wenn sie deiner Meinung nach, nicht fachkundig sein muss, aber soziale Kompetenzen, keine Berührungsängste, den richtigen Zugang finden etc. Das kann eine "Fachfremde" nicht bieten und Vertrauen ist das sehr wichtig. Sympathie reicht da nicht.
Das meinte ich auch eine Private bringt das nicht.
 
Was hier gesucht wird ist auch rechtlich eigentlich unmöglich, wenn man eine professionelle Pflege möchte
Also bevor man so etwas versucht an zu leiern, würde ich mich im Sinne der gesuchten Person als auch im eigenen Interesse schlau machen, ob das erlaubt ist und falls ja, was genau angeboten werden darf.
wie gesagt, profi braucht sie nicht sein, dafür gibts einrichtungspfleger, eher füttern, handreichungen, unterhalten und nur eventuell dezent und heimlich etwas mehr (max pyjamakuscheln oder so) wenns passt,
das fällt me nicht unters prostitutionsgesetz und ist sehr schwer nachzuweisen
auch normale agenturpfleger arbeiten meist tw schwarz, ev zusatzservice würde jedenfalls ebenso schwarz honoriert

ich bin erst dabei das ganze im kopf zu drehen, wenn ich die familie mal überzeugt hab, gibts fachkundige hilfe was finanzen und recht angeht,
momentan wird von allen eine passende dame ohne +, sowie eine passende einrichtung gesucht.
ca 35jahre privatpflegeerfahrung von omas, 2 onkeln, und papa, sowie gute vernetzung nach ungarn sind vorhanden
nach passenden gerne nicht-profi damen ohne+, sowie vor allem der passenden einrichtung nahe wien, wird bereits gesucht
Die ethische Komponente klammere (die Person soll nichts von dem Arrangement erfahren) komplett aus, das muss man mit sich selbst ausmachen
er hat sich mehrmals eindeutig geäußert, einen alten kumpel um hillfe gebeten, drüber reden ist fast ausgeschlossen
man müßte ihm ja nicht unter die nase reiben wie das jetzt genau läuft, er ist ausgesprochen schlau, narzisst und hat seine wünsche nicht zufällig nur dort geäußert wo er hilfe erwartet, würde sehr schnell selbst draufkommen was los ist, und genießen oder wenn was nicht paßt deutlich äußern
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich weiß nicht aber irgendwie find ich das alles schräg. Der Herr Papa kann nicht mal mehr selbst entscheiden was er möchte und das Töchterchen kommt mit einer 24/7 Pflegeheilundkuscheltherapie um die Ecke.
Für mich völlig unrealistisch, hab im Bekanntenkreis einige Frauen die in der vollzeitpflege arbeiten und die haben wirklich alle Hände voll zu tun. Wenn dann noch gekuschelt werden soll steigen wohl 100% aus.
 
Ich weiß nicht aber irgendwie find ich das alles schräg. Der Herr Papa kann nicht mal mehr selbst entscheiden was er möchte und das Töchterchen kommt mit einer 24/7 Pflegeheilundkuscheltherapie um die Ecke.
Für mich völlig unrealistisch, hab im Bekanntenkreis einige Frauen die in der vollzeitpflege arbeiten und die haben wirklich alle Hände voll zu tun. Wenn dann noch gekuschelt werden soll steigen wohl 100% aus.
Professionelle Heimhilfen, Pflegedienstleister haben klare Richtlinien, da stehen Kuschelzeiten nicht im Arbeitsvertrag. Aber die Frage ist doch, ob man sowas quasi per Krankenschein bekommen kann. Für Physiotherapie und Co gibt es doch auch Leute und finanzielle Unterstützung. Auch wäre es interessant, in weit der Vater diese Nähe wahrnimmt oder gar in der Form braucht?

In vielen Altenheimen gibt es unterschiedliche Angebote, wie Tiergestützte Therapie etc.
 
Ich weiß nicht aber irgendwie find ich das alles schräg.
ich auch, schräg ist es eindeutig, aber was solls
Der Herr Papa kann nicht mal mehr selbst entscheiden was er möchte
das ist unrichtig
er ist über lange phasen klar, zwar kognitiv nicht mehr so leistungsfähig aber er weiß immer was er will und ist sehr fordernd, weiß genau wie er wen motivieren kann und wer ihm am besten helfen kann oder es zumindest versucht.
auch ein grund warum ich mich mit profi-sozialassistentin schwer tue, das wären für ihn prostituierte und das will er eindeutig nicht.
obwohl ihm eine gesellschafterin die sich wegen geld drauf einläßt recht wäre, wahrscheinlich weil er sich vormachen möchte es wär sympathie.
das ganze paßt auch schwer in mein weltbild, aber läßt sich anpassen, und ist eigentlich zweitrangig.
Für mich völlig unrealistisch
für mich auch ziemlich, aber es versuchen oder zumindest gründlich darüber nachdenken will ich
daß ich noch durch asien, afrika oder südamerika reisen können werde ist auch sehr unwahrscheinlich, aber
vielleicht schaff ich das doch noch irgendwie wenn ich dran bleibe, glücksfälle kommen vor
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Zurück
Oben