Erotik in Kunst & Kultur

Hi,




er spricht der Kunst nicht ab, Kunst zu sein. Er kann halt nix damit anfangen.

Ich gelegentlich auch nicht.

Wenn die Kunst zu etwas wird, was wirklich jeder machen kann, verliert sie für mich die Exklusivität.

LG Tom
Nun, es ist so eine Sache mit "was jeder machen kann".

Wir alle hier können Deutsch und wir können schreiben. Also könnten wir das ja auch machen:

Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe...


E.Fried, Was es ist.

Ich glaube wir können das eher nicht.
 
Der Ordnung halber solltest du nicht vergessen zu erwähnen, dass das Bild nicht von Rembrandt ist....
Hahaha! Respekt! Chapeau!
Das war mir bekannt, hab ich es doch seinerzeit einmal falsch lernen müssen.
Hat aber gut gepasst.
Also Du hast recht, aber meine Wahrheit gefällt mir besser :giggle:
Aber zumindest die "Nachtwache" war damals auch grenzwärtig...
 
Es gibt eine Definition von Kunst, nach der Kunst über das Gefällige hinaus gehen muss.

"Kunst a malen" ist nicht Kunst, im besten Fall Kitsch. Kunst muss mehr transportieren. Und diese Ansicht hat sich in den 60er bis 80er Jahren bis zum Extrem verstärkt.

Ein Freund meines Vaters (er ist international recht bekannt und vor nicht allzu langer Zeit gestorben) hat das immer anders gesehen und versucht, figural zu malen. Wobei seine Bilder durchaus deutlich ins 20. Jahrhundert zeigen. Aber beim Onanieren und Bundeshymne singen im Audimax hat er nicht mitgetan. Das war ihm einerseits zu viel, andererseits zu wenig.

Ich kann die Kunst der Aktionskünstler durchs verstehen. Ich sehe mir die Filme auch zuweilen an. Aber ich glaube nicht, dass das Bestand haben wird. Es war damals wirksamen, heute kann man darüber eigentlich nur lachen.
 
Grad noch etwas recherchiert... möglicherweise war es José Carlos de Brito e Cunha.
Nein das ist er nicht gewesen.

Die Identität von 'Carlo' wurde nie festgestellt. Es ist nur bekannt, dass er in den 1930er-Jahren eine ganze Anzahl von BDSM- und Flagelanten-Bücher illustrierte, wahrscheinlich in Paris bearbeitet hat und ggf. mit dem Illustrator hinter den Pseudonym Charléno gleichzusetzen ist.
Seine Frauenfiguren hatten immer unrealistisch kleine Füße, unrealistisch hohe Absätze, unrealistisch schmale Taillen und sie nahmen unrealistische Posen ein. Auf alle Fälle verstand er es seine Figuren so geschickt zu zeichnen, dass sie nicht der Zensur zum Opfer fielen. Nackte Hintern wurden akzeptiert, blanke Busen gerade noch so, pornographische Darstellumgen aber nicht. Auffällig sind auch die dargestellten, meist unrealistischen Folterwerkzeuge und -instumente.

Illustration aus L’inquisiteur moderne von 1933
 

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