Die Wichtigkeit

Ach,...muss man denn immer gleich aufeinander angewiesen sein, um (in echt) zu lieben....:rolleyes:

Wo hab ich das bitte - auch nur ansatzweise - geschrieben?

Wenn man „Bestätigung“ schon als etwas bewertet, das wichtig ist und „Wichtigkeit“ bezeugt, wird es einen Unterschied machen, ob man aufeinander angewiesen oder gar von einander abhängig ist, oder die Freiwilligkeit alleine schon „Zeuge“ genug ist.
 
Das weißt Du weil

Setzt Wichtigkeit Liebe voraus?

Ist für Euch Wichtigkeit gleich Liebe? Das sind zwei völlig voneinander unabhängige Worte.
Ich bin meiner Partnerin wichtig genug, dass sie gerne viel Zeit mit mir verbringt, mit mir arbeitet, mit mir lacht und mit mir weint.
Das reicht mir.
Abhängigkeit setzt auch keine Liebe voraus, aber gesund ist es nicht. (Emotionale) Abhängigkeit wird oft mit Liebe verwechselt.
Bleiben wir beim Marlene -Beispiel und vergleichen es mit einem Arbeitsplatz.
Solange sie ihren Job gut macht, wird sie vom Chef in den höchsten Tönen gelobt. Aber sie ist austauschbar, sobald jemand kommt der es genauso oder sogar noch besser macht. Vielleicht wird sie (insofern die Storys auch nur annähernd echt sein sollten) irgendwann mal gegen eine jüngere eingetauscht, wer weiß.
Mit Liebe haben solche Dinge nicht grundsätzlich etwas zu tun. Im BDSM-Bereich gibt es genügend "Spielbeziehungen" und wie wichtig man sich da ist - keine Ahnung. Ich denke auch eher austauschbar.
In ihrem Kommentar geht es ausschließlich um Sex, für den braucht es keine Liebe oder auch nur "Wichtigkeit".
 
Wie wichtig denkst du deinem Partner / deiner Partnerin zu sein?
Und wird dir glaubwürdig deine Vermutung auch „bestätigt“?

Oder ist dir eine solche „Bestätigung“ ohnehin nicht nötig…weil man ja ohnehin doch nur dich lieben kann... :mrgreen:
Denken , des ist immer so eine Sache , man weiss es nicht.
Ich glaube schon dass ich meiner Frau wichtig bin , und natürlich verlasse ich mich drauf dass es so bleibt .
Eigentlich mache ich mir da keine Gedanken drüber , no passsts und wenn es wirklich einmal anders ist werde ich mir drüber Gedanken machen.
 
Abhängigkeit setzt auch keine Liebe voraus, aber gesund ist es nicht. (Emotionale) Abhängigkeit wird oft mit Liebe verwechselt.
Das stimmt schon, aber um eine Beziehung zu führen, muss ich jemanden auch nicht lieben.
Bleiben wir beim Marlene -Beispiel und vergleichen es mit einem Arbeitsplatz.
Das eine beschreibt (hoffentlich) eine partnerschaftliche Beziehung, das andere einen Arbeitsplatz. Das sind emotional gesehen im Normalfall grundverschiedene Dinge.
Aber sie ist austauschbar, sobald jemand kommt der es genauso oder sogar noch besser macht.
Wenn er sie doch liebt, ist sie nicht einfach so austauschbar, es gibt auch Mitarbeiter die nicht einfach so austauschbar sind. Jeder ist ersetzbar, aber auch immer zu einem Preis, der u.U. ein mittelständisches Unternehmen in's straucheln bringen kann.
Vielleicht wird sie (insofern die Storys auch nur annähernd echt sein sollten) irgendwann mal gegen eine jüngere eingetauscht, wer weiß.
Auch das kann in jeder Beziehung passieren. Egal ob jünger oder älter, den meisten, auch deinem Partner, passiert es, dass sie ausgetauscht und gegen jemand anderen ersetzt werden.


In ihrem Kommentar geht es ausschließlich um Sex, für den braucht es keine Liebe oder auch nur "Wichtigkeit".
Das sagt aber über ihre tatsächliche Beziehung garnichts aus. Wenn sie ihrem Partner zweimal die Woche den Dauerkatheter spült und Verbände wechselt, wird sie das hier auch nicht schreiben, es ist in Wahrheit auch irrelevant, es geht niemanden etwas an.

Wie wichtig ich jemandem bin muss nicht zwingend etwas darüber aussagen wie sehr er mich liebt und umgekehrt.
 
Das stimmt schon, aber um eine Beziehung zu führen, muss ich jemanden auch nicht lieben.

Das eine beschreibt (hoffentlich) eine partnerschaftliche Beziehung, das andere einen Arbeitsplatz. Das sind emotional gesehen im Normalfall grundverschiedene Dinge.

Wenn er sie doch liebt, ist sie nicht einfach so austauschbar, es gibt auch Mitarbeiter die nicht einfach so austauschbar sind. Jeder ist ersetzbar, aber auch immer zu einem Preis, der u.U. ein mittelständisches Unternehmen in's straucheln bringen kann.

Auch das kann in jeder Beziehung passieren. Egal ob jünger oder älter, den meisten, auch deinem Partner, passiert es, dass sie ausgetauscht und gegen jemand anderen ersetzt werden.



Das sagt aber über ihre tatsächliche Beziehung garnichts aus. Wenn sie ihrem Partner zweimal die Woche den Dauerkatheter spült und Verbände wechselt, wird sie das hier auch nicht schreiben, es ist in Wahrheit auch irrelevant, es geht niemanden etwas an.
Bin ich absolut bei dir. Nur beantwortet Marlenes Kommentar die Frage nicht, das sehe ich wie @Mitglied #470492 .
Wie wichtig ich jemandem bin muss nicht zwingend etwas darüber aussagen wie sehr er mich liebt und umgekehrt.
Naja, wenn mir jemand wichtig ist, dann liebe ich denjenigen auch in gewisser Weise. Es muss ja nicht zwingend romantische Liebe sein. Ich liebe auch meine Kinder, meine Freunde, meinen Hund...
 
Naja, wenn mir jemand wichtig ist, dann liebe ich denjenigen auch in gewisser Weise. Es muss ja nicht zwingend romantische Liebe sein. Ich liebe auch meine Kinder, meine Freunde, meinen Hund...
....und viel, viel mehr auf unzählig verschiedene Arten inkl. der Toten....

Bleiben wir mal bei Paarbeziehung:

Im positivsten Sinn halte ich Liebe für etwas, dass sich aus Verschiedenstem zusammensetzten kann und dann zusätzlich nach Gegebenheiten, Ereignissen, Anforderungen, die Farbe wechseln kann und doch besteht, verbindet, die Loyalität in der Grundnote vorhanden ist.

Es steht mir auch fern, andere Lieben als "falsche Lieben" zu empfinden.

Bekanntes Beispiel, wenn in Anatevka, Tevje und Golda aufeinander zugehen, nach dem sie heiratsfähige Töchter, ein Leben, ein Lebensziel durch Heiratsvermittlung entstanden wie Teenager aufeinander zu gehen, er sie nach ihren Gefühlen fragt und sich gemeinsam fragen "Ist es Liebe?" mit der Quintessenz am Ende "Das kann nur Liebe sein"

Auch so entstandene Beziehungen kann man nicht automatisch absprechen, dass es Liebe ist.
Wie immer: Von denen, bei denen es gut läuft, wird man nichts hören.
Von denen, bei denen es gut läuft und die in unbeachteten Kulturkreisen leben, kulturell nicht üblich Liebe breit zu treten, wird man hier noch weniger hören.

Das ist keinesfalls ein Plädoyer für Heiratsvermittlung durch Eltern etc., jedoch eine Abwertung in dem man diesen so entstanden Beziehung (oft auch freiwillig vom Paar so akzeptiert), dass das nicht "richtige Liebe" sein kann, finde ich nicht angebracht.

Dass Abhängigkeiten/Risken/Prioritäten anderswo ganz anders gelagert sind, als in unsrem doch durchaus rechtlichem und sozialem System/Konzept, darf man vermuten. Das dennoch geliebt wird, darf man auch vermuten.

Weil grad dabei: Es gibt auch hier Menschen, die offensichtlich in der Partnersuche keinen Riss machen, sich über Vermittlungsunternehmen helfen lassen eine Frau zu finden. Das müssen durchaus nicht arme superschöne Frauen sind, sondern tatsächlich Partnerinnen, die sich nach gegenseitigem Kennenlernen ein gemeinsame Zukunft vorstellen können. Da soll es sogar kreuzglückliche Frauen/Männer geben, die gemeinsam ihre familiäre Existenz gründen. Mag man denen die Liebe absprechen?

Der ältere Mann mit der jungen Frau: "Na das ist keine Liebe - er braucht Altersversorgung?, sie stößt sich gsund."
Das gefällt besser, als ihnen, wenn man eh nix weiß das Beste zu unterstellen.
Man kann wählen - wenn man nix weiß, wäre es ansich leichter das Bessere als das Schlechtere zu vermuten/unterstellen.
Gleicher Aufwand, weniger Lustgewinn für Lästermäuler. :(

Es ist immer leichter, andere Lebenskonzepte querfeldein schlecht zu machen, weil man selbst "nicht in die Situation" kommen kann.
Das ist immer lästern aus Spaß und runter spucken, sich nur für die interessieren die skandalös scheitern - die bei denen es einfach gut ist dabei ausblenden.

Thema: Liebe beweist sich selbst ihre Existenzberechtigung durch das Paar selbst - dafür muss man gar nichts tun - Liebe kann kommen, wachsen oder verkümmern oder gehen. Wenn man sie beweisen muss/will, Beweise sucht - dann darf man davon ausgehen, dass sie so je vorhanden schon verpufft ist. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, wenn mir jemand wichtig ist, dann liebe ich denjenigen auch in gewisser Weise. Es muss ja nicht zwingend romantische Liebe sein. Ich liebe auch meine Kinder, meine Freunde, meinen Hund...
Ganz unromantisch...es wird womöglich irgendwann jemand wichtug werden, der mir im Alltag hilft. Womöglich liege ich im Krankenhaus und die Krankenschwestern die mir bei der Alltagsbewältigung helfen sind für mich wichtig. Ich weiß nicht, ob deshalb irgendwann Liebe entsteht.
Und trotzdem werde ich diese Person(en) im Normalfall nicht auswechseln, wenn sie ihren Job gut machen.

Es gibt keinen Grund andere Beziehungen in die wir keinerlei Einblick haben abzuwerten.
 
Wie wichtig denkst du deinem Partner / deiner Partnerin zu sein?
Und wird dir glaubwürdig deine Vermutung auch „bestätigt“?

Oder ist dir eine solche „Bestätigung“ ohnehin nicht nötig…weil man ja ohnehin doch nur dich lieben kann... :mrgreen:
Ja, der Satz oben hat schon was. Täglich eine kleine Denkaufgabe, need it. ;)

Aber zum Thema: Ich suche Bestätigung in der Arbeit, denn davon ernähr' ich mich und füllt mich in meinen Kompetenzen und Leidenschaften aus. Bei meinem Partner brauch ich das genau nicht. Allein die Tatsache, dass wir uns für einander entschieden haben, ist "Bestätigung" genug. Wer Bestätigung in der Partnerschaft sucht, steht auch ständig in Konkurrenz mit diesem. Hat er mir jetzt zwei oder drei Liebesbriefchen geschrieben, dann muss ich locker mit vier oder fünf toppen. Er lädt mich zum Essen ein, na da muss ich ihn beim nächsten Mal ein opulentes Mahl (nach einem Rezept von Mutti) kochen. Etc. So etwas kann unglaublich mühsam und unbefriedigend sein, wenn man mit dem Menschen, den man liebt, in einem emotionalen Wettstreit ist.
 
Ganz unromantisch...es wird womöglich irgendwann jemand wichtug werden, der mir im Alltag hilft. Womöglich liege ich im Krankenhaus und die Krankenschwestern die mir bei der Alltagsbewältigung helfen sind für mich wichtig. Ich weiß nicht, ob deshalb irgendwann Liebe entsteht.
Und trotzdem werde ich diese Person(en) im Normalfall nicht auswechseln, wenn sie ihren Job gut machen.
Das ist dann aber eine Abhängigkeits- bzw Zweckbeziehung, wo wir wieder bei der Arbeit und nicht zwischenmenschlichen Beziehungen sind (um die es hier ja eigentlich geht).
Meine Mutter hat meinen Vater aus Liebe bis zu seinem Tod gepflegt. Ein Hospiz hätte das gleiche gemacht, aber für Geld und ohne Liebe.
Es gibt keinen Grund andere Beziehungen in die wir keinerlei Einblick haben abzuwerten.
Tue ich das irgendwo?
Es war keine Abwertung, nur eine Feststellung, aus den vorliegenden Informationen.
 
Mein Partner ist voyeuristisch / dominant veranlagt und ich devot und leicht erregbar. Er ist monogam und benutzt mich, seinen Voyeurismus zu befriedigen, indem ich Sex mit anderen haben muss.

Insofern ergänzen wir uns perfekt. Und sind praktisch voneinander abhängig.
Du bist doch viel zu intelligent um nicht den Unterschied zwischen Abhängigkeit und Lieben kennt.

Wie du selbst schreibst, er benutzt dich, weil du halt grad da bist. Wärst du es nicht, würde er halt jemand anderen finden, der ihn sexuell stimuliert, befriedigt und eben seine Sexualität nährt. Das ist im Prinzip eine Zweckgemeinschaft, die auf Basis gemeinsamer sexueller Neigung beruht. Aber mit Liebe, Verbundenheit, Beständigkeit auf emotionaler Linie, klingt es für mich eher so, dass es nicht so ist. Vielleicht passt genau der Begriff "Bestätigung" für Eure Beziehung.

Aber wie du ja schreibst, Ihr ergänzt Euch, also findet diese Benutzung auf Gegenseitigkeit statt.
 
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