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Einmal in der Woche bringt dann was? (Außer dem der für den Kurs kassiert!Wie schaut es bei euch mit dem Thema Dehnen aus?
Ich dehne mich aktuell gar nicht und bin beim Überlegen ob ich nicht 1x die Woche eine Yoga Klasse besuchen sollte?
Wie sind eure Erfahrungen? Ich bin aktuell super beweglich und habe auch keine Verspannungen etc.
Außerdem wäre dann noch abzuklären was die Yogaklasse genau macht. Kann auch ein Tag sein wo es nur um Körperspannung geht?!
Ich persönlich habe in der frühen Jugend noch relativ viele Dehnübungen gemacht. Ein Spagat war fast möglich. Aber es ist einfach zu kontraproduktiv für das Bodybuilding.
Bei Dehnübungen vor dem Krafttraining hast du definitiv weniger Leistung und Explosivkraft.
Das kann man eigentlich relativ einfach selbst testen. Wenn man sich gut aufwärmt, gut gegessen hat, gut geschlafen hat und dann beim Bankdrücken das maximale drückt was man schafft.
Dann einfach am nächsten Tag in gleicher Verfassung vorher 10 Minuten intensiv die dafür verwendeten Muskelgruppen dehnen.
Dann sind es sicher nur 90 statt 100 oder 140 statt 150 oder was immer man eben schafft.
Ich behaupte aus persönlicher Erfahrung auch das der Muskelwachstum durch ständiges Dehnen nicht optimal gefördert wird.
Insofern man richtig reinhaut und enorm aufbauen will ist es ohnehin nicht zu vermeiden das man in der Bewegung etwas eingeschränkt wird. Meine Tochter findet es zum Beispiel sauwitzig mir Aufkleber oder so Zeug auf die Mitte vom Rücken zu kleben.
Grundsätzlich finde ich es nicht schlimm. Durch die größere Kraft kann man sich auch gut wehren ohne wie Bruce Lee herum zu hampeln. Mir hat zum Beispiel neulich ein Jugendlicher vorgezeigt wie er irrsinnig schnell 10 mal in Kopfhöhe treten kann. Natürlich auch beeindruckend. Aber ernsthaft könnte mich jemand mit 55 Kilo eben auch 100 mal treten und ich stehe noch und natürlich könnte er wenig bis gar nichts dagegen machen wenn ich einfach mit der "Silberrückenmasse" vorwärts gehe. Darum gibt es ja im Kampfsport auch Gewichtsklassen.
Für Rückenkratzen empfehle ich eben einen Schuhlöffel aus Kunststoff.
Was ich statt Dehnen mehr empfehlen würde, wären lange und technisch schöne Bewegungsabläufe beim Training.
Zum Beispiel sieht man es bei den Scottcurls oft wie jemand beim letzten Satz nur noch den halben Weg schafft und dann die Übung immer mehr verkürzt, den Arm nicht mehr ganz nach unten lässt und eigentlich nur die Hälfte macht. Da sollte man eisern bleiben und sich sauber durchkämpfen, egal wie weh es tut.
Und dann wären wir danach bei einem stark belasteten Muskel der jetzt ordentliche Nahrung und viel Schlaf braucht. Da noch zu dehnen wäre sogar teilweise gefährlich.
Wenn überhaupt würde ich ausgiebige Dehnübungen nur machen wenn ich an dem Tag gar nicht trainiere. Gab natürlich auch mächtige Bodybuilder die abgesehen von den physischen Einschränkungen durch große Muskel noch enorm beweglich waren. Flex Wheeler zum Beispiel.
Aber ist natürlich auch immer davon abhängig wofür man trainiert. Bei denen die nur gut aussehen und sich wie in Matrix bewegen wollen ist es natürlich oft etwas anderes als wie wenn man ein Kühlschrank werden will der olympische Stangen mit Gewichten biegt. Und dann ist da natürlich auch die Frage der Zeit.
Viele schaffen es kaum sich dreimal die Woche in ein Gym zu schleifen, da noch zusätzlich einige Tage pro Woche für Dehnübungen?! Muss man sich eben auch zeitlich leisten können.
Einen kleinen Trick bei den Beinen habe ich aber, man kann versuchen auf dem Rücken einzuschlafen und macht dann die Fußsohlen aneinander. Fersen so hoch das es nicht unangenehm ist. Wenn man es schafft ab und zu so einzuschlafen hat es einen enormen Effekt. Sieht aber ziemlich bescheuert aus!

