Gleich vorab: Bitte um Korrektur wenn sich da jemand besser auskennt!
Banane = Fruchtzuckerbombe! Fruchtzucker wird vom Körper nicht herkömmlich verbrannt, sondern als Fett deponiert und belastet die Leber, was wiederum den Aminosäure-Stoffwechsel stört. Machte beim Steinzeitmenschen Sinn ...
Also ich weiß ja nicht woher du deine Infos beziehst, aber (soweit mir bekannt) ist praktisch alles in deinem Kommentar falsch.
1. Fructose
Fructose macht, wenn man nicht zuviel davon isst und keine Intolrenz hat, keine Probleme. Punkt.
Wenn du nicht zuviel davon auf einmal isst, kann sie vollständig absorbiert werden (man hat nur eine gewisse Menge an Proteinen, die den Zucker in die Darmzellen und Blutbahn befördern, nämlich GLUT5 und GLUT2. Wenn diese Transportproteine "überfordert" werden, bleibt die Fructose im Darm und macht kurz gesagt Probleme).
Wenn du nicht wesentlich mehr Kalorien zu dir nimmst als du verbrauchst, wird die Fructose (genauer gesagt deren Metabolit, Glycerinaldehyd-3-Phosphat) einfach durch die Glykolyse verstoffwechselt. Ja, dieser Metabolit kann auch in Fett umgewandelt werden, genauso wie normaler Zucker, wenn du zu viele Kalorien zu dir nimmst und der "Brennstoff" nicht gebraucht wird. Dann ist aber nicht die Fructose das Problem, sondern die Extrakalorien. Einzig wenn man zu viel Fructose auf einmal zu sich nimmt, kann man wegen der begrenzten Menge an Protein, die die Fructose in der Leber "zerlegt" (Ketohexokinase), Leberprobleme - sprich eine Fettleber bekommen.
Fructose aus Obst ist hier aber normalerweise kaum problematisch, weil die absolute Menge an Fructose verhältnismäßig klein ist. Was anderes sind mit Fructose oder Saccharose (die teilweise zu Fructose umgewandelt wird) gesüßte Lebensmittel, weil die absolute Menge dort relativ hoch sein kann.
Dass Fructose generell mit Fettleibigkeit in Verbindung gebracht wird, liegt meines Erachtens daran, dass dicke Leute oft süßes Zeug fressen und weniger die Fructose sondern eher der Kalorienüberschuss das Problem ist. Wieviele Leute gibts denn, die vor allem Obst essen und übergewichtig sind bzw. eine Fettleber haben?
So wie ich das sehe ist der Vorteil von Fructose der niedrige glykämische Index, der aufgrund des hohen Ballaststoffanteils in Obst noch weiter gesenkt wird. Dadurch hält Obst, obwohl süß, relativ lange satt, insbesondere in Verbindung mit anderen eher schwer verdaulichen Nahrungsmitteln wie Protein, Salat oder Vollkornprodukten.
Eben dieser niedrige glykämische Index, macht Obst aber für Pre- und Post-Workout Carbs eher ungeeignet. Verdünntes Gatorade (oder was ich mache: Capri Sonne ^^) passt da eher.
Nach dem Training die Kohlehydratspeicher "wieder aufzufüllen" hat sich inzwischen als Irrtum der Sportwissenschaft herausgestellt, geistert aber noch immer als "guter Ratschlag" herum. Besser sind, lt. Prof. Stunz, leicht verdauliche (flüssige) Aminosäuren nach dem Workout, ein Glas Wasser und sonst 2 Stunden nix. Und keine "Vitamine und Vitalstoffe" etc. VOR dem Training!
2. Glycogenspeicher
Da würde ich gern eine Quelle sehen (eine Suche nach "Stunz Post workout" hat mir nix brauchbares ausgespuckt).
Soweit ich weiß, is das aber schlichtweg inkorrekt. Ich meine...ja, natürlich kann (bzw. soll) man Aminos nach dem Workout nehmen. Idealerweise in Form eines Whey Protein Shakes, weil das Protein sehr schnell absorbiert wird. Wenn du den vorher trinkst, kannst nachher einfach normal deine nächste Mahlzeit essen und gut ist.
Aber pre- (
vor allem wenn man vorm Training nix gegessen hat, was während des Trainings Energie liefert), intra- (
vor allem wenn man länger als 1h trainiert) und post- (
immer!) workout carbs sind nach wie vor wichtig, weil die Glycogenspeicher nunmal leer werden und für ideales Muskelwachstum aufgefüllt werden müssen, idealerweise mit einem Zucker mit hohem glykämischen Index, weil Insulin die Muskelproteinsynthese anregt.
Das einzige WAS man herausgefunden hat ist, dass das "anabole Fenster" länger ist als früher angenommen. Also es reicht wenn man recht bald nach dem Training was relativ schnell verdauliches isst, sofern man vorm Training gegessen hat.
Ich persönlich handhabe das so: Wenn mein Training relativ bald nach meiner letzten Mahlzeit losgeht, gibts die Carbs während des Workouts und ich trink nach dem Training einen Whey-Shake. Wenn beim Training die letzte Mahlzeit schon ein Randl her ist, gibts einen Pre-workout shake mit den Carbs auch vorm Workout und dafür die nächste Mahlzeit recht bald nach dem Training.
Meine Quellen: Mike Israetel (insbesondere sein Buch "The Renaissance Diet 2.0") und der leider kürzlich verstorbene John Meadows.