J
Gast
(Gelöschter Account)
Jugendfreund wirft mal wieder mit sehr fragwürdigem medizinischen Wissen um sich...
Ja, wenn du dir reine Fructose reinknallst, und davon auch noch abartige Mengen, dann hast du ein Problem.
Nun besteht aber Obst nicht aus reiner Fructose und somit hast du auch eine andere Verarbeitung im Körper.
Ich bin zwar ebenso der Meinung dass man aufgrund der Fructose keine generelle Freigabe für Obst aussprechen sollte (was man bei Gemüse bedenkenlos machen kann), aber in Maßen ist das überhaupt kein Problem.
Post-Workout:
Die Leute sollen einfach aufhören Panik zu schieben - unsere Nahrung braucht lang genug zum Verdauen - Wer 2 Stunden vor dem Training gegessen hat braucht nicht 10 Minuten nach dem Workout etwas zu Essen und wer sowieso den Tag über auf seine Makros und Kalorien kommt, braucht sich sowieso keine Sorgen machen.
Vor allem wenn man sich ansieht wie die Leute trainieren und wie deren Schlaf aussieht, da macht es auch nichts wenn man nicht 100% perfektes Futter-timing hat.
Sich gegenseitig "Unfreundlichkeiten" an den Kopf zu werfen, so zusagen als Gesprächseinleitung, scheint derzeit en vogue zu sein. Sei es wie es ist! Physik, Chemie, Biologie lassen sich von Schwurbelei sowieso nicht beeindrucken.
Zur Sache (und immer bedenken, EF-kompatible Kurzversion): Dörrpflaumen z. B. (Tockenobst) ist quasi reine Fructose! Vom "normalen" Obst kann man nur nicht bis zur Schädlichkeitsgrenze verschlingen wegen dem bis zu 95 prozentigem Wasseranteil. Ernährungsberater mit Schwerpunkt Sportmedizin raten generell von (süßem) Obst ab, mit Ausnahme von Beeren. Die anthropologisch/entwicklungsgeschichtlichen Zusammenhänge, den Stoffwechsel unserer Spezies betreffend, erspare ich Dir.
Der vom Körper benötigte Zucker ist Glucose. Dieser wird u. a. aus Saccharose aber auch aus Stärke (Teigwaren, Kartoffel etc.) und (in der Not) sogar aus Aminosäuren gebildet. Nur aus Fett wird keine Glucose, sehr wohl aber Ketonkörper verstoffwechselt. Fructose geht da einen anderen Stoffwechselweg und wird, wie von mir weiter oben, meinem "fragwürdigem Wissen" zum Trotz, zum Großteil in Körper(Depot)Fett umgewandelt. Süßes auf nüchternen Magen (da gehören auch alle süßen Obstsorten wie Bananen dazu) schickt der Magen quasi direkt in den Dünndarm, weil die Magensäure (anders als z. B. bei einem Wiener Schnitzel) hier nix zu zerlegen hat, was immer einem Zuckerschock gleichkommt und jeder Intention eines Muskelaufbaus entgegensteht, weil die Neubildung und das "Training" von Mitochondrien unterbrochen wird. Einfach mal Blutzucker messen vorher und nachher!
Wenn du mir freundlicherweise erklärst, worin mein, wissenschaftlich begründeter, Irrtum genau liegt? Ich lerne immer gerne dazu und habe auch keine Scheu, mich, bei nachgewiesenem Fehlschluß, zu korrigieren.
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