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Eins vorweg: Als ich mich in die spannende und vielfältige Welt des PaySex begab, war mir das Ausmaß und die Tiefe menschlichen Verhaltens und Erfahrungen nicht bewusst. Ich habe viel darüber gelesen und viele Geschichten gehört, aber erst die eigene Erfahrung macht die Komplexität von PaySex wirklich begreifbar.
Wenn ich ehrlich bin, hatte ich das Glück, überwiegend sehr positive Erfahrungen zu sammeln. Ich habe interessante Menschen und großartige Kolleginnen kennengelernt, deren Erfahrungen und auch Warnungen mir geholfen haben, mich klar zu positionieren, sowohl mit dem, was ich mache, als auch damit, wie ich es mache.
Und die wenigen schlechten Erfahrungen? Tja … auch die gab und gibt es.
Diese negativen Erfahrungen bestanden vor allem aus den nicht erfüllbaren Erwartungen mancher Herren, und den Reaktionen, die auf ein Nein folgten.
Der Durchschnittsfreier wünscht sich eine Sexarbeiterin, die alle Stückerl spielt. Sie soll am besten alle Körperöffnungen ohne Schutz zur Verfügung stellen, und selbstverständlich soll sie alle Vorlieben und Fetische bedienen, die ein Mann (Freier) eben haben kann. Also eine Dienstleisterin, die alles kann, dabei aber einem enorm hohen Risiko von Gewalt, Betrug und Anfeindungen ausgesetzt ist.
Und sollte besagte Sexarbeiterin nicht alle Stückerl auf der Klaviatur des Sex beherrschen, kann es mitunter sehr ungemütlich werden. Die angenehmste Reaktion wäre noch Ignoranz. Meist folgen jedoch Beleidigungen und Beschimpfungen wie: „Du bist eine Nutte, also hast du zu funktionieren.“ Ganz egal, ob sie ausschließlich Safersex anbietet, keinen Analverkehr macht oder ganz andere Präferenzen hat als jene, die der Freier sich wünscht. Und oft geht es diesen Männern gar nicht darum, all das tatsächlich auszuprobieren, sondern allein darum, die Möglichkeit dazu zu haben.
Ich finde diese Gedankengänge schräg und befremdlich. Denn das Portfolio an Leistungen einer Sexarbeiterin unterscheidet sich gar nicht so sehr von dem anderer Branchen.
Wenn eine Tischlerei sich auf italienische, rustikale Möbel spezialisiert hat, wird sie vermutlich keine Spanplattenmöbel à la Ikea anbieten. Mir wäre keine Tischlerei bekannt, die von potenziellen Kunden derart beleidigt worden wäre, weil sie keine günstigen Möbel herstellt.
Oder nehmen wir Anwaltskanzleien, die sich auf Zivilrecht spezialisiert haben und eine Anfrage zum Strafrecht ablehnen würden. Ich kann mir auch hier kaum vorstellen, dass man der Kanzlei mangelnde Kompetenz vorwirft oder sie beleidigt, nur weil sie sich auf ein anderes Rechtsgebiet spezialisiert hat.
Diese Beispiele ließen sich auf unzählige Branchen und Dienstleistungen übertragen.
Daher frage ich mich schon, warum gerade im PaySex die eierlegende Wollmilchsau gesucht wird, Spezialisierungen offenbar weniger oft akzeptiert werden und eine Sexarbeiterin, die nicht genau das anbietet, was ein potenzieller Freier möchte, mit Beleidigungen und Herabwürdigungen rechnen muss?
PS.: Falls es in der falschen Rubrik gelandet ist, sorry, ich hab keinen allgemeinen PaySex-Talk-Bereich gefunden.
Wenn ich ehrlich bin, hatte ich das Glück, überwiegend sehr positive Erfahrungen zu sammeln. Ich habe interessante Menschen und großartige Kolleginnen kennengelernt, deren Erfahrungen und auch Warnungen mir geholfen haben, mich klar zu positionieren, sowohl mit dem, was ich mache, als auch damit, wie ich es mache.
Und die wenigen schlechten Erfahrungen? Tja … auch die gab und gibt es.
Diese negativen Erfahrungen bestanden vor allem aus den nicht erfüllbaren Erwartungen mancher Herren, und den Reaktionen, die auf ein Nein folgten.
Der Durchschnittsfreier wünscht sich eine Sexarbeiterin, die alle Stückerl spielt. Sie soll am besten alle Körperöffnungen ohne Schutz zur Verfügung stellen, und selbstverständlich soll sie alle Vorlieben und Fetische bedienen, die ein Mann (Freier) eben haben kann. Also eine Dienstleisterin, die alles kann, dabei aber einem enorm hohen Risiko von Gewalt, Betrug und Anfeindungen ausgesetzt ist.
Und sollte besagte Sexarbeiterin nicht alle Stückerl auf der Klaviatur des Sex beherrschen, kann es mitunter sehr ungemütlich werden. Die angenehmste Reaktion wäre noch Ignoranz. Meist folgen jedoch Beleidigungen und Beschimpfungen wie: „Du bist eine Nutte, also hast du zu funktionieren.“ Ganz egal, ob sie ausschließlich Safersex anbietet, keinen Analverkehr macht oder ganz andere Präferenzen hat als jene, die der Freier sich wünscht. Und oft geht es diesen Männern gar nicht darum, all das tatsächlich auszuprobieren, sondern allein darum, die Möglichkeit dazu zu haben.
Ich finde diese Gedankengänge schräg und befremdlich. Denn das Portfolio an Leistungen einer Sexarbeiterin unterscheidet sich gar nicht so sehr von dem anderer Branchen.
Wenn eine Tischlerei sich auf italienische, rustikale Möbel spezialisiert hat, wird sie vermutlich keine Spanplattenmöbel à la Ikea anbieten. Mir wäre keine Tischlerei bekannt, die von potenziellen Kunden derart beleidigt worden wäre, weil sie keine günstigen Möbel herstellt.
Oder nehmen wir Anwaltskanzleien, die sich auf Zivilrecht spezialisiert haben und eine Anfrage zum Strafrecht ablehnen würden. Ich kann mir auch hier kaum vorstellen, dass man der Kanzlei mangelnde Kompetenz vorwirft oder sie beleidigt, nur weil sie sich auf ein anderes Rechtsgebiet spezialisiert hat.
Diese Beispiele ließen sich auf unzählige Branchen und Dienstleistungen übertragen.
Daher frage ich mich schon, warum gerade im PaySex die eierlegende Wollmilchsau gesucht wird, Spezialisierungen offenbar weniger oft akzeptiert werden und eine Sexarbeiterin, die nicht genau das anbietet, was ein potenzieller Freier möchte, mit Beleidigungen und Herabwürdigungen rechnen muss?
PS.: Falls es in der falschen Rubrik gelandet ist, sorry, ich hab keinen allgemeinen PaySex-Talk-Bereich gefunden.