Das Wunschkonzert

Leider nützt das erstaunlicherweise sehr wenig. Ich schreibe in jedes Angebot sehr genau, was ich kann, und was nicht. Und wenn ich dann darauf verweise, nützt es mir absolut nichts.
Kenne ich nur zu gut. Aber wie gesagt: wenn ich nicht persönlich in der Kritik bin sondern manches halt einfach nicht im Sortiment ist oder ich aus rechtlichen Gründen kein Geflügelfaschiertes anbieten kann (weil halt nur 1 Fleischwolf da ist zB)... Dann stören mich Kunden die sich aufregen um einiges weniger als solche die mir erklären dass ich ihre Schnitzel beschissen geschnitten hätte.

Das eine ist halt nicht meine Verantwortung... Das andere direkte Kritik an mir und meinen Skills!

Sicher regen die sich Beide auf und beschweren sich persönlich über mich oder fangen gar zu schimpfen an... Nur prallt (zumindest für mich) Kritik mit der ich nichts zu tun habe direkt an mir ab. "Ich gebe es weiter!"... Und aus!
 
Sicher regen die sich Beide auf und beschweren sich persönlich über mich oder fangen gar zu schimpfen an... Nur prallt (zumindest für mich) Kritik mit der ich nichts zu tun habe direkt an mir ab. "Ich gebe es weiter!"... Und aus!
Die sagen aber dann nicht, dass'd a schiche Sau bist, dass deine Titten hängen und deine Fotze dreckig ist. Und das, stelle ich mir vor, ist sehr persönlich beleidigend.
 
Hi,

Daher frage ich mich schon, warum gerade im PaySex die eierlegende Wollmilchsau gesucht wird, Spezialisierungen offenbar weniger oft akzeptiert werden

weil Du einfach nur die Beine breit machen musst. Da gibt es nix zu erlernen, zu studieren, und mir wäre auch nicht ersichtlich, wie man hier besonders gut sein kann, bislang war noch jede Frau für mich befriedigend.

Beim Anwalt hat der Kunde den Nachteil, wenn der Anwalt im gefragten Rechtsbereich nicht sattelfest ist.


und eine Sexarbeiterin, die nicht genau das anbietet, was ein potenzieller Freier möchte, mit Beleidigungen und Herabwürdigungen rechnen muss?

Das wiederum ist eine Frage des Klientels. Und Dir scheint auch nicht bewusst zu sein, wie oft Anwälte - z.B. weil sie ein Mandat zurücklegen - geschimpft und beleidigt werden.

Gerade im Strafrecht, wenn sich das Klientel zu einem guten Teil aus dem Proletariat rekrutriert, sind Beleidigungen nicht so selten, wie Du offenbar meinst.

Ich gehe davon aus, dass eine besonders hochpreisige Pestituierte sich eher selten mit Beleidigungen wegen abgelehnter Wünsche herumschlagen muss.

LG Tom
 
weil Du einfach nur die Beine breit machen musst. Da gibt es nix zu erlernen, zu studieren, und mir wäre auch nicht ersichtlich, wie man hier besonders gut sein kann, bislang war noch jede Frau für mich befriedigend.

Es ist eine Dienstleistung und schwer mit privater Intimität vergleichbar – die Kunden sind durchaus anspruchsvoll.

„Beine breit machen“ ist mir etwas zu simpel.
Es geht um Verführung, aber auch Taktgefühl, Gesprächsführung, Einfühlungsvermögen und darum, einem Kunden ein Erlebnis und eine Wohlfühlatmosphäre zu bieten, die ihn zufrieden stellen und trotz zahlreicher Konkurrenz wiederkommen lassen. Die gemeinsame Zeit erfordert volle Konzentration.

Das wiederum ist eine Frage des Klientels. Und Dir scheint auch nicht bewusst zu sein, wie oft Anwälte - z.B. weil sie ein Mandat zurücklegen - geschimpft und beleidigt werden.

Mag durchaus sein – trotzdem geniesst ein Rechtsanwalt gesellschaftlich ein höheres Ansehen und wird mit mehr Seriosität und Durchsetzungskraft konnotiert.

Heute habe ich einen Beitrag im Freierforum gelesen, in dem ein User lachend erzählt hat, dass er einen Termin im Laufhaus spontan abgesagt hat und daraufhin per WhatsApp eine Stornoforderung erhalten hat.

Bei einem Anwalt würde man Ähnliches vermutlich ernster nehmen – ganz einfach, weil man davon ausgeht, dass er über weitreichendere Möglichkeiten verfügt und diese auch einsetzen wird.

Auch wenn es zweifellos in allen Berufsgruppen zu Herabwürdigungen kommt, begünstigt das Zusammenspiel von Vorurteilen, Verachtung, Stigma und der in der Paysexbranche verbreiteten Anonymität eine Form der Enthemmung, die meines Erachtens ihresgleichen sucht.

Ich gehe davon aus, dass eine besonders hochpreisige Pestituierte sich eher selten mit Beleidigungen wegen abgelehnter Wünsche herumschlagen muss.

Das ist mir etwas zu pauschal.
Ich tausche mich regelmässig mit einer Kollegin aus, die deutlich höherpreisiger als ich ist. Ärgernisse mit Kunden kennen wir beide.

Respektlose bzw. schwierige Menschen gibt es in allen Gesellschaftsschichten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

„Beine breit machen“ ist mir etwas zu simpel.
Es geht um Verführung, aber auch Taktgefühl, Gesprächsführung, Einfühlungsvermögen und darum, einem Kunden ein Erlebnis und eine Wohlfühlatmosphäre zu bieten, die ihn zufrieden stellen und trotz zahlreicher Konkurrenz wiederkommen lassen. Die gemeinsame Zeit erfordert volle Konzentration.

glaubst Du, dass diese Kunden, die beleidigen, die sind, die das wollen?



Auch wenn es zweifellos in allen Berufsgruppen zu Herabwürdigungen kommt, begünstigt das Zusammenspiel von Vorurteilen, Verachtung, Stigma und der in der Paysexbranche verbreiteten Anonymität eine Form der Enthemmung, die meines Erachtens ihresgleichen sucht.

Kann ich nicht sagen. Der, der Analverkehr will und wenn er ihn nicht bekommt beleidigt, wird vermutlich einer sein, der auch den Anwalt beleidigt.

Ich für mich gehe davon aus, dass es hauptsächlich am Kunden liegt. Da mag ich mich aber irren.


Ärgernisse mit Kunden kennen wir beide.

Beschimpfungen wegen nicht angebotener Leistungen ?


Respektlose bzw. schwierige Menschen gibt es in allen Gesellschaftsschichten.

Natürlich. Ich gehe aber davon aus, dass der prozentuelle Anteil derer, die eine Prostituierte, die eine gewünschte Leistung nicht erbringen will, wüst beschimpften, in manchen Gesellschaftsschichten höher ist, als in anderen.

LG Tom
 
Spannende Frage. Ich bin keine Sexarbeiterin und wurde in der Pflege durchaus schon beschimpft, wenn ich mich weigere etwas zu tun, was der Kunde an Extras monetär auszugleichen bereit gewesen wäre.

Damals war ich Anfang zwanzig und eher schüchtern.

Heute weiß ich damit umzugehen und es passiert praktisch nicht mehr.
Wenn aber, dann kontere ich so, dass es eben nicht mehr passiert.
Dünnhäutigkeit kann man sich in Berufen mit direktem Körperkontakt schlicht und ergreifend nicht leisten ohne irgendwann den Eindruck zu bekommen sich ständig wehren zu müssen. Wird aber ein einsamer Krieg den man nicht gewinnen kann.

Oder einfach alt genug werden, die eigenen Grenzen zu erkennen und klar Formulieren, Ein großer Teil der Arbeit mit Menschen besteht darin, sie zu nehmen wie sie sind.
Ich werde keinen Erwachsenen dorthin erziehen, wo ich ihn gerne hätte aber ich weiß was ich tun kann, für mich, für meine Wahrheit und wie ich mich positioniere. Ich glaube das ist ein Weg. Und ich sehe keinen Grund zu jemanden unangenehmer zu sein, ob nun Anwalt oder Prostitution. Dass es heute noch Menschen gibt die denken, dass die Arbeit allein darin besteht " die Beine breit zu machen," halte ich für sehr seltsam.
 
Richtig, aber wieso müssen Sexarbeiterinnen mit Beleidigungen rechnen, wenn besagte Herren ihre Marktmacht nicht durchsetzen können und beispielsweise andere Branchen nicht?
Der Vergleich mit anderen Wirtschaftsbranchen hinkt.
Bei Paysex kommen bei so manchem Freier so Attribute wie Frauenverachtung, Frauenhass, Dominanz, Überheblichkeit, Machismus etc. zum Vorschein. Nicht unbedingt die Sonnenseiten des männlichen Daseins.
 
Hi,

Dass es heute noch Menschen gibt die denken, dass die Arbeit allein darin besteht " die Beine breit zu machen," halte ich für sehr seltsam.

wo liegt Dein Verständnisdefizit? Es ist eine unqualifizierte Arbeit. Jede Frau kann sie machen. Wenn sie will. Das unterscheidet sie von der Tätigkeit von Ärzten, Anwälten, Tischlern, ....

Wenn der Arzt oder Anwalt sagt, dass er sich in einem Bereich nicht auskennt oder der Tischler sagt, dass er nicht sas nötige Werkzeug für Spanplatten hat, etc., ist das so. Da hilft nix, er will ja, er kann nicht.

Wenn die Prostituierte vaginale und orale Penetration zulässt, anale nicht, um ein angeführtes Beispiel zu nennen, dann will sie nicht, weil die Fähigkeit dazu hat sie.

Das kommt einer persönlichen Ablehnung des Freiers gleich.

Rein psychologisch ist eine unterschiedliche Reaktionen zu erwarten.

Wenn Du einen Vergleich ziehen möchtest, muss der auch passen. Z.B. der Türsteher eines Clubs, der einige Gäste abweist. Der kann sie reinlassen, will es aber nicht. Und der wird mit Sicherheit nicht seltener geschimpft als Prostituierte in der Situation.

LG Tom
 
Ich glaube, Dominanz und Macht spielen eine große Rolle. ich zahle diese Schlampe, ich ficke sie, und sie hat die Klappe zu halten und es sich gefallen zu lassen. Und ich glaube nicht, dass diese Einstellung etwas mit dem sozialem Status des Feiers zu tun hat. Ich kenne auch Leute, die ihre Putzfrau so behandeln.
 
glaubst Du, dass diese Kunden, die beleidigen, die sind, die das wollen?

Ja, ich denke, fast alle Kunden verbindet der Wunsch nach gutem Service. Die Unterschiede zeigen sich erst im Umgang mit Frustration: Manche akzeptieren ein Nein, andere reagieren mit Wut oder Respektlosigkeit.

Ob ein solches Verhalten dem persönlichen Charakter geschuldet ist oder Ausdruck einer grundsätzlich frauenverachtenden beziehungsweise sexarbeiterfeindlichen Einstellung oder beides .. schwer zu sagen.

Kann ich nicht sagen. Der, der Analverkehr will und wenn er ihn nicht bekommt beleidigt, wird vermutlich einer sein, der auch den Anwalt beleidigt.

Interessante Frage.

Ich habe kürzlich im Zug im "Speckgürtel" rund um Wien einen Disput zwischen einem Fahrgast und einem Schaffner erlebt, der eskaliert ist. Der Fahrgast beschimpfte den Schaffner auf primitivste Weise – war aber gut gekleidet und vermutlich durchaus gut situiert – wieder einmal ein Beleg darauf, dass gutes Benehmen und sozialer Status keineswegs zwangsläufig miteinander einhergehen.

Vielleicht ein Choleriker, der gelegentlich die Beherrschung verliert. Es könnte aber sein, dass er sich ein solches Verhalten gegenüber einem Zahnarzt oder Anwalt zweimal überlegen würde – sei es aus grösserem Respekt vor dem Prestige dieser Berufen und/oder weil er den Wert dieser Dienstleistung höher einschätzt – nach dem Motto: „Ein guter Zahnarzt ist schwer zu finden, Huren gibt es dagegen wie Sand am Meer.“

Beschimpfungen wegen nicht angebotener Leistungen ?

Beschimpfungen und Drohungen weil jemand seinen Willen nicht erfüllt sieht, sind wirklich ein Extrem
und kommen meiner Erfahrung nach glücklicherweise eher selten vor.
Häufiger sind Problematiken wie Preisverhandlungen, Unzuverlässigkeit oder der Versuch, nach und nach Grenzen auszuloten und immer extremere Wünsche einzubringen.

Wenn die Prostituierte vaginale und orale Penetration zulässt, anale nicht, um ein angeführtes Beispiel zu nennen, dann will sie nicht, weil die Fähigkeit dazu hat sie.

Das kommt einer persönlichen Ablehnung des Freiers gleich.

Das halte ich für eine problematische Sichtweise.

Jede SW entscheidet selbst, welche Leistungen sie anbieten möchte und welche nicht. Es geht dabei nicht nur um Selbstständigkeit im Sinne einer beruflichen Entscheidung, sondern auch um die Wahrung der eigenen, körperlichen Grenzen.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Einen Service, den man nicht gerne anbietet, erbringt man in der Regel auch nicht mit derselben Qualität oder Überzeugung. Deshalb ist es für beide Seiten sinnvoller, wenn eine SW nur das anbietet, womit sie sich tatsächlich wohlfühlt.

Das ist auch keine persönliche Ablehnung eines Kunden. Die angebotenen Leistungen gelten grundsätzlich für alle Kunden und werden oft bereits in der Anzeige kommuniziert. Ein nicht angebotener Service bedeutet also nicht, dass der Kunde als Person zurückgewiesen wird.

Würde man diese Argumentation konsequent weiterführen, müsste eine SW letztlich jeden Kundenwunsch erfüllen. Genau das wäre aber der falsche Ansatz. Nicht der Kunde bestimmt die persönlichen Grenzen der SW, sondern sie selbst – und diese Grenzen sollten respektiert werden. Eine sexuelle Dienstleistung bedeutet nicht grenzenlose Verfügbarkeit.

wo liegt Dein Verständnisdefizit? Es ist eine unqualifizierte Arbeit. Jede Frau kann sie machen. Wenn sie will. Das unterscheidet sie von der Tätigkeit von Ärzten, Anwälten, Tischlern, ....

Es mag eine Tätigkeit ohne formale Qualifikationshürden sein, dennoch halte ich sie für durchaus anspruchsvoll.

Abgesehen von der Intimität befindet man sich in einer Situation ständiger Aufmerksamkeit und Bewertung durch eine Person, von der man zu Beginn nicht weiss, mit welcher Haltung sie einem begegnet – ob mit Respekt oder mit einer inneren Abwertung, wie sie etwa in manchen Beiträgen im Freierforum sichtbar wird.

Hinzu kommt die Herausforderung, den eigenen Stolz und das eigene Ego im Gleichgewicht zu halten: Man muss mit einer ungewöhnlich intensiven Form von Intimität umgehen können – mit Menschen, zu denen man für kurze Zeit eine starke körperliche Nähe aufbaut und die man danach möglicherweise nie wieder sieht. Gleichzeitig braucht es die Fähigkeit, mit den extremen Gegensätzen dieser Tätigkeit umzugehen: mit Ablehnung, (anfänglicher) Bewunderung und schwindendem Interesse.
 
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Eine sexuelle Dienstleistung bedeutet nicht grenzenlose Verfügbarkeit.
Kein Dienstleister bietet alles an, das er tatsächlich machen kann. Ein Fliesenleger wird keine Möbel einbauen, auch im Pfusch nicht, obwohl er es für sich daheim ganz natürlich machen wird, er es also kann. Er fühlt sich dabei halt nicht ganz wohl, er wird es nicht in der zu erwartenden Qualität machen können, er wird daher einen Kumpel rufen, der das beherrscht.

Analsex ist etwas, das durchaus schmerzhaft sein kann, wenn der Penetrierende nicht rücksichtsvoll ist. Wenn die Frau hinten eng ist, dann (stelle ich mir vor) wird es bei einem großen Teil der Kunden schmerzhaft sein. Und sie wird es nicht tun wollen.

Ähnlich ohne Gummi: wenn sie einigermaßen bei Verstand ist, wird sie sich vielleicht denken, dass das reichlich riskant ist, und das Risiko den Nutzen nicht aufwiegt.
 
Hi,


Abgesehen von der Intimität befindet man sich in einer Situation ständiger Aufmerksamkeit und Bewertung durch eine Person, von der man zu Beginn nicht weiss, mit welcher Haltung sie einem begegnet – ob mit Respekt oder mit einer inneren Abwertung, wie sie etwa in manchen Beiträgen im Freierforum sichtbar wird.

Hinzu kommt die Herausforderung, den eigenen Stolz im Griff zu behalten: Man muss mit Ablehnung umgehen können, ebenso wie mit schwindendem Interesse -etwa mit Kunden, die einem enthusiastisch vermitteln, man sei für sie etwas ganz Besonderes, nur um sich plötzlich nicht mehr zu melden,

glaubst Du, Männer, die eine Prostituierte beschimpfen, weil sie eine Leistung nicht anbietet, so weit denken?

Würde ein Mann, der so weit denkt und Empathie für die Dienstleisterin empfindet, sie beschimpfen?


Und so sehr ich Deinen Einsatz bewundere, dass alle Menschen gleich wären, sie sind es nicht, Du tust weder Dir noch Deinen Kollegen noch der Gesellschaft einen Gefallen damit.

Es ist bekannt (gerne verlinke ich Dir Quellen) dass z.B. die FPö statistisch signifikant und gesellschaftlich relevant überdurchschnittlich gut bei jungen sozial- und bildungsschwachen Männern ankommt. Genauso wie bei der Ablehnung von Werten wie Inklusion, Wertschätzung aller Menschen, usw.

LG Tom
 
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