Früher, ja früher.
Gibt es da irgendwo einen Schnitt?
Die Zeit läuft dahin. Altes wird durch Neues ersetzt, alte Denkmuster werden aufgebrochen und durch andere ersetzt, es bewegt sich unentwegt.
Diese Distanz zu "früher" habe ich nicht. Für mich ist alles empfunden ein fließender Prozess, die Zeit fließt und ich mit ihr, ich schwimm ihr weder entgegen noch davon, ich leb ihn ihr.
Leute, die sich immer erzählen, so als würde das auf irgendeine Art und Weise verbinden, wie das mit dem Viertel-Telefon war.
Tja und wer gerne schreibt, der tut es heute bei WA - muss aber nicht, ich habe keine Lust zu Tippslunterhaltung, da gibt es keine Emotion, keine Stimme und diese Smileys etc. machen mir keine Emotion, vielen anderen, auch jungen Menschen ebenso wenig, die reden auch lieber.
Man hat Wahlfreiheit in hohem Maße, wie man es selbst halten will.
Das find ich gut. Dass es schwierig wird, wenn man sich positioniert oder entscheiden muss mag schon sein.
Ich denke, da scheitert es. Sich einfach nur treiben lassen bzw. voran treiben lassen, alles sehen und nichts davon fassen oder halten können - was für ein Unglück. (oder große Verunsicherung, die nicht mehr klar entscheiden lässt oder einfach eine Ablenkung von realen Dingen, die anstehen und anzupacken wären)
Das ist vermutlich auch der Grund, weshalb man früher nicht so leichtfertig eine Konversation hat fallen lassen, wie es heute digital vorkommt. Da musste man sich so engagieren, um zu einem "Date" zu kommen. Heute ist ein digitales "ich finde Dich toll" oft nur Schall und Rauch.
Mal ehrlich, vieles ist einer Sache der Haltung und die hat man selbst im Griff.
Partezetteln (Todesnachrichten), Geburtstagswünsche, Liebenserklärungen, Trennungen, Korruption und Beidlherzeigen - es gibt Sachen, die macht man persönlich. (ah und unselige Geburtstagswünsche, von fast Unbekannten, geh leckt´s mich doch. Wen ich nicht einlad, der braucht mir nicht gratulieren nur weil er grad ein Popup hat.)
Da find ich die Alten Schlimmer als die Jungen. Die können ganz gut umgehen und wissen was persönliche, reale, zeitgleiche Kommunikation bedeutet, da hört oder sieht man, ob der andere jetzt gerade für eine tragende Nachricht empfänglich ist, wie sie tatsächlich (ungeschönt) aufgenommen wird und kann sofort reagieren. Interaktion halt, wie es menschlich ist.
Eh klar, wie immer, die Seppen in der ersten Reihe, die sieht man, die vielen die hinten stehen und gut zurecht kommen, die sieht man nicht.
o.t. Ich habe WA, FB und alles das folgte, aus mehreren Gründen ziemlich scheiße (ungsund und gefährlich) gefunden. Somit gibt es Dinge, die sich definitiv nicht verändern.