Botox-penis

Ja.
Dass Erwachsene beim Wort "Botox-Penis" abgehen wie in einer Brennpunkt-VS habe ich nicht erwartet.

Ja, ich bin mir ziemlich sicher, dass dem so sein wird.

Mein Sohn war in der Uro-Neurologie in Uniklinikum Innsbruck einer der ersten, der noch (ohne Evidenz) teilnehmen durften und Botox nahe oberen Blasenschließmuskel bekam. In Wien, hatte man als einzige Lösung einen Dauerkatheter und anschließend Entfernung der Blase. Ich bin unendlich dankbar und habe für den damals Minderjährigen mit unglaublichen Leidensdruck (Dauerkatheter, oder selbst zweistündlich mittels Katheter ableiten) gekämpft wie eine Löwin. Heute längst angekommen. Durch die Stilllegung konnten sich die Nerven regenerieren, er gilt als geheilt.

Auch hier ganz normal und eine unglaubliche Erleichterungen für Patienten, das auf einem einfach und wenig belastenden Weg.
Einige Beispiele wie unglaublich lustig sie es ohne diese Behandlungsmöglichkeit hatten/hätten:

. Neurologie (Muskelverkrampfungen & Spastiken)
  • Nach Schlaganfällen oder bei MS: Patienten mit spastischen Lähmungen (z. B. einer dauerhaft zur Faust geballten Hand oder einem spastischen Spitzfuß) erhalten Botox, um die extrem verhärteten Muskeln zu lockern. Dies ermöglicht oft erst die Physiotherapie.
  • Schiefhals (Zervikale Dystonie): schmerzhafte, unwillkürliche Fehlhaltungen des Kopfes durch Halsmuskelkrämpfe.
  • Chronische Migräne: Wenn Patienten an mehr als 15 Tagen im Monat unter Migräne leiden, wird Botox an bestimmten Punkten am Kopf und Nacken injiziert. Es blockiert die Freisetzung von Schmerzbotenstoffen.
2. Urologie (Erweiterte Anwendungen)
  • Überaktive Blase („Reizblase“): Direkt in den Blasenwandmuskel gespritzt. Das dämpft den plötzlichen, unkontrollierbaren Harndrang bei Patienten, bei denen Medikamente versagen.
3. Gastroenterologie (Magen-Darm-Trakt)
  • Achalasie (Speiseröhrenkrampf): Der untere Schließmuskel der Speiseröhre öffnet sich nicht mehr richtig, wodurch Nahrung kaum noch in den Magen gelangt. Botox entspannt diesen Muskel.
  • Chronische Analfissuren: Ein extrem schmerzhafter Krampf des inneren Afterschließmuskels verhindert oft die Heilung von Rissen. Eine gezielte Botox-Injektion nimmt den Druck und lässt die Wunde abheilen.
4. HNO & Zahnmedizin (Kopf- und Halsbereich)
  • Zähneknirschen (Bruxismus): Bei extremem, nächtlichem Knirschen, das den Kiefer und die Zähne schädigt, wird Botox in den großen Kaumuskel (Musculus masseter) gespritzt.
  • Speichelfluss (Hypersalivation): Bei neurologischen Erkrankungen wie Parkinson oder ALS kann es zu extremem Speichelfluss kommen. Botox in den Speicheldrüsen reduziert die Produktion drastisch.
  • Stimmstörungen (Spasmodische Dysphonie): Krampfartige Bewegungen der Stimmbänder führen zu einer gepressten oder brechenden Stimme. Botox direkt in die Kehlkopfmuskeln stellt die normale Stimme wieder her.
5. Dermatologie (Drüsenüberfunktion)
  • Krankhaftes Schwitzen (Hyperhidrose): Wenn Menschen unter den Achseln, an den Händen oder Füßen extrem schwitzen, blockiert Botox die Nervenimpulse zu den Schweißdrüsen. Die Areale bleiben für Monate komplett trocken.

Echt. Ich denke, dass einige Männer durchaus Hoffnungen drauf setzen können.

Ich denke, das ist klar, dass es hier nicht um Theater geht.
(Die Alternativen waren vor dieser Möglichkeiten extrem schlecht.)
Eine Nachbarin hatte Blepharospasmus - essenziellen Augenlidkrampf - die gehen Augen gehen einfach über Minuten nicht mehr auf, sie hatten den Blindenstatus und Blindenschleife - weil Du von jetzt auf gleich unbestimmt lang einfach blind bist.
Botox alle 6 Monate gespritzt hat ihr ein normales Leben und Sicherheit unterwegs geschenkt - das gab es vorher einfach nicht. Blind - basta.

Tja und für die Lustigen gibt es soweit ich weiß: Spaß und Spiele.

Sich über soetwas lustig zu machen ist außer unreif nur mehr unreif.

Im Abstand von 6 Monate, besonders für Männer die medikamentöse Einnahme nach Bedarf, nicht vertragen?
Erfolgsquote: Studien zeigen, dass etwa 40 % bis 70 % der behandelnten Männer positiv auf die Therapie ansprechen und wieder sexuell aktiv sein können. Interessanterweise deuten neuere Beobachtungsdaten darauf hin, dass die Erfolgsquote bei regelmäßiger Wiederholung (nach der 3. oder 4. Spritze) sogar noch steigen kann.

Ja es dauert noch etwas.
Und zweng dem Autsch, da haben sie etwas, genauso bei den Kindern vor dem Impfen, keine Panik.

Eine große Hoffnung für viele Männer und ich drück die Däumchen, dass es bis zur Übernahme der Kassen wie in obigen Beispielen kommt. Die waren vorerst auch noch selbst zu bezahlen. ;)
Eher Flächenbrand 🤣
 
Hi,

Na dann schaust halt mal selbst nach.
Viagra & Co bekommt man durchaus verschrieben, weil man Probleme hat.

ja, und wenn einer hier wissen will, ob er Viagra als Partydroge für längeren Spaß nehmen soll, ist der Hinweis auf den therapeutischen Zweck nicht sehr sinnvoll und in jedem Fall OT.

So sehr ich inhaltlich auf Deiner Seite bin, hier ist es ein Blödelthema.

LG Tom
 
hier ist es ein Blödelthema
Du weißt eh, wie das mit dem sehbeeinträchtigten Hendl ist. :)
Wenn nur einer jetzt weiß und das ist schwer zu verdrängen, dass Botox nicht automatisch Spaß und Schönheit ist, ist schon wieder was ausgeräumt - Wissen gegen das man sich in einem Blödlthread schwierig schützen kann - auch wenn man ansonsten bemüht und achtsam ist um auf uraltem Stand zu bleiben. :)
 
Du, zwischen Mittagsquicki mit der G'spusi und Mittagessen mit Kollegen, ist das locker zeitlich drin.
Eine echte Hilfestellung für Männer in einer Art, die es bisher nicht gab?
Dass das irgendwo in der Mittagspause ginge, habe ich nicht gehört.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Technik die momentan niemand aus den forschenden Fachärzten kann, die Pimpfi-Huber verabreichen kann.
Ich hoffe, dass wie andere Errungenschaften dieses Wirkstoffs auch diese in absehbarer Zukunft auf Krankenkassenleistung zugänglich für betroffene Männer sein wird. Das wäre ein großer Fortschritt, wie in den anderen Behandlungsmöglichkeiten, wie oben erwähnt.
 
Eine echte Hilfestellung für Männer in einer Art, die es bisher nicht gab?
Dass das irgendwo in der Mittagspause ginge, habe ich nicht gehört.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Technik die momentan niemand aus den forschenden Fachärzten kann, die Pimpfi-Huber verabreichen kann.
Ich hoffe, dass wie andere Errungenschaften dieses Wirkstoffs auch diese in absehbarer Zukunft auf Krankenkassenleistung zugänglich für betroffene Männer sein wird. Das wäre ein großer Fortschritt, wie in den anderen Behandlungsmöglichkeiten, wie oben erwähnt.
Naja, auch psychologische Begleitung wäre wichtig. Damit könnte man zB mal anfangen und dann nächster Step: Medizinische Lösung und daran wird sicher schon gearbeitet, weil - es geht ja um Männer!
 
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