Beziehung Killer

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Bei Unzufriedenheit mit der Beziehung, ist es meistens nur kontraproduktiv, den Fehler beim Partner zu suchen, sondern eher ein Zeichen dafür, dass man sich selbst wieder mehr um die Beziehung und den Partner bemühen sollte. ;)

:!: :daumen: wie wahr , und sehr schön geschrieben :bussal:
 
zur Formulierung "Arbeit an der Beziehung" habe ich ein zwiespältiges Verhältnis.

Das hängt wohl mit der Definition oder dem unterschiedlichen Verständnis des Wortes bzw. des Begriffs "Arbeit" zusammen.

Viele Dinge die einer Beziehung gut tun, macht man ja oft ganz unbewusst und spontan - sprich "freiwillig".
Empfinden das die meisten Menschen dann als "Arbeit" ?

Oder ist "Arbeit" ein Oberbegriff für die Dinge die man macht,
weil "sie halt notwendig sind" - obwohl sie einem im besseren Fall egal sind, im schlechtesten Fall sogar zuwider ?

Wenn man mal im Stadium "wir sollten mehr an unserer Beziehung arbeiten" angelangt ist, ist dann oft nicht eh schon Hopfen und Malz verloren ?
 
zur Formulierung "Arbeit an der Beziehung" habe ich ein zwiespältiges Verhältnis.
Ich kann Deine Gedanken schon nachvollziehen.

Das hängt wohl mit der Definition oder dem unterschiedlichen Verständnis des Wortes bzw. des Begriffs "Arbeit" zusammen.
Naja, Arbeit kann auch bzw. sollte ja sogar etwas Schönes sein. Leider ist der Begriff tatsächlich etwas negativ besetzt.

Oder ist "Arbeit" ein Oberbegriff für die Dinge die man macht,
weil "sie halt notwendig sind" - obwohl sie einem im besseren Fall egal sind, im schlechtesten Fall sogar zuwider ?
Ich denke, Arbeit ist eine Handlung, die wir bewusst und aktiv ausführen, um das Ergebnis nicht mehr dem Zufall zu überlassen.
 
Viele Dinge die einer Beziehung gut tun, macht man ja oft ganz unbewusst und spontan - sprich "freiwillig".
Empfinden das die meisten Menschen dann als "Arbeit" ?

Wenn man mal im Stadium "wir sollten mehr an unserer Beziehung arbeiten" angelangt ist, ist dann oft nicht eh schon Hopfen und Malz verloren ?

Meiner Erfahrung nach stimmt das in länger andauernden Beziehungen absolut nicht.

Das klingt für mich nach einer romantisch-verklärten, unrealistischen Vorstellung, weil in den meisten so viele vergrabene Probleme schlummern die erst in intensiven Beziehungen oft zum Vorschein kommen. Und diese individuellen Probleme führen dann wieder zu Problemen in der Beziehung.

Schuld, falscher Stolz, Angst, Scham etc verhindern oft das "freiwillig schönes tun". Das hat aber nix damit zu tun, dass Hopfen und Malz verloren sind.

Arbeit an der Beziehung is immer auch Arbeit an sich. Und es stimmt. Manchmal ist das unbequem, verhasst und angsteinflößend. Doch mit der Erwartung - wenn er/sie richtig liebt und wenn alles passt, geht das von alleine - mit der kommt man nach meiner Erfahrung nicht über ein paar wenige Jährchen hinaus.
 
Wenn man mal im Stadium "wir sollten mehr an unserer Beziehung arbeiten" angelangt ist, ist dann oft nicht eh schon Hopfen und Malz verloren ?

Nicht unbedingt. Wenn man sich hinsetzt und sagt "da läuft was falsch, schaumermal wo die Divergenzen liegen und wie wir sie in den Griff bekommen", dann ist das nötige Beziehungsarbeit, muss aber noch lange keine unlösbaren Probleme zugrunde haben. Oft sind nur Synchronisation der Begriffe oder Adaptionen im persönlichen Wertesystem nötig ("Ok, das ist dir wichtig, mir nicht so. Da reite ich nicht weiter drauf herum." und umgekehrt)
 
Nicht unbedingt. Wenn man sich hinsetzt und sagt "da läuft was falsch, schaumermal wo die Divergenzen liegen und wie wir sie in den Griff bekommen", dann ist das nötige Beziehungsarbeit, muss aber noch lange keine unlösbaren Probleme zugrunde haben. Oft sind nur Synchronisation der Begriffe oder Adaptionen im persönlichen Wertesystem nötig ("Ok, das ist dir wichtig, mir nicht so. Da reite ich nicht weiter drauf herum." und umgekehrt)

So in der allgemeinen Formulierung bin ich ja ganz bei Dir.

Aber ich versuch's mal an einem plakativen - fast klassischen - Beispiel fest zu machen.

SIE: "du bringst mir nie Kleinigkeiten mit, Blumen oder so ..."

Klar gibt's eine pragmatische Lösung:
im Outlook als wiederkehrende Aufgabe BLUMEN für SCHATZI definieren,
dann kann MANN nicht drauf vergessen.

Stellt sich allerdings die Frage:

Hat es dann auch den Wert für die Frau, wenn sie ohnehin weiß, dass es eben eine der 20 im Outlook gespeicherten zu erledigenden Aufgaben ist ?
 
Hat es dann auch den Wert für die Frau, wenn sie ohnehin weiß, dass es eben eine der 20 im Outlook gespeicherten zu erledigenden Aufgaben ist ?

Bei dem Beispiel für mich eindeutig nicht.

Aber es hat Wert für mich, wenn man zB Regeln vereinbart, oder fixe Dates od dergleichen und wenn beide sich daran halten.

Das ist auch "unspontan" aber anders als Dein Beispiel.

Derartige Aufmerksamkeiten verlieren total an Wert, wenn man darum betteln muss, hast völlig recht.
 
SIE: "du bringst mir nie Kleinigkeiten mit, Blumen oder so ..."

Das ist doch schon genau der Fehler, den die meisten begehen. Sie ist unzufrieden und formuliert einen Vorwurf, statt sich mehr um seine Aufmerksamkeit zu bemühen. ;)

z.B.:

SIE: "Schatz, ich habe hier zwei Karten für Dein Lieblingsspiel!"
ER: "Das ist aber lieb von Dir! Danke, dass Du an mich denkst. Wie kann ich das jemals wieder gut machen?"
SIE: "Du weisst ja, dass ich Blumen über alles liebe..."
 
SIE: "Schatz, ich habe hier zwei Karten für Dein Lieblingsspiel!"
ER: "Das ist aber lieb von Dir! Danke, dass Du an mich denkst. Wie kann ich das jemals wieder gut machen?"
SIE: "Du weisst ja, dass ich Blumen über alles liebe..."

najooo alsooo , Blumen liebe ich nicht über alles :mrgreen:
 
Das ist doch schon genau der Fehler, den die meisten begehen. Sie ist unzufrieden und formuliert einen Vorwurf, statt sich mehr um seine Aufmerksamkeit zu bemühen. ;)

sowas habe ich schon mal erleben dürfen/müssen

Dauermeckern um mehr Guilt-Flowers zu bekommen ;)
 
Monotonie
Gleichgültigkeit
Teilnahmslosigket
Versteckspielerei
Schweigsamkeit
Sexuelle Verweigerung
Taube Ohren

Dieses "nette Paket" traf leider nach und nach bei meiner letzten Beziehung zusammen. :mauer:

Heute führen wir beiden zwar löängst keine Partnerschaft mehr miteinander, dafür aber eine wirklich wundervolle,
in Vielem wesentlich offenere und vor allem ehrlichere Freundschaft! *hachsag*
 
Monotonie
Gleichgültigkeit
Teilnahmslosigket
Versteckspielerei
Schweigsamkeit
Sexuelle Verweigerung
Taube Ohren

Dieses "nette Paket" traf leider nach und nach bei meiner letzten Beziehung zusammen. :mauer:

Heute führen wir beiden zwar löängst keine Partnerschaft mehr miteinander, dafür aber eine wirklich wundervolle,
in Vielem wesentlich offenere und vor allem ehrlichere Freundschaft
! *hachsag*

dann würde mich mal intressieren, was sie damals dazu bewogen hat, dass es soweit kam, wie du in einem andren fred beschrieben hast. mit so einer könnt ich mir eine freundschaft absolut null vorstellen. ich bin überhaupt nicht so der aber wir können ja freunde bleiben typ :mrgreen:.
 
hmm...

1. schlechter Sex
2. zu viel Streit
3. Langeweile
4. zu viel Eifersucht

und das Schlimmste für mich war immer die übermäßige Gefühlsdusselei.

Im Endeffekt scheiterte es an meinen aber Beziehungen immer daran, dass ich anscheinend taktlos und gefühlslos wäre.
So werde ich aber auch nur wenn ich merke das alle weiteren Bemühungen um die Beziehung aufrecht zu erhalten, nutzlos sind.
Und warum zur Hölle sollte ich als junger, attraktiver Mann, in einer 2jährigen Beziehung verkorksen, mich versuchen zu binden, obwohl ich genau weiss dass das nichts für die Ewigkeit ist??

Dann habe ich lieber weniger Sex, dafür wenns passiert viel aufregenderen und kann tun und lassen was ich will.
 
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