BDSM Thread - emotionale Hintergründe

47, wenn ich richtig gerechnet habe. Da war ich noch sub, mit meinem Dom verheiratet, und dachte nie, dass sich etwas ändern würde 🙂.

Gut, mit ihm verheiratet bin ich noch immer.
Wie gesagt, natürlich können sich Neigungen und Vorlieben ändern, geht mir ja auch nicht anders. Aber dass Submissive plötzlich dominant werden, oder andersrum, ist nicht die Regel. Es gibt auch Menschen, die die andere Seite ausprobiert haben und nichts damit anfangen konnten.
Vielleicht am besten Vergleichbar mit Sexualität. Wenn man hetero oder homo ist, weiß man das idR. Die Bisexualität kommt oft erst später, das heißt aber nicht, dass sie bei jedem kommt. Manche können mit dem eigenen Geschlecht einfach nicht anfangen und so geht es auch manchen Dominanten bzw Submissiven.
 
Ich kann mir nicht vorstellen das sich meine Neigung ändert! Wenn ich hier so mitlese bin ich doch etwas überrascht.
Das ist vermutlich philosophisch. Hat man die Neigung schon und kommt erst drauf, oder ist die Neigung immer schon da. Gerade im BDSM Bereich gibt’s bei mir einen großen Unterschied zwischen „wirkt spannend“ und „ist spannend“ und es hängt auch sehr vom Partner ab, was ich dann in der Realität gut finde.
 
Das ist vermutlich philosophisch. Hat man die Neigung schon und kommt erst drauf, oder ist die Neigung immer schon da. Gerade im BDSM Bereich gibt’s bei mir einen großen Unterschied zwischen „wirkt spannend“ und „ist spannend“ und es hängt auch sehr vom Partner ab, was ich dann in der Realität gut finde.
Devot,dienen "ist spannend"........ für mich das schönste das es gibt!
Das ich mich da mal ins Gegenteil verwandle kann ich mir eben nicht vorstellen, finde es sehr Erfüllend.
 
Ich denke, dass emotionale Abhängigkeit mehr mit der Persönlichkeit und der Tiefe der Beziehung auf zwischenmenschlicher Ebene zu tun hat, als mit der Neigung. Wenn man sehr ineinander verliebt ist und man den anderen "braucht", weil man so stark für diesen empfindet, ist es nicht so entscheidend auf welcher Seite am Machtgefälle man steht. Es kann nur sein, dass Dom es nicht so gerne zugibt, weil er/sie dadurch eine Schwächung des Machtgefälles fürchtet.

Wenn man es rein von der Neigungsseite betrachtet, kann es jedoch durchaus sein, dass ein/e Sub eher die Tendenz hat, in eine emotionale Abhängigkeit zu geraten. Das bringt schon die Hingabe mit sich, die man der dominanten Person entgegenbringt. Wenn diese stark ausgeprägt ist und den/die Partner/in nahezu vergöttert, ist der Weg zu einer gewissen Abhängigkeit nicht weit. Dennoch heißt das im Umkehrschluss nicht, dass es immer nur Sub ist, der diese emotionale Abhängigkeit empfinden kann.
 
Ich denke, dass emotionale Abhängigkeit mehr mit der Persönlichkeit und der Tiefe der Beziehung auf zwischenmenschlicher Ebene zu tun hat, als mit der Neigung. Wenn man sehr ineinander verliebt ist und man den anderen "braucht", weil man so stark für diesen empfindet, ist es nicht so entscheidend auf welcher Seite am Machtgefälle man steht. Es kann nur sein, dass Dom es nicht so gerne zugibt, weil er/sie dadurch eine Schwächung des Machtgefälles fürchtet.

Wenn man es rein von der Neigungsseite betrachtet, kann es jedoch durchaus sein, dass ein/e Sub eher die Tendenz hat, in eine emotionale Abhängigkeit zu geraten. Das bringt schon die Hingabe mit sich, die man der dominanten Person entgegenbringt. Wenn diese stark ausgeprägt ist und den/die Partner/in nahezu vergöttert, ist der Weg zu einer gewissen Abhängigkeit nicht weit. Dennoch heißt das im Umkehrschluss nicht, dass es immer nur Sub ist, der diese emotionale Abhängigkeit empfinden kann.

Das hast du sehr gut beschrieben !! --- Bei mir ist so, dass sich durch die Hingabe und die Vergötterung meiner Herrin, schon eine gewisse Hörigkeit ergeben hat !! --- Aber ich finde es gut so, und würde es auch gar nicht anders wollen !!
 
Ich denke, wenn man ernsthaft über emotionale Hintergründe (den Ursprung) diskutieren wollen würde, wäre das hier nicht der richtige Ort.
Das kann nur a Bluatwiesn werden, wenn jemand ernsthaft antwortet.
 
Dominant und Devot sind Neigungen/ Charaktereigenschaften, die wohl jeder Mensch gleichzeitig mehr oder weniger ausgeprägt in sich trägt. Nicht nur im sexuellen Bereich.

Dominante unterliegen häufig dem Irrtum, einen devot erscheinenden Menschen zu beherrschen und erkennen nicht, wie sehr sie von devoten Menschen abhängig sind und somit auch von ihnen geführt werden.
 
Ich geniesse es beim Sex total, mich zu unterwerfen, mich führen zu lassen und Anweisungen zu folgen. Auch mit kurzen Schmerzmomente und Bestrafung. Genau das macht für mich einen grossen Reiz aus.
Aber für uns ist das ehrlich gesagt einfach ein Spiel, das wir beide mögen. Ich hab das nie wirklich als "wir sind jetzt Sub und Dom“ gesehen. Dafür erfüllen wir wahrscheinlich auch gar nicht das, was man darunter so versteht. Es ist eher eine Art, unserer Sexualität nochmal so eine extra Würze zu geben.
Diese starke emotionale Abhängigkeit, von der du schreibst, kenne ich in der Form deshalb nicht. Es fühlt sich zwar intensiv an, aber eben eher wie etwas, das wir gemeinsam erleben. Und nicht wie ein echtes Machtgefälle, das über das Schlafzimmer hinausgeht.
Vielleicht hat das bei uns auch einfach gar nichts mit diesem Thema zu tun und wir bewegen uns in Richtung Mickey Mouse Sex oder es ist eher im Bereich Fetisch einzuordnen.
Ich glaub, das kann einfach sehr unterschiedlich sein. Je nachdem, was man selbst da reinlegt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber für uns ist das ehrlich gesagt einfach ein Spiel, das Und nicht wie ein echtes Machtgefälle, das über das Schlafzimmer hinausgeht.
Vielleicht hat das bei uns auch einfach gar nichts mit diesem Thema zu tun und wir bewegen uns in Richtung Mickey Mouse Sex oder es ist eher im Bereich Fetisch einzuordnen.
Ich glaub, das kann einfach sehr unterschiedlich sein. Je nachdem, was man selbst da reinlegt.
Dom/Sub übers Schlafzimmer hinaus muss ich auch nicht haben, auch bezeichne ich mich nicht als Sub in dem Sinn.
Ich lass mich gerne dominieren/führen, erfülle ihm Wünsche,zeige ihm das ich es gerne mach.

Im "normalen" Leben bin ich doch recht dominant und mach was ich kann selber.
Versteh das auch nicht ganz.......
 
Dominante unterliegen häufig dem Irrtum, einen devot erscheinenden Menschen zu beherrschen und erkennen nicht, wie sehr sie von devoten Menschen abhängig sind und somit auch von ihnen geführt werden.
Ich unterstelle mal, genug Dominante sind nicht „Dumminant“.
Der Rest sind, mMn., falsche Kombinationen, die nicht lange halten.
 
Du bist aber ohne Sub gar nix.

Nicht mal dumminant
Ich find den Unterschied zwischen Schlafzimmer und im echten Leben aber schon relevant. Für mich ist es ein Spiel, wie oben die beiden schon geschrieben haben. Darum „switche“ ich auch sehr leicht und häufig.

Mit einer „emotionalen Abhängigkeit“ hat das per se gar nichts zu tun. Die ist wohl wie bei jeder Beziehung, Bekanntschaft oder in welchem Setting auch immer das stattfindet.

Hier gibt es gefühlt aber schon viele Subs, bei denen die Unterwerfung über das Sexuelle hinaus geht. Das gibt es bei mir gar nicht.
 
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