Zur "nicht Vergleichbarkeit" am Beispiel der Gurtenpflicht: Die schützt mich nicht nur vor eigenen Fehlern, sondern auch vor Fehlern der anderen Verkehrsteilnehmer.
Ein Alcoloc eingebaut in jedem Fahrzeug würde dich auch vor den Fehlern anderer Verkehrsteilnehmer schützen.
Ich plädiere für deutlich rigidere Strafen bei allen gemeingefährlichen Verstößen im Straßenverkehr. Beispielsweise Gefängnis für Teilnehmer an illegalen Straßenrennen ........ im Fall Alkohol bei krasser Überschreitung des Grenzwertes oder bei Wiederholungstätern Führerscheinentzug auf Lebenszeit.
Insbesondere was den Führerscheinentzug angeht, bin ich deiner Meinung.
Aber, und das ist das ganz große Problem
aus meiner Sicht: Eine Strafe wird erst dann verhängt wenn schon etwas passiert ist. Dem Menschen, der sein Leben verloren hat, oder sonstwie beeinträchtigt wurde, hilft eine Bestrafung des Täters nichts.
Ich zweifle auch die Abschreckungswirkung von Strafen an. Insbesondere wenn es dabei um das alkoholisierte Führen von Kraftfahrzeugen geht.
Immer mehr und härtere Strafen sind halt eine schön einfache "Lösung", das Problem beseitigen sie nicht. Haben sie noch nie getan. Wer zum Täter werden will, der scheißt sich um Strafen nichts. "Strafen sind für die anderen da, mich erwischens eh nicht...".
Eine präventive Maßnahme hingegen verhindert in vielen Fällen, dass etwas passiert, und da haben sogar beide Seiten was davon. Der "Täter" der gar nicht zum "Täter" werden kann und das potentielle "Opfer".
Und ja, ich schrieb es bereits, was Menschen erdacht haben, können Menschen auch austricksen. Aber die Möglichkeit, dass jemand mit genügend krimineller Energie eine Sicherheitseinrichtung überwindet darf nicht als Diskussionsgrundlage verwendet werden wenn es um das Für und Wider dieser Einrichtung geht.
Würde man das tun, dann müsste man nämlich gar nicht mehr darüber diskutieren weil keine Sicherheitseinrichtung zu 100% funktioniert.