Wir gedenken ....

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Frank Beard, langjähriger Schlagzeuger der US-Rockband ZZ Top, ist tot. Das gab Bandmitglied Billy Gibbons gestern auf Instagram bekannt. Er habe „einen großartigen Freund und Mitarbeiter verloren, und die Welt hat einen von Natur aus innovativsten Schlagzeuger und einen großartigen und wahren Sohn von Texas verloren“, so Gibbons.

Keine Berechtigung Bilder zu betrachten - Bild entfernt. IMAGO/Capital Pictures/Martin Harris (Archivbild 2015)
Der Sprecher der Band, Bob Merlis, schrieb in einer Mitteilung, dass Beard auf seiner Ranch in Richmond (US-Bundesstaat Texas) im Kreis seiner Familie verstarb. Über die Todesursache wurde nichts bekannt.

Die Gruppe um Frontman Gibbons befand sich aktuell in den USA auf der „The Big One!“-Tour. Anfang August hatte sie ein Konzert in Los Angeles kurzfristig abgesagt. 2021 war ZZ-Top-Bassist Dusty Hill mit 72 Jahren gestorben. Für ihn kam Elwood Francis zu der Kultband dazu.

ZZ Top wurden im Sommer 1969 in Houston/Texas gegründet. Der kommerzielle Durchbruch gelang 1973 mit „Tres Hombres“. Das dritte Studioalbum gilt heute als Klassiker. Sechs Alben veröffentlichen die Rocker allein in den 70ern.
 
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Der für seine Actionthriller bekannte britische Filmemacher John Irvin ist tot. Irvin sei am 11. August im Alter von 86 Jahren „friedlich zu Hause im Kreise seiner Familie“ gestorben, teilte seine Produzentin Claire Evans heute britischen Medien mit. Berichten zufolge hinterlässt er drei Kinder und zwei Enkel.​


Keine Berechtigung Bilder zu betrachten - Bild entfernt. AP/MTI/Sandor H. Szabo
Irvin war 1979 mit der Verfilmung von John le Carres Spionageklassiker „Dame, König, As, Spion“ einem breiten Publikum bekannt geworden. Er wurde für die BBC-Serie, in der Alec Guinness die Hauptrolle spielte, mit zwei britischen Bafta-Filmpreisen ausgezeichnet und erhielt eine Emmy-Nominierung. In den 1980er Jahren führte Irvin bei weiteren Actionfilmen Regie, darunter bei „Die Hunde des Krieges“ und „Der City Hai“.
 
Dolly Parton ist im Alter von 80 Jahren verstorben. 😥🥀
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1946–2026

Dolly Parton ist tot​

Countrylegende Dolly Parton ist tot. Die Sängerin verstarb am Dienstag im Alter von 80 Jahren, wie ihre Familie via Social Media bekanntgab. Die Künstlerin, die mit Hits wie „Jolene“ und „I Will Always Love You“ weltberühmt wurde, galt als verbindende Ikone quer durch die Gesellschaft – gefeiert bei Konservativen genauso wie in der LGBTQ-Szene.

Online seit heute, 20.08 Uhr (Update: 21.08 Uhr)

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Die Familie schrieb: „Die Traurigkeit ist mit uns, aber nicht mit Dolly. Sie hat ihr Leben gelebt.“ Auf Partons Wunsch werde eine kleine Trauerfeier im engsten Familienkreis stattfinden, hieß es. Fans seien aber etwa dazu eingeladen, ihrer in den sozialen Netzwerken zu gedenken.


Über die Todesursache war zunächst nichts bekannt. Bereits voriges Jahr musste Parton aber wegen gesundheitlicher Probleme mehrere Konzerte in Las Vegas absagen. Auch die Ersatztermine wurden gestrichen.

Auf Instagram ließ sie damals wissen: „Macht euch keine Sorgen, dass ich aus dem Geschäft aussteige, weil: Gott hat noch nichts von Aufhören gesagt.“


Fotostrecke mit 9 Bildern​

Keine Berechtigung Bilder zu betrachten - Bild entfernt. IMAGO/USA TODAY Network In den 1970er Jahren gelang Dolly Parton der internationale Durchbruch in der Countryszene Keine Berechtigung Bilder zu betrachten - Bild entfernt. AP/Doug Pizac Mit Kenny Rogers sang Parton zahlreiche Duette, unter anderem das von den Bee Gees geschriebene und produzierte Lied „Islands in the Stream“ IMAGO/ZUMA Press 1966 heiratete sie ihren Mann Carl, den sie in einem Waschsalon kennenlernte picturedesk.com/mptv Parton spielte auch in mehreren Filmen mit, unter anderem in „Der Senkrechtstarter“ mit Sylvester Stallone picturedesk.com/mptv Parton nahm im Laufe der Karriere rund 80 Alben auf IMAGO/ZUMA Press Parton sang 1990 beim 44. Geburtstag des späteren US-Präsidenten Donald Trump Reuters/Mike Blake Als Patentante unterstützte sie Sängerin und Schauspielerin Miley Cyrus bei ihrer Karriere IMAGO/USA TODAY Network/Brianna Paciorka/News Sentinel In „Dollywood“, einem Freizeitpark in Tennessee, den sie um einen Nachbau des alten Holzhäuschens zu Ehren ihrer Eltern errichten ließ, kann man alles über die Sängerin erfahren APA/AFP/Getty Images/Jason Kempin Anfang 2025 präsentierte sie mit „Threads: My Songs in Symphony“ ein Multimediashow-Konzert
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Selbstironie im schillernden Auftritt​

Parton liebte es zu provozieren: Mit gigantischer Lockenperücke, dickem Make-up, Schönheits-OPs und bunt glitzernden Kostümen, die ihre Wespentaille betonten, spiegelte sie ein Frauenbild, das an Barbie-Puppen andockt. Parton, die auch den Song „Dumb Blonde“ (Dumme Blondine, 1967) im Repertoire hat, präsentierte es mit Selbstironie. „Man braucht eine Menge Geld, um so billig auszusehen“, sagte die offensichtlich ausgebuffte Geschäftsfrau schelmisch in einem Interview.

Dabei berührte die am 19. Jänner 1946 in den Appalachen im tiefsten Tennessee geborene Sängerin und Songwriterin dank ihrer Menschlichkeit und inneren Stärke die Herzen. Mit elf Geschwistern in einem Holzhaus ohne fließendes Wasser und Strom lebend, wuchs sie in sehr einfachen Verhältnissen auf.

Früh lernte die Tochter einer musikliebenden und sehr religiösen Familie Gitarre spielen, seit ihrem siebenten Lebensjahr textete und komponierte Parton. „Man lernt viel zu träumen, weil es sonst nichts zu tun gibt. Man nutzt seine Fantasie“, erklärte sie ihre Frühentwicklung im abgelegenen Gebirgszug Smoky Mountains. Statt fernzusehen, habe man sich tolle Geschichten ausgedacht.

Keine Berechtigung Bilder zu betrachten - Bild entfernt. AP/MediaPunch/Nancy Barr Brandon Nach ihrem Schulabschluss zog Parton nach Nashville

Vorbild vieler Drag-Queens​

Parton verließ nach dem Schulabschluss 1964 ihre Heimat, fuhr mit dem Bus 400 Kilometer nach Nashville, der Hauptstadt des Country – und der Rest ist Show-Geschichte. Für einige Jahre bildete sie ein Duo mit Porter Wagoner (1927–2007).

Doch die selbstbewusste Sopranistin wollte Unabhängigkeit – und erzielte mit „Joshua“ ihren ersten Solohit in den Country-Charts. Zum Abschied von Wagoner schrieb sie 1974 für ihn „I Will Always Love You“. Ein Song, mit dem Whitney Houston 1992 im Film „Bodyguard“ weltweit Furore machen sollte.

Feministische Botschaften und LGTBQ-Ikone​

Mit „Here You Come Again“ schaffte die Künstlerin 1977 auch den Übergang zum Pop. Obwohl sie nicht als militante Feministin auftrat, prangerte sie in ihren Songs immer wieder Benachteiligungen von Frauen an und ermutigte zu eigener Stärke („Just Because I’m A Woman“, 1968).

In den 1980ern wurde ihr Hit „Coat Of Many Colors“, der von christlichen Familien geliebt wurde, zur Regenbogenhymne. Und sie selbst wurde von Dragqueens als Patin verehrt. In jenem Jahrzehnt reüssierte die Sängerin auch als Schauspielerin in Hollywood – wie in der Screwball-Komödie „Nine To Five“ („Warum eigentlich … bringen wir den Chef nicht um?“) mit Jane Fonda und Lily Tomlin.

Zusammenarbeit mit großen Stars​

2022 wurde sie in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen, eine Ehre, die sie zuerst ablehnen wollte. Sie verdiene es nicht, weil sie sich nicht als Rockstar sehe, lautete ihr Argument. Nachdem ihr die Ehrung dennoch zuteilgeworden war, ging sie ins Studio, um ein Rockalbum aufzunehmen. 2023 erschien das Cover-Album Rockstar, auf dem sie gemeinsam mit Legenden wie Paul McCartney, Ringo Starr, Elton John, Sting und Sheryl Crow zu hören ist.

Keine Berechtigung Bilder zu betrachten - Bild entfernt. Reuters/Mario Anzuoni Ursprünglich wollte Parton die Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame ablehnen – letztlich fühlte sie sich doch geehrt
Trotz all des amerikanischen Optimismus hat die auch sozial sehr engagierte Musikerin, die 58 Jahre lang mit dem inzwischen gestorbenen Geschäftsmann Carl Dean verheiratet war, eine melancholische Seite. Als sie nach einer Operation 1985 keine Kinder mehr bekommen konnte und an Depressionen und Suizidgedanken litt, schrieb sie das traurige Lied „Down From Dover“.

„Ich bin keine Aktivistin“​

Spätere Lieder scheinen doch politisch Haltung zu beziehen, Assoziationen zu großen politischen Themen wie der erneuten Präsidentschaftskandidatur Donald Trumps und dem Klimawandel sind kaum zu vermeiden. Parton spendete auch große Summen für wohltätige Zwecke und steckte beispielsweise eine Million Dollar (etwa 930.000 Euro) in medizinische Forschung, die zur Entwicklung des CoV-Impfstoffs von Moderna führte.

Trotzdem wollte sie sich nie politisch vereinnahmen lassen, wie sie in Interviews betonte: „Ich gehe nicht auf die Straße. Ich trage keine Plakate. Ich bin keine Aktivistin. Ich bin keine Feministin – und bin doch alles davon.“

US-Präsident Donald Trump würdigte Parton am Dienstag als große Musikerin und Vorbild für Millionen von Menschen. Sie sei „eine der größten Countrysängerinnen aller Zeiten“ gewesen, so Trump. Zu ihren Ehren lasse er die US-Flagge ab Dienstagabend (Ortszeit Washington) überall in den Vereinigten Staaten für eine Woche auf halbmast setzen.
 
Als Europäer habe ich Dolly Parton natürlich nicht so präsent erlebt wie der typische US Amerikaner. Aber wenn man sie gesehen hat und auch verstanden hat was sie verkörpert hat, dann wird einem schon klar das eine wahre Lady von uns gegangen ist die im Charakter gut war.

Mir persönlich hat es sehr gefallen wie sie ihr optisches Alter im Griff hatte. Übertrieben war es nicht wenn man denkt zu welcher Zeit sie zum Star wurde. Und es ist vielleicht auch ein starkes Zeichen ein überzeichnetes Bild von Weiblichkeit in einer Zeit zu präsentieren wo der falsche Feminismus versucht jegliche feminine Eigenschaft zu brandmarken und auszumerzen um eine Vermännlichung als attraktiv zu etablieren.

Die Flaggen auf Halbmast sind ein starkes Symbol. Vor allem weil sie zwar natürlich Trump auch persönlich kannte, aber es ablehnte sich parteiisch zu positionieren.
Und wenn sogar Trump das respektiert hat, was er erfahrungsgemäß selten tut, dann hat die Dame erst recht Respekt verdient.

Eine Lebensart zu repräsentieren die vielleicht altmodisch, trotzdem sehr lebenswert ist, vermögen heutzutage nicht mehr viele Menschen!

Als kleiner TV Tipp. Bei The Orville spielt sie sich selbst und erklärt sich auch. Definitiv sehenswert!
 
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946–2026

Tim Curry ist tot​

Die britische Schauspiellegende Tim Curry ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Das berichteten am Mittwoch mehrere Medien übereinstimmend unter Berufung auf Currys Managerin. Curry wurde bekannt durch die Rolle des Dr. Frank N. Furter in der „Rocky Horror Show“. Er hatte in den vergangenen Jahren mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.


Online seit heute, 18.15 Uhr (Update: 18.25 Uhr)

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Laut Polizeiangaben wurden in der Nacht auf Mittwoch Beamte zu Currys Haus gerufen, wie die Website TMZ.com berichtete. Fremdverschulden sei ausgeschlossen worden, wie es hieß. Seit einem Schlaganfall im Jahr 2012 – Curry war damals 67 Jahre alt – war er teilweise gelähmt und saß im Rollstuhl.


Doch Curry arbeitete weiter als Sprecher. Als die „Rocky Horror Picture Show“ 2016 fürs Fernsehen neu verfilmt wurde, wirkte Curry als Erzähler mit. Auf Conventions und Festivals begeisterte er seine Fans mit Anekdoten aus seinem bewegten Leben. Im vergangenen Jahr veröffentlichte er seine Autobiografie „Vagabond“, die er als Hörbuch einsprach.

Klassisch-britischer Werdegang​

Der Schauspieler und Sänger war 1946 als Timothy James Curry in der Grafschaft Cheshire zur Welt gekommen und verbrachte seine Kindheit wegen der Militärkarriere seines früh gestorbenen Vaters teilweise in Hongkong. An der Universität Birmingham studierte er Schauspiel. Ganz klassisch wirkte er zunächst in der Royal Shakespeare Company mit und stand für kleinere Fernsehrollen vor der Kamera.

Keine Berechtigung Bilder zu betrachten - Bild entfernt. IMAGO/MPTV.net Curry wurde als Frank N. Furter weltberühmt
1968 beging er bereits seine erste provokante Rolle: Im Musical „Hair“ tanzte der junge Curry nackt auf der Bühne. Wenige Jahre später holte ihn Richard O’Brien, den er bei „Hair“ kennengelernt hatte, in seine „Rocky Horror Show“.

Im konservativen Großbritannien der 1970er Jahre war das sexuell aufgeladene Musical von O’Brien gewagt. Dass ein Stück über einen außerirdischen, bisexuellen Wissenschaftler in Frauenkleidern – „der Transvestit vom Planeten Transsexual aus der Galaxie Transylvania“ – ein weltweites Phänomen werden würde, konnte niemand ahnen.

Uraufführung vor 85 Leuten​

Vor nur 85 Leuten wurde die „Rocky Horror Show“ am 16. Juni 1973 uraufgeführt. Nach zähen Startwochen wurde das Obergeschoß des Royal Court Theatre irgendwann zu klein. Zwei Jahre nach der Uraufführung sang Curry als Dr. Frank N. Furter auch auf der großen Kinoleinwand „Sweet Transvestite“.




Die Verfilmung unter dem Titel „Rocky Horror Picture Show“ machte Curry weltbekannt. Dem Ruhm konnte er aber nur wenig abgewinnen. „Ich genieße das nicht“, sagt er dem „Guardian“, „aber ich spiele das Spiel mit.“

Curry war vorerst überwiegend im Fernsehen zu sehen, zudem spielte er regelmäßig im Londoner West End und am Broadway in New York – etwa in Brechts „Dreigroschenoper“ und Charles Dickens’ „Weihnachtsgeschichte“ („A Christmas Carol“). Als Wolfgang Amadeus Mozart in der Broadway-Version von „Amadeus“ war er für einen Tony als bester Hauptdarsteller nominiert.

Zudem versuchte er sich als Popstar. Schon als Kind hatte er in der Kirche gesungen. Doch seine Alben – „Read My Lips“ (1978), „Fearless“ (1979) und „Simplicity“ (1981) – waren keine kommerziellen Erfolge. Die Single „I Do The Rock“, geschrieben mit Filmkomponist Michael Kamen, schaffte es immerhin in die US-Charts.

Keine Berechtigung Bilder zu betrachten - Bild entfernt. IMAGO/Everett Collection Curry wurde auch als Pennywise legendär

Hollywood rief​

Ab den 1980er Jahren häuften sich dann die Filmrollen. Curry spielte in John Hustons Musical „Annie“ und der Krimikomödie „Alle Mörder sind schon da“. Für Ridley Scotts „Legende“ mit Tom Cruise schlüpfte er 1985 als Herr der Finsternis in ein Teufelskostüm. Das Fantasy-Abenteuer floppte, genießt aber bis heute einen besonderen Status unter Fans. Curry war in seinem spektakulären Kostüm allerdings kaum zu erkennen.

Schließlich übersiedelte er in die USA. „Ich bin nach LA gezogen, weil sie dort die Kameras auf einen richten“, sagte er der „New York Times“ scherzhaft. „Und ich möchte, dass sie das machen.“

Legendär wurde sein Auftritt als Clown Pennywise im Horrorklassiker „Es“ von Stephen King. Curry spielte unter anderem auch in „Jagd auf Roter Oktober“, „Kevin – Allein in New York“ und „Die drei Musketiere“ mit. „Muppets – Die Schatzinsel“ gefiel ihm laut eigenen Aussagen am besten.

Keine Berechtigung Bilder zu betrachten - Bild entfernt. AP/Invision/Richard Shotwell Nach seinem Schlaganfall war Curry an den Rollstuhl gebunden
Danach konzentrierte er sich zunehmend auf Sprechrollen. Unzähligen Figuren in Zeichentrick-, Kinderserien und Videospielen lieh er seine markante Stimme und wurde dafür mehrfach ausgezeichnet.

Laut seiner Website war Tim Curry nie verheiratet und hat keine Kinder. Ansonsten ist über sein Privatleben nichts bekannt. In „Vagabond“ erklärt er, warum: „Affären des Herzens oder im Bett gehen euch – bei allem Respekt – verdammt noch mal nichts an.“
 
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Tim Curry ist tot​

Die britische Schauspiellegende Tim Curry ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Das berichteten am Mittwoch mehrere Medien übereinstimmend unter Berufung auf Currys Managerin. Curry wurde bekannt durch die Rolle des Dr. Frank N. Furter in der „Rocky Horror Show“. Er hatte in den vergangenen Jahren mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.


Online seit heute, 18.15 Uhr (Update: 18.25 Uhr)

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Laut Polizeiangaben wurden in der Nacht auf Mittwoch Beamte zu Currys Haus gerufen, wie die Website TMZ.com berichtete. Fremdverschulden sei ausgeschlossen worden, wie es hieß. Seit einem Schlaganfall im Jahr 2012 – Curry war damals 67 Jahre alt – war er teilweise gelähmt und saß im Rollstuhl.


Doch Curry arbeitete weiter als Sprecher. Als die „Rocky Horror Picture Show“ 2016 fürs Fernsehen neu verfilmt wurde, wirkte Curry als Erzähler mit. Auf Conventions und Festivals begeisterte er seine Fans mit Anekdoten aus seinem bewegten Leben. Im vergangenen Jahr veröffentlichte er seine Autobiografie „Vagabond“, die er als Hörbuch einsprach.

Klassisch-britischer Werdegang​

Der Schauspieler und Sänger war 1946 als Timothy James Curry in der Grafschaft Cheshire zur Welt gekommen und verbrachte seine Kindheit wegen der Militärkarriere seines früh gestorbenen Vaters teilweise in Hongkong. An der Universität Birmingham studierte er Schauspiel. Ganz klassisch wirkte er zunächst in der Royal Shakespeare Company mit und stand für kleinere Fernsehrollen vor der Kamera.

Keine Berechtigung Bilder zu betrachten - Bild entfernt. IMAGO/MPTV.net Curry wurde als Frank N. Furter weltberühmt
1968 beging er bereits seine erste provokante Rolle: Im Musical „Hair“ tanzte der junge Curry nackt auf der Bühne. Wenige Jahre später holte ihn Richard O’Brien, den er bei „Hair“ kennengelernt hatte, in seine „Rocky Horror Show“.

Im konservativen Großbritannien der 1970er Jahre war das sexuell aufgeladene Musical von O’Brien gewagt. Dass ein Stück über einen außerirdischen, bisexuellen Wissenschaftler in Frauenkleidern – „der Transvestit vom Planeten Transsexual aus der Galaxie Transylvania“ – ein weltweites Phänomen werden würde, konnte niemand ahnen.

Uraufführung vor 85 Leuten​

Vor nur 85 Leuten wurde die „Rocky Horror Show“ am 16. Juni 1973 uraufgeführt. Nach zähen Startwochen wurde das Obergeschoß des Royal Court Theatre irgendwann zu klein. Zwei Jahre nach der Uraufführung sang Curry als Dr. Frank N. Furter auch auf der großen Kinoleinwand „Sweet Transvestite“.





Die Verfilmung unter dem Titel „Rocky Horror Picture Show“ machte Curry weltbekannt. Dem Ruhm konnte er aber nur wenig abgewinnen. „Ich genieße das nicht“, sagt er dem „Guardian“, „aber ich spiele das Spiel mit.“

Curry war vorerst überwiegend im Fernsehen zu sehen, zudem spielte er regelmäßig im Londoner West End und am Broadway in New York – etwa in Brechts „Dreigroschenoper“ und Charles Dickens’ „Weihnachtsgeschichte“ („A Christmas Carol“). Als Wolfgang Amadeus Mozart in der Broadway-Version von „Amadeus“ war er für einen Tony als bester Hauptdarsteller nominiert.

Zudem versuchte er sich als Popstar. Schon als Kind hatte er in der Kirche gesungen. Doch seine Alben – „Read My Lips“ (1978), „Fearless“ (1979) und „Simplicity“ (1981) – waren keine kommerziellen Erfolge. Die Single „I Do The Rock“, geschrieben mit Filmkomponist Michael Kamen, schaffte es immerhin in die US-Charts.

Keine Berechtigung Bilder zu betrachten - Bild entfernt. IMAGO/Everett Collection Curry wurde auch als Pennywise legendär

Hollywood rief​

Ab den 1980er Jahren häuften sich dann die Filmrollen. Curry spielte in John Hustons Musical „Annie“ und der Krimikomödie „Alle Mörder sind schon da“. Für Ridley Scotts „Legende“ mit Tom Cruise schlüpfte er 1985 als Herr der Finsternis in ein Teufelskostüm. Das Fantasy-Abenteuer floppte, genießt aber bis heute einen besonderen Status unter Fans. Curry war in seinem spektakulären Kostüm allerdings kaum zu erkennen.

Schließlich übersiedelte er in die USA. „Ich bin nach LA gezogen, weil sie dort die Kameras auf einen richten“, sagte er der „New York Times“ scherzhaft. „Und ich möchte, dass sie das machen.“

Legendär wurde sein Auftritt als Clown Pennywise im Horrorklassiker „Es“ von Stephen King. Curry spielte unter anderem auch in „Jagd auf Roter Oktober“, „Kevin – Allein in New York“ und „Die drei Musketiere“ mit. „Muppets – Die Schatzinsel“ gefiel ihm laut eigenen Aussagen am besten.

Keine Berechtigung Bilder zu betrachten - Bild entfernt. AP/Invision/Richard Shotwell Nach seinem Schlaganfall war Curry an den Rollstuhl gebunden
Danach konzentrierte er sich zunehmend auf Sprechrollen. Unzähligen Figuren in Zeichentrick-, Kinderserien und Videospielen lieh er seine markante Stimme und wurde dafür mehrfach ausgezeichnet.

Laut seiner Website war Tim Curry nie verheiratet und hat keine Kinder. Ansonsten ist über sein Privatleben nichts bekannt. In „Vagabond“ erklärt er, warum: „Affären des Herzens oder im Bett gehen euch – bei allem Respekt – verdammt noch mal nichts an.“
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"Wenn ein Star stirbt, verlischt auch ein Teil der eigenen Vergangenheit. Doch es bleibt uns die Kunst."
Geschrieben auf Seite 1 der heutigen Tageszeitung meines Vertrauens.
 
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