Wie steht es um die Abfalltrennung?

Klingt unsinnig, ist aber so...:schulterzuck:



ja eh, aber: wer bezahlt dann unser ASZ? der Verarbeitungsbetrieb bezahlt dann das ASZ und die in Südostasien? denn:

Verarbeitungsbetriebe im Westen bezahlen Empfänger in Asien dafür, dass sie dieses Material annehmen
 
ja eh, aber: wer bezahlt dann unser ASZ? der Verarbeitungsbetrieb bezahlt dann das ASZ und die in Südostasien? denn:

Ich würde meinen: Ein Zwischenhändler (Exporteur, Spedition) kauft dem ASZ (oder eher einem weiteren Zwischenhändler) den Müll ab, verschifft ihn, verkauft ihn an den Verarbeitungsbetrieb (wahrscheinlich auch über den ein oder anderen Zwischenhändler) und der Verarbeitungsbetrieb verrechnet das ganze dann mit dem ASZ bzw. übergeordneten Stellen.

Aber so sehr interessiert mich das gar nicht - für mich zählt nur dass das ganze Recycling-System ein 'modernes Märchen' ist.

Oder gehen wir die Sache umgekehrt an:
Man zeige mir ein österreichisches Plastik-Wiederaufbereitungsunternehmen.
 
Die ganze Entsorgung bezahlt immer der Kunde bereits beim Einkauf, das war immer so und das wird immer so sein. D.h. Der Kunde bezahlt für die Entsorgung, ein Teil des Abfalls wird dann gewinnbringend vermarktet (stoffliche Verwertung) dafür gibt es dann Geld. Der Rest ist zu entsorgen und da geht es dann darum, was ist günstiger. Es gibt thermische Verwertung, also Verbrennung und dann gibt es Abnehmer im Ausland, die bereit sind, den Müll anzunehmen gegen entsprechende Vergütung. Es ist im Prinzip also eine Rechenaufgabe, was gerade günstiger ist. Das ist alles andere als nachhaltig, aber es ist gängige Praxis. China war jahrelang der größte Abnehmer für Plastikmüll. Die haben sich vor paar Jahren entschlossen, keine Importe mehr zuzulassen. Aber es gibt halt noch Länder, die auf die Devisen angewiesen sind, wie z.B. Malaysia. Solange es billiger ist, den Müll zu exportieren als ihn hier zu "verwerten", wird sich das auch nicht ändern.
 
Die ganze Entsorgung bezahlt immer der Kunde bereits beim Einkauf,
Nein, die Kosten trägt großteils die Allgemeinheit und nicht der Verursacher. Ein klassisches Beispiel für ein Externalitätenproblem. Hätten wir eine vernünftige Abfallbewirtschaftung, die die Kosten den tatsächlich Verursachern zurechnen würde, hätten wir nicht das Problem, dass der Müll ins Meer, in den Wald oder sonst wohin gekippt wird, wo er im Grunde nicht hingehört.
 
Nein, die Kosten trägt großteils die Allgemeinheit und nicht der Verursacher. Ein klassisches Beispiel für ein Externalitätenproblem. Hätten wir eine vernünftige Abfallbewirtschaftung, die die Kosten den tatsächlich Verursachern zurechnen würde, hätten wir nicht das Problem, dass der Müll ins Meer, in den Wald oder sonst wohin gekippt wird, wo er im Grunde nicht hingehört.
Wer sind denn deiner Meinung nach die Verursacher ? Die Hersteller ? Ok, können wir uns darauf einigen, dass alles was du den Herstellern dafür in Rechnung stellst, diese dann an den Kunden weitergeben über die Preise ? Oder versteh ich da irgendetwas falsch ?
 
Wer sind denn deiner Meinung nach die Verursacher ? Die Hersteller ? Ok, können wir uns darauf einigen, dass alles was du den Herstellern dafür in Rechnung stellst, diese dann an den Kunden weitergeben über die Preise ? Oder versteh ich da irgendetwas falsch ?
Egal wie wir es drehen und wem wir es in Rechnung stellen, das Problem ist nicht so einfach. Denn zunächst einmal stellt sich die Frage, wie hoch diese Kosten sind. Und wenn wir die Antwort kennen, dann rechnet der Hersteller diese Kosten in den Produktpreis ein.

Und was jetzt? Das Produkt ist teurer und wird weniger oft gekauft. Aber es wird immer Leute geben, denen der Preis egal ist. Und die entsorgen dann die Dose oder die Flasche wie bisher einfach irgendwo hin.

Die andere Lösung ist das Pfand auf Einwegverpackungen. Auch hier wird die Rückgabequote nicht 100 % sein. Aber mit einer deutlichen Verbesserung der Situation kann gerechnet werden. Die ganze Pfandgeschichte verursacht halt einen ziemlichen finanziellen Aufwand für das Rücknahmesystem. Und das alles nur, weil es Mülltrenn-Verweigerer gibt.
 
Wer sind denn deiner Meinung nach die Verursacher ?
Kommt darauf an…..bei Verpackungsmaterial täglicher Verbrauchsgüter der Käufer…..ändert aber nichts daran, dass derzeit die Kosten Entsorgung des Abfalls der Allgemeinheit umgebunden wird, weil schlicht und einfach kein entsprechendes (monetäres) Anreizsystem für den Verursacher besteht, mit dem Abfall sorgsam umzugehen……auch wenn der grüne Pausenclown es nicht behirnen mag. :mrgreen:
 
Aber so sehr interessiert mich das gar nicht - für mich zählt nur dass das ganze Recycling-System ein 'modernes Märchen' ist.
Nicht unbedingt. Aluminium wurde immer schon recycelt und wird weiter recycelt werden. Rohaluminium kostet aktuell an der LME 2139 $ pro Tonne, umgerechnet sind das 2223 €. Ich schätze ganz grob, dass für eine Tonne Dosenschrott (Alu) mindestens 1200 € zu berappen sind. Und momentan herrscht auf Grund der Kriegssituation in Deutschland (und auch in Österreich) ein großer Mangel an Aluminium. Unmittelbar nach dem Überfall ist der Aluminiumpreis sogar auf ein Allzeithoch gestiegen, inzwischen wiederum etwas gesunken.

https://www.finanzen.at/nachrichten...-angriff-auf-neues-allzeithoch-vor-1031225228
 
Nicht unbedingt. Aluminium wurde immer schon recycelt und wird weiter recycelt werden. Rohaluminium kostet aktuell an der LME 2139 $ pro Tonne, umgerechnet sind das 2223 €. Ich schätze ganz grob, dass für eine Tonne Dosenschrott (Alu) mindestens 1200 € zu berappen sind. Und momentan herrscht auf Grund der Kriegssituation in Deutschland (und auch in Österreich) ein großer Mangel an Aluminium. Unmittelbar nach dem Überfall ist der Aluminiumpreis sogar auf ein Allzeithoch gestiegen, inzwischen wiederum etwas gesunken.

https://www.finanzen.at/nachrichten...-angriff-auf-neues-allzeithoch-vor-1031225228

Dann darf man aber die Frage stellen warums bei uns ausgerechnet auf Aludosen keinen Pfand gibt. In Kanada z.B. schon....
 
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