Was denkt ihr über Moral?

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Tja wo der Leonardo jetzt gesperrt wurde und das Forum nicht um seinen verqueren Moralisten trauert, wollte ich allgemein an euch die Frage stellen, was ihr über Moral denkt. Es gibt ja immer noch Leute, die meinen, dass z.B. Homosexualität unmoralisch sei oder andere sexuelle Vorlieben. Ich selbst halte überhaupt nichts von Moralität, sondern versuche idR einfach das zu machen, von dem ich glaube, dass es meinen Interessen am förderlichsten ist. Ich bin der Überzeugung, dass es keiner Moral bedarf, um freundlich und rücksichtsvoll mit anderen umzugehen, für was also Moral? Versuchen Moralisten nicht ständig nur anderen ein schlechtes Gewissen und ihre persönlichen Wertevorstellungen einzureden?
 
Tja wo der Leonardo jetzt gesperrt wurde und das Forum nicht um seinen verqueren Moralisten trauert, wollte ich allgemein an euch die Frage stellen, was ihr über Moral denkt. Es gibt ja immer noch Leute, die meinen, dass z.B. Homosexualität unmoralisch sei oder andere sexuelle Vorlieben. Ich selbst halte überhaupt nichts von Moralität, sondern versuche idR einfach das zu machen, von dem ich glaube, dass es meinen Interessen am förderlichsten ist. Ich bin der Überzeugung, dass es keiner Moral bedarf, um freundlich und rücksichtsvoll mit anderen umzugehen, für was also Moral? Versuchen Moralisten nicht ständig nur anderen ein schlechtes Gewissen und ihre persönlichen Wertevorstellungen einzureden?


und die moral von dieser gschicht.....
im www gibts dinge, die findst im reallife nicht :mrgreen:
 
Hmm das beantwortet nicht wirklich meine Frage... oder ich verstehe deine Antwort nicht. ^^*
 
Hmm das beantwortet nicht wirklich meine Frage... oder ich verstehe deine Antwort nicht. ^^*

im grunde hast meine zustimmung zu deiner einstellung bez. moral ;)
es hat jeder irgendwie eine eigene.....ähnlich dem geschmack oder so.....denk ich mal.
und meist sind die, welche den moralisten so extrem heraushängen lassen, tief in sich eventuell "schlimmer" als die, über die sie "urteilen"

es soll jeder so leben wie es ihm beliebt und er sich wohlfühlt dabei.....solangs gesetzeskonform ist und andere nicht beeinträchtigt, nötigt etc. :)
 
Verleugnen, lässt sich kein Bedarf an gewissen moralischen Grundsätzen, welche man besser immer, zum Wohl der Allgemeinheit beibehalten und beachten solte.

Häufig verdienen aber jene Grundlagen welche uns über Religion/Gesellschaft bisher zur Moral überliefert wurden, längst nicht mehr den Anspruch auf Anerkennung und Beibehaltung, welche ihnen andere weiterhin zumessen...

Zum Einen, weil sich die Gesellschaft weit offener und aufgekärter erweist, zum Anderen, weil sich eigene Interessen und Ansprüche mit der Zeit auch bedeutend verändern können, deshalb auch mit berücksichtigt werden müsssen..

Glücklicherweise verliert durch den Verlust ihrer "Glaubensmacht Stellung" auch die Religion immer mehr an Glaubwürdigkeit für ihre nunmehr haltlosen Dogmen und Forderungen.
So wird zum Beispiel "Kirche" längst nicht mehr überwiegend als Filiale für die Interessenvertretung des Vatikan und dessen frühchristlichen Richtlinien angesehen, sondern öffnet sich auf immer größeren gesellschaftlichen Druck, endlich auch langsam mehr und mehr, den Interessen einer mündigen Glaubensgemeinschaft.

So ungern es die Religionen und deren fundamentalistishe Anhänger auch immer sehen mögen : Deren Einstellungen entsprechen längst nicht mehr den Bedürfnissen und wirklichen Erfordernissen heute auch ohne religiöse Führung leben und lieben könnender Menschen!

Da sich sowohl die Lebensqaulaität wie auch die Grundlagen dafür entschieden verändert haben, hätten sich die Glaubensführer daran anpassen, die Gültigkeit ihre Einstellungen und Ansichten hinterfragen müssen.
Da sie es jedoch versäumt, wenn nicht sogar verschlampt haben, verlieren sich heute deren Ansprüche gegenüber der Aufgeklärtheit aber auch der Entdeckungsfreude unserer Gesellschaft mehr und mehr.

Sicher, es bleiben im Grunde nur noch einige wenige anders denkende. Die aber versuchen immer wieder solche längst überholten Moralvorstellungen von anderen einzufordern, geben sich dabei aber dann doch nur der Lächerlichkeit und Verbohrtheit "angenommener/überlieferter" Ansichten preis.

Solange das jeweilige Verhalten und die Einstellung der Personen nicht das wohl Anderer gefährdet, besteht kein Grund es durch Moral oder Gesetz einzuschränken oder gar zu reglementieren. Auch darf/sollte deshalb niemand, der sich zu einer anderen Lebens/Liebes oder Verhaltensweise bekennt ausgegrenzt oder sogar verurteilt werden...

Damit jedoch auch ganz ohne "Weisung von oben" das Miteienader klappt, bleiben ungeschriebene, dafür aber gelebte Formen der Moral, welche dazu führen das Menschen im friedlichen Kontesxt miteinander ihr Dasein teilen können/wollen unvermeidlich!

Mensch liest sich,
lieben Gruss ...
Genusssreiche Spiele wünscht Euch:

Ralf, aka Seelentraum
 
Tja wo der Leonardo jetzt gesperrt wurde und das Forum nicht um seinen verqueren Moralisten trauert, wollte ich allgemein an euch die Frage stellen, was ihr über Moral denkt. Es gibt ja immer noch Leute, die meinen, dass z.B. Homosexualität unmoralisch sei oder andere sexuelle Vorlieben. Ich selbst halte überhaupt nichts von Moralität, sondern versuche idR einfach das zu machen, von dem ich glaube, dass es meinen Interessen am förderlichsten ist. Ich bin der Überzeugung, dass es keiner Moral bedarf, um freundlich und rücksichtsvoll mit anderen umzugehen, für was also Moral? Versuchen Moralisten nicht ständig nur anderen ein schlechtes Gewissen und ihre persönlichen Wertevorstellungen einzureden?

MORAL????
was ist Moral?? ein Verhaltenskodex?? eine Richtline zum Zusammenleben?? Regeln die uns die Gesellschaft aufzwingt?

Nun einen Funken MORAL sollte jeder haben aber ist die Moral nicht dazu da um sie umzuwerfen und darauf zu "pfeiffen"??
ist Moral echt soo wichtig?
Ich finde Moral ist gut und schön aber net zu übertrieben und auf das Individium Mensch ( jeder is anders) anzupassen!!

und darum mein Aufruf : vergeßt die Moral und auf zum frühlichen :poppen:
 
Auf das, was ich unter "Moral" verstehe, kann ich gut verzichten. Aber ich will hier keine Diskussion darüber anfangen, was man unter "Moral" verstehen sollte. Dafür ist das wohl nicht das richtige Forum. Ich lese also einfach weiter eure Posts und werde aus diesen wohl herauslesen, was ihr in etwa unter "Moral" versteht. ^^
 
@ Seelentraum

Wunderbar beschrieben und den Nagel auf den Kopf getroffen. Ich habe auch lange gehofft, das dem kirchlichen Schwachsinn in den nächsten Jahren die Mitglieder ausgehen, weil die einfach sterben vom Alter her. Aber schaut man sich den Weltjugendtag in Köln an oder den letzten Papsbesuch (mit Entsetzen) an, dann zeigt sich, das da wohl genug junger Nachwuchs vorhanden ist, das die die nächsten Generationen schön weiternerven können.

Was bitte ist Moral? Ich würde es deffinieren als das, was einige wenige, die aber etwas zu sagen haben, als solches ansehen. Moral wird von einigen wenigen diktiert. Aber keineswegs ist dies die Meinung der Masse.

Und Sex mit Moral zu Verbinden wäre abgesehen von ein paar Ausnahmen nicht richtig. Wenn sich 2 finden die die selben Bedürfnisse haben, können sie machen was sie wollen, wenn es beide wollen. Da drüber zu Diskutieren wäre irgendwie Blödsinn, sie tun es eh, egal was die Moral sagt oder das Gesetz.

Moral kann man sich, als Beispiel, heute so vorstellen: Ein Politiker sagt, Analsex ist unmoralisch. Alle die keinen Sex haben, Analsex hassen oder eh nur Sex im Handbetrieb hatten sagen dazu ja. Mag eine Minderheit sein. Aber, von denen die Analsex mögen, vielleicht die Mehrheit, sagt keiner, hey, das ist doch okay und macht Spass. Wer würde sich den für Analsex outen und offen Partei ergreifen? Niemand, obwohl es viele tun! Und deshalb kann z.B. ein Politiker ein Gesetz theoretisch gegen Analsex durchbringen.

Was ich sagen will: Mit Moral schmeisst der umsich, der sie vertritt. Grade im sexuellen Bereich hat ein Moralist kaum mit Gegenwehr zu rechnen, denn wer will sich outen? Deswegen wird die Moral oftmals siegen.
 
MORAL????
was ist Moral?? ein Verhaltenskodex?? eine Richtline zum Zusammenleben?? Regeln die uns die Gesellschaft aufzwingt?

ein wenig gegoogelt: 8-)
Der Begriff Moral (frz.: moral, v. lat.: moralis die Sitten betreffend; lat.:mos Sitte, Plural mores) bezeichnet:
Die Gesamtheit der Normen, Werte, Grundsätze, die das zwischenmenschliche Verhalten in einer Gesellschaft regulieren und von ihrem überwiegenden Teil als verbindlich akzeptiert oder zumindest hingenommen werden (herrschende Moral; bürgerliche Moral sozialistische (Kampf)-moral).
Das sittliche Empfinden oder Verhalten eines Einzelnen oder einer Gruppe (hohe Moral; niedere Moral).
In der Philosophie die Lehre vom sittlichen Verhalten des Menschen, auch Moralphilosophie genannt. (vgl. Ethik).
In der Literatur die Nutzanwendung z.B. einer Erzählung („Moral von der Geschichte“).
Soziologisch kann man Moral als Instanz beschreiben, die es Individuen ermöglicht, in sozialen Systemen mitzuwirken, die zu komplex sind, als dass sie in ihrer Gesamtheit zu erfassen wären.

Das Wort Moral ist ein sog. Singularetantum: ein Wort, zu dem kein Plural existiert.


ich finde man muss auf jedenfall zwischen moral und ethik unterscheiden. ethik ist das korsett der gesellschaftlichen regel und die moral das eigenempfinden über richtig/falsch, schön/unschön, usw.
moral vorstellungen spiegeln die eigene erziehung und die im leben erlebten wertvorstellungen wieder.
was für einen moralisch richtig ist kann für einen anderen nur einen lauten lacher verursachen.
 
ich finde man muss auf jedenfall zwischen moral und ethik unterscheiden. ethik ist das korsett der gesellschaftlichen regel und die moral das eigenempfinden über richtig/falsch, schön/unschön, usw.
moral vorstellungen spiegeln die eigene erziehung und die im leben erlebten wertvorstellungen wieder.
was für einen moralisch richtig ist kann für einen anderen nur einen lauten lacher verursachen.


Man muss auf jeden Fall zwischen Moral und Ethik unterscheiden.

Laut Kant ist es beispielsweise so, dass die Ethik die Frage nach der Bedeutung, Geltung und Begründung moralischer Sätze, also eine philosophische Untersuchung der Moral, ist. Somit stellt die Ethik die Frage, welche Handlungen und welche Entscheidungen vor dem Hintergrund der Moral richtig oder falsch sind.
 
Ich habe ein gespaltenes Verhältnis zu Wikipedia. Als erste Anlaufstelle für schnelle Infos, ist es ein Blick wert und gibt meistens eine erste Orientierung. Leider sind die Inhalte sehr unsicher und oft genug einfach viel zu oberflächlich oder sogar falsch.
Was die die Wiki-Aussagen zum Thema "Moral" angeht, so halte ich sie nicht für falsch, aber für unvollständig. Zum einen stellt sich mir die Frage, wie eine Sitte oder Brauch unmoralisch sein kann, wenn "Moral" als Gesamtheit an gesellschaftlichen Sitten, Normen usw. definiert wird. Ich schätze die allermeisten werden mir zustimmen, dass man auch gesellschaftlich anerkannte Sitten (z.B. Kopftuchgebot in manchen Ländern) als unmoralisch betrachten kann. Wenn das der Fall ist, reicht es nicht "Moral" als vom Großteil der Gesellschaft akzeptierte Wertvorstlellungen, Sitten und Normen zu definieren.
Ein weiterer Aspekt, der mir bei Wikipedia fehlt (der aber in direkter Verbindung zu meinem ersten Punkt steht) ist, dass er die Innenperspektive des Moralisten nicht beachtet. Es ist für die meisten einen Unterschied machen, ob sie sich über jemanden ärgern, weil er sich nicht an ein Gesetz gehalten hat, das erstmal nichts mit Moral zu tun hat oder über jemanden, der gegen ein moralischen Grundsatz verstößt. Während bei dem einen bloß gegen eine Konvention verstoßen wird, die man auch anders regeln kann, wird doch angenommen, dass gewisse moralische Regeln unabhängig von jeglichen Konventionen gelten.

Oje ich merke gerade, dass ich etwas abschweife und etwas sehr fachphilosophisch werde... seht meinen Beitrag nur als Kommentar, darüber brauchen wir im Detail nicht zu diskutieren, das führt wohl zu weit. ^^*
 
Ich denke über Moral....

dass sie als Überbegriff für einen gewissen Kodex an Einstellungen, Verhaltensweisen, Denkweisen einer Gesellschaft ihren Wert hat - sie ist ja nichts, was geschaffen wird, sondern ergibt sich aus einer Vielfalt von soziologischen, kulturellen, religiösen Einflüssen. Da sich diese Einflüsse immer verändern, ist Moral auch nichts, was sich einzementieren oder überhaupt für einen längeren Zeitraum abbilden lässt. Mitteleuropas Moralvorstellungen wurzeln in mehreren Faktoren,die sich aus der Geschichte der Länder ergeben haben: die griechisch-römische Kultur, Judentum und das allgegenwärtige Christentum, sowie die Aufklärung sind mMn die wesentlichsten Pfeiler.

In den letzten Jahrzehnten hat sich einiges verschoben - die christlichen Werte beginnen langsam, ihre unumstössliche Absolutheit zu verlieren - durch den Einfluss anderer Religionen und die postchristliche A-Religiosität.

Trotzdem ist unser Weltbild nach wie vor stark von solchen Werten geprägt. Ich denk mir das immer wieder bei der Erziehung meines 27 Monate alten Sohnes. Obwohl ich versuche, alle religiösen und damit in Zusammenhang stehenden christlich-moralischen Elemente "wegzulassen", ist das Umfeld ( Mutter, Großeltern, Tagesmutter, Freunde...) so stark, dass es prägt.

Und das ist mein Problem mit der Moral - wo ich zulasse, dass oralische Grundsätze, die nicht meiner eigenen Einstellung entsprechen, mein Leben so stark beeinflussen, dass ich mich genötigt fühle, entweder mitzuziehen oder dafür Gewissenskonflikte auszustehen. Ich habe viele Jahre, Jahrzehnte meines Lebens gebraucht, um zu verstehen, dass ich mich für gewisse sexuelle Vorlieben nicht zu schämen brauche. Oder dass ich gewisse Einstellungen haben darf. In Österreich ist es immer noch moralisch verwerflich bisexuell zu sein. Und man wird von 80% der leute sehr schräg angeschaut und in Diskussionen angegriffen, wenn man sich als 100%iger Atheist outet. Das sind nur 2 Beispiele.

Fazit? Moral ist wichtig, weil sie das Zusammenleben prägt, Gesetze, Regeln gründen sich teilweise auf moralische Prinzipien. Sie sollte sich wandeln dürfen und niemlas dem Individuum die Freiheit nehmen, gegen sie Stellung zu beziehen.
 
Da sich diese Einflüsse immer verändern, ist Moral auch nichts, was sich einzementieren oder überhaupt für einen längeren Zeitraum abbilden lässt.
Wie beurteilst du dann z.B. den Versuch vieler Staaten, andere zu überzeugen sich an die Menschenrechte zu halten, die angeblich universell gelten. Die Menschenrechte sind ja moralische Regeln, wenn diese aber nur Produkt gesellschaftlicher Faktoren sind, macht es dann überhaupt einen Sinn zu behaupten, bestimmte moralische Regeln gelten auch für Menschen, die nicht dem eigenen Kulturkreis angehören?
Und noch weiter gefragt: Angenommen es würde mir mehr nützen mich nicht an die moralischen Regeln zu halten, die in meinem Land am verbreitetsten sind und ich hätte auch kein schlechtes Gewissen diesen zuwider zu handeln, sollte ich dann trotzdem noch so handeln, dass mich andere "moralisch" nennen und wenn ja, warum? Angenommen ich könnte den perfekten Mord ausführen, bei dem es (jetzt mal fiktiv) völlig sicher wäre, dass mich die Polzei nicht schnappt, ich dadurch einen großen Nutzen (z.B. viel Geld) bekommen würde und kein schlechtes Gewissen hätte: Gäbe es trotzdem einen Grund, mein potentielles nicht umzubringen?
 
Im großen und Ganzen kann ich mich ziggy anschliessen,denn gerade bei der Erziehung der Kinder ist es schon sehr schwer alte noralische Grundsätze zu durchbrechen.
Wie oft hört man von älteren (oder weniger liberalen) Mitmenschen den Satz:"Das tut man nicht!" wobei ich sehr gerne die Gegenfrage stelle:"Wer ist'man'?" oder ganz einfach "Warum?".
Meistens haben diese Menschen dann keine vernünftige Erklärung,weil sie eben so erzogen wurden.

Selbst gehts einem in manchen Berichen doch auch immer wieder mal so daß man nur die Erklärung "Das ist halt mal so" hat.

Ein Beispiel:
Wir haben unseren Kindern nie was vorgespielt bezgl. Sexualität und es ist auch ein ganz offenes Thema bei uns zuhause.
So ist es auch überhaupt kein Problem mal vor den Kindern nackt aus der Dusche zu kommen-------als meine Mutter dies mal mitbekam holte sie beinahe der Herzinfarkt.

Für mich gibts grundsätzlich eigentlich nur eine Situation die ich als "unmoralisch" bezeichne:
Wenn ich durch eine Handlung jemanden miteinbeziehe der dies nicht will und ich trotzdem nicht aufhöre.

Beispiel:
Wenn ich unbedingt am öffentlichen Strand von Antalya oben ohne baden muss,obwohl man genau weiss daß dies dort verpönt ist.
 
Angenommen ich könnte den perfekten Mord ausführen, bei dem es (jetzt mal fiktiv) völlig sicher wäre, dass mich die Polzei nicht schnappt, ich dadurch einen großen Nutzen (z.B. viel Geld) bekommen würde und kein schlechtes Gewissen hätte: Gäbe es trotzdem einen Grund, mein potentielles nicht umzubringen?
Allerdings, und zwar einen ziemlich guten: dein Opfer hat das gleiche Recht, sein Interesse durchzusetzen wie du. In dem Fall will es leben und sein Geld behalten.

Ich meine, daß in dem Augenblick wo mehrere Individuen zusammenleben, also eine Gesellschaft bilden, es gewisser Regeln für eben dieses Zusammenleben bedarf. Regeln, die sich imho auch ohne bewußtes Zutun ganz automatisch und von selbst "ergeben" - und daraus resultiert dann eben auch ein Moralbegriff. Daß dieser von Gesellschaft zu Gesellschaft unterschiedlich sein kann, beweist die Realität.

PS: Ich glaube, daß das auch Leonardos Problem ist. Er scheint sich in einem völlig anderem Universum zu bewegen als die meisten von uns hier, daher gelten für ihn die in seiner Welt realen Moralbegriffe, die bei uns wiederum bestenfalls verständnisloses Kopfschütteln bewirken.
- naja, vielleicht hat er ja auch gerade einen Zeitsprung über gute 200 Jahre hinter sich .... :shock:
 
PS: Ich glaube, daß das auch Leonardos Problem ist. Er scheint sich in einem völlig anderem Universum zu bewegen als die meisten von uns hier, daher gelten für ihn die in seiner Welt realen Moralbegriffe, die bei uns wiederum bestenfalls verständnisloses Kopfschütteln bewirken.

Vielleicht hat er ja noch berühmtere Vorfahren, auf deren Ansichten und EInstellungen er zugreift, wie den Ötzi ... Woraufhin sich dann auch dessen coolen Fragestellungen hier im Forum bestens erklären liessen? :) ;)

Mensch liest sich,
lieben Gruss ...
Genusssreiche Spiele wünscht Euch:

Ralf, aka Seelentraum
 
ein art gesellschaftlicher Struktur bzw. eine Ordnung des Zusammenlebens, die hat und braucht jeder Viecherstaat auch.

Da wir Menschen ja von uns annehmen, dass wir die Einzigen göttlichen Geschöpfe sind die denken können und weiter führende Überlegungen anstellen, haben wir alles noch komplizierter gemacht. Vor allem Religionen, Traditonen und Machtspile aller Art haben die ganze Sache so undefinierbar gemacht.
Daher bleibt die richtige Antwort ewig offen.
Weit.
 
dein Opfer hat das gleiche Recht, sein Interesse durchzusetzen wie du.
Meinst du positives oder überpositives Recht? Steht in unseren Gesetzestexten drin (=positives Recht), dass jeder dieses Recht hat? Wenn ja, warum sollte ich mich daran halten, wenn ein Verstoß gegen dieses Gesetz mir mehr nützen würde? Wenn es aber eine Art von "ungeschriebenen" Gesetz ist, also unabhängig universell davon gilt, ob ein solches in einem Gesetzestext niedergeschrieben ist (= überpositives Recht), woher weißt du, dass es dieses Recht gibt? Woher weißt du, dass jeder das gleiche Recht hat, seine Interessen zu verwirklichen? Und warum sollte ich mich an dieses Recht halten, wenn es mir mehr nützen würde, dagegen zu verstoßen?


Da wir Menschen ja von uns annehmen, dass wir die Einzigen göttlichen Geschöpfe sind die denken können und weiter führende Überlegungen anstellen
Ich glaube weder, dass ich ein Geschöpf eines Gottes bin, noch dass ich der einzigen Spezies angehören, die denken und überlegen können.
Aber das ist ein anderes Thema. ;)
 
Auf das, was ich unter "Moral" verstehe, kann ich gut verzichten. Aber ich will hier keine Diskussion darüber anfangen, was man unter "Moral" verstehen sollte.

Das finde ich sehr vernünftig, denn mir Dir ist ohnehin nicht leicht zu diskutieren, wenn Du in fünf Postings zehn Fragen stellst, und nach jeder Antwort eine Gegenthese aufstellst! :shock:
Ist Dein Familienname vielleicht gar Sokrates? ;)

Aber ohne Diskussion: wenn Du so leicht auf Moral verzichten kannst, solltest Du wenigstens sagen, was Du unter Moral verstehst, damit wir wenigstens einen kleinen Anhaltspunkt haben.

Im übrigen ist nicht jeder, welcher auch nach moralischen Grundsetzen leben will, gleich ein Moralist!
 
......... Ich selbst halte überhaupt nichts von Moralität, sondern versuche idR einfach das zu machen, von dem ich glaube, dass es meinen Interessen am förderlichsten ist.

Ist das nicht ein wenig egoistisch?

Vielleicht solltest du ein wenig darauf achten, dass es auch den Interessen deines Partners/deiner Partnerin ein wenig förderlich ist ..... Ich jedenfalls mag es nicht, wenn meine Interessen untergebuttert werden.

LG
Janina
 
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