Vergewaltigungsphantasien/Brutalität

Natürlich und ist gut so. Dennoch sollte das Kernthema nicht aus den Augen verloren gehen. Wenns aber zu viele Seitenäste gibt, dann ist es ratsam ein Neues Thema zu eröffnen und das aktuelle Thema ruhen zu lassen.

Man kann natürlich auch ein Zusatzstrang eröffnen, in dem diskutiert wird warum und ob es solche Zusatzstränge geben sollte ;)


Nun, dann komme ich mal zum ursprünglichem Thema zurück. Warum gefällt mir gewalthaltiger sexueller Kontakt (Wobei Faustschläge oder generell stark physische Gewalt, die zu ernsthaften Schäden führen können, ablehne)? Es gibt mehrere Erklärungen und alle tragen einen Teil dazu bei, dass mir gewisse Gewalt beim Sex gefällt.

Eine deutliche Erklärung für mich ist die, dass mich ein roher triebgesteuerter Mann sexuell sehr anzieht. Der Mann wirkt auf mich stark. Wenn er mich überwältigen kann, kann er mich sicher auch vor wilden Tieren beschützen. Gut, diese Gedanken mache ich mir nicht direkt, aber ich fühle bei einer sexuellen Überwältigung diese sehr anziehend wirkende Stärke.

Ein andere Erklärung ist das Gefühl der Unschuld. Die Diskrepanz zwischen unschuldigem „Mädchen“ und zu gebrauchende Schlampe ist sehr reizvoll. Warum dies eine sexuellen Reiz auf mich ausübt, kann ich aber nicht genau aufschlüsseln. Also das Spiel mit der Scham in der bei mir auch der Teil der Demütigung einfliesst.

Ausgeliefert sein, heisst auch sich absolut fallen lassen können. Es ist befreiend in einer eher passiven Rolle beim Sex sein zu dürfen und es mit sich machen lassen.

Ein weiterer Aspekt ist der, dass es mich extrem anmacht, wenn ein Mann (meiner Wahl) seine Geilheit ungezügelt bei mir auslassen kann und ich ihn so absolute Befriedigung verschaffen kann. Das befriedigt auch mich sehr.

Das wären mal so meine eigenen Hauptgründe, die ich bei mir ausmache.
Ich muss aber auch sagen, dass mir normaler Sex mittlerweile Spass machen kann. Das ist allerdings erst so, seit ich meine andere Seite voll umfänglich ausleben darf/kann.
Der normale Sex unterscheidet sich aber im Empfinden deutlich von der gröberen Gangart. Bei Ersterem steht das Gefühl der absoluten Liebe und Hingabe zueinander im Vordergrund. Beim anderen geht es bei mir um eine roh ausgelebte Sexualität. Für beide Praktiken braucht es aber Vertrauen und einen kompatiblen Partner dazu. Ich habe aktuell das Glück beides in einem Mann zu haben :)
 
nein ... je weniger du dich dem system "anpasst", und eben zu dir selbst stehst, umso schwieriger tut sich das system, dich zu schubladisieren, und aus "weird" wird "interesting" ...

In der Theorie immer leicht, in der Praxis wenn du alleine durch‘s Leben gehst möglicherweise auch, man muss in dem System ja auch leben, in meinem Fall betrifft mein Handeln ja nicht nur mich. Aber mir ist’s eh egal ich kann zu mir stehen und muss mich trotzdem nicht jedem komplett offenbaren, soll jeder denken was er möchte - Kopfkino hat ja auch was :D
 
Um das geht’s ja nicht, in die Schublade wirst ja trotzdem gesteckt ;)

Du...ganz ehrlich...
...das Schubladensystem in den Köpfen mir fremder Menschen...
...ist mir herzlich egal.
Aber sowas von... :schulterzuck:

Wenn sie es brauchen, um sich ihre kleine Welt zu katalogisieren...
...weil es sie ansonsten überfordert...
...sollen sie machen. :fies:

Sie ordnen ja nur ihre Bilder ein, die sie von mir meinen zu haben...
...und nicht MICH. ;)

Anhang anzeigen 6720310
 
Du...ganz ehrlich...
...das Schubladensystem in den Köpfen mir fremder Menschen...
...ist mir herzlich egal.
Aber sowas von... :schulterzuck:

Wenn sie es brauchen, um sich ihre kleine Welt zu katalogisieren...
...weil es sie ansonsten überfordert...
...sollen sie machen. :fies:

Sie ordnen ja nur ihre Bilder ein, die sie von mir meinen zu haben...
...und nicht MICH. ;)

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Genau das meine ich, es irritierte mich anfangs, dass scheinbar offene Menschen die selbst einer Randgruppe zugeordnet werden und gegen genau das ankämpfen selbst keinen Deut besser sind. Mir persönlich sind die einen so egal wie die anderen, ich muss mich nirgendwo zuordnen und nehme mir von überall das was gut ist für mich.
 
Genau das meine ich, es irritierte mich anfangs, dass scheinbar offene Menschen die selbst einer Randgruppe zugeordnet werden und gegen genau das ankämpfen selbst keinen Deut besser sind. Mir persönlich sind die einen so egal wie die anderen, ich muss mich nirgendwo zuordnen und nehme mir von überall das was gut ist für mich.

Das liegt in der Natur der Sache. Ein schwuler Verhaltenstherapeut erklärte mir mal, daß innerhalb der Gaycommunity mehr Intoleranz herrsche hinge damit zusammen, daß die Emanzipationsbestrebungen in eigener Sache zwangsläufig auch Abgrenzung gegen die als unterdrückend empfundene „Mehrheit“ erfordert.

So erklärt sich z. B. auch, warum ich nahezu mein gesamtes soziales Netzwerk verloren habe, als ich mit meinem jetzigen Mann zusammen kam. Konsequenterweise blieb keine einzige lesbische Freundschaft bestehen, immerhin aber ein paar schwule Kontakte.
 
Das liegt in der Natur der Sache. Ein schwuler Verhaltenstherapeut erklärte mir mal, daß innerhalb der Gaycommunity mehr Intoleranz herrsche hinge damit zusammen, daß die Emanzipationsbestrebungen in eigener Sache zwangsläufig auch Abgrenzung gegen die als unterdrückend empfundene „Mehrheit“ erfordert.

So erklärt sich z. B. auch, warum ich nahezu mein gesamtes soziales Netzwerk verloren habe, als ich mit meinem jetzigen Mann zusammen kam. Konsequenterweise blieb keine einzige lesbische Freundschaft bestehen, immerhin aber ein paar schwule Kontakte.

Tut mir leid für dich. Die Erklärung macht Sinn, trotzdem echt schade.
 
Ist schon lange her, trotzdem danke.

Mir waren Schubladen nie egal. Aber ich tue Dinge trotzdem.
 
Dann solltest du dir vielleicht vorher überlegen, was du schreibst:
Vielleicht sollte man in geschriebenes auch nix hineinintrrpretieren :-)


Mit geht es auch nicht speziell um deinen Fall, sondern ganz allgemein um die Ableitung einer Präferenz aus einer Straftat ( Körperverletzung/ Gewalt )
Hier gehts nit um straftatbestände!!! Sondern um formen von lust! Ob du oder irgendwer anders hier das kapiert frag ich mi echt schön langsam
 
Hier gehts nit um straftatbestände!!! Sondern um formen von lust! Ob du oder irgendwer anders hier das kapiert frag ich mi echt schön langsam

Es ist eben ein Unterschied, ob jemand von sich aus und ohne Zwang seine Sexualpräferenzen entwickeln und ausleben kann oder durch eine schwere Straftat, wie es eine Vergewaltigung nun mal ist, in bestimmte Bahnen gedrängt wird.

Da muten kuriose Wert- oder Gleichstellungen solcher Straftaten nur als billige Legitimationsversuche derselben durch die Hintertür an.
 
Schön, dass ihr weiterhin diskutiert.
Schade, dass ihr streitet.
Schön, dass es sich meist um Kontroverse Diskurse handelt.


Um es generell Klarzustellen: eine Straftat liegt nur dann vor, sind die Aktionen nicht einvernehmlich oder eine Einvernehmlichkeit ist durch Manipulation, psychischen Druck oder eine Abhängigkeit entstanden.

Mein Thread handelt von Frauen, die explizit rapeplay und oder andere Formen der Gewalt explizit suchen, sowie meinem relativen Unverständnis dem gegenüber.

Hier ruft niemand zu einer Tätlichkeit auf.
Danke für das Verständnis.
 
Es gibt hier zuweilen Dinge abseits jeglicher Glaubwürdigkeit und die besser in der Rubrik "Geschichten" aufgehoben wären. Nicht umsonst lautet der Thread ""Vergewaltigungsphantasien/Brutalität".
Die Frage ist ja eher, was ist gesellschaftlich akzeptiert und was nicht.
Es ist offensichtlich gesellschaftlich nicht akzeptiert, sexuelle Erregung bei Praktiken zu empfinden, die jenseits vom Mainstream liegen.

Ich verurteile daher den Wunsch nach rapeplay nicht, will aber die Motivation dahinter verstehen.

ich verurteile auch niemanden, der auf Atemreduktion als passiver Empfänger Wert legt.
Oder so vieles mehr.

Ich verurteile aber den jeweiligen Partner , der dieses „Spiel“ nicht unter den sexuellen Gesichtspunkten der beiderseitigen Befriedigung ansieht, sondern nur Sender ist und dem Empfänger seine Präferenz zur eigenen Lustgewinnung aufzwingt, ebenso wie jene jeweiligen Partner, welche eine offenkundige oder vermutete psychische Labilität zur eigenen Lustgewinnung ausnutzt.

Dabei handelt es sich tatsächlich um eine Tätlichkeit.

Es liegt ein Unterschied zwischen „wir haben Spaß“ daran und „ich alleine habe Spaß“ .
 
wurscht....haupsachen derjenigen oder demjenigen machts spass
Da wiederum gebe ich Marlene recht.
Da begibt sich auch schnell und gar nicht mehr so helle Grauzone. Menschen, die aufgrund einer Vergewaltigung in die Rolle der rapeplay Empfängerin geraten, benötigen ggf. eher professionelle Hilfe.
Aber auch hier: wenn das Thema durch ist und nach Jahren oder Jahrzehnten entwickelt sich der Wunsch aus freien Stücken, wird dies ggf. auch gegensätzlich gesehen werden können.
 
Ich warte übrigens auf die erste Person, die sich dahingehend äußert, das es sich langsam reicht, den Thread zu füttern, weil die Person es nicht mehr lesen will.

korrekt gegendert?
 
Menschen, die aufgrund einer Vergewaltigung in die Rolle der rapeplay Empfängerin geraten, benötigen ggf. eher professionelle Hilfe.

Weil?

Bitte nicht provozierend verstehen, habe ich lange so gesehen (und sehe es mittlerweile ziemlich skeptisch). Weil: wer bestimmt, wann jemand hilfebedürftig ist? Der Betroffene selbst oder Zeugen - wie wohlmeinend die auch immer sind?

Gerade in diesem Zusammenhang kann ich nur feststellen: Vergewaltigung ist die massivste Form der Grenzüberschreitung. Und deshalb bin ich der Überzeugung, daß jede ungebetene Einflußnahme hier weitere Grenzüberschreitungen darstellen würde, die u.U. das, was tatsächlich verletzt wurde, noch weiter verletzen.

Mal abgesehen davon, daß "Trigger" oder Retraumatisierungen im sexuellen Bereich genau da auch auftreten können, ob beim Küssen, beim Angebaggert-Werden oder was auch immer. Das läßt sich nicht auf BDSM-Praktiken eingrenzen. Heißt in letzter Konsequenz: jemandem seine sexuellen Präferenzen absprechen heißt letzten Endes, ihn seine sexuelle Autonomie absprechen.
 
ich hab mal versucht mir alles durchzulesen, weil es mich extrem interessiert und betrifft:

hut ab vor dem mädel mit dem ersten 'vergewaltigten' Mal - ich könnte dir deine zeilen 1:1 unterschreiben

auch ich hab vergewaltigungsphantasien, teilweise umgesetzt, manchmal das verlangen w i r k l i c h brutal und grob rangenommen zu werden, egal ob spuren oder gar verletzungen entstehen

mit einem meiner partner hatte ich mal ein sehr offenbarendes gespräch darüber, warum das so ist:

ich hatte in meiner kindheit/jugend ein extrem gewaltätiges umfeld und verwechsle das unterbewusst anscheinend mit liebe und zuneigung
jetzt bin ich eine sehr selbsbestimmte, selbstbewusste fast dominante, tonangebende Frau im 'normalen' leben - im 'privaten/intimen' Bereich lasse ich mich schlagen, erniedrigen, zwingen, 'vergewaltigen' weil nur dieses ausgeliefert sein, diese absolute hingabe bei mir mit liebe/zuneigung übersetzt ist
auch vertrauen kann ich eben nur in solchen situation, wo ich mich komplett der 'verfügungsgewalt' von jemand anderen hingebe
ich find das weder schlimm noch bedenklich, solange sich nur jemand weh tut, der dann auch damit leben kann
betreffend hilfe oder 'beseitigung' dieser trauma sei es aus kindheitserfahrung oder wahrem missbrauch, solange man (wie bei mir) kein problem damit hat, warum es als schlecht darstellen?
solange ich geschlagen werden will und es jemanden gibt, der das gerne tut, alles gut?

bei dem gegenüber war es folgendermaßen, dass dieser in kindheit und jugend von seiner mutter komplett ignoriert und missachtet wurde und er das jetzt kompensiert oder aufarbeitet, indem er von der frau, mit der er zusammen ist, alles fordert
 

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