Vergewaltigungsphantasien/Brutalität

Auffallend ist, daß dennoch gerade im Zusammenhang mit "Gewalt-Praktiken" immer wieder der Zusammenhang zu psychischen Verletzungen hergestellt wird.

Das ist in weiten Teilen von BDSM auch nicht gerechtfertigt. Aber ich habe zu einem Fall von echter Vergewaltigung ( 32-jähriger vergewaltigt 16 (!)-jahrige )und der daraus folgenden Traumatisierung und einer möglicherweise vorliegenden Bewältigungsstrategie geschrieben.

Ansonsten finde ich es erschreckend, wie hier teils versucht wird, aus Vergewaltigung/ Trauma entstandene Sexualpräferenzen und damit Vergewaltigungen selbst zu verharmlosen.
 
Ansonsten finde ich es erschreckend, wie hier teils versucht wird, aus Vergewaltigung/ Trauma entstandene Sexualpräferenzen und damit Vergewaltigungen selbst verharmlost werden.

Das verstehe ich. Beim Lesen des bewußten Beitrags war ich selbst sehr betroffen.

Aber ich glaube nicht, daß "Verharmlosung" gewollt war. Ich denke, man darf Mitlesenden ruhig auch zutrauen zu wissen, was zulässig ist oder nicht. Vergewaltigung ist niemals zulässig, niemals erlaubt, darüber muß nicht diskutiert werden.
 
du legst da die Latte recht hoch, wenn man bedenkt dass hier jeder aus den Weiten des WWW Zugang hat.

Nein. Ein Vergewaltiger tut es. Die „Rechtfertigung“ wird er sich erst danach heranziehen (sie hat es ja auch gewollt). Vergewaltigung hat selten mit sexueller Begierde als Motivation zu tun, sondern mit Ausüben von Machtgelüsten. Darin sehe ich den Hauptunterschied zu Rapeplay-Szenarien.
 
Nein. Ein Vergewaltiger tut es. Die „Rechtfertigung“ wird er sich erst danach heranziehen (sie hat es ja auch gewollt). Vergewaltigung hat selten mit sexueller Begierde als Motivation zu tun, sondern mit Ausüben von Machtgelüsten. Darin sehe ich den Hauptunterschied zu Rapeplay-Szenarien.

Es verharmlost aber das Verbrechen.... ev setzt es die Hemmschwelle herab???

Bzgl Machtgelüsten bin ich ganz bei dir.
 
Aber ich glaube nicht, daß "Verharmlosung" gewollt war. Ich denke, man darf Mitlesenden ruhig auch zutrauen zu wissen, was zulässig ist oder nicht. Vergewaltigung ist niemals zulässig, niemals erlaubt, darüber muß nicht diskutiert werden.
Gewollt oder nicht ist bei SO sensiblen Themen halt ein Minenfeld wo man schnell mal daneben treten kann. Nerven liegen bei so heftigen Themen halt oftmals blank und persönlich beleidigt oder angegriffen ist schnell wer.

Dementsprechend ist mir schon klar dass niemand hier provozieren oder verharmlosen wollte. Ich würd aber ebenso darüber nachdenken warum es bei manchen so ankommt bzw zu Missverständnissen oder Unverständniss führt.

Ist ein wenig eine ähnliche Situation wie ein Typ der angibt dass sein neues, cooles Auto locker 300 schafft und ein wahnsinns Fahrverhalten in Kurven hat... währrend eine Mutter daneben sitzt die ihr Kind bei einem Unfall an einen Raser verloren hat. Der meint das vermutlich auch nicht böse und kann im Leben das Gefühl der Mutter nicht nachvollziehen. Die Mutter vermutlich aber auch seine Gefühle nicht mehr.
 
Wäre vielleicht ein eigenes Thema wert.

Jetzt muß ich aber erstmal rausfinden, ob Subcommander T'Pol sich vom Archer den Arsch versohlen läßt. :D
 
okay?
Es gibt ja tatsächlich Frauen, die nach einer Vergewaltigung durch eine mentale negativ-positiv-Umkehr als Bewältigungsstrategie mit dem Traumata zu leben lernen. Das ist zwar immer noch besser als daran zu verzweifeln, aber sicher keine Legitimation, ein solches Traumata als eigenständige und frei gewählte Sexualpräferenz darzustellen. Weder von den betroffenen Frauen und noch weniger von potentiellen Vergewaltigern.
njet ... da steht zwar derselbe blödsinn in grün drin, aber von begründung, wieso das eine besser als das andere sein soll, steht da nix.
nur, dass du dir einbildest, eine entscheidende instanz bzgl. legitimation zu sein.
 
Interessante Ansichten gibt es hier zu lesen. Es gibt so etwas wie eine Selbstverantwortung und solange das StGB (was bei der Geschichte von @Mitglied #489758 mal vorsichtig formuliert, durchaus seine Berechtigung gehabt hätte) außen vor bleibt, sollen die Menschen machen, was sie geil macht. Das ist nicht mein Zirkus und nicht meine Affen.

Bezüglich Traumata möchte ich noch @Mitglied #332954 (s) Beitrag ergänzen. Wie sie bereits schrieb, handelt es sich um Verletzungen der Psyche (ich ergänze) und der Seele. Der viel schlimmere Teil dabei ist, dass sich Anteile der Seele abspalten und weggehen (als Strategie um nicht komplett zu zerbrechen). Dadurch entsteht ein "Ungleichgewicht" und ein Mangel ist spürbar. Wie Mensch dann damit umgeht, darf jeder selbst entscheiden.
 
was soll an der definition, beim sex vanilla zu sein, negativ sein?
Es ist der Begriff den "Fetischisten" oder "BDSM-Leutchen" oder "Perverse" (auch alles wertfrei gemeint) verwenden um sich von Anderen abzugrenzen oder Andere in eine Schublade zu stecken.

Und wie immer wenn es ein Wir&Sie gibt fühlen sich manchmal die Leute ein wenig angegriffen die nicht zu den coolen Kids gehören und nicht beim Insider-Club mitmachen können. Deswegen wird "Vanilla" so wie es öfters gebraucht wird wohl von manchen negativ oder überheblich wahrgenommen. Einfach ein "du gehörst nicht zu unserem Club!"
 
du legst da die Latte recht hoch, wenn man bedenkt dass hier jeder aus den Weiten des WWW Zugang hat.
Mein Eindruck ist eher, dass hier nichts verharmlost sondern lächerlich gemacht wird. Es gibt etliche Diskutanten, die mit ihren Kommentaren das Thema zu zerreißen versuchen. Oder das man Begriffe wie "Vanilla" verwendet, die eigentlich mit dem Thema nichts zu tun haben. Oder man spricht über Aprikosenmarmelade. Und über die Verwässerungsversuche red ich erst gar nicht.

Ich sehe eher das Problem darin, dass es User gibt, die ihre eigene Unsicherheit benutzen, um ein interessantes Thema (und davon haben wir hier viel zu wenige) in eine Richtung entweder der absoluten Entrüstung oder Banalität steuern, die weder für den TE, noch für die Diskutanten, die sich ernsthaft damit auseinandersetzen oder sogar ihre persönliche Erfahrung schildern, gut ist.

Grade das Forum sollte ein Ort sein, wo man auch über Themen schreiben kann, die eben abseits der allgemein geltenden Norm ist. Es gibt sicher etliche Themen, die ich nur lese, aber bewusst nicht schreibe, weil mich das Thema interessiert. Ich mache mir Gedanken, überlege, ob die jeweilige Vorliebe auch Teil meiner Sexualität sein könnte. Es geht um das Verständnis, dass ich entwickel, dass Sexualität nicht eindimensional und dass sie so unterschiedlich, wie das Individuum selbst, erlebt wird.
 
Einfach ein "du gehörst nicht zu unserem Club!"

Hmmhmmm...wenn MIR eine Frau sagt:
"Das verstehst du als Mann nicht."
...wenn es um ein typisches "Frauending" geht, fühle ich mich auch nicht "als Mann" negativ belegt oder schubladisiert. :schulterzuck:
Wie würdest du denn BDSM/Fetischer oder Perverse von "Normalos" differenzieren?
"Normalos" passt ja schon wieder nur bedingt. :schulterzuck:
 
Es ist der Begriff den "Fetischisten" oder "BDSM-Leutchen" oder "Perverse" (auch alles wertfrei gemeint) verwenden um sich von Anderen abzugrenzen oder Andere in eine Schublade zu stecken.

Und wie immer wenn es ein Wir&Sie gibt fühlen sich manchmal die Leute ein wenig angegriffen die nicht zu den coolen Kids gehören und nicht beim Insider-Club mitmachen können. Deswegen wird "Vanilla" so wie es öfters gebraucht wird wohl von manchen negativ oder überheblich wahrgenommen. Einfach ein "du gehörst nicht zu unserem Club!"
Ich würde echt gerne mal sehen wo ein „BDSMler“ die Bezeichnung „Vanilla“ derart negativ verwendet hat.
Mein Eindruck ist eher, dass eben nicht BDSM-affine Personen diesen Ausdruck automatisch negativ auslegen und interpretieren. Auch hier in der Diskussion sieht man das meiner Meinung nach deutlich.
Ich sehe es ja auch nicht negativ oder ausgrenzend, dass es zB die Bezeichnung „Swinger“ (für Menschen die gerne swingen) gibt. Ist ja meine Entscheidung, dass ich diesen Teil in meine Sexualität nicht integrieren möchte und letztlich ist es nur ein Begriff um dem Kind ein bisschen einen Namen zu geben.
 
Oder das man Begriffe wie "Vanilla" verwendet, die eigentlich mit dem Thema nichts zu tun haben. Oder man spricht über Aprikosenmarmelade. Und über die Verwässerungsversuche red ich erst gar nicht.

Jain...zum Teil hast du natürlich Recht...
...andererseits...
...wir sind jetzt hier auf der 11. Seite - da sind Diskussions-Seitenäste ja nun fast in jedem Thread normal, egal wie "ernst" oder interessant das Ursprungsthema ist. Oder? :schulterzuck:
 
Mein Eindruck ist eher, dass eben nicht BDSM-affine Personen diesen Ausdruck automatisch negativ auslegen und interpretieren.
Wie ich geschrieben habe! Es wird von den Meisten negativ ausgelegt "nicht im Club" zu sein. Hat was mit dem Ego und diesem Grundbedürfniss akzeptiert und gemocht zu werden zu tun.
Kommt also vermutlich bei Kuschelsexlern, Normalos oder eben Vanillas oftmals negativ an.
"Das verstehst du als Mann nicht."
...wenn es um ein typisches "Frauending" geht, fühle ich mich auch nicht "als Mann" negativ belegt oder schubladisiert.
Ich ehrlich gesagt schon. Einfach davon auszugehen dass ein Mann keine Ahnung hat bei diversen Dingen finde ich sexistisch (und das führt zu Seximus-Pokes in meiner derzeitigen Beziehungssituation:D). Ich kann mich als Mann auch mit Periodentees und FemCups auskennen!:down:
Wie würdest du denn BDSM/Fetischer oder Perverse von "Normalos" differenzieren?
Ich persönlich? Ich diferenzier im alltäglichen Sprachgebrauch zwischen BDSM und Kuschelsex. Wobei ich BDSM gern noch in BD und SM aufteile. BD bin ich zugeneigt, SM eher weniger. Ist natürlich auch nicht ganz genau...
 
Zuletzt bearbeitet:
Jain...zum Teil hast du natürlich Recht...
...andererseits...
...wir sind jetzt hier auf der 11. Seite - da sind Diskussions-Seitenäste ja nun fast in jedem Thread normal, egal wie "ernst" oder interessant das Ursprungsthema ist. Oder? :schulterzuck:
Natürlich und ist gut so. Dennoch sollte das Kernthema nicht aus den Augen verloren gehen. Wenns aber zu viele Seitenäste gibt, dann ist es ratsam ein Neues Thema zu eröffnen und das aktuelle Thema ruhen zu lassen.

Leider konnte meine Frage nach einem Sicherheitsnetz nicht beantwortet werden. Hätte mich wirklich interessiert.
 
Wie ich geschrieben habe! Es wird von den Meisten negativ ausgelegt "nicht im Club" zu sein. Hat was mit dem Ego und diesem Grundbedürfniss akzeptiert und gemocht zu werden zu tun.
Ah jetzt habe ich dich... Danke noch mal fürs konkretisieren...


@Mitglied #504633 hat Recht... vielleicht sollten wir diese Seitendiskussion ruhen lassen, da doch sehr weit weg vom eigentlichen Thema. :)
 

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