Vergewaltigungsphantasien/Brutalität

Normal oder gesund sind viele nicht.

Abgesehen davon: jemandem, der mit so einem Anliegen bei mir ankäme, muß man ja nicht entsprechen. Ich würde davon Abstand nehmen, wenn ich das nicht will. So einfach ist das im Grund genommen.
Sicher, aber ich verstehe auch die Neugierde des TE herauszufinden wie solche Vorlieben entstehen.
(Hiermit bist nicht direkt du gemeint): Aber nur weil eine Person bei einer Sexpraktik Lustgefühle erfährt, bedeutet das noch lange nicht, dass man das tolerieren soll. Bei Selbstverletzungen wie z.B. Ritzen fühlt die Person währenddessen/danach auch eine irrsinnige Entspannung - und diese Person tut ja auch nur sich selbst "weh", aber dieses Verhalten mit "du musst deinen Horizont erweitern" uä. zu kommentieren wäre mMn fahrlässig.
Ich finde, man sollte das nicht verharmlosen und als das bezeichnen was es ist.

Du solltest schleunigst deinen Horizont erweitern :lehrer:

Schüdl.
:D
:undweg:

Sorry, der musste sein. :bag:
Gute Nacht ihr wilden Wilden und milden Vanillas.:kiss:
:haha: :up:vermutlich. Oder vielleicht können die, die so damit bemüht sind ihren Horizont zu erweitern, lieber das wahrnehmen was sich direkt vor ihrer Nase befindet :D
 
Zum Thema:

jeder hat das seine "Spielart" bzw. Vorlieben die passen und geil machen.

Wenn sich 2 finden wo es zusammenpasst und die sich (gröber gesagt) die Haut abziehen, damt sie besser kommen - sollen sie doch.

Das Geschriebene kann man immer auf mehrere Arten verstehen und interpretieren.

Und ein paar Spezies wie unsere "EF Sammlungsspezialisten" mit Scheuklappen und nicht verstehender "Toleranz" gibs eh immer - juckt nur neamt :D
 
@Mitglied #78305, ich steh auf'm Schlauch. Hier: Sex-Talk. Vergewaltigungsphantasien/Brutalität. Ok, hätte auch im BDSM-Unterforum gefragt werden können, ich bezweifle aber, daß da die Teilnehmenden bzw. Beiträge anders ausgefallen wären.

Meinst: verstecken? BDSM ist eine mittlerweile sehr große Subkultur geworden, die im Lauf der letzten Jahre fast "salonfähig" geworden ist (zynischerweise könnte man schon fast sagen, daß es damit auch langweiliger geworden ist, aber so fies will ich mal nicht sein). Viele "Neigschmeckte", so wie es im Gay-Zusammenhang mittlerweile auch viele Neugierige "eigentlich ja nicht"-Gay/Bi-Leute gibt.

Es kommt zu Überschneidungen und Abgrenzungen. Wo soll denn darüber diskutiert werden, wenn nicht in einer der größten Erotik-Plattformen?

Mich störts auch nicht, und ich werd auch keine unsachlichen Kommentare abgeben. Trotzdem ist es hier halt ein Thema unter vielen, und es werden viele Leute lesen, die nicht damit umgehen können und es kommt die übliche Unruhe heraus. Das wär halt anderswo nicht der Fall.
 
"einen... Kommentare" ist falsch.
Ich ergreife nur ungern Partei für das Marlene, dennoch, es ist richtig.
Der Kommentar
Ein Kommentar
Mehr als einen ... Kommentar

Sorry!

Nachtrag: das den Plural anzeigende e am Ende übersehen. Glück gehabt, somit hast Du recht und ich muss nicht ihre Partei ergreifen.

Pfuuuuh, gerade noch.
 
Wer wählt denn seine Sexualpräferenz schon komplett eigenständig und frei?
Kann man sich zB seine homosexuelle oder heterosexuelle Neigungen frei wählen? Also mit einer bewussten Entscheidung?...

Ich habe meine sexuelle Präferenz auch nicht frei wählen können. Am Anfang hatte ich auch stark mit ihr gehadert. Keine Ahnung was mich in meinem Leben geprägt hat, das die so gelegen ist. Aber sie ist so da und macht mittlerweile auch nur Spass ohne schlechtes Gewissen, Punkt.

Die geschilderte Story von der einen Userin (bin grad zu müde um ihren Nick raus zu kramen) ist allerdings sicher nicht unproblematisch zu sehen. Echte Vergewaltigungen sind klar zu verurteilen, egal zu welchem Ergebnis sie führen.


Mit eigenständig und frei ist hier gemeint, dass eine Präferenz nicht Folge eines, wie hier durch eine echte Vergewaltigung, traumatisierenden Einwirkens ist. Ein Trauma ist nichts Freies, sondern eine Verletzung der Psyche.
 
Ein Trauma ist nichts Freies, sondern eine Verletzung der Psyche.
ja aber das trauma ist ja durch das erlebte so oder so da.
du müsstest jetzt erklären, wieso diese form der verarbeitung/aufarbeitung, eine schlechtere variante darstellt, als bis ans lebensende unglücklich daran zu hadern?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Der begriff ist nice aber die definition dahinter nicht
was soll an der definition, beim sex vanilla zu sein, negativ sein?

die wohl extatischste form von sex ist immer noch konsensual der unerklärliche höhepunkt, den man in den ersten nächten mit der person, die man über alles liebt, erlebt ... also ganz ohne irgendwelchen "sex-schnickschnack" ... das ist die reinste form von vanilla, und selbst für so manchen bdsm'ler die "königsdisziplin" ... woher also die negative assoziation?
 
was soll an der definition, beim sex vanilla zu sein, negativ sein?

die wohl extatischste form von sex ist immer noch konsensual der unerklärliche höhepunkt, den man in den ersten nächten mit der person, die man über alles liebt, erlebt ... also ganz ohne irgendwelchen "sex-schnickschnack" ... das ist die reinste form von vanilla, und selbst für so manchen bdsm'ler die "königsdisziplin" ... woher also die negative assoziation?
Was fragst das mich? :rofl:
 
Moin. :winke:

Mit eigenständig und frei ist hier gemeint, dass eine Präferenz nicht Folge eines, wie hier durch eine echte Vergewaltigung, traumatisierenden Einwirkens ist. Ein Trauma ist nichts Freies, sondern eine Verletzung der Psyche.

Stimmt. Und wie mit Traumata umzugehen ist, sollte vor allem in der Entscheidung der Betroffenen liegen, so lange sie keine Gefahr für andere darstellen.

Es ist naheliegend zu glauben, daß sich gerade im BDSM-Bereich viele Traumatisierte tummeln und ausagieren. Ich zähle mich bestimmt dazu, obwohl die heute nur noch in ein paar Teilbereichen überhaupt zum Tragen kommen und möglicherweise in dem einen oder anderen Setting thematisiert werden müßten. Das war vor wenigen Jahren noch sehr viel mehr der Fall und habe ich dann auch gemacht (bzw. dem einen oder anderen potentiellen Spielpartner damit den letzten Nerv geraubt - sprich: es kam dann meist gar nicht erst zum Spiel :D).

Dennoch: egal, wo ich mich umgesehen habe - und das waren so einige Subkulturen - mir wäre nicht aufgefallen, daß der Anteil derjeniger, die in irgendeiner Form relevante Traumata mit sich rumschleppen, im BDSM-Bereich höher wäre als anderswo (wenn überhaupt, dann eher in der lesbischen Subkultur, da sind meiner Wahrnehmung nach deutlich mehr Frauen mit Mißbrauchs-Hintergrund unterwegs. Vielleicht aber auch einfach nur mehr, die das in diesem geschützteren Rahmen äußern, wer weiß). Auffallend ist, daß dennoch gerade im Zusammenhang mit "Gewalt-Praktiken" immer wieder der Zusammenhang zu psychischen Verletzungen hergestellt wird.

Und den Ansatz halte ich für grundlegend falsch in mehrerlei Hinsicht. Erstens, weil aus meiner Sicht nichts dagegen spricht, sich hier in abgesprochenen Settings auf spielerische Weise "freizustrampeln" oder zu arrangieren oder auch "nur" mit sexuellen Präferenzen zu beschäftigen. Mehr als bei anderen Sexpraktiken wird bei BDSM sehr viel intensiver und detaillierter bereits im Vorfeld abgesprochen und geklärt, was für alle Beteiligten "geht" und was nicht - sowas bietet tatsächlich eine Art Rahmen, der sehr viel Sicherheit bieten kann.

Zweitens aber auch: "Nicht-Traumatisierte" (sag ich mal so plakativ) gibt es kaum. In irgend einer Form trägt so gut wie jeder Erlebnisse mit sich rum, die mit in die Sexualität einfließen können. Das ist auch gut so, finde ich. Ich muß nicht alles verstehen, auch nicht alles mitmachen (können), ich muß aber auch nicht alles pathologisieren, nur weil es mir suspekt ist. Eine Präferenz ist eine Präferenz - nix weiter. Wie die zustande gekommen ist, spielt keine Rolle, nicht hier, nicht in diesem Zusammenhang.
 

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