Umgang mit dem "Neuen'" der Ex

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Gast

(Gelöschter Account)
Vor ca. einem Monat hat mir meine Ex mitgeteilt, das sie jemanden kennengelernt hat.
An sich ja kein Thema, doch wir haben zwei Kinder miteinander 5 und 7.
Er scheint ein netter Kerl zu sein und die Kids akzeptieren ihn, er spielt mit ihnen und bringt ihnen Sachen bei.

Klar bin ich der leibliche Vater, möchte auch gern weiterhin für die beiden da sein, sie unterstützen und so.

ABER:
Manchmal schleicht sich der Gedanke ein, mich zurückzuziehen. Der neuen Familie ihren Raum zu geben und den neuen die Vaterrolle übernehmen zu lassen, die er meiner Meinung nach "besser" macht als ich. Dieses alle 14 Tage die Kinder sehen ist wie ein halbes Huhn...

Was habt ihr für Meinungen dazu, welche Vereinbarungen habt ihr getroffen?
 
Ich würde wenn ich in deiner Situation wäre nie meine Elternrolle. ..meinen Part, dem neuen Partner überlassen.
Erfreue dich das die Kinder ihn akzeptieren. ..mögen und Raum haben sie als quasi neue Familie mehr als genug.

Dein Rückzug könnte falsch verstanden werden, als mangelndes Interesse.
 
Meine Eltern habe ich mit nicht ganz 5 Jahren verloren. Ich erinnere mich bis heute an sie, wie sie aussahen, was sie gemacht haben.

Nimm deinen Kindern das nicht weg, du bist ihr Vater.
 
ich finde du machsts dir sehr einfach. traurig für deine kinder.

Typische Äußerung einer Frau... sorry, aber bei sowas könnte ich kotzen.

Dieses ganze Frauengeschwafel, aber keine Ahnung davon haben was in einem Mann vorgeht, wie er sich dabei fühlt, wenn die Kinder plötzlich nicht mehr bei einem sind und man dagegen machtlos ist...

Ich vertrag echt was, aber bei diesem Thema und derartigen Äußerungen, da kommt mir die Galle hoch.

Wenn ich über mehr Zeit verfüge kommt natürlich auch ein, zum Thema, passender Beitrag.
 
Nein.
Ganz einfach nein.
Du bist ihr Vater, sie sind alt genug, um dich nicht zu vergessen.
Ihr seid als Paar gescheitert, nicht als Eltern.
Wenn der Typ ok ist, ist das ein Zugewinn für die Knirpse. Wenn man es als Erwachsene schafft, damit umzugehen. Das ist von euch allen gefordert. Dir, deiner Ex, dem Neuen. Du musst mit dem Typ nicht saufen gehen, aber gemeinsam miteinander den Kindern beim groß werden zur Seite stehen, DAS wäre wirklich toll!
 
Den leiblichen Vater kann man wohl nur schwer ersetzen. Auch wenn der andere ein Rolemodel sein kann und im Idealfall für die Kinder da ist und wie ein leiblicher Vater sein Bestes gibt heißt das nicht dass deine Rolle in ihrem Leben damit unwichtig geworden ist.

Die Kinder nur alle 14 Tage zu sehen ist wirklich nicht allzu häufig. Aber wohl die Lebensrealität vieler Patchworkfamilien und Scheidungskinder. Aber alle 14 Tage ist für die Kinder (und wenn du sie liebst wohl auch für dich) vermutlich besser als gar nicht. Wenn dir das zu wenig ist dann sprich es doch an und versuch, wenn machbar, sie jede Woche zu sehen oder zu bekommen. Alles eine Frage von Trennungsvereinbarungen und Aufteilung der Erziehungsberechtigung. DARAN könnte man arbeiten.

"Der Neue" deiner Freundin kann sich die nächsten Jahre, im Lauf der Kindheit deiner Kinder, vielleicht noch ein paar Mal ändern. Der leibliche Vater wirst IMMER du sein. Und damit hoffentlich eine stabile, gleichbleibende Bezugsperson im Leben deiner Kinder. Und wenn du sie nur alle 2 Wochen sehen kannst dann telefonierst du halt mit ihnen. Diese Verantwortung ist aber nichts was man einfach abgeben oder aufgeben sollte. Kinder brauchen nicht nur eine männliche Vaterfigur/Bezugsperson... sie brauchen im Idealfall eine konstante Vaterfigur/Bezugsperson. Und das ist und bleibt auch im Fall einer Scheidung/Trennung am Besten der leibliche Vater.

Die Vereinbarungen die ich diesbezüglich gern treffe haben übrigens was mit Spiralen oder Gummis zu tun... wegen solcher und einer Million anderer möglicher Probleme bin ich da lieber von vornherein vorsichtig.
 
Vor ca. einem Monat hat mir meine Ex mitgeteilt, das sie jemanden kennengelernt hat.
An sich ja kein Thema, doch wir haben zwei Kinder miteinander 5 und 7.
Er scheint ein netter Kerl zu sein und die Kids akzeptieren ihn, er spielt mit ihnen und bringt ihnen Sachen bei.

Klar bin ich der leibliche Vater, möchte auch gern weiterhin für die beiden da sein, sie unterstützen und so.

ABER:
Manchmal schleicht sich der Gedanke ein, mich zurückzuziehen. Der neuen Familie ihren Raum zu geben und den neuen die Vaterrolle übernehmen zu lassen, die er meiner Meinung nach "besser" macht als ich. Dieses alle 14 Tage die Kinder sehen ist wie ein halbes Huhn...

Was habt ihr für Meinungen dazu, welche Vereinbarungen habt ihr getroffen?
Genau, und in 1, 2, 3 Jahren ist der weg, und dann? Kommst zurück und spielst Vater, bis sich wieder einer Deiner Ex erbarmt ? Und das Spiel von vorne beginnt?
 
Zuletzt bearbeitet:
Den leiblichen Vater kann man wohl nur schwer ersetzen. Auch wenn der andere ein Rolemodel sein kann und im Idealfall für die Kinder da ist und wie ein leiblicher Vater sein Bestes gibt heißt das nicht dass deine Rolle in ihrem Leben damit unwichtig geworden ist.

Die Kinder nur alle 14 Tage zu sehen ist wirklich nicht allzu häufig. Aber wohl die Lebensrealität vieler Patchworkfamilien und Scheidungskinder. Aber alle 14 Tage ist für die Kinder (und wenn du sie liebst wohl auch für dich) vermutlich besser als gar nicht. Wenn dir das zu wenig ist dann sprich es doch an und versuch, wenn machbar, sie jede Woche zu sehen oder zu bekommen. Alles eine Frage von Trennungsvereinbarungen und Aufteilung der Erziehungsberechtigung. DARAN könnte man arbeiten.

"Der Neue" deiner Freundin kann sich die nächsten Jahre, im Lauf der Kindheit deiner Kinder, vielleicht noch ein paar Mal ändern. Der leibliche Vater wirst IMMER du sein. Und damit hoffentlich eine stabile, gleichbleibende Bezugsperson im Leben deiner Kinder. Und wenn du sie nur alle 2 Wochen sehen kannst dann telefonierst du halt mit ihnen. Diese Verantwortung ist aber nichts was man einfach abgeben oder aufgeben sollte. Kinder brauchen nicht nur eine männliche Vaterfigur/Bezugsperson... sie brauchen im Idealfall eine konstante Vaterfigur/Bezugsperson. Und das ist und bleibt auch im Fall einer Scheidung/Trennung am Besten der leibliche Vater.

Die Vereinbarungen die ich diesbezüglich gern treffe haben übrigens was mit Spiralen oder Gummis zu tun... wegen solcher und einer Million anderer möglicher Probleme bin ich da lieber von vornherein vorsichtig.
Danke für den Post.
 
@Mitglied #541178
Bitte kläre mich erst über ein paar Punkte auf, bevor ich mir eine Meinung bilden und ich mich in dich versetzen kann. Das ganze Geschwurble von Kinderlosen und Frauen, welche noch NIE IN SO EINER SITUATION waren - und wahrscheinlich auch nie sein werden, blende für den Anfang einfach mal aus. Jedoch muss ich ihnen in einem Punkt recht geben: Deine Kinder brauchen dich.

- Seit wann seid ihr getrennt?
- Wohnen sie noch bei dir?
- Wie lange kennt sie den Typen?
- Wie läuft der derzeitige Kontakt mit deinen Kindern ab?
 
Was habt ihr für Meinungen dazu, welche Vereinbarungen habt ihr getroffen?

Respekt für den Beitrag.

Hochachtung für Deine Ex. Sie hat sich wieder verliebt, es scheint jemand zu sein der Eure Kinder fördern will und für sie da sein.
Sie hat es Dir gesagt, zu einem Zeitpunkt der richtig war.
Du musstest nicht drauf kommen.

Wenn Deine Ex so eine gefestigte Person ist, wie sie scheint, wird sie gut gewählt haben.
Der "Neue" wird Dir nicht ganz unähnlich sein und auf lange Sicht, so Du wirklich mit der Paarbeziehung zu Deiner Ex abgeschlossen hast, ein guter Player im Team bei der Begleitung Eurer aller gemeinsamen Kinder sein.

Je mehr erwachsene starke Persönlichkeiten um Kinder sind, desto besser geht es ihnen, desto sicherer sind sie.

Wenn noch ein bisserl Gras wächst, werdet ihr es alle miteinander super hinkriegen.
Du bist im Boot, da geht kein Mann über Bord. Wirst sehen, so wie Du Deine Ex schätzt und sie Dich scheinbar auch, wirst mit dem "Neuen" gut zurecht kommen.
Keine Angst, es ist für ihn auch nicht einfach sich Dir zu stellen.
ToiToiToi

o.t. Es sind andere Zeiten. Andernthreads gerade beklagt. Hier ist es anders. Nähe zu halten ist in diesem Zeitalter der digitalen Möglichkeiten ganz anders.
 
Typische Äußerung einer Frau... sorry, aber bei sowas könnte ich kotzen.

Dieses ganze Frauengeschwafel, aber keine Ahnung davon haben was in einem Mann vorgeht, wie er sich dabei fühlt, wenn die Kinder plötzlich nicht mehr bei einem sind und man dagegen machtlos ist...

Ich vertrag echt was, aber bei diesem Thema und derartigen Äußerungen, da kommt mir die Galle hoch.

Wenn ich über mehr Zeit verfüge kommt natürlich auch ein, zum Thema, passender Beitrag.

meine schwägerin hat sich vor 5 wochen scheiden lassen, der bub ist 3, der vater ist irgendwie einfach...weg....der bub fragt so oft wo der papa ist, zerreisst einem echt das herz. ja dieses "geschwafel von frauen" immer... es gibt sie einfach zu oft, männer, die sich nicht um ihre kinder kümmern. und ich als mutter kann es einfach nicht nachvollziehen, dass es die beste lösung sein soll, seine kinder nicht mehr zu sehen.
 
meine schwägerin hat sich vor 5 wochen scheiden lassen, der bub ist 3, der vater ist irgendwie einfach...weg....der bub fragt so oft wo der papa ist, zerreisst einem echt das herz. ja dieses "geschwafel von frauen" immer... es gibt sie einfach zu oft, männer, die sich nicht um ihre kinder kümmern. und ich als mutter kann es einfach nicht nachvollziehen, dass es die beste lösung sein soll, seine kinder nicht mehr zu sehen.
Trotzdem war dein Beitrag eher nicht durchdacht.
Man muss nicht auf Fragende hin pecken
 
und ich als mutter kann es einfach nicht nachvollziehen, dass es die beste lösung sein soll, seine kinder nicht mehr zu sehen.

Weil es einfach weht tut, wenn du für deine eigenen Kinder nur mehr "Randerscheinung" bist. Weil man sich schon fragen kann, ob man nicht einfach ein Termin für die eigenen Kinder wird, wenn man nicht miterleben kann, wie sie wachsen, was sie aus der Schule erzählen oder welche Gute Nacht Geschichte sie am liebsten hören.

Ich kann das schon verstehen, auch wenn ich "von der anderen Seite" her weiß, daß kein liebevoller Mensch - selbst wenn ich ihn selten sehe - unwichtig für ein Kind sein kann. Schon gar nicht ein Elternteil, nicht mal dann, wenn sie miese Eltern sind. Eltern sind Teil der Identität eines Menschen, das sollte jeder, der unter der räumlichen Trennung seiner Kinder leidet und sich zurückziehen will, mit bedenken.
 
Meine Frau und ich haben acht Enkel und alle sind leider Scheidungswaisen, aber bis auf zwei, die bei uns, seinen Grosseltern, wohnen, schätzen alle die Beziehung zum Vater und diese kümmern sich auch über ihre Zahlungspflicht hinaus um sie. Der leibliche Vater bleibt auch nach der Scheidung in der Verantwortung, die er nur voll erfüllen kann, wenn er seine Nachkommen regelmässig und wohlwollend trifft.
 
meine schwägerin hat sich vor 5 wochen scheiden lassen, der bub ist 3, der vater ist irgendwie einfach...weg....der bub fragt so oft wo der papa ist, zerreisst einem echt das herz. ja dieses "geschwafel von frauen" immer... es gibt sie einfach zu oft, männer, die sich nicht um ihre kinder kümmern. und ich als mutter kann es einfach nicht nachvollziehen, dass es die beste lösung sein soll, seine kinder nicht mehr zu sehen.

Aber Lady, du siehst ja selbst das er sich darüber Gedanken macht und nicht einfach abhaut. Wäre dies sein innigster Wunsch, wäre er doch längst über alle Berge...was Frauen übrigens auch machen. Babyklappe nennt sich dann diese, von der Gesellschaft akzeptierte Form, des Verschwindens.

Und NEIN, ich heiße keines dieser Verhaltensmuster gut - jedoch stellt ein Mann sich im Laufe der Zeit diese Frage, was ich als legitim empfinde, da man die Beziehung zu seinen Kindern reflektiert und sich auf eine gewisse Art und Weise um sie sorgt und - so widersprüchlich es klingen mag, dass Beste für sie will.

Mir geht es bei meinem Beitrag nur darum aufzuzeigen, dass hinter einer derartigen Frage vielleicht doch mehr stecken kann, als man es auf den ersten Blick vermuten würde.
 
es gibt sie einfach zu oft, männer, die sich nicht um ihre kinder kümmern.

So streng mag ich nicht sein. Das Leben wird meist aus erwachsener Perspektive gewählt.

Tatsache ist, dass Kinder vieles, das Erwachsenen wichtig ist, nicht verstehen.

Das wertvollste, das ein Kind besitzt ist Vater und Mutter.

Warum auch immer einer dieser beiden Menschen genommen wird, hinterlässt es Spuren in der Seele des Kindes.
Als Elternteil möchte ich nicht einer sein, der dem Kind den anderen Elternteil raubte oder gar schlecht machte.
Kinder werden älter.
Das was wie ein Gewinn aussieht, wird ein Verlust.
Sie werden es irgendwann verstehen.

In diesem Fall wird nicht ein Elternteil weggestoßen, sondern einbezogen in die Entscheidung des anderen Elternteils.

Tja und was Du sagst. Die Papas wird es wohl geben.
Da kann man als Mutter nur versuchen, das bisserl an Beziehung das geht zu halten.
Besser als nix.
Ihre Meinung werden sie sich bilden, wenn sie älter sind.
 
Was habt ihr für Meinungen dazu?

was weiter oben schon steht kann ich nur vollinhaltlich unterschreiben: es ist ganz, ganz wichtig, dass die "neue familie" zu viert funktioniert. aber du bist, schon ab diesem alter der kinder - ja sogar viel viel früher - für die kinder unersetzlich. daher: schaut, dass ihr möglichst zu fünft klarkommt und gemeinsam eine gute basis für die kinder darstellt. und sei so viel du kannst für die kinder da.
 
Weil es einfach weht tut, wenn du für deine eigenen Kinder nur mehr "Randerscheinung" bist. Weil man sich schon fragen kann, ob man nicht einfach ein Termin für die eigenen Kinder wird, wenn man nicht miterleben kann, wie sie wachsen, was sie aus der Schule erzählen oder welche Gute Nacht Geschichte sie am liebsten hören.

Ich kann das schon verstehen, auch wenn ich "von der anderen Seite" her weiß, daß kein liebevoller Mensch - selbst wenn ich ihn selten sehe - unwichtig für ein Kind sein kann. Schon gar nicht ein Elternteil, nicht mal dann, wenn sie miese Eltern sind. Eltern sind Teil der Identität eines Menschen, das sollte jeder, der unter der räumlichen Trennung seiner Kinder leidet und sich zurückziehen will, mit bedenken.

Danke für diesen Beitrag! :bussal:
 
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