über´s ziel hinaus?

  • Ersteller Ersteller Gast
  • Erstellt am Erstellt am
H

Gast

(Gelöschter Account)
meiner meinung nach kann man alles soweit übertreiben,
dass es richtig absurd wird.

wie sehen es die anderen user/-innen?

Am Sonntag tritt in Schweden ein Gesetz in Kraft, das Sexualstraftaten vermeiden soll. Demnach muss stets eine aktive Zustimmung der Sexpartner erfolgen, sonst droht im Streitfall eine Verurteilung wegen Vergewaltigung.

Auch, wenn die Klägerin oder der Kläger beim Sex bei vollem Bewusstsein war und sich lediglich „passiv“ verhielt. Ein „Nein“ oder ein anderweitiges verbales Abwehrzeichen ist dann nicht mehr notwendig, um wegen Vergewaltigung verurteilt zu werden. „Das neue Grundprinzip ist so: Es wird verboten sein, Sex mit einer Person zu haben, die nicht ausdrücklich ja gesagt hat oder aktiv signalisiert hat, dass sie mitmachen will. Die Gesetzesänderung soll dazu beitragen, dass mehr Übergriffe als Vergewaltigung angesehen werden. Also auch Fälle, wo kein Nein vom Opfer vorliegt“, erklärt Sofie Rudh, Sprecherin von Justizminister Morgan Johansson.

Der Gesetzesrat, eine Kontrollinstanz für neue Gesetze, sowie der Anwaltsverband haben das „Einverständnisgesetz“ kritisiert. „Große Bedeutung wird die Einführung der ,unachtsamen Vergewaltigung’ haben. Da muss es nicht mal um eine absichtliche Handlung gehen“, sagt Anne Ramberg, Chefin vom Anwaltsverbund. „Wie soll ein einzelner Richter da entscheiden, was ein Ausdruck für Zustimmung ist?“

Wegen der Rechtsunsicherheit hat die Strafrechtsanwältin Baharak Vaziri eine kostenpflichtige Einwilligungs-App mit Namen „Libra“ für Smartphones lanciert. „1158 Schweden haben sie schon installiert“, sagt sie. Noch in diesem Jahr soll es die App in abgewandelter Form auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz geben.

Menschen, die miteinander Sex haben wollen, können sich dort via Internet über ihr Bankkonto per Passwort identifizieren, wie auch bei der Steuererklärung, und dann ihre Einwilligung zum Sex bestätigen. Nach dem Einloggen erhalten die Sexpartner einen Code, den sie in ihr Smartphone eingeben müssen. Es folgt die vertragliche Zustimmungsfrage für den anvisierten Geschlechtsverkehr, die sie dann mit „Ja“ beantworten können. Die App greift auf den aktuellen Aufenthaltsort der Sexpartner zurück und funktioniert nur, wenn diese sich nahe beieinander aufhalten. So soll vermieden werden, dass sich die Sexpartner vielleicht zu frühzeitig das Einverständnis geben, dann aber vor Ort ihre Meinung ändern.
 
Ich muss sagen ich find das Gesetz im Großen und Ganzen sehr schwer als gut oder schlecht einteilbar!

Einerseits halte ich klare Kommunikation vor dem Sex für etwas sehr Gutes. Ich persönlich brauche das sogar nach meinen ersten prägenden Erfahrungen mit meiner ersten Freundin und habe bis heute Probleme Frauen zu berühren oder irgendwas mit Frauen zu machen worüber ich davor nicht sprechen konnte und wo ich nicht weiß ob die Frau es auch will. Ist eine gewisse Einschränkung von mir... aber ich persönlich lebe schon nach diesem Gesetz gewissermaßen und hatte NIE Sex oder hab eine Frau auch nur geküsst, den Arm um sie gelegt oÄ ohne davor zu fragen ob sie es will. Hat mich bisher nicht umgebracht und viele Frauen schätzen das sogar in meiner Erfahrung wenn man als Mann eben nicht aufdringlich ist oder irgendwelche ungefragten Annäherungsversuche startet.

In der Hinsicht halte ich dieses Gesetz also schon in meiner eigenen Erfahrung für durchaus umsetzbar und bin der Überzeugung: Wenn ich Sex mit einer Frau habe und körperlich intim werde... dann kann ich davor durchaus auch verbal die intime Frage stellen ob sie das will. Ganz im Gegenteil: Ich achte davor sogar darauf noch um einiges mehr fragen zu stellen und frage nicht nur OB sie es will sondern auch WIE, Wann, was sie NICHT will usw... ich kommuniziere tatsächlich viele Dinge VOR dem Sex. Funktioniert gut!

Auf der anderen Seite öffnet DIESES Gesetz natürlich Tür und Tor für Missbrauch. Falsche Vergewaltigungsvorwürfe könnten damit ganz leicht zur Norm werden. Und solche Apps oder gar "Sex-Contracts" finde ich ein wenig seltsam, übertrieben aber vielleicht sogar sinnvoll bei so einer Rechtslage. Mit Sicherheit hat dieses Gesetz auch ziemlich breite Schattenseiten und negative Konsequenzen.

Wie das in der Praxis aussehen wird... na ich bin gespannt und verfolg die Nachrichten diesbezüglich recht begeistert.
 
bisher hatte ich nur das problem, nicht telefonieren zu können, wenn ich
mein handy vergessen hatte.
jetzt kann ich keinen sex mehr haben, wenn ich oder mein auserwählter sein
smartphone nicht dabei hat.:hahaha:
 
.... dann kann ich davor durchaus auch verbal die intime Frage stellen ob sie das will. Ganz im Gegenteil: Ich achte davor sogar darauf noch um einiges mehr fragen zu stellen und frage nicht nur OB sie es will sondern auch WIE, Wann, was sie NICHT will usw... ich kommuniziere tatsächlich viele Dinge VOR dem Sex. Funktioniert gut!

naja, du musst es auch im zweifelsfalle beweisen können!
 
Ich finde den Ansatz der aktiven Zustimmung grundsätzlich gut, immer wieder sind vergewaltigte Frauen in einer Schockstarre und nicht in der Lage, sich zu wehren (ob verbal oder körperlich) und werden dann nicht für voll genommen, eben weil sie sich nicht gewehrt haben.

Es entspricht schon lange meiner Ansicht, dass etwas verkehrt läuft, wenn ein fehlendes Nein automatisch als Zustimmung gilt.

Die Umsetzung finde ich nicht ideal, aber ich hab ehrlich gesagt gerade auch keine bessere Idee :schulterzuck:
 
naja, du musst es auch im zweifelsfalle beweisen können!
Das ist ein ganz klassischer Konflikt wo im Zweifelsfall Wort gegen Wort steht.

Mit soetwas beschäftigen sich Gerichte seit Ewigkeiten und es ist nichts Neues für Richter und Anwälte. Meines Wissens nach reicht auch in Schweden eine verbale Einverständnisserklärung und die App oder Verträge zB sind nur Absicherungen um eben mehr als das verbale Ja zu bekommen und keinen "Zweifelsfall" aufkommen zu lassen.

Wenn doch Wort gegen Wort steht dann müssen Richter wohl wie bisher auf Intuition, Befragungen und potentielle Zeugenaussagen achten. Aber grundsätzlich ist das in dem FAll dann natürlich beunruhigend und öffnet wie gesagt Tür und Tor für Missbrauch dieses Gesetzes.

Was mich aber auch interessiert ist wie genau das gehandhabt wird wenn es trotz Zustimmung zu unfreiwilligen Handlungen kommt. Also zum Beispiel: Ein Mann und eine Frau entscheiden sich Sex zu haben. Haben beide besagte App, geben sich gegenseitig das elektronische und verbale OK... legen los und der Typ wechselt beim Sex ungefragt Loch und nimmt sie anal was ihr gar nicht recht ist. Woraufhin sie wegen Nötigung oder Vergewaltigung rechtliche Schritte einleiten will.
Hätte die Frau dann noch Chancen nachdem sie "ja" zu Sex angeklickt hat, aber vielleicht nicht näher spezifiziert hat oder spezifizieren konnte zu WAS für Sex?
Oder das aktuelle Hans-Jürgen Beispiel mit dem Kopf-festhalten und Schlucken? Hätte die Frau danach irgendeine rechtliche Handhabe wenn sie davor Sex ausdrücklich zugestimmt hat?

...das würde dann vermutlich wieder zu dieser Wort gegen Wort Situation und zu Problemen für Richter und Gerichte führen. Ich bin gespannt auf die ersten Präzedenzfälle!
 
Was mich aber auch interessiert ist wie genau das gehandhabt wird wenn es trotz Zustimmung zu unfreiwilligen Handlungen kommt. Also zum Beispiel: Ein Mann und eine Frau entscheiden sich Sex zu haben. Haben beide besagte App, geben sich gegenseitig das elektronische und verbale OK... legen los und der Typ wechselt beim Sex ungefragt Loch und nimmt sie anal was ihr gar nicht recht ist. Woraufhin sie wegen Nötigung oder Vergewaltigung rechtliche Schritte einleiten will.
Hätte die Frau dann noch Chancen nachdem sie "ja" zu Sex angeklickt hat, aber vielleicht nicht näher spezifiziert hat oder spezifizieren konnte zu WAS für Sex?
Oder das aktuelle Hans-Jürgen Beispiel mit dem Kopf-festhalten und Schlucken? Hätte die Frau danach irgendeine rechtliche Handhabe wenn sie davor Sex ausdrücklich zugestimmt hat?

weiß ich nicht!

ich würde nur hoffen, dass der richter kein HJ ist...:lol::rofl:
 
Man wird das IMO nicht verpflichtend einsetzen können.
Manche Menschen werden einfach nicht wollen, dass jemand so sensible Daten besitzt - andere haben kein Smartphone.

Gehören halt auch andere Bestimmungen daran gehängt.

Wenn bspw. Jemand anderes den Code zum entsperren des Handys hat kann man auch sagen, dass es jemand anderes war der zugestimmt hat.

Andererseits wirds schwerer jemand vorzuwerfen, dass man vergewaltigt wurde. Dann stehts nicht mehr nur Aussage gegen Aussage.

Prinzipiell find' ich die Idee aber nicht schlecht. Digitalisierung ist ein grosses Thema und warum nicht sowas mal probieren?
 
Digitalisierung ist ein grosses Thema und warum nicht sowas mal probieren?
Naja, dieses "Gesetz" fällt für mich eher in die Kategorie "Digitalisierung um jeden Preis".

Prinzipiell erinnert mich der Ansatz sehr an "predictive crime", also ein Verbrechen vorhersagen zu wollen. Verhindern wird man eine Vergewaltigung weder so noch anders, leider. Man kann sich hier, wie eigentlich überall, nur mehr gefühlte Sicherheit zu Lasten der Freiheit erkaufen.

Kurz: ich glaub mit mehr Respekt untereinander (Nein = Nein) und einer gesunden Portion Zivilcourage könnte man ein ähnliches Ergebnis erzielen.


Edit: und jetzt steinigt mich :D
 
Naja, dieses "Gesetz" fällt für mich eher in die Kategorie "Digitalisierung um jeden Preis".
Vorsicht damit dieses Gesetz mit "Digitalisierung um jeden Preis" gleichzusetzen!

Das Gesetz verlangt nur eine ausdrückliche Zustimmung vor dem Sex!

Das mit der App und der Digitalisierung ist kein Teil von besagtem Gesetz sondern ein Lösungsansatz. Meines Wissens nach ist das nicht staatlich oder rechtlich so geregelt sondern eben einfach eine Lösung um Konflikte zu vermeiden. Eine vollkommend undigitale, verbale Zusage reicht theoretisch auch schon... ist nur eben sehr unsicher und Wort gegen Wort Fälle werden schnell auftauchen.
 
Vorsicht damit dieses Gesetz mit "Digitalisierung um jeden Preis" gleichzusetzen!

Das Gesetz verlangt nur eine ausdrückliche Zustimmung vor dem Sex!

Das mit der App und der Digitalisierung ist kein Teil von besagtem Gesetz sondern ein Lösungsansatz. Meines Wissens nach ist das nicht staatlich oder rechtlich so geregelt sondern eben einfach eine Lösung um Konflikte zu vermeiden. Eine vollkommend undigitale, verbale Zusage reicht theoretisch auch schon... ist nur eben sehr unsicher und Wort gegen Wort Fälle werden schnell auftauchen.
Das ging an mir vorbei, mein Fehler. Ich hab wirklich angenommen dass diese App Teil des Gesetzesvorschlags ist (analog zu den "Jugend-Apps" für den Altersnachweis in einzelnen Bundesländern bei uns).
 
:schulterzuck:
meiner meinung nach kann man alles soweit übertreiben,
dass es richtig absurd wird.

wie sehen es die anderen user/-innen?

Am Sonntag tritt in Schweden ein Gesetz in Kraft, das Sexualstraftaten vermeiden soll. Demnach muss stets eine aktive Zustimmung der Sexpartner erfolgen, sonst droht im Streitfall eine Verurteilung wegen Vergewaltigung.

Auch, wenn die Klägerin oder der Kläger beim Sex bei vollem Bewusstsein war und sich lediglich „passiv“ verhielt. Ein „Nein“ oder ein anderweitiges verbales Abwehrzeichen ist dann nicht mehr notwendig, um wegen Vergewaltigung verurteilt zu werden. „Das neue Grundprinzip ist so: Es wird verboten sein, Sex mit einer Person zu haben, die nicht ausdrücklich ja gesagt hat oder aktiv signalisiert hat, dass sie mitmachen will. Die Gesetzesänderung soll dazu beitragen, dass mehr Übergriffe als Vergewaltigung angesehen werden. Also auch Fälle, wo kein Nein vom Opfer vorliegt“, erklärt Sofie Rudh, Sprecherin von Justizminister Morgan Johansson.

Der Gesetzesrat, eine Kontrollinstanz für neue Gesetze, sowie der Anwaltsverband haben das „Einverständnisgesetz“ kritisiert. „Große Bedeutung wird die Einführung der ,unachtsamen Vergewaltigung’ haben. Da muss es nicht mal um eine absichtliche Handlung gehen“, sagt Anne Ramberg, Chefin vom Anwaltsverbund. „Wie soll ein einzelner Richter da entscheiden, was ein Ausdruck für Zustimmung ist?“

Wegen der Rechtsunsicherheit hat die Strafrechtsanwältin Baharak Vaziri eine kostenpflichtige Einwilligungs-App mit Namen „Libra“ für Smartphones lanciert. „1158 Schweden haben sie schon installiert“, sagt sie. Noch in diesem Jahr soll es die App in abgewandelter Form auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz geben.

Menschen, die miteinander Sex haben wollen, können sich dort via Internet über ihr Bankkonto per Passwort identifizieren, wie auch bei der Steuererklärung, und dann ihre Einwilligung zum Sex bestätigen. Nach dem Einloggen erhalten die Sexpartner einen Code, den sie in ihr Smartphone eingeben müssen. Es folgt die vertragliche Zustimmungsfrage für den anvisierten Geschlechtsverkehr, die sie dann mit „Ja“ beantworten können. Die App greift auf den aktuellen Aufenthaltsort der Sexpartner zurück und funktioniert nur, wenn diese sich nahe beieinander aufhalten. So soll vermieden werden, dass sich die Sexpartner vielleicht zu frühzeitig das Einverständnis geben, dann aber vor Ort ihre Meinung ändern.
Die Diskussionen im SC bei Sex in Gruppen, wer wie wo, mit welchem APP etc. Zugestimmt hat, bzw. Wenn jemand dazustösst:schulterzuck:, da muss man ja schon mit seinen Rechtsanwalt ficken gehen um das zu regeln:lehrer:
 
:schulterzuck:
Die Diskussionen im SC bei Sex in Gruppen, wer wie wo, mit welchem APP etc. Zugestimmt hat, bzw. Wenn jemand dazustösst:schulterzuck:, da muss man ja schon mit seinen Rechtsanwalt ficken gehen um das zu regeln:lehrer:
Gerade im SC hast du ein Setting wo dieses Gesetz glaub ich zu den wenigsten Komplikationen führen wird.

Denn im Gegensatz zu normalen Sex-Abenteuern wo es genau 2 Augenzeugen gibt und schnell Wort gegen Wort steht hat man im Swingerclub unter Umständen Augen und Ohrenzeugen die besagte Zustimmung (die in Schweden jetzt eben zumindest verbal, und im SC sollte das reichen, eingeholt werden muss) bestätigen oder bezeugen können. Und speziell in Swinger Clubs gilt ja schon heute meistens ein recht streng eingehaltenes SafeSaneConsensual und wer sich nicht daran hält und einfach ungefragt "dazustößt" hat schon heute (auch in Österreich) mit Rausschmiss bis hin zu heftigeren Problemen zu rechnen. Weil es dort eben meistens sogar multiple Zeugen gibt.
 
meiner meinung nach kann man alles soweit übertreiben,
dass es richtig absurd wird.

wie sehen es die anderen user/-innen?

Am Sonntag tritt in Schweden ein Gesetz in Kraft, das Sexualstraftaten vermeiden soll. Demnach muss stets eine aktive Zustimmung der Sexpartner erfolgen, sonst droht im Streitfall eine Verurteilung wegen Vergewaltigung.

Auch, wenn die Klägerin oder der Kläger beim Sex bei vollem Bewusstsein war und sich lediglich „passiv“ verhielt. Ein „Nein“ oder ein anderweitiges verbales Abwehrzeichen ist dann nicht mehr notwendig, um wegen Vergewaltigung verurteilt zu werden. „Das neue Grundprinzip ist so: Es wird verboten sein, Sex mit einer Person zu haben, die nicht ausdrücklich ja gesagt hat oder aktiv signalisiert hat, dass sie mitmachen will. Die Gesetzesänderung soll dazu beitragen, dass mehr Übergriffe als Vergewaltigung angesehen werden. Also auch Fälle, wo kein Nein vom Opfer vorliegt“, erklärt Sofie Rudh, Sprecherin von Justizminister Morgan Johansson.

Der Gesetzesrat, eine Kontrollinstanz für neue Gesetze, sowie der Anwaltsverband haben das „Einverständnisgesetz“ kritisiert. „Große Bedeutung wird die Einführung der ,unachtsamen Vergewaltigung’ haben. Da muss es nicht mal um eine absichtliche Handlung gehen“, sagt Anne Ramberg, Chefin vom Anwaltsverbund. „Wie soll ein einzelner Richter da entscheiden, was ein Ausdruck für Zustimmung ist?“

Wegen der Rechtsunsicherheit hat die Strafrechtsanwältin Baharak Vaziri eine kostenpflichtige Einwilligungs-App mit Namen „Libra“ für Smartphones lanciert. „1158 Schweden haben sie schon installiert“, sagt sie. Noch in diesem Jahr soll es die App in abgewandelter Form auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz geben.

Menschen, die miteinander Sex haben wollen, können sich dort via Internet über ihr Bankkonto per Passwort identifizieren, wie auch bei der Steuererklärung, und dann ihre Einwilligung zum Sex bestätigen. Nach dem Einloggen erhalten die Sexpartner einen Code, den sie in ihr Smartphone eingeben müssen. Es folgt die vertragliche Zustimmungsfrage für den anvisierten Geschlechtsverkehr, die sie dann mit „Ja“ beantworten können. Die App greift auf den aktuellen Aufenthaltsort der Sexpartner zurück und funktioniert nur, wenn diese sich nahe beieinander aufhalten. So soll vermieden werden, dass sich die Sexpartner vielleicht zu frühzeitig das Einverständnis geben, dann aber vor Ort ihre Meinung ändern.


ich find das Gesetz super, würde es sogar noch etwas erweitern so in die Richtung

„Unmittelbar vor dem Eindringen ist die Einverständniserklärung von einem Notar zu beglaubigen“ :D

im Ernst,
ich glaub einen schlechteren Lösungsversuch ein ernstes Problem in den Griff zu bekommen habe ich noch nicht gesehen :(
 
meiner meinung nach kann man alles soweit übertreiben,
dass es richtig absurd wird.

wie sehen es die anderen user/-innen?

Am Sonntag tritt in Schweden ein Gesetz in Kraft, das Sexualstraftaten vermeiden soll. Demnach muss stets eine aktive Zustimmung der Sexpartner erfolgen, sonst droht im Streitfall eine Verurteilung wegen Vergewaltigung.

Auch, wenn die Klägerin oder der Kläger beim Sex bei vollem Bewusstsein war und sich lediglich „passiv“ verhielt. Ein „Nein“ oder ein anderweitiges verbales Abwehrzeichen ist dann nicht mehr notwendig, um wegen Vergewaltigung verurteilt zu werden. „Das neue Grundprinzip ist so: Es wird verboten sein, Sex mit einer Person zu haben, die nicht ausdrücklich ja gesagt hat oder aktiv signalisiert hat, dass sie mitmachen will. Die Gesetzesänderung soll dazu beitragen, dass mehr Übergriffe als Vergewaltigung angesehen werden. Also auch Fälle, wo kein Nein vom Opfer vorliegt“, erklärt Sofie Rudh, Sprecherin von Justizminister Morgan Johansson.

Der Gesetzesrat, eine Kontrollinstanz für neue Gesetze, sowie der Anwaltsverband haben das „Einverständnisgesetz“ kritisiert. „Große Bedeutung wird die Einführung der ,unachtsamen Vergewaltigung’ haben. Da muss es nicht mal um eine absichtliche Handlung gehen“, sagt Anne Ramberg, Chefin vom Anwaltsverbund. „Wie soll ein einzelner Richter da entscheiden, was ein Ausdruck für Zustimmung ist?“

Wegen der Rechtsunsicherheit hat die Strafrechtsanwältin Baharak Vaziri eine kostenpflichtige Einwilligungs-App mit Namen „Libra“ für Smartphones lanciert. „1158 Schweden haben sie schon installiert“, sagt sie. Noch in diesem Jahr soll es die App in abgewandelter Form auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz geben.

Menschen, die miteinander Sex haben wollen, können sich dort via Internet über ihr Bankkonto per Passwort identifizieren, wie auch bei der Steuererklärung, und dann ihre Einwilligung zum Sex bestätigen. Nach dem Einloggen erhalten die Sexpartner einen Code, den sie in ihr Smartphone eingeben müssen. Es folgt die vertragliche Zustimmungsfrage für den anvisierten Geschlechtsverkehr, die sie dann mit „Ja“ beantworten können. Die App greift auf den aktuellen Aufenthaltsort der Sexpartner zurück und funktioniert nur, wenn diese sich nahe beieinander aufhalten. So soll vermieden werden, dass sich die Sexpartner vielleicht zu frühzeitig das Einverständnis geben, dann aber vor Ort ihre Meinung ändern.
Sein ma froh daß ma .net in Schweden Leben.
 
Das ist doch super. da sucht man sich wem zum ficken und dann kann diese Person einfach zu Gericht gehen und behaupten es gab kein Einverständnis und man wird unschuldig bestraft. Und diese Person bekommt dann auch noch Schadensersatz
 
Zurück
Oben