Über einen Menschen hinwegkommen, der nie existierte

Nachfolgendes Gedicht habe ich vor knapp 25 Jahren geschrieben, als ich feststellte ( es musste ), wie sehr ich mich in einer Frau getäuscht hatte. Es half mir dabei zu verarbeiten, und auch mich selber ein bisschen besser kennen zu lernen.

2 Jahrzehnte später habe ich dann Hintergründe von ihr erfahren, welche ihr Verhalten damals einerseits besser erklären konnten, diese aber auch gleichzeitig weitere Schatten aufwarfen....

DER STICH DES SKORPIONS

Du hast mich getötet,
langsam und mit Zeit.
Du hattest es leicht,
denn die Entfernung war zu weit.
Deinen Hass auf mich,
Du hast ihn gut versteckt.
Doch das war nicht schwierig,
denn mein Vertrauen in Dich hat alle Zweifel zugedeckt.
Ein Mann, der verliebt ist, ist blind.
Du hast von meiner Liebe gezehrt,
wie von einem fetten Rind.
Im Nachhinein gesehen
kann ich mich nicht verstehen.
Warum hab ich die Zeichen nicht verstanden?
Sabrina Setlur singt "Du liebst mich nicht".
Ich sage Dir, Du tust mir leid.
Denn Du kannst nichts mehr empfinden,
auch wenn es tief in Dir nach Liebe schreit.
Und auch, wenn Deine Seele weint,
Du hast nur Zorn in Dir vereint.
Ja ich weiß, Dir wurde soo weh getan,
Du wurdest verprügelt, betrogen und missbraucht.
Das alles hat Deine Seele geschlaucht.
Und aus Angst vor Nähe
bist Du unterm Leben durchgetaucht.
Doch WAS habe ich Dir getan,
um so benutzt zu werden?
Du bist ein Skorpion, das weiß ich jetzt,
denn Du musstest mich mit Deinem Stachel stechen.
Und nach Außen zeigst Du Freude,
jemandem das Herz zu brechen.
Dabei steckt sicher auch in Dir ein Kern,
der gut ist und der geben kann.
Du könntest sein wie ein heller Stern,
hättest Du wieder Vertrauen zu einem Mann.
Doch Dein Herz, es ist leer.
Höchstens Spinnweben vegetieren darin.
Und die Verzweiflung, nicht zu wissen, wohin.
Und trotz aller Wut und aller Trauer in mir,
und der Gewissheit, verarscht worden zu sein.
Ich trag keinen Gedanken an Rache in mir,
noch wünsche ich Dir die Pest auf den Hals.
Was ich Dir wünsche ist den Mann zu finden,
der Dich "reparieren" kann.
Ich war es nicht, das weiß ich jetzt.
Doch konnte ich es nicht vorher wissen.
Und es stimmt, es wird noch Tage dauern,
bis ich aufhören werde, Dich zu vermissen.
Doch wenigstens weiß ich genau,
was Du verloren hast, als ich die Türe schloss.
Nur schade, dass Du es nie wirst erfahren.
Vielleicht kommt Dir die Erkenntnis in einigen Jahren,
die Dir zeigt, so geht es nicht.
Ich wünsche Dir nur, es ist dann nicht zu spät,
wenn Du einschalten willst Dein Seelenlicht.
Ich kann Dir vergeben,
doch vielleicht kann es jemand anderer nicht.

lg Coolmagic71 ( der männliche Part)
 
Nachfolgendes Gedicht habe ich vor knapp 25 Jahren geschrieben, als ich feststellte ( es musste ), wie sehr ich mich in einer Frau getäuscht hatte. Es half mir dabei zu verarbeiten, und auch mich selber ein bisschen besser kennen zu lernen.

2 Jahrzehnte später habe ich dann Hintergründe von ihr erfahren, welche ihr Verhalten damals einerseits besser erklären konnten, diese aber auch gleichzeitig weitere Schatten aufwarfen....

DER STICH DES SKORPIONS

Du hast mich getötet,
langsam und mit Zeit.
Du hattest es leicht,
denn die Entfernung war zu weit.
Deinen Hass auf mich,
Du hast ihn gut versteckt.
Doch das war nicht schwierig,
denn mein Vertrauen in Dich hat alle Zweifel zugedeckt.
Ein Mann, der verliebt ist, ist blind.
Du hast von meiner Liebe gezehrt,
wie von einem fetten Rind.
Im Nachhinein gesehen
kann ich mich nicht verstehen.
Warum hab ich die Zeichen nicht verstanden?
Sabrina Setlur singt "Du liebst mich nicht".
Ich sage Dir, Du tust mir leid.
Denn Du kannst nichts mehr empfinden,
auch wenn es tief in Dir nach Liebe schreit.
Und auch, wenn Deine Seele weint,
Du hast nur Zorn in Dir vereint.
Ja ich weiß, Dir wurde soo weh getan,
Du wurdest verprügelt, betrogen und missbraucht.
Das alles hat Deine Seele geschlaucht.
Und aus Angst vor Nähe
bist Du unterm Leben durchgetaucht.
Doch WAS habe ich Dir getan,
um so benutzt zu werden?
Du bist ein Skorpion, das weiß ich jetzt,
denn Du musstest mich mit Deinem Stachel stechen.
Und nach Außen zeigst Du Freude,
jemandem das Herz zu brechen.
Dabei steckt sicher auch in Dir ein Kern,
der gut ist und der geben kann.
Du könntest sein wie ein heller Stern,
hättest Du wieder Vertrauen zu einem Mann.
Doch Dein Herz, es ist leer.
Höchstens Spinnweben vegetieren darin.
Und die Verzweiflung, nicht zu wissen, wohin.
Und trotz aller Wut und aller Trauer in mir,
und der Gewissheit, verarscht worden zu sein.
Ich trag keinen Gedanken an Rache in mir,
noch wünsche ich Dir die Pest auf den Hals.
Was ich Dir wünsche ist den Mann zu finden,
der Dich "reparieren" kann.
Ich war es nicht, das weiß ich jetzt.
Doch konnte ich es nicht vorher wissen.
Und es stimmt, es wird noch Tage dauern,
bis ich aufhören werde, Dich zu vermissen.
Doch wenigstens weiß ich genau,
was Du verloren hast, als ich die Türe schloss.
Nur schade, dass Du es nie wirst erfahren.
Vielleicht kommt Dir die Erkenntnis in einigen Jahren,
die Dir zeigt, so geht es nicht.
Ich wünsche Dir nur, es ist dann nicht zu spät,
wenn Du einschalten willst Dein Seelenlicht.
Ich kann Dir vergeben,
doch vielleicht kann es jemand anderer nicht.

lg Coolmagic71 ( der männliche Part)
Beeindruckend, ich glaube wir haben die gleiche EX.
 
Hallo ihr Lieben,

anders als der Thread-Titel vielleicht vermuten lässt, handelt es sich hier nicht um einen fiktiven Charakter aus einem Buch oder Film. Genauso wenig soll dieser Thread in einen „Mimimi-Ich-bin-so-arm“-Thread ausarten. Ich habe im Moment nur das Gefühl, mit meinem „Problem“ alleine dazustehen und es würde mich interessieren, ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat.

Es geht darum, dass ich vergangenes Jahr mit einem Menschen zusammen war, der in Wirklichkeit gar nicht existierte. Nein, ich bin nicht schizophren, und das ist eine Erkenntnis, die ich in den letzten wenigen Wochen gemacht habe. Dieser Mensch hat durch permanentes Lügen und leere Versprechungen bezüglich seiner Persönlichkeit, Werte und nicht zuletzt seiner sexuellen Vorlieben ein komplett falsches Bild von sich abgegeben, als er in Wirklichkeit ist. Selbst nach Beziehungsende und Kontaktabbruch habe ich noch sämtliche Lügen aufdecken können, und das Puzzlebild ist nun komplett. Ich will auch gar nicht wissen, was er noch vor mir verborgen hat. Ich bin mir jedoch 100%ig sicher, dass er mich nicht nur das eine Mal betrogen hat, als ich es herausgefunden habe. Ok, Blender gibt es immer wieder mal im Leben. Das Problem dabei ist nur: Ich hatte mich in seine falsche Persönlichkeit verliebt. Hätte ich das nicht getan, hätte ich mir all das, was er mir angetan hat, niemals gefallen lassen. Wie er alles, was ich war, komplett runtergemacht hat. Wie er mit mir umgegangen ist. Wie ihm meine Gefühle egal waren. Wie ihm meine Wünsche egal waren. Mein Geburtstag, den er mir ruiniert hat. Wie er mir statt des versprochenen Geschenks nur Beleidigungen gegen meine Person und meine Familie gegeben hat, nur um wenige Tage später wildfremden Mädels aus dem Internet Geld zu überweisen. Wie er mich auf brutalste Art und Weise runtergemacht hat, wenn ich arbeiten musste und ihm nicht meine 100%ige Aufmerksamkeit schenken konnte. Wie ich trotz eigener Wohnung quasi bei ihm gelebt habe und ihm meine vollste Unterstützung gegeben habe und für ihn dennoch nicht genug Zeit mit ihm verbracht habe. Wie ich mir sogar etwas anhören durfte, wenn ich für nur wenige Stunden die Stadt verlassen wollte, um meine Mutter zu besuchen. Wie ich ihm alle Wünsche erfüllt habe und ihm trotzdem nicht genug war. Seine Opferrolle, als er zum Schluss endlich Konsequenzen für sein Verhalten zu spüren bekommen hat. Wie er nie daran gedacht hat, wie sehr er mich verletzt hat, damit es zu diesen Konsequenzen kommen musste. Seine Aggressionen, als ich nicht mehr auf die Mitleidsmasche reingefallen bin. Und nein, ich habe ihn nicht krankhaft idealisiert – es geht um seine Aussagen, seine Handlungen, seine Lügen. Seine Versprechen von der Zukunft, die immer wieder gebrochen wurden.

Ich möchte nicht sagen, dass ich alles richtig gemacht habe. Dieser Mensch hat das Schlimmste aus mir herausgeholt – obwohl es ihn nie gegeben hat.

Das ist mit Abstand die schwierigste Trennung, die ich durchmachen musste. Zu wissen, dass ich mich monatelang komplett für einen Menschen aufgeopfert habe, den es gar nicht gegeben hat. Ich weiß nicht, ob das für Menschen, die sowas nie erlebt haben, nachvollziehbar ist. Ich wache morgens aber immer noch mit einem bedrückenden Gefühl in der Brust auf und vermisse einen Menschen, den es nie gegeben hat. Denn was dieser Mensch wirklich ist, wollte ich lange Zeit nicht wahrhaben.

Und obwohl ich seit der Trennung ein paar nette Menschen kennengelernt habe, mit denen ich mich zumindest auf sexueller Ebene gut verstehe, suche ich immer noch unterbewusst nach diesem einen Menschen – der niemals existierte. Ganz zu schweigen von dem komplett zerstörten Vertrauen.

Bin ich verrückt oder gibt es Menschen, die tatsächlich ähnliche Erfahrungen gemacht haben?

Klingt einfach schlimm was Du erlebt hast wenn man den Text liest.

Aber ja, ich versteh auch das man dem Gefühl das einem derjenige gegeben hat nun nachtrauert. Weil man sich doch lieber an die guten Momente als an die beschissenen erinnert.

Schön das du aus diesem Leben raus gefunden hast.
 
Ein Interview mit einem Psychiater der sich selbst als Narzissten sieht. Noch spannend. Der Mann ist seit 20 Jahren verheiratet. Seine Frau habe nicht so ein ausgeprägtes Helfersyndrom. Unterstützung und ähnliches scheint bei ihnen klare Grenzen zu haben. Vielleicht ein Schlüssel?
 
Ein Narzisst beurteilt nur nach der Brauchbarkeit/Nützlichkeit.
Als ich das gelesen habe, musste ich etwas schmunzeln. Tatsächlich hat er das Wort "unbrauchbar" nicht selten im Kontext mit anderen Menschen, insbesondere Frauen, verwendet. Frauen, die Kinder wollen, sind unbrauchbar. Frauen mit einem niedrigen Libido sind unbrauchbar. Frauen, die ihn durchschauen, sind unbrauchbar.

Die andere Seite:

Ich möchte bei all dem menschenverachtenden Bashing ins Feld werfen:
Ein Mensch mit einer solchen Störung ist meist unheilbar krank, wird im Endeffekt immer abgewiesen werden, nie Erfolge haben, Leichen im Keller, Leichen am Weg, keine Möglichkeit es anders zu tun, kein Verstehen, Gefangen in einer grausamen Emotionswelt.

Es ist wie Lepra eine äußerst widerwärtige Erkrankung an der man nicht anstreifen sollte oder will.
Dennoch, hier ist man derart tolerant, bei einer unheilbaren und hässlichen Erkrankung ist es mit der Toleranz vorbei.
Es können Geschwister, die eigenen Kinder oder wir selbst davon betroffen sein.
Ich wäre beim Bashing vorsichtig, schwer psychisch Erkrankte höher zu hängen.

Was ich erwarte und erhoffe, sind mehr Bekanntwerden, dass es Erkrankungen sind, mehr Behandlungs- und Therapieplätze, mehr Anlaufstellen, niederschwelliger - bitte.
Damit wird allen geholfen, auch eventuellen Opfern solcher Beziehungen.
Wenn man weiß worauf man achten sollte und nicht, wenn man mitten drin zu googeln beginnen muss um den eigenen Geisteszustand bestätigt zu sehen - dass der Partner nämlich krank ist, kann man viel früher präventiv bereits etwas tun.

Emotional empfinde ich kein Mitleid oder gar Mitgefühl dem Täter gegenüber.
Einem unbehandelten schwer Erkrankten gegenüber allerdings, der in unserer Gesellschaft lebt, durchaus den Wunsch, dass auch ehr so gut als möglich behandelt wird.

Ebenso wünsche ich, dass durch Bekanntwerden der Erkrankungen viel früher sensibilisiert wird, wenn man auf solche Menschen trifft.
Super zusammengefasst, vielen Dank dafür. Wenn man den Partner und seine Lebensgeschichte (insbesondere die Kindheit) kennt, ist man wahrscheinlich leicht dazu geneigt, über sein Verhalten hinwegzusehen - aus Mitleid, "weil dieser Mensch aufgrund seiner Erfahrungen ja nichts dafür kann". So war das zumindest bei mir der Fall. So ein Verhalten darf jedoch durch nichts gerechtfertigt werden - erst recht nicht, wenn man daran selbst zugrunde geht - denn rein theoretisch könnte man die Krankheit vielleicht zumindest gewissermassen behandeln (z.B. ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln), damit man halbwegs beziehungsfähig wird. Dafür braucht es jedoch eine Krankheitseinsicht, und die haben diese Menschen aufgrund ihrer fehlenden Empathie und Schuldbewusstseins wohl nicht - und die wird es wahrscheinlich auch nicht geben, wenn manche Fehlvorstellungen von psychischen Erkrankungen bestehen bleiben (z.B. dass Narzissten ein überzogenes Selbstbewusstsein haben). Ich kann mir auch gut vorstellen, dass hinter dem Aufsuchen eines Therapeuten ein gewisses Schamgefühl stecken kann, weil Psychotherapie in der Gesellschaft doch noch ziemlich negativ konnotiert ist.

Die Aufopferung des anderen sehen sie nicht als solches, dazu sind sie nicht fähig. Es ist für sie einfach nur selbstverständlich. Es ist nur das, was die Opfer sehen. Sie opfern sich auf. Der Narzisst will einfach nur, dass es immer so läuft wie es ihm passt. Er sieht seine Bedürfnisse aber nie die der anderen. Wer das mitmacht, opfert sich natürlich auf, aber es ist nicht das was den Narzissten gross hält.
[...]
Schaffen wohl die wenigsten oder den wenigsten wären solche Menschen das wert, denn viel hat man von solchen Menschen ja nicht. Man kann sich nicht auf sie verlassen, sie erwarten von dir alles von ihnen kannst du aber nichts erwarten, sie lügen...
Das ist vielleicht ein Aspekt, der diese Trennung besonders schmerzhaft macht: Zu wissen, dass dieser Mensch niemals verstehen wird, was er mir angetan hat. Und wenn, dann nur, um sich selbst daran zu erhöhen. Ich bin nicht nur ein Mal vor ihm zusammengebrochen, weil ich nicht mehr konnte und er meine Erklärungen, warum mich sein Verhalten verletzt, nicht verstanden hat - nur, damit er mich stillschweigend mit einem versteckten schelmischen Grinsen ansieht. Eigentlich krass, wenn man darüber nachdenkt. Und dieser Mensch traut sich, das Wort "Liebe" in den Mund zu nehmen.

Es stimmt, dass er einer Frau nichts bieten kann. Das ist schade, denn immerhin hat er ja einen halbwegs sicheren Job, Bildung (jedoch eher wenig Intelligenz) und eine Wohnung (... ja, so niedrig sind meine Standards während unserer Beziehung gesunken). Das ist jedoch nichts wert, wenn er einer Frau nicht mal das Mindeste geben kann: Treue, Unterstützung, Sicherheit. Von sich selbst hat er natürlich immer behauptet, supertreu zu sein. Beinahe im gleichen Atemzug hat er ohne Reue oder Schuldbewusstsein berichtet, wie er seine Ex im Urlaub alleine im Hotelzimmer gelassen hat, um sich mit anderen Frauen zu treffen, oder wie es "Drama" gegeben hat, weil er andere Frauen auf der Straße angesprochen hat. Wie dumm von mir, zu glauben, dass ich diesen Mann erziehen hätte können. Denn auch ich habe zu spüren bekommen, wie er Camgirls oder irgendwelchen fremden (sehr jungen) Mädels im Internet Geld überwiesen hat, damit sie ihm Aufmerksamkeit geben, wenn ich mal paar Stunden arbeiten musste. Und auch nach Beziehungsende sucht er sich möglichst junge Mädels im Internet, denen er Geschenke machen kann, damit sie seine Lügen glauben und ihn bestärken. Das ist verdammt traurig, wenn man darüber nachdenkt. Seiner Freundin, die sich tatsächlich für ihn interessierte und ihn liebte und mit der er eine Zukunft hätte haben können, konnte er aber nicht mal das versprochene Geburtstagsgeschenk machen, weil er "verletzt war", dass er Konsequenzen für sein Verhalten tragen musste. Und dabei geht es mir nicht mal um das Geschenk per se - während ich mich nicht nur an seinem Geburtstag ständig um ihn gekümmert habe, hat er es nicht mal an meinem Geburtstag für notwendig gehalten, meinen Tag schön zu machen anstatt mich weiterhin zu erniedrigen und zu beleidigen. Nicht mal das war ich ihm wert. Ganz zu schweigen von der handwerklichen Unterstützung, die er mir immer versprochen aber nie gegeben hat, oder der fehlenden Sicherheit (tatsächlich hatte ich sogar Angst vor ihm). Und was soll man als eigenständige und zumindest halbwegs gebildete Frau mit sowas? Kinder will ich keine (und er meidet auch Frauen, die Kinder wollen - Gott sei Dank!), und er verdient nicht (oder kaum) mehr als ich. Er wünscht sich eine Frau, mit der er eines Tages ein Haus teilen kann - doch das wird er niemals haben, wenn er sich nicht behandeln lässt, und das finde ich unglaublich traurig. Zumal er sich das Haus eh nie leisten können wird, weil er sein ganzes Geld für fremde Mädels im Internet verprasselt, weil er Aufmerksamkeit wie Luft zum Atmen braucht, weil er sich alleine nicht ertragen kann.

hy,

ich hab mir jetzt nicht alle nachfolgenden Nachrichten in diesem Thread durchgelesen (sorry...), daher kann es sein, dass es bereits beantwortet wurde, aber ich frage mich einfach: In welchen Belangen hat er GENAU gelogen? Falscher Name? Beruf? Ausbildung? Vergangenheit (was er erlebt hat oder eben behauptet hat erlebt zu haben?)

Denn es interessiert mich einfach der Grund. Warum hat er dich belogen? Um besser da zu stehen (also bessere chancen bei dir zu haben oder bewundert zu werden) oder um etwas anderes zu verschleiern? war er vielleicht in einer Beziehung und hat dir den "single" vorgespielt um in dir eine unwissende für eine Affaire zu haben? Diese Fragen stellen sich mir bei deiner Erzählung sofort...
Eine vielleicht doch sehr wichtige Info, die ich vergessen habe zu erwähnen, ist, dass wir uns im Internet kennengelernt haben und 3 Monate lang intensiven Kontakt hatten, bevor wir uns getroffen haben. Dadurch hatte er natürlich leichtes Spiel.

Gerade über den Grund für seine Lügen musste ich lange nachdenken und ich befürchte, dass ich darauf keine zufriedenstellende Antworten geben kann. Es ist rational einfach nicht erklärbar. Ich habe ihn selbst gefragt, warum er selbst bei den alltäglichsten und harmlosesten Dingen gelogen hat (z.B. Mülltrennung), und er hat seine Lügen selbst nicht mal zugeben können, obwohl es sehr offensichtlich war...

Beim Beruf und bei seinen Ex-Beziehungen war er im Großen und Ganzen ehrlich - wo er jedoch gelogen hat, ist beim Grund für seinen beruflichen Misserfolg (für den er selbst verantwortlich war, und nicht die Politik oder was auch immer) und beim Grund für das Scheitern seiner Beziehungen (seine erste Freundin soll Borderline gehabt haben - was ich laut ihm ja auch haben soll, obwohl das Gegenteil bereits bewiesen wurde - und seine zweite Freundin hat ihn verlassen, weil sie Kinder wollte [natürlich wird das der einzige Grund für das Scheitern einer 5jährigen Beziehung sein, siehe meine Erzählungen oben]). Außerdem hat er oft von Dingen erzählt, die seine Exfreundinnen vermeintlich getan haben sollen, um mich unter Druck zu setzen. Absoluter Blödsinn. Und wenn ich mal nicht nach seiner Pfeife getanzt habe, hat er mir geschrieben, dass er sich mit anderen Frauen treffen wird, um das, was er von mir wollte, mit ihnen zu machen. Das hat er nicht nur ein Mal getan, und ein Mal bin ich dann sogar in seine Wohnung gefahren (ich hatte einen Schlüssel) und gesehen, dass er natürlich nur faul am Sofa herumgelegen ist und in die Glotze gestarrt hat. Ein Buch hätte diesem Menschen mal definitiv nicht geschadet. Kleiner Fun Fact am Rande: Der Ausdruck "nach deiner Pfeife tanzen" hat ihn hart getriggered und unfassbar aggressiv gemacht. Er wollte die Realität wohl nie sehen.

Und dann gibt es natürlich noch die Kategorie, die für die Entstehung dieses Threads verantwortlich ist: Lügen bezüglich seiner Werte (Treue, Männlichkeit), sexuellen Vorlieben sowie Zukunftspläne. Treue habe ich bereits ausführlich erläutert, Männlichkeit genauso (ich definiere "Männlichkeit" als Sicherheit, Loyalität und Unterstützung - er aber offensichtlich nur durch die Tatsache, dass er mit 18 beim Heer gewesen ist, was ich doch sehr peinlich finde). Seine sexuellen Vorlieben hat er stark an meine angepasst, wahrscheinlich um sie später als Strafe & Belohnung einsetzen zu können. Und die Zukunftspläne - naja, als ob er sich jemals ein Haus mit einer Frau, die nicht nur bei ihm ist, weil er sie bezahlt (und so viel Geld hat er wirklich nicht) teilen könnte. Und falls doch - mein größtes Beileid an seine Zukünftige. Achja, und das Thema Bildung - er ist vielleicht in seinem Bereich ganz ok belesen (aber ein typischer Fachidiot eben) und doch ziemlich eloquent - dies ist jedoch irreführend. Intelligenz besitzt dieser Mensch leider keine, weder logische noch zwischenmenschliche. Er ist der lebende Beweis dafür, dass ein tertiärer Bildungsabschluss nicht mit Intelligenz gleichzusetzen ist. Und das ist doch etwas, worauf ich sehr viel Wert lege.

Abgesehen davon gab es noch die falschen Unterstellungen - ich würde den ganzen Tag nur auf Social Media herumhängen (bitte was?), ich soll mal ein Buch lesen (ich?), ich sei prüde (LOL), ich hätte gar keinen Uni-Abschluss (da hat jemand wohl nicht ganz ertragen können, dass ich ihn 5 Jahre schneller abgeschlossen habe, als er), ich hätte keine Wärme, bin eiskalt und kann nicht lieben (jo eh, deshalb hab ich auch so lange an ihm festgehalten) und nicht zuletzt: ich sei psychisch gestört. Jetzt, wo ich die Dinge aufgezählt habe, kommt es mir so vor, als ob er die Dinge, die er an sich selbst besonders gehasst hat, mir unterstellt hat, um sich selbst besser zu fühlen? Dass er quasi seinen Müll auf mir abgeladen hat, um sich zu erleichtern.

Ich hoffe, das wirft ein bisschen Licht auf die ganze Geschichte. :)


Nachfolgendes Gedicht habe ich vor knapp 25 Jahren geschrieben, als ich feststellte ( es musste ), wie sehr ich mich in einer Frau getäuscht hatte. Es half mir dabei zu verarbeiten, und auch mich selber ein bisschen besser kennen zu lernen.
Kann ich sehr gut nachvollziehen. Sehr treffendes Gedicht! Nur, dass ich nicht denke, dass solche Menschen jemand "reparieren kann" - leider. Denn trotz allem, was er mir angetan hat, wünsche ich ihm nichts mehr, als dass er eines Tages endlich glücklich mit sich selbst werden kann.
 
Als ich das gelesen habe, musste ich etwas schmunzeln. Tatsächlich hat er das Wort "unbrauchbar" nicht selten im Kontext mit anderen Menschen, insbesondere Frauen, verwendet. Frauen, die Kinder wollen, sind unbrauchbar. Frauen mit einem niedrigen Libido sind unbrauchbar. Frauen, die ihn durchschauen, sind unbrauchbar.


Super zusammengefasst, vielen Dank dafür. Wenn man den Partner und seine Lebensgeschichte (insbesondere die Kindheit) kennt, ist man wahrscheinlich leicht dazu geneigt, über sein Verhalten hinwegzusehen - aus Mitleid, "weil dieser Mensch aufgrund seiner Erfahrungen ja nichts dafür kann". So war das zumindest bei mir der Fall. So ein Verhalten darf jedoch durch nichts gerechtfertigt werden - erst recht nicht, wenn man daran selbst zugrunde geht - denn rein theoretisch könnte man die Krankheit vielleicht zumindest gewissermassen behandeln (z.B. ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln), damit man halbwegs beziehungsfähig wird. Dafür braucht es jedoch eine Krankheitseinsicht, und die haben diese Menschen aufgrund ihrer fehlenden Empathie und Schuldbewusstseins wohl nicht - und die wird es wahrscheinlich auch nicht geben, wenn manche Fehlvorstellungen von psychischen Erkrankungen bestehen bleiben (z.B. dass Narzissten ein überzogenes Selbstbewusstsein haben). Ich kann mir auch gut vorstellen, dass hinter dem Aufsuchen eines Therapeuten ein gewisses Schamgefühl stecken kann, weil Psychotherapie in der Gesellschaft doch noch ziemlich negativ konnotiert ist.


Das ist vielleicht ein Aspekt, der diese Trennung besonders schmerzhaft macht: Zu wissen, dass dieser Mensch niemals verstehen wird, was er mir angetan hat. Und wenn, dann nur, um sich selbst daran zu erhöhen. Ich bin nicht nur ein Mal vor ihm zusammengebrochen, weil ich nicht mehr konnte und er meine Erklärungen, warum mich sein Verhalten verletzt, nicht verstanden hat - nur, damit er mich stillschweigend mit einem versteckten schelmischen Grinsen ansieht. Eigentlich krass, wenn man darüber nachdenkt. Und dieser Mensch traut sich, das Wort "Liebe" in den Mund zu nehmen.

Es stimmt, dass er einer Frau nichts bieten kann. Das ist schade, denn immerhin hat er ja einen halbwegs sicheren Job, Bildung (jedoch eher wenig Intelligenz) und eine Wohnung (... ja, so niedrig sind meine Standards während unserer Beziehung gesunken). Das ist jedoch nichts wert, wenn er einer Frau nicht mal das Mindeste geben kann: Treue, Unterstützung, Sicherheit. Von sich selbst hat er natürlich immer behauptet, supertreu zu sein. Beinahe im gleichen Atemzug hat er ohne Reue oder Schuldbewusstsein berichtet, wie er seine Ex im Urlaub alleine im Hotelzimmer gelassen hat, um sich mit anderen Frauen zu treffen, oder wie es "Drama" gegeben hat, weil er andere Frauen auf der Straße angesprochen hat. Wie dumm von mir, zu glauben, dass ich diesen Mann erziehen hätte können. Denn auch ich habe zu spüren bekommen, wie er Camgirls oder irgendwelchen fremden (sehr jungen) Mädels im Internet Geld überwiesen hat, damit sie ihm Aufmerksamkeit geben, wenn ich mal paar Stunden arbeiten musste. Und auch nach Beziehungsende sucht er sich möglichst junge Mädels im Internet, denen er Geschenke machen kann, damit sie seine Lügen glauben und ihn bestärken. Das ist verdammt traurig, wenn man darüber nachdenkt. Seiner Freundin, die sich tatsächlich für ihn interessierte und ihn liebte und mit der er eine Zukunft hätte haben können, konnte er aber nicht mal das versprochene Geburtstagsgeschenk machen, weil er "verletzt war", dass er Konsequenzen für sein Verhalten tragen musste. Und dabei geht es mir nicht mal um das Geschenk per se - während ich mich nicht nur an seinem Geburtstag ständig um ihn gekümmert habe, hat er es nicht mal an meinem Geburtstag für notwendig gehalten, meinen Tag schön zu machen anstatt mich weiterhin zu erniedrigen und zu beleidigen. Nicht mal das war ich ihm wert. Ganz zu schweigen von der handwerklichen Unterstützung, die er mir immer versprochen aber nie gegeben hat, oder der fehlenden Sicherheit (tatsächlich hatte ich sogar Angst vor ihm). Und was soll man als eigenständige und zumindest halbwegs gebildete Frau mit sowas? Kinder will ich keine (und er meidet auch Frauen, die Kinder wollen - Gott sei Dank!), und er verdient nicht (oder kaum) mehr als ich. Er wünscht sich eine Frau, mit der er eines Tages ein Haus teilen kann - doch das wird er niemals haben, wenn er sich nicht behandeln lässt, und das finde ich unglaublich traurig. Zumal er sich das Haus eh nie leisten können wird, weil er sein ganzes Geld für fremde Mädels im Internet verprasselt, weil er Aufmerksamkeit wie Luft zum Atmen braucht, weil er sich alleine nicht ertragen kann.


Eine vielleicht doch sehr wichtige Info, die ich vergessen habe zu erwähnen, ist, dass wir uns im Internet kennengelernt haben und 3 Monate lang intensiven Kontakt hatten, bevor wir uns getroffen haben. Dadurch hatte er natürlich leichtes Spiel.

Gerade über den Grund für seine Lügen musste ich lange nachdenken und ich befürchte, dass ich darauf keine zufriedenstellende Antworten geben kann. Es ist rational einfach nicht erklärbar. Ich habe ihn selbst gefragt, warum er selbst bei den alltäglichsten und harmlosesten Dingen gelogen hat (z.B. Mülltrennung), und er hat seine Lügen selbst nicht mal zugeben können, obwohl es sehr offensichtlich war...

Beim Beruf und bei seinen Ex-Beziehungen war er im Großen und Ganzen ehrlich - wo er jedoch gelogen hat, ist beim Grund für seinen beruflichen Misserfolg (für den er selbst verantwortlich war, und nicht die Politik oder was auch immer) und beim Grund für das Scheitern seiner Beziehungen (seine erste Freundin soll Borderline gehabt haben - was ich laut ihm ja auch haben soll, obwohl das Gegenteil bereits bewiesen wurde - und seine zweite Freundin hat ihn verlassen, weil sie Kinder wollte [natürlich wird das der einzige Grund für das Scheitern einer 5jährigen Beziehung sein, siehe meine Erzählungen oben]). Außerdem hat er oft von Dingen erzählt, die seine Exfreundinnen vermeintlich getan haben sollen, um mich unter Druck zu setzen. Absoluter Blödsinn. Und wenn ich mal nicht nach seiner Pfeife getanzt habe, hat er mir geschrieben, dass er sich mit anderen Frauen treffen wird, um das, was er von mir wollte, mit ihnen zu machen. Das hat er nicht nur ein Mal getan, und ein Mal bin ich dann sogar in seine Wohnung gefahren (ich hatte einen Schlüssel) und gesehen, dass er natürlich nur faul am Sofa herumgelegen ist und in die Glotze gestarrt hat. Ein Buch hätte diesem Menschen mal definitiv nicht geschadet. Kleiner Fun Fact am Rande: Der Ausdruck "nach deiner Pfeife tanzen" hat ihn hart getriggered und unfassbar aggressiv gemacht. Er wollte die Realität wohl nie sehen.

Und dann gibt es natürlich noch die Kategorie, die für die Entstehung dieses Threads verantwortlich ist: Lügen bezüglich seiner Werte (Treue, Männlichkeit), sexuellen Vorlieben sowie Zukunftspläne. Treue habe ich bereits ausführlich erläutert, Männlichkeit genauso (ich definiere "Männlichkeit" als Sicherheit, Loyalität und Unterstützung - er aber offensichtlich nur durch die Tatsache, dass er mit 18 beim Heer gewesen ist, was ich doch sehr peinlich finde). Seine sexuellen Vorlieben hat er stark an meine angepasst, wahrscheinlich um sie später als Strafe & Belohnung einsetzen zu können. Und die Zukunftspläne - naja, als ob er sich jemals ein Haus mit einer Frau, die nicht nur bei ihm ist, weil er sie bezahlt (und so viel Geld hat er wirklich nicht) teilen könnte. Und falls doch - mein größtes Beileid an seine Zukünftige. Achja, und das Thema Bildung - er ist vielleicht in seinem Bereich ganz ok belesen (aber ein typischer Fachidiot eben) und doch ziemlich eloquent - dies ist jedoch irreführend. Intelligenz besitzt dieser Mensch leider keine, weder logische noch zwischenmenschliche. Er ist der lebende Beweis dafür, dass ein tertiärer Bildungsabschluss nicht mit Intelligenz gleichzusetzen ist. Und das ist doch etwas, worauf ich sehr viel Wert lege.

Abgesehen davon gab es noch die falschen Unterstellungen - ich würde den ganzen Tag nur auf Social Media herumhängen (bitte was?), ich soll mal ein Buch lesen (ich?), ich sei prüde (LOL), ich hätte gar keinen Uni-Abschluss (da hat jemand wohl nicht ganz ertragen können, dass ich ihn 5 Jahre schneller abgeschlossen habe, als er), ich hätte keine Wärme, bin eiskalt und kann nicht lieben (jo eh, deshalb hab ich auch so lange an ihm festgehalten) und nicht zuletzt: ich sei psychisch gestört. Jetzt, wo ich die Dinge aufgezählt habe, kommt es mir so vor, als ob er die Dinge, die er an sich selbst besonders gehasst hat, mir unterstellt hat, um sich selbst besser zu fühlen? Dass er quasi seinen Müll auf mir abgeladen hat, um sich zu erleichtern.

Ich hoffe, das wirft ein bisschen Licht auf die ganze Geschichte. :)



Kann ich sehr gut nachvollziehen. Sehr treffendes Gedicht! Nur, dass ich nicht denke, dass solche Menschen jemand "reparieren kann" - leider. Denn trotz allem, was er mir angetan hat, wünsche ich ihm nichts mehr, als dass er eines Tages endlich glücklich mit sich selbst werden kann.

Es ist eine traurige Erfahrung die du da gemacht hast. Ich kenne das sehr ähnlich, leider setzt man sich selber etwas außer Gefecht, mit Verständnis, mit Liebe mit Verzeihen. Die Verletzungen bleiben wohl eine Zeit, aber irgendwann ist der Punkt erreicht wo man nur noch froh ist aus der Nummer raus zu sein.
Ich wünsche dir für die Zukunft einen besseren Blick.
 
Ein Interview mit einem Psychiater der sich selbst als Narzissten sieht. Noch spannend. Der Mann ist seit 20 Jahren verheiratet. Seine Frau habe nicht so ein ausgeprägtes Helfersyndrom. Unterstützung und ähnliches scheint bei ihnen klare Grenzen zu haben. Vielleicht ein Schlüssel?
Interessantes Interview! Ist auf jeden Fall ein sehr reflektierter Narzisst, der nach eigener Aussage auch "für sich selbst sein kann". Leider hatte ich nicht das Gefühl, dass das in meinem Fall so war - Stichwort Treue... Nicht mal für ein paar Stunden.
Der Aspekt mit den Grenzen ist, wie ich finde, ein unfassbar wichtiger, denn damit konnte er leider nicht umgehen. Also wirklich gar nicht. Er konnte sie weder selbst kommunizieren noch meine Grenzen respektieren. Der Schlüssel wäre vielleicht wirklich, ein Bewusstsein für Grenzen zu schaffen.
 
Abgesehen davon gab es noch die falschen Unterstellungen - ich würde den ganzen Tag nur auf Social Media herumhängen (bitte was?), ich soll mal ein Buch lesen (ich?), ich sei prüde (LOL), ich hätte gar keinen Uni-Abschluss (da hat jemand wohl nicht ganz ertragen können, dass ich ihn 5 Jahre schneller abgeschlossen habe, als er), ich hätte keine Wärme, bin eiskalt und kann nicht lieben (jo eh, deshalb hab ich auch so lange an ihm festgehalten) und nicht zuletzt: ich sei psychisch gestört. Jetzt, wo ich die Dinge aufgezählt habe, kommt es mir so vor, als ob er die Dinge, die er an sich selbst besonders gehasst hat, mir unterstellt hat, um sich selbst besser zu fühlen? Dass er quasi seinen Müll auf mir abgeladen hat, um sich zu erleichtern.

Ich hoffe, das wirft ein bisschen Licht auf die ganze Geschichte. :)
Nennt sich Spiegelung. Sie projizieren ihre eigenen Probleme auf andere. Das ist ein Selbstschutz und wieder ein Mechanismus, um sich selbst zu erhöhen.

Wie hier schon einige Male im Thread bereits angedeutet wurde, um Opfer eines Narzissten zu werden, muss man selbst gewisse Züge aufweisen. Übertriebene Selbstaufgabe/Helfersyndrom oder Angst verlassen zu werden (haben Narzissten insgeheim auch immer), labil und unsicher in der eigenen Persönlichkeit und weitere Faktoren bieten dem Narzissten leichtes Spiel.

Ich habe vorhin noch eine Lesung seines Buches auf Youtube (48min) von dem Psychiater, welcher das Interview gab, mir angeschaut. Kann ich dir nur empfehlen ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Bin ich verrückt oder gibt es Menschen, die tatsächlich ähnliche Erfahrungen gemacht haben?


So wie du es schilderst, würde ich vermuten, dass dein Ex eine Psychische Störung hatte...und dass doch in einem stark ausgeprägten Maß
Ich kenne mich da jetzt nicht aus, aber für mich klingt dass ganz massiv nach Narzismus - oder etwas ähnliches.

Ein entferntes Familienmitglied verhält sich sehr ähnlich, und daher möchte eigentlich fast niemand mehr Kontakt haben.
Dieses Verhalten war/ ist bei ihr sehr häufig

- Sie selber versucht sich immer massiv in den Mittelpunkt zu stellen. Alles muss sich um sie drehen, sie will bewundert werden
- Wird sie kritisiert, oder ihre Handlungen in Frage gestellt, reagiert sie sofort mit negativen Attributen (Wut, Beleidigt sein, beschimpfen, Erniedrigung)
- Alles!!! was sie macht ist richtig und korrekt!
- Chronisches Lügen fällt ihr häufig gar nicht mehr auf - es ist ein Mittel zum Zweck
- Gerne werden auch Erlebnisse theatralisch aufgebauscht um sich noch mehr Aufmerksamkeit zu erhaschen
- Sie kann aber auch manchmal sehr lieb und nett sein, doch meist nicht ohne Hintergedanken (Abhängig machen, jemanden dazu bringen, bei ihr in der Schuld zu stehen, schlechtes Gewissen einreden, etc.)
- Sie ist hochgradig manipulativ. In erster Linie versucht sie, abhängig von der Situation, einen anderen Menschen an sich zu binden (emotional, etc.)
d.H.: wenn sie für sich einen Vorteil sieht, dann werden gewisse Personen umgarnt, umschmeichelt, alles ist super, sobald sich aber diese Person gegen sie wendet, wird die Person sofort fallen gelassen und wüst beschimpft

Ihre Aussage: Ihr geht es dann gut, wenn es anderen schlecht geht

Es ist sehr schwer mit so einer Situation umzugehen, dass weiß ich selber.
Ich selbst war gottseidank nie direkt damit betroffen, aber andere aus unserer Familie hatten sehr darunter zu leiden

Solltest du Schwierigkeiten haben, empfehle ich dir sogar zu einem Therapeuten zu gehen.
Der kennt sich damit aus, und kann dir sicher am besten weiterhelfen.

Falls du dich mal so austauschen willst, kannst du auch gerne ein PN schicken
LG
 
Kommt mir sehr bekannt vor 😓

Tut Ma richtig leid für dich, es hat kein Mensch verdient so Hinters Licht geführt zu werden.
Plump ausgedrückt verarscht zu werden.
Macht mich richtig Wütend 🤬🤬🤬

Kenne es leider aus eigener Erfahrung, hab mich jahrelang so verarschen lassen 🤦
 
Kommt mir sehr bekannt vor 😓

Tut Ma richtig leid für dich, es hat kein Mensch verdient so Hinters Licht geführt zu werden.
Plump ausgedrückt verarscht zu werden.
Macht mich richtig Wütend 🤬🤬🤬

Kenne es leider aus eigener Erfahrung, hab mich jahrelang so verarschen lassen 🤦
Willkommen im Club. Fakt ist aber man trägt eine Teilschuld, mit dem eigenen Verhalten macht man es solchen Menschen eben leicht, die erkennen jede " Schwäche " sofort und nutzen das erbarmungslos aus. Am Ende bist du auch noch der Arsch.
 
Willkommen im Club. Fakt ist aber man trägt eine Teilschuld, mit dem eigenen Verhalten macht man es solchen Menschen eben leicht, die erkennen jede " Schwäche " sofort und nutzen das erbarmungslos aus. Am Ende bist du auch noch der Arsch.
So ist es
Diese Personen sind Narzissten wie's im Buche stehen.
( Und der gute Trottel wir )
Fallen darauf auch noch rein 🤦
 
Soziopathische Charaktere - oder toxische Menschen, wie man sie heute nennt - haben die Gabe der glaubhaften Täter-Opfer-Umkehr. Man blendet das Offensichtliche aus, da man sich so sehr in der eigenen, erschreckenden Wahrnehmung täuschen möchte, übernimmt die Vorwürfe des Gegenübers für die eigenen Empfindungen und Wesensmerkmale, versucht ein(e) andere(r) zu sein, ersetzt das eigene Selbstbild, durch ein Fremdkonstruiertes. Freud hat dazu eine sehr aufschlussreiche Betrachtung geschrieben ( Freud - Psychoanalyse: Verliebtheit und Hypnose. - Massenpsychologie und Ich-Analyse).

Natürlich hat das idealisierte und letztlendlich einer Selbstinszenierung entstammende Bild des Menschen, den man zu lieben glaubt, keinerlei Entsprechung in der Wirklichkeit. Doch hat man sich bereits in diesen Bann ziehen lassen, hat man sich bis zu einem gewissen Grad selbst verleugnet (wir alle haben ein mehr oder minder intaktes Warnsystem) und letzten Endes auch selbst entwertet. Der Weg zurück kann ein weiter sein. Mich hat es über 4 Jahre gekostet. Und ich habe mir geschworen: Sowas passiert mir nie wieder.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Respekt, dass sie das einsehen konnte.
Tatsächlich wollen viele solcher Menschen anderen nicht schaden. Sie wollen auch gut sein und so auch gesehen werden. Auch darum ist es schwierig, dass sie Einsicht zeigen können. Wenige wollen, verständlicherweise, als Narzisst gesehen werden. Ausser man hat es vielleicht mit psychophatischem Narzissmus zu tun.
 
Tatsächlich wollen viele solcher Menschen anderen nicht schaden. Sie wollen auch gut sein und so auch gesehen werden. Auch darum ist es schwierig, dass sie Einsicht zeigen können. Wenige wollen, verständlicherweise, als Narzisst gesehen werden. Ausser man hat es vielleicht mit psychophatischem Narzissmus zu tun.
Tatsächlich, denke ich, dass Narzissmus nicht das Problem, sondern eher eine wertvolle Gabe ist. Er ermöglicht ein gesundes Selbstwertgefühl. Problematisch (für andere) wird es, wenn Narzissmus Empathie nicht ergänzt, sondern ausschliesst. Man möchte anderen vielleicht nicht schaden, aber man möchte auch nicht mit den Konsequenzen des eigenen, oft manipulativen Handelns belästigt werden. Beziehungen werden zu Bezugsquellen. Und hierin sind, finde ich, durchaus pathologische Züge zu erkennen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Zurück
Oben