Clara subjektiv
Geschenkt, professionelle
Fotos zeigen nicht immer die Wahrheit. Aber wirklich gute Fotos zeigen die Wahrheit, die man nicht gleich sieht. Clara im dunklen Johnstraßen-Studio lungernd, mit Puschel-Pantoffeln und Bettgeh-Frisur, sicher, ich kann mir vorstellen dass da einige Männer auf den ersten Blick sagen, Oh je, das ist anders als auf den Bildern. Aber Moment:
Jetzt ist Clara nämlich bei mir, in meiner eigenen dunklen Bude, neben mir auf der Couch, umschmeichelt vom Licht der gedimmten Stehlampe. Sie liest ihre Umgebung und mich, aufgekratzt und voll in der Gegenwart, ihr Mienenspiel verrät es. Die Lichter sind an bei Clara, da ist definitiv jemand zu Hause. Und das zeigen auch die Fotos. Zum trinken nur Wasser bitte, keinen Alkohol, ihr Englisch ist gut. Ihre Sätze punktiert Clara gerne mit einem universell einsetzbaren
fucking. Warum gibt es hier keinen
fucking Aufzug? Ich schenke mir Weißwein ein, amüsiert und erstmals wieder halbwegs entspannt, seitdem die schrille Türglocke wieder einmal ein kleines Stück Unwägbarkeit eingeläutet hat, in einem ansonsten ziemlich genau abgezirkelten Alltag. Griechische Wurzeln hat sie, und sie studiert, und noch anderes gibt Clara preis aus dem oberirdischen Leben. Ich lausche auf den Grundton, nicht auf Details. Klassenbeste und Klassenfrechste, neckisch-feminin, aber zu bübischem Schabernack bereit.
Auch das zeigen die Fotos.
Jetzt küssen wir uns.
Petite und schlank ist Clara, kein Model, kein Wuchtweib. Schutzbedürftige tropfenförmige Brüste hat sie, meinen Handtellern gerecht, oh ja, das sieht man gut auf den Fotos. So Haut wie nur Haut sein kann. Wehmütig lecke ich ihre zarten Vorhöfe und werde lieb gekrault. Völlig situationsgerecht hole ich meinen steifen Schwanz heraus, den Clara gleich aufmerksam wichst. Der Sex den wir dann machen, ist kaum zum Porno geeignet, für prüde Girlfriend-Idylle aber zu lüstern. Immerhin gibt es zunächst einmal triebgefedertes Neunundsechzig! Vor fünf Minuten noch gesittete Konversation, jetzt Claras Intimzone auf meinem Gesicht - so etwas kann nur Geldsex. Gerührt schmuse ich mit ihren Öffnungen und drücke ihre Hinternbacken herunter, sodass ihre frisch duftende junge Pussy dicht mit meinem Gesicht abschließt. Wir sind synchron. Obwohl sie für meine Bedürfnisse etwas nassforsch an meinen Pimmel geht, werde ich härter und es gelingt ihr, meinen Eiersaft aufzuköcheln. Vorsicht: Wer hier Wind sät, wird wieder nur Samen ernten!
Die Beine spreizen, das sagt sich so leicht, aber wie viele Mädchen scheitern schon an dieser so grundlegenden Vorbedingung zur körperlichen Liebe, diesem schlaucherlhaften Minimalanspruch? Kein Schauspiel braucht es, kein Feuerwerk, keine Kulisse, bloß dieses achtsame „Du darfst“, das nun aus Claras Körperhaltung und ihrem empfangsbereiten Blick hinüberdiffundiert in mein Kleinhirn und dort Synapsen feuern lässt, dass ich innerlich kurzschließe. Ich nehme ihre Handgelenke, breite ihre Arme vom Körper weg, und fessle Clara mit gedachten Handschellen. Sie lässt sich. Meine Erregung scheint sie zu rühren.
Und dann weiß man es einfach: Die magische Schwelle ist überschritten, der Abschluss ist in Sichtweite und das wird es dann gewesen sein. Ein bisschen verweilen soll er doch noch, der Augenblick! Aber was kann man tun? Das Bahnbrechende bricht sich Bahn.
Nach dem Spritzen, ich will in die innere Emigration, Clara will plaudern. Noch Weißwein. Mein ziviles Ich fährt hoch, meine Englischkünste sind gefordert, ich artikuliere mich, und die Zeit vergeht gut.
Der Job? Es geht so, meistens sind die Männer nett, es gibt überall Gutes und weniger Gutes, aber das wirst du selbst wissen. Ich nicke. Erschöpfend kann man das jetzt nicht besprechen. Jedenfalls war das
fucking schön mit dir, Clara!