Sexwork und Ethik

  • Ersteller Ersteller Gast
  • Erstellt am Erstellt am
M

Gast

(Gelöschter Account)
Hallo ihr Lieben :)

Ich spiele mit dem Gedanken eine Madame zu bezahlen, um mal wieder feinen Sex zu haben, da ich einerseits zach single bin und andererseits grad keine Lust auf Dating haben..

Jedoch plagen mich hier moralische Bedenken einerseits (die ich weglassen kann, da man es einfach nicht erzählen muss) und andererseits tatsächliche ethische Bedenken ganz für mich allein. Woher kann ich wissen, dass die Dame das wirklich 100% freiwillig macht? Am liebsten wäre mir einfach ne verspielte Studentin mit TG, ich kann aber aus den Angeboten nicht rauslesen, was der Background der Frauen ist?

(Wem das wurscht ist, auch ok, nur nicht ganz meine Sache. Ich geb lieber mein Geld für gute Kleidung aus, statt für Kinderarbeit-Schuhe, verstehe aber dass das nicht jeder macht.)

Wie macht ihr das? Wie löst ihr etwaige Bedenken bzgl Freiwilligkeit?
 
Offen gesagt, du kannst in der Hinsicht auch nicht annähernd sicher sein.

Wäge einfach ab was dir wichtiger ist.

Hier wird (denke ich) niemand deine Bedenken zerstreuen können.
 
I glaub de Milch ist auch nicht Freiwillig ins Packerl ghupft :hmm:

Aus dem Grund sind auch viele Leut vegan ;)
Und das ist ja verständlich, nur mir zur mühsam..

Es sollte gar nicht so philosphisch klingen, eigentlich ist nur die Frage, wie man das im Vorfeld gscheit rausfinden kann, oder ob manche Kontaktportale stark für die Studentintaschengeld-Fraktion sind, oder eher für die "Frau wurde ins Milchpackerl geworfen"..

Sicher sein kann man sich wohl nie... aber wenn es zwischenmenschliche Daumenregeln gibt, die Leute mit langjähriger Erfahrungen bereits haben, freue ich mich übers mitteilen :)
 
Versuch es mit Hausverstand und lies die Berichte im entsprechenden Forenbereich.

Wie freiwillig Mädels um 50 Euro (von denen sie mehr oder weniger viel abgeben müssen) alles ohne Kondom machen, 24h 7 Tage die Woche in einem versifften Kämmerchen sitzen, ohne Urlaub, dafür mit Zuhälter im Vorraum, das müsste jeden klar sein.

Fragen wirst die Damen, die kein deutsch oder englisch sprechen, auch kaum können.

Du kannst natürlich nie ausschließen, dass auch in "besseren" Locations jemand anderer dahinter steckt, die Wahrscheinlichkeit ist ungleich geringer.

Vor kurzem hatte ich beruflich in RO zu tun - im Flieger waren auch 2 Damen aus dem GT. Keine Begleitung dabei, die sind wahrscheinlich freiwillig dort und kommen / gehen wann sie wollen.
 
Woher kann ich wissen, dass die Dame das wirklich 100% freiwillig macht? Am liebsten wäre mir einfach ne verspielte Studentin mit TG, ich kann aber aus den Angeboten nicht rauslesen, was der Background der Frauen ist?

je schwieriger die situation für die menschen und deren lebensumfeld wird, desto eher kommen sie unter druck dinge zu tun oder zuzulassen, die sie alles andere als gerne tun. und das ist nicht auf sexworkerinnen beschränkt. dort bei der einzelnen anfangen zu wollen und sich gewissensbisse zu machen ist ähnlich chancenlos wie jeden einbrecher zu bekehren, nicht mehr einbrechen zu gehen. die politik müssen wir gemeinsam verändern, die ihrerseits wieder unsere lebensbedingungen in der hand hat. das bringt mittel/langfristig was!
 
je schwieriger die situation für die menschen und deren lebensumfeld wird, desto eher kommen sie unter druck dinge zu tun oder zuzulassen, die sie alles andere als gerne tun. und das ist nicht auf sexworkerinnen beschränkt. dort bei der einzelnen anfangen zu wollen und sich gewissensbisse zu machen ist ähnlich chancenlos wie jeden einbrecher zu bekehren, nicht mehr einbrechen zu gehen. die politik müssen wir gemeinsam verändern, die ihrerseits wieder unsere lebensbedingungen in der hand hat. das bringt mittel/langfristig was!

kurzfristig ist aber sexarbeit ohne menschenhandel trotzdem eindeutig vorzuziehen.
 
Freiwillig ist so eine Sache. Wenn du dir die wirtschaftliche Lage in den Herkunfstländern der Damen, insbesondere in Rumänien, anschaust, dann spricht man da oft von einer Armutsprostitution, wo also Prostitution eben deshalb als Gewerbe gewählt wird, weil es keine wirkliche Perspektive in der Heimat gibt. Also dann macht die Dame das auch nicht, weils so lustig ist, sondern eben - wie es bei jedem Beruf so ist - aus wirtschaftlichen Überlegungen, Notwendigkeiten oder Zwängen.

Aber ich denke, du redest da eher von Zuhältern/Zwangsprostitution. Ich finde deine Frage sehr wichtig. Ich habe mich dasselbe auch gefragt, als ich eingestiegen bin.

Es ist wichtig, dich auf deinen Hausverstand zu verlassen. Wenn dir ein Mädel in bestem Deutsch über ihren Sommerurlaub erzählt, dann macht das für mich einen durchaus freien Eindruck. Wenn du hingegen den Eindruck hast, dass das Mädel das gar nicht machen will, sie einen benebelten Eindruck macht, apathisch wirkt etc., sie nicht weiß, welchen Service du bei ihr gebucht hast, verwirrt ist, dass sie das überhaupt anbietet und so weiter, dann wäre ich sehr skeptisch. Natürlich kannst du es auch bei einem fröhlichen, lustigen und lockeren Mädel nicht 100 % ausschließen, aber ich für mich weiß dann, dass ich nach bestem Gewissen nicht in der Lage gewesen wäre, ihre Zwangssituation zu erkennen.

Außerdem ist das Thema Menschenhandel in der Prostitution medial weit stärker dargestellt, als es tatsächlich ist. In Filmen und TV Krimis wird das Rotlichtmilieu mE deutlich negativer dargestellt. Wenn du dir die Zahlen anschaust, dann sind österreichweit die Fälle von Menschenhandel bei ca 40 - 110 Fälle im pro Jahr (siehe Statistk für Österreich zwischen 2008 bis 2010), wobei da auch Männer enthalten sind (auch wenn der Großteil Frauen sind). Der Großteil der von Menschenhandel Betroffenen landen zwar in der Prostitution, allerdings nicht alle. Damit ist man ca bei geschätzt 40 - 80 Fällen von Frauenhandel in Österreich jährlich, die in der Prostitution landen. Demgegenüber stehen über 6000 registrierte (legale) Prostituierte. Darüberhinaus gab es in UK die Operation Pentameter, wo kein einziger Fall von Menschenhandel und Zwangsprostitution nachgewiesen werden konnte. Also ich will das Thema da nicht verharmlosen; jeder Fall ist einer zu viel, es ist also ein ernstes Thema, wo Vorsicht und Umsicht auf jeden Fall angebracht ist, aber es ist äußerst äußert äußerst unwahrscheinlich, dass du in einem Studio oder Laufhaus mit guter Reputation auf eine Zwangsprostituierte triffst.

Wenn du dir unsicher bist, geh einfach einmal hin. Such dir ein Studio oder ein Laufhaus oder einen Saunaclub und schau vorbei. Dann siehst du die Mädels, kannst sie ansprechen, mit ihnen reden und plaudern und dir selbst ein Bild machen. Und wenn du dann immer noch Zweifel hast, dann gehst du wieder.
 
Schwierige Frage.

Ich glaube 100%ig wirst du wahrscheinlich nie sicher gehen können - viele tun es sicherlich "freiwillig", aber diese Freiwilligkeit basiert vielleicht auf einer wirtschaftlichen Zwangslage oder fianziellen Abhängigkeit.

Aber sprich einfach mit den Mädels - wenn du ein gutes Bauchgefühl hast, fühlt es sich vielleicht "ethisch korrekter" für dich an.
 
Wie freiwillig Mädels um 50 Euro (von denen sie mehr oder weniger viel abgeben müssen) alles ohne Kondom machen, 24h 7 Tage die Woche in einem versifften Kämmerchen sitzen, ohne Urlaub, dafür mit Zuhälter im Vorraum, das müsste jeden klar sein.

Obwohl Du diesen sehr richtigen Satz geschrieben hast, hatte mir der Threadersteller ca. eine Stunde danach eine PN geschickt und mir Euro 50 für ein Date geboten :mauer:. Und dies, obwohl er nach eigener Aussage meine Beiträge hier im Forum gelesen hat, in denen ich mich gegen Zwangs- und Armutsprostitution sowie die schamlose Ausbeutung der Frauen einsetze!

Ich verstehe ja, dass man als Student (was er nach eigener Aussage ist) nicht viel Geld hat, allerdings sollte man dann von Paysex eben die Finger lassen anstatt sich ins Gebiet der Zwangs- und Armutsprostitution zu begeben. Ich habe ihm den Rat gegeben doch mit Freunden in die Disko zu gehen und dort ein Mädel für einen One-Night-Stand zu suchen. Nur wird er dabei mit Eintrittsgeld in den Club, Getränken und Taxi nach Hause sicher ebenfalls mindestens Euro 50 brauchen und ob er danach tatsächlich Sex hat, ist ungewiss! Ja, da nimmt man natürlich lieber die Euro 50, erspart sich den mindestens genauso teuren Diskobesuch sowie ungewissen One-Night-Stand und versucht mit dem Geld eine Frau für eine Stunde zu buchen :kopfklatsch:.

Natürlich kann man Freiwilligkeit und Selbstbestimmtheit nicht nur am Honorar festmachen, aber warum sollte eine Frau ein erotisches Date für Euro 50 anbieten, wenn sie nicht entweder unbedingt jeden Euro braucht und daher Massenabfertigung betreibt (Armutsprostitution) oder einen Zuhälter im Hintergrund hat, der mit möglichst vielen Kunden möglichst viel Umsatz machen will (Zwangsprostitution)?

Und wenn eine Studentin (die er ja sucht) Euro 50 einsparen will, dann kann sie auch in die Disko gehen, sich dort auf Getränke im Wert von Euro 50 einladen lassen (was ja schnell zusammenkommt) und danach gratis Sex haben, wenn sie Lust dazu hat! Kommt dann auf dasselbe hinaus, nur kann sie sich den Mann für den One-Night-Stand dort direkt nach ihren Vorstellungen aussuchen.

Ich geb lieber mein Geld für gute Kleidung aus....

Interessant, aber einer Frau bietest Du lächerliche Euro 50 für ein erotisches Date, weil sie weitaus weniger wert ist? Dann bleib mal bitte bei Deiner guten Kleidung und halte Abstand vom Paysex! Wenn ich Euro 50 einsparen will, lass ich mich zum Essen einladen oder gehe in Wien in einen guten Club, lasse mich auf ein paar Getränke einladen und hab gratis Sex, wenn mir der Sinn danach steht!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Freiwillig ist so eine Sache. Wenn du dir die wirtschaftliche Lage in den Herkunfstländern der Damen, insbesondere in Rumänien, anschaust, dann spricht man da oft von einer Armutsprostitution, wo also Prostitution eben deshalb als Gewerbe gewählt wird, weil es keine wirkliche Perspektive in der Heimat gibt. Also dann macht die Dame das auch nicht, weils so lustig ist, sondern eben - wie es bei jedem Beruf so ist - aus wirtschaftlichen Überlegungen, Notwendigkeiten oder Zwängen.

Diese Art der Freiwilligkeit ist tatsächlich ne schwierige Sache.. gerade mit den wirtschaftlichen Zwängen, dazumal hier dann eventuell auch Familien davon abhängen, ist es tatsächlich Aufgabe von Philosophen, hier eine Freiwilligkeit zu erkennen.

Es schleppt sich zwar auch nicht jeder Hackler auf den Bau und ruiniert sich zum Spaß den Rücken, die Grenzüberschreitung ist aber nun doch noch mal eine andere.
 
...hatte mir der Threadersteller ca. eine Stunde danach eine PN geschickt und mir Euro 50 für ein Date geboten :mauer:
:kopfklatsch:
Da frage ich mich, ob da nicht die verquere "Logik" mitspielt zu denken, dass man ja "eigentlich" ein unwiderstehlicher Macker ist und von daher Geld - auch wenn SW - dritt, viert oder letztrangig wäre oder überhaupt nicht notwendig wäre und von daher ein "kleines Trinkgeld" eigentlich genügen müsste... Keine Ahnung.
 
Obwohl Du diesen sehr richtigen Satz geschrieben hast, hatte mir der Threadersteller ca. eine Stunde danach eine PN geschickt und mir Euro 50 für ein Date geboten :mauer:. Und dies, obwohl er nach eigener Aussage meine Beiträge hier im Forum gelesen hat, in denen ich mich gegen Zwangs- und Armutsprostitution sowie die schamlose Ausbeutung der Frauen einsetze!

Ich glaub wir haben hier einerseits ein Missverständnis und andererseits ist mir ein Fauxpax passiert.
1. Tut mir leid, das war wohl daneben. Ich kann einerseits die Preise nicht abschätzen, noch wollte ich dich persönlich/gewerblich beleidigen oder abwerten

2. Persönlicher Zwang: Zu allerest ist mir die persönliche Freiheit wichtig (struktureller Zwang zu Arbeiten, und Angst vor Armut betrifft uns alle, das meinte ich nicht soo sehr). Zwang auf individueller Ebene will ich einfach gänzlich ausschließen können, ich kenn mich in dem Metier aber nicht aus und wollte diesbzgl Tipps.

3. Struktureller Zwang: Hier ist es auch wichtig, dass es (sofern gewerblich) einen fairen Preis/Entgelt gibt, ich persönlich suche aber nicht unbedingt nach Gewerbe. Hier kann ich Profundius und dir Recht geben, das ist eigentilch nichts was man ausnutzen sollte. Bezog sich auch auf den Kleidungs-Vergleich, der mir dann etwas aus dem Kontext gerissen zurückgeworfen wurde. Das manche jene Frauen arbeiten müssen, und aus wirtschaftlichen Gründen halbfreiwillig etwas machen, was ihnen nicht gut tut, ist schlimm und sicher ein Problem des Marktes, aber auch unserer Welt an sich. Das 50€ hier kein fairer Preis sind, und die Freiwilligen Hostessen dumpt und die halb/unfreiwilligen Strukturen stärkt ist eigentlich klar.

4. Viertens spießt sich mit 3). Ich bin zwar für einen fairen Preis, meine Mittel sind dennoch scheinbar zuwenig. Abgesehen davon, dass ich es unter diesen Umständen wohl wirklich besser lassen sollte ;) meinte ich anfangs tatsächlich wenige Gewerbe (davon v.a. Frauen die darauf angewiesen sind und unter Dumping leiden), als viel mehr so etwas mit privaten Amateuren, die das zum Spaß machen + TG. Man verzeihe mir meine Naivität, ich wurde darauf hingewiesen, das dies halblegal ist und gar nicht so oft vorkommt.
 
:kopfklatsch:
Da frage ich mich, ob da nicht die verquere "Logik" mitspielt zu denken, dass man ja "eigentlich" ein unwiderstehlicher Macker ist und von daher Geld - auch wenn SW - dritt, viert oder letztrangig wäre oder überhaupt nicht notwendig wäre und von daher ein "kleines Trinkgeld" eigentlich genügen müsste... Keine Ahnung.

Ich verstehe auch nicht, was er denkt :hmm:. Er meinte dann noch er würde ja "private Amateure" suchen, die gerne Sex haben und sich aber auch über ein Taschengeld freuen. Dabei bedenkt er allerdings nicht, dass die Studentinnen, nach denen er sucht, abends in jeden Club bzw. in jede gute Bar gehen können und dort massenweise Männer treffen, die nur für eine nette Unterhaltung gerne dazu bereit sind junge hübsche Frauen auf ein paar Drinks einzuladen und dafür weit mehr springen lassen als Euro 50. Und wenn man dann Sex will, kann man sich doch auch einen One-Night-Stand suchen.

Und eine halbwegs junge und hübsche Frau (besonders die Studentinnen, nach denen er sucht) wird vollkommen problemlos Männer finden, die gerne bereit sind weitaus mehr für ein erotisches Date zu bezahlen als Euro 50!
 
Hey Lisa,

Ja, das hast du mir vorhin alles als PM geschrieben. Jetzt schreibst du halt "er" statt "du". Aber irgendwie drehen wir uns hier im Kreis.

Und eine halbwegs junge und hübsche Frau (besonders die Studentinnen, nach denen er sucht) wird vollkommen problemlos Männer finden, die gerne bereit sind weitaus mehr für ein erotisches Date zu bezahlen als Euro 50!

Jep, wie gesagt, die Zahl war wohl vollkommen daneben. Sry dafür.
 
Zurück
Oben