Des öfteren kann man hier die Verharmlosung über " Sextourismus" lesen.
Wirklichen Einspruch darüber kann ich aber nicht finden obwohl ja anscheinend auch genug Frauen hier sind
Also - Diskutieren wir mal offen darüber ... Ich fange mal mit ein paar Wahrheiten an... Quelle "Human rights Organisation Pennsylvania" - Zu allgemeinen Befriedigung
Im Gegensatz zu der landläufigen Meinung, Prostitution sei in Thailand durch den ungezwungen Umgang mit Sexualität traditionell bedingt oder habe gar ihre Wurzeln im Buddhismus, wurde Prostitution von chinesischen Gastarbeitern eingeführt. Anfangs mit chinesischen Frauen, die später im Lauf der Zeit mehr und mehr durch einheimische ersetzt wurden.
Das Ausmaß der Prostitution, wie sie in Thailand heute zu beobachten ist, ist aber eine direkte Auswirkung des Vietnam-Kriegs. Die US-Amerikanische Armee schuf in den 60er und 70er Jahren Erholungszentren, sogenannte "Rest & Recreation Center", in denen sich die amerikanischen Soldaten zwischen ihren Kriegseinsätzen erholen sollten. Da dadurch der "Bedarf" an weiblicher Begleitung wuchs, stieg die Anzahl der im Sex-Gewerbe tätigen Frauen (und in kleinerer Zahl auch Männer). Die sich gerade entwickelnde Tourismusindustrie übernahm nach Kriegsende und dem damit einhergehenden Abzug der US-Soldaten diesen Dienstleistungssektor.
Seit 1982 ist der Tourismus in Thailand der Devisenbringer Nr. 1 - 1990 besuchten bereits 5 Millionen Touristen jährlich das frühere Siam und die Anzahl wächst ständig!
Wie in vielen anderen Ländern, wurde die Landwirtschaft wirtschaftspolitisch vernachlässigt, sodass durch die Dominanz des Tourismussektors auch in Thailand eine Landflucht, vor allem im verarmten agrarischen Nordosten und Norden zu beobachten ist.
Durch die oft sehr geringen Löhnen, dem Streben nach besserem Einkommen und einem geringen Maß an "Luxus", verdingen sich immer mehr Menschen in der Prostitution mittlerweile wird die Zahl der Prostituierten in Thailand auf über 2 Millionen geschätzt.
Aus der sozialen Not werden Kinder, hauptsächlich aus den armen Regionen im Nordosten Thailands, aber auch aus den Nachbarländern Myanmar, Kambodscha und Laos, oftmals von den Eltern an Schlepper-Banden verkauft meist gelockt durch falsche Versprechungen. So wird von qualifizierter Ausbildung oder gutbezahlter Arbeit für die Kinder gesprochen, die der Familie langfristig die Chance auf finanzielle Unterstützung böte. Meist landen die Minderjährigen jedoch in Pädophilen-Bordellen oder werden Ausländern mit entsprechender Neigung angeboten. Laut der internationalen Hilfsorganisation "Médecins sans frontières" werden in Thailand über 200.000 Kinder und Jugendliche zur Prostitution gezwungen.
Den Touristen wird eine anonyme, durch die große Anzahl der sich anbietenden Frauen und Männer auch vermeintlich rechtsfreie Zone geboten, in der moralische Bedenken seitens der Sextouristen schnell ausgeblendet werden gilt doch landläufig die Meinung, dass Prostitution in Thailand kulturell akzeptiert sei und man sogar noch Gutes täte, indem man die arme einheimische Bevölkerung durch die Geldzahlung finanziell unterstütze.
Zudem wurde die Situation in Thailand Anfang der 90er Jahre durch das entstandene Image verschlimmert, ein Pädophilen-Paradies zu sein - jedoch fielen erst auf Grund dieses Images eben jene in Massen ein.
Prostitution ist in Thailand obwohl weit verbreitet - sowohl verboten als auch gesellschaftlich geächtet!
So sehen sich viele Frauen und Männer nicht als solche, sondern verstehen sich eher als freiwillige Begleiter/innen, die für ihre "Zuneigung" lediglich ein Geschenk erhalten.
Wie Untersuchungen ergaben, betrachten die meisten im Sexgewerbe Beschäftigten ihre Tätigkeit nur als vorübergehend zur Unterstützung ihrer Familien. So wollen sich die meisten Prostituierten nicht als solche registrieren lassen, um dem gefürchteten Stigma zu entgehen. Dies verbietet meist eine Rückkehr in ein normales bürgerliches Leben. Ergo wird die wahre Tätigkeit anders gesehen und gegenüber der Familie verschwiegen, selbst wenn die finanzielle Unterstützung oftmals den Lohn ihrer "offiziellen" Arbeit um ein Vielfaches übersteigt. In den Familien wird wiederum nicht nachgefragt, sondern stillschweigend die materielle Beihilfe entgegen genommen selbst wenn es offensichtlich ist, dass als Serviererin, Fabrikarbeiterin oder Reinigungskraft im Hotel nicht annähernd soviel verdient werden kann ...
Beschäftigte im Sexgewerbe erhalten zudem keine Fürsorgeunterstützung, auch können die meisten das 30- Baht-Gesundheitskonzept der Regierung nicht in Anspruch nehmen, da sie nicht registriert sind. Werden Prostituierte krank, müssen sie ihre Arzt- bzw. Krankenhaus-Rechnungen selbst bezahlen. Auch können sie, dadurch dass sie keine offiziellen Beschäftigten sind, keine Rechte und Fürsorgeleistungen nach den Arbeitsgesetzen für sich in Anspruch nehmen.