Russischer Angriff auf die Ukraine!

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bitte keine "gute flĂŒchtlinge - böse flĂŒchtlinge" debatte, das fĂŒhrt erfahrungsgemĂ€ĂŸ nur zu streit - danke fĂŒr die beachtung und einhaltung!
 
Kriege in "Shithole Countries" sind den meisten Leuten in der Tat egal, solange keine FlĂŒchtlinge kommen. Im Unterschied zur Ukraine war z.B. der Syrienkonflikt aber ein BĂŒrgerkrieg und entwickelte sich zu einem Stellvertreterkrieg 
 Ein Angriffskrieg auf europĂ€ischem Boden, wo der Aggressor gegen das humanitĂ€re Völkerrecht verstĂ¶ĂŸt, gab es allerdings lĂ€nger nicht mehr 
 Irgendwo wurde von Putin als vom "postmodernen Machiavelli-(Alb-)Traum" geschrieben. Fand ich ziemlich treffend 


Ich habe mir das schon ein paar mal bei deinen Postings gedacht, daß du immer mit sehr wenigen Worten gewisse Dinge sehr treffend beschreibst.
 
Ich glaub er war der Meinung, das jedes Mittel erlaubt ist zur Machterhaltung oder Erlangung.

Unter Missachtung moralischer GrundsĂ€tze zum eigenen Vorteil agierend. Ich kann mich dunkel an den Terrorakt in Russland erinnern, wo Putin Terroristen mitsamt ihrer Geiseln in einem Theater eliminieren ließ bzw. deren Tod in Kauf nahm (ich glaube durch Giftgas). Man könnte ihn also auch als Anti-Schmidt (Deutscher Ex-Bundeskanzler) bezeichnen im Vergleich zur EntfĂŒhrung der Landshut (Geiselnahme, außer Terroristen keine Opfer) 
 Hier war natĂŒrlich auch sehr viel GlĂŒck im Spiel, das Vorgehen aber ungleich abwĂ€gender 


Edit: Antwort galt eigentlich @Mitglied #558050 

 
Die Belarussen, so vermute ich zumindest, sind etwas besser informiert als es die Russen sind.

Lukaschenko hat inzwischen angekĂŒndigt, dass sich keine belarussischen Soldaten am Einmarsch beteiligen werden. Gut, es kann morgen schon wieder das Gegenteil gelten. Aber ich vermute da gewisse Bedenken. Belarussen und Ukrainer haben immer eine gute Nachbarschaft gepflogen.
Informationen fließen heutzutage doch schon recht dezentral, sprich ĂŒber Twitter, Instagram uswusf. "Wir alten" folgen halt noch orf.at, standard usw. aber anderswo und andere Generationen holen sich "ihre" Nachrichten von ihrem "Sender" (nach dem Kommunikationsmodell). Insofern vermute ich, dass die Russen auch mehr oder weniger gut (oder eben schlecht) informiert sind - es ist eine Frage der Generation und des wollens. Deswegen sind ja dem russ. Regime (aber auch anderen...!) div. KanĂ€le ein Dorn im Auge und schalten es ab, oder drosseln es zumindest.
Ich erinnere mich irgendwie an einen "Test" vor 5 (?) Jahren in Russland, wo getestet wurde, was denn wĂ€re, wenn das Net gekappt wĂ€re bzw ein eigenes "intranet" zum Laufen zu bringen - heute wird da fĂŒr mich ein Schuh draus...
Überhaupt finde ich so einige Sachen "erinnernswert", warum China "ihre Jugend" vom Zocken losbekommen möchte etc. Iwie halte ich gar nichts mehr fĂŒr "good will"...

Abgesehen davon macht mir, wenn ich generell Kommentare lese, die "Hexenjagd" sorge. NatĂŒrlich heißt es grosso modo, dass man die Agression hauptsĂ€chlich Putin zuschreibt usw. Ich kann die ganzen AusschlĂŒsse und aufgekĂŒndigten VertrĂ€ge mit russ. Firmen verstehen und unterstĂŒtze ich sogar. Nur macht das dort halt erfahrungsmĂ€ĂŸig keinen Halt. Irgendwo heissts dann entweder "nur ein toter Russe ist ein guter Russe", oder ein Russe/Russin muss zumindest mit fettem Schild rumlaufen und laut schreien "ich schĂ€me mich Russe zu sein!", dann wird das eventuell noch akzeptiert... Sobald mal das Schild aber zur Pause fĂŒr 5 Minuten abgenommen wird, wird auf diese Person auch schon wieder von der ĂŒbernĂ€chsten Person angespuckt, weil diese Person gerade nicht gesehen (und/oder gehört) hat, dass sich der/die RussIn selbst kasteit hat.

Der Grund, warum ich das anreisse, ist, dass ich inzwischen schon mitbekommen habe, das BelarusInnen im Ausland geschnitten werden. Es ist verrĂŒckt. Von jenen, die bereits im Ausland sind, kann man mit großer Gewissheit davon ausgehen, dass es jene sind, die seit Aug. 20 (oder vielleicht schon lĂ€nger) das Land aus Angst, Repressalien, Folter uswusf verlassen haben! Jetzt setzt gerade wieder eine Welle ein, weil die Angst umgeht, wenn schon dennoch "unauffĂ€llig" zu sein, nun zum Heerdienst eingerufen zu werden... Und da gehts nicht nur um "Feigheit vor dem Feind" und "Faulheit", sondern darum, dass sie den Krieg NICHT unterstĂŒtzen! Eigentlich mĂŒssten diese genauso "willkommen" geheißen werden, weil sie dem Regime nicht zur VerfĂŒgung stehen!
Eventuell stellt sich die Frage, warum sie das Regime dann nicht "bekĂ€mpfen". Nun, ein Ergebnis sieht man in der UA... Auch hier wird nicht direkt eingegriffen. Und dort sicher noch mehr, als es fĂŒr BY getan wĂŒrde, weil es "noch" weniger Bezug zu dem Land gibt!
Und Tatsache ist schon, nach ĂŒber 2 Jahren hier, dass ich diese stĂ€ndige Nachrichten von "hier jemand entfĂŒhrt" (was ich erst letzten Freitag miterleben musste: Sprinter reinzerren...), dort im Akkord vor Gericht in 10 Sekunden abgeurteilt, Hausdurchsungen wo einfach Geld konfisziert wird UND UND UND - das macht extrem mĂŒrbe! Irgendwann will und kann man nicht mehr und schaltet ab! Die Psyche macht das auf Dauer nicht mit. Und das ist ein Dauerzustand. Vielleicht nicht stĂ€ndig, aber in Wellen.
 
Um nochmal ernst zu werden 
 ich befĂŒrchte eine harte Nacht fĂŒr Kiew 

 
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Ich glaub er war der Meinung, das jedes Mittel erlaubt ist zur Machterhaltung oder Erlangung.

Das zynische daran ist das man sich heute nach wie vor nicht sicher ist ob Macchiavelli 'Il Principe' als Pamphlet oder tatsĂ€chliche 'Anleitung zur StaatsfĂŒhrung' schrieb - jedenfalls fanden sich sowohl in Napoleon Bonapartes als auch Hitlers Nachlass Ausgaben des Werkes...
 
Ja das wĂŒrde mich auch interessieren!🙄

BefĂŒrchtungen, dass Putins UdSSR-"Nostalgie" bzw. HegemonialgelĂŒste nicht in der Ukraine enden könnten, liest man zur Zeit nicht selten.

Ist u.a. auch eine Antwort auf @Mitglied #558050's Frage, warum diesem Krieg ein derart hohes politisches, öffentliches und mediales Interesse gilt.
 
BefĂŒrchtungen, dass Putins UdSSR-"Nostalgie" bzw. HegemonialgelĂŒste nicht in der Ukraine enden könnten, liest man zur Zeit nicht selten.

Ist u.a. auch eine Antwort auf @Mitglied #558050's Frage, warum diesem Krieg ein derart hohes politisches, öffentliches und mediales Interesse gilt.
Der alte Russische BĂ€r ist zurĂŒck. Russland wird zur Weltmacht, die USA ist abgewirtschaftet. Russland ist der ideale Partner der keine Menschenrechte einfordert und trotzdem Schutz gewĂ€hrt. Deswegen ist die Krim so wichtig. Russland arbeitet mit Söldnern und die Nato bekommt die PrĂŒgel dafĂŒr. Putin ist ein genialer Feldherr und paranoid, narzistisch zugleich. Eine echte Gefahr fĂŒr Europa! Das kapieren nun allmĂ€hlich auch die europĂ€ischischen Politiker. Der verletzte Stolz der zerfallenen Sowjetmacht wird nun gesĂŒhnt.
 
Wir sollten uns mehr mit der Militaerwissenschaft beschaeftigen.
Besonders die Offiziersfamilie Clausewirz.

Naja, eine der Aussprueche ist, Krieg ist eine andere Fortsetzung von friedlichert Politik.

Ein weiterer ist der, den Wir Jahrelang negiert haben, der Kopf wurde in den Sand gesteckt. Jetzt haben die Sozialisten und Gruenen in Deutschland anscheinend dies verstanden. Naja, Sozialisten desshalb, weil Sie derzeit in der Regierung das Sagen haben Wenn die Oposition das Sagen haette, die Erkenntnis waere auch so.

Jedes Land hat ein Militaer.

Nachsatz dazu.

Wenn nicht das eigene, dann ein fremdes.
 
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