Es tut mir natürlich irre leid für Dich, besonders die Grunderkrankung.
Dass Kommunikation nicht die Stärke von Ärzten ist, entspricht auch nicht ihrer Ausbildung, kommt leider vor.
Dass Problem der anderen Seite ist, dass sie wissen, dass sie einem Patienten bei einem gravierenden gesundheitlichen Problem Unterstützung geben konnten.
Andererseits hat man Dir sicher vor der OP die entsprechenden Risken genannt.
Ich denke, dass viele von uns durch Erkrankung oder Unfall Einschränkungen zu tragen haben, dennoch froh sind dennoch nach erfolgreicher Behandlung eine Besserung empfinden, sich wieder für Eingriffe und Therapien entscheiden würden - auch wenn sie nicht unbeschadet blieben.
Wenn etwas machbar ist, wie bei Deiner Einschränkung, würde es gemacht werden.
Man kann dem Leidensdruck des Patienten verständnisvoll begegnen und dieses anerkennen.
Nur ändern oder helfen oft nicht, wenn es keine entsprechende Methode gibt.
(Das ist auch für Ärzte schwer, einem Patienten in dieser Hinsicht keine Hoffnung geben können.)
Wenn somit das Mögliche ausgeschöpft ist, ist was bleibt damit umgehen zu erlernen und dieses Schicksal anzunehmen.
(Manche stellen ihre Gesundung auch weit über die Einschränkung, konzentrieren sich darauf und setzen Energie in das Losalassen dessen, das nicht mehr ist und gehen voran, auch wenn sie sich dazu neu erfinden müssen - oft mit psychologischer Hilfe, in Selbsthilfegruppen, etc.)
Wie gesagt, es tut mir wahnsinnig leid für jeden der Betroffen ist, keiner kann das Leid eines anderen mit dem er Tag für Tag lebt nachempfinden.
Fazit: Egal wie ernst Dich Ärzte nehmen, wo ihre Kunst zu Ende ist, können sie nichts tun.
Es ist auch schwierig einen Leidenden mit Worten zu trösten ohne ihm Hilfestellung anbieten zu können.
Deine Verbitterung ist verständlich, aber wird Dir keine Stütze sein.
Für diesen "inneren Stress" gibt es auch einen Facharzt und Therapie.
Der Urologe ist es nicht. Der ist an der Grenze seines Faches angekommen - der kann das nicht, das hat er nicht studiert.
Übrigens für viele Männer ist das Problem des Kinderwunsches danach vorrangig und psychisch belastend.
Man hätte keine Methode erforscht und mittlerweile bereit gestellt um schonend (ohne Eingriff) Sperma aus dem Urin zu filtern um damit die Partnerin zu befruchten.
Das ist durch Deine sexuelle Orientierung für Dich auch nicht nachzuempfinden.
Zu den häufigen Harnwegsefekten, wurde bestätigt, dass die vom Sperms herrühren?
Wie darf man sich das vorstellen? Interessiert mich wirklich.
Das ist wirklich patzig gefährlich. Im AKH gibt es in der urologischen Ambulanz einen namhaften Infektiologen z.b.
Das gefällt mir gar nicht.
Einerseits ist es ein Elend.
Andererseits würde es ohne bestehende Möglichkeiten ein noch größeres Elend sein, oder?
Dir alles Gute auf Deinem Weg.