Rechtschreibung?!?

Speziell die junge, vernetzte Generation schreibt halt anders.

Damit kann ich (gut) leben. Mich nervt aber, wenn die junge, vernetzte Generation keinerlei Rücksicht darauf nimmt, mit wem sie kommuniziert und jegliche Rechtschreibung völlig außer acht lässt. Warum wird so oft - auch außerhalb von Korrespondenz mit gleichgetakteten Gamern, Fortgehern, Freunden, etc. - davon ausgegangen, dass sich jedermann nach den dort üblichen "Downgrades" (sag ich jetzt mal vorsichtig...) zu richten hat?
 
Damit kann ich (gut) leben. Mich nervt aber, wenn die junge, vernetzte Generation keinerlei Rücksicht darauf nimmt, mit wem sie kommuniziert und jegliche Rechtschreibung völlig außer acht lässt. Warum wird so oft - auch außerhalb von Korrespondenz mit gleichgetakteten Gamern, Fortgehern, Freunden, etc. - davon ausgegangen, dass sich jedermann nach den dort üblichen "Downgrades" (sag ich jetzt mal vorsichtig...) zu richten hat?
Gewohnheit :unsicher:.

Aber wie schriftlich so mündlich;). Verlangt ja auch keiner von Oberösterreichern die nach Wien kommen dass sie ihren Dialekt ablegen oder gefälligst Hochdeutsch oder gar Wienerisch zu reden haben.
Natürlich ist dann in Folge jeder frei seine Schlüsse und Entscheidungen daraus zu ziehen. Und wenn mir das Vorarlbergerische von irgendwem zu sehr auf den Sack geht bin ich ja frei einfach nicht mit dem herumzuhängen. Genauso ist jeder hier drin frei seine oder ihre Schlüsse aus der Rechtschreibung oder dem Schriftbild zu ziehen.

Mag nur sein dass einem so die Chance entgeht einen tollen Menschen, der leider ein hundsmiserables Schriftbild hat, kennen zu lernen. Oder man von einem hübschen Schriftbild in die Irre gelockt wird. Aber auch da gilt: Das selbe Phänomen kanns auch mündlich geben.
 
dass die Rechtschreibung total außer acht gelassen wird
Ich denke dass man hier schon zwischen echten Rechtschreibfehlern und Tippfehlern unterscheiden sollte. Bewusst wird das ja wohl niemand tun.
Es gibt halt Mitmenschen die in der Rechtschreibung vielleicht nicht so bewandert sind, die haben dafür wieder andere Werte, die man als positiv bezeichnen könnte.
 
Gewohnheit :unsicher:.

Aber wie schriftlich so mündlich;). Verlangt ja auch keiner von Oberösterreichern die nach Wien kommen dass sie ihren Dialekt ablegen oder gefälligst Hochdeutsch oder gar Wienerisch zu reden haben.
Natürlich ist dann in Folge jeder frei seine Schlüsse und Entscheidungen daraus zu ziehen. Und wenn mir das Vorarlbergerische von irgendwem zu sehr auf den Sack geht bin ich ja frei einfach nicht mit dem herumzuhängen. Genauso ist jeder hier drin frei seine oder ihre Schlüsse aus der Rechtschreibung oder dem Schriftbild zu ziehen.

Mag nur sein dass einem so die Chance entgeht einen tollen Menschen, der leider ein hundsmiserables Schriftbild hat, kennen zu lernen. Oder man von einem hübschen Schriftbild in die Irre gelockt wird. Aber auch da gilt: Das selbe Phänomen kanns auch mündlich geben.


Hm. Vielleicht reden wir ein Stück aneinander vorbei. Rechtschreibung bzw. die von dir genannten Abkürzungen haben für mich nichts mit Dialekt zu tun. Und selbstverständlich bemühe ich mich um korrektes Deutsch, wenn sich Dialekte gravierend unterscheiden. Das erwarte ich "gefälligst" auch von z.B. Vorarlbergern, weil sonst hat sich die Konversation gleich mal erledigt.

Mich persönlich nervt, wenn ich erst mal eine Suchmaschine bemühen muss, um überhaupt Inhalte zu verstehen. Ich darf getrost davon ausgehen, dass die junge, vernetzte Generation um diese Bildungslücken der älteren Generationen weiß. Weiters gehe ich davon aus, dass diese Bildungslücken ignoriert werden, weil man gefälligst downzugraden hat...

Augenkrebs bekomme ich, wenn ich "Platzal" lesen muss und "Platzerl" gemeint ist. Das halte ich mitunter für mein persönliches Problem und zwar dann, wenn es persönliche Nachrichten oder auch Forumsbeiträge betrifft. In der Beschreibung eines Reiseanbieters hat dieses "Platzal" bestimmt nichts zu suchen. Da ist mir dann auch wurscht, welch lieber Mensch der Verfasser hinter den Zeilen ist, da hat einfach jemand seinen Beruf verfehlt und sitzt auf dem falschen Platzerl.

Rechtschreibung ist für mich ein Teil der Höflichkeit. Wenn eine höfliche Person auf eine unhöfliche trifft, sorgt das beiderseits für Irritationen, ohne dass böse Absicht dahinterstecken muss. Höflichkeit besteht aus Regeln, die in erster Linie das Zusammenleben vereinfachen und Missverständnissen zwischen nicht bekannten Personen vorbeugen. Wenn ich jemanden gut kenne, kann ich denjenigen umarmen, statt ihm die Hand zu geben. Ich seh da durchaus Parallelen zur Rechtschreibung.

Das Du-Wort am Land hat andere Qualität als in der Stadt. Wenn ich fremd bin, muss ich mich anpassen. Wenn ich mit jemandem z.B. auf beruflicher Ebene korrespondiere, muss ich mich auch den Gegebenheiten und Usancen anpassen. Ich kann natürlich auch überall durchpreschen. Meist hab ich halt nichts davon.

Ich habe in den letzten Jahren so viele Bewerbungsschreiben gelesen und so viele Bewerber der "jungen, vernetzten Generation" kennengelernt, das kann das rosige Bild der Jugend schon mal trüben... ;)
 
Hm. Vielleicht reden wir ein Stück aneinander vorbei. Rechtschreibung bzw. die von dir genannten Abkürzungen haben für mich nichts mit Dialekt zu tun. Und selbstverständlich bemühe ich mich um korrektes Deutsch, wenn sich Dialekte gravierend unterscheiden. Das erwarte ich "gefälligst" auch von z.B. Vorarlbergern, weil sonst hat sich die Konversation gleich mal erledigt.

Mich persönlich nervt, wenn ich erst mal eine Suchmaschine bemühen muss, um überhaupt Inhalte zu verstehen. Ich darf getrost davon ausgehen, dass die junge, vernetzte Generation um diese Bildungslücken der älteren Generationen weiß. Weiters gehe ich davon aus, dass diese Bildungslücken ignoriert werden, weil man gefälligst downzugraden hat...

Augenkrebs bekomme ich, wenn ich "Platzal" lesen muss und "Platzerl" gemeint ist. Das halte ich mitunter für mein persönliches Problem und zwar dann, wenn es persönliche Nachrichten oder auch Forumsbeiträge betrifft. In der Beschreibung eines Reiseanbieters hat dieses "Platzal" bestimmt nichts zu suchen. Da ist mir dann auch wurscht, welch lieber Mensch der Verfasser hinter den Zeilen ist, da hat einfach jemand seinen Beruf verfehlt und sitzt auf dem falschen Platzerl.

Rechtschreibung ist für mich ein Teil der Höflichkeit. Wenn eine höfliche Person auf eine unhöfliche trifft, sorgt das beiderseits für Irritationen, ohne dass böse Absicht dahinterstecken muss. Höflichkeit besteht aus Regeln, die in erster Linie das Zusammenleben vereinfachen und Missverständnissen zwischen nicht bekannten Personen vorbeugen. Wenn ich jemanden gut kenne, kann ich denjenigen umarmen, statt ihm die Hand zu geben. Ich seh da durchaus Parallelen zur Rechtschreibung.

Das Du-Wort am Land hat andere Qualität als in der Stadt. Wenn ich fremd bin, muss ich mich anpassen. Wenn ich mit jemandem z.B. auf beruflicher Ebene korrespondiere, muss ich mich auch den Gegebenheiten und Usancen anpassen. Ich kann natürlich auch überall durchpreschen. Meist hab ich halt nichts davon.

Ich habe in den letzten Jahren so viele Bewerbungsschreiben gelesen und so viele Bewerber der "jungen, vernetzten Generation" kennengelernt, das kann das rosige Bild der Jugend schon mal trüben... ;)

Seltsam. Nach deiner Schreibweise und deinem Profil und so hätte ich getippt, dass du selber erst zwischen 20 und 30 bist :oops::D
 
Seltsam. Nach deiner Schreibweise und deinem Profil und so hätte ich getippt, dass du selber erst zwischen 20 und 30 bist :oops::D
Wundert mich jetzt eigentlich auch:schulterzuck:. Allein der Nick schon... das ist Chatsprech wie er im Buche (oder eben in Chats) steht.
Ich darf getrost davon ausgehen, dass die junge, vernetzte Generation um diese Bildungslücken der älteren Generationen weiß. Weiters gehe ich davon aus, dass diese Bildungslücken ignoriert werden, weil man gefälligst downzugraden hat...
Da steckt keine böse Intention dahinter. Wir (/die) sind es halt oftmals einfach nicht anders gewohnt :unsicher:. Gewisse Regeln werden halt einfach nicht so ernst genommen von der jüngeren Generation und das sind GEWOHNHEITEN die sich dann einfahren.
Du (hier für mich im Forum oder Online zB die allgemein für JEDEN verwendete Anredeform) musst hier auch verstehen das Rechtschreibung bzw überhaupt eine Ahnung wie man Platzerl halt schreibt erstmal vorhanden sein muss. Und die junge Generation liest nicht mehr so viel wie das mal der Fall war :(. Ich hab VIEL gelesen in meinem Leben. Und ich hab dabei die meisten Wörter in korrekter Rechtschreibung in diversen Büchern gesehen. Bis mein Hirn das irgendwann gespeichert hat. Auch in Deutsch war ich immer ein guter, aufmerksamer Schüler.

Wenn jemand aber nur 2-3 Mal im Leben in irgendeinem Zeitungsartikel über das Wörtchen "Platzerl" gestolpert ist und ansonsten von Freunden und Bekannten über WA immer nur "Yo! Treffen am Plaz!" oÄ bekommen hat... dann weiß der das einfach nicht besser! Und schreibts halt wie er es spricht bzw glaubt es richtig zu schreiben.

Das ist kein fehlender Respekt! Das ist in den meisten Fällen fehlendes Können und fehlende Erfahrung würd ich behaupten. Ohne Bücher zu lesen... woher soll man denn die Rechtschreibung beherrschen oder wissen wie genau viele Wörter geschrieben werden?
 
Wundert mich jetzt eigentlich auch:schulterzuck:. Allein der Nick schon... das ist Chatsprech wie er im Buche (oder eben in Chats) steht.

Da steckt keine böse Intention dahinter. Wir (/die) sind es halt oftmals einfach nicht anders gewohnt :unsicher:. Gewisse Regeln werden halt einfach nicht so ernst genommen von der jüngeren Generation und das sind GEWOHNHEITEN die sich dann einfahren.
Du (hier für mich im Forum oder Online zB die allgemein für JEDEN verwendete Anredeform) musst hier auch verstehen das Rechtschreibung bzw überhaupt eine Ahnung wie man Platzerl halt schreibt erstmal vorhanden sein muss. Und die junge Generation liest nicht mehr so viel wie das mal der Fall war :(. Ich hab VIEL gelesen in meinem Leben. Und ich hab dabei die meisten Wörter in korrekter Rechtschreibung in diversen Büchern gesehen. Bis mein Hirn das irgendwann gespeichert hat. Auch in Deutsch war ich immer ein guter, aufmerksamer Schüler.

Wenn jemand aber nur 2-3 Mal im Leben in irgendeinem Zeitungsartikel über das Wörtchen "Platzerl" gestolpert ist und ansonsten von Freunden und Bekannten über WA immer nur "Yo! Treffen am Plaz!" oÄ bekommen hat... dann weiß der das einfach nicht besser! Und schreibts halt wie er es spricht bzw glaubt es richtig zu schreiben.

Das ist kein fehlender Respekt! Das ist in den meisten Fällen fehlendes Können und fehlende Erfahrung würd ich behaupten. Ohne Bücher zu lesen... woher soll man denn die Rechtschreibung beherrschen oder wissen wie genau viele Wörter geschrieben werden?

Schon klar, soweit :)

Mir geht es hier auch nicht "nur" um Rechtschreibfehler. Es geht auch darum, wie man miteinander umgeht. Wenn jemand ein paar Wörter hinrotzt und voraussetzt, dass sich der geneigte Leser schon zurechtfinden wird, finde ich das unhöflich bzw. respektlos.

Kurz gesagt:
Ich toleriere kaum Rechtschreibfehler in meinem Berufsleben (kommt schon mal vor...).
Mir sind Rechtschreibfehler im privaten Bereich relativ egal.
Unhöflich finde ich unterlassenes Überprüfen auf Verständlichkeit. Hier wie anderswo. Ob ein Satz Sinn ergibt oder nicht, kann jeder Muttersprachler bei nochmaligem (evt. lautem) Lesen feststellen, dafür muss er kein Orthografiewunderwuzzi sein. Das stört mich in Foren insofern, als da ja meistenfalls eine Antwort erwartet wird.
 
Warum wird so oft - auch außerhalb von Korrespondenz mit gleichgetakteten Gamern, Fortgehern, Freunden, etc. - davon ausgegangen, dass sich jedermann nach den dort üblichen "Downgrades" (sag ich jetzt mal vorsichtig...) zu richten hat?

Das ist eine gute Frage: zielgruppengerechte Kommunikation ist sowieso immer wichtig, ich rede ja am Würstelstand auch anders als in einem, was weiß ich, Uni-Seminar.
 
Aber wie schriftlich so mündlich;). Verlangt ja auch keiner von Oberösterreichern die nach Wien kommen dass sie ihren Dialekt ablegen oder gefälligst Hochdeutsch oder gar Wienerisch zu reden haben.

Das kommt darauf an, ob sie verstanden werden wollen :-) Echten oö Dialekt sprechen die meisten jedenfalls nicht lange.
 
Hi,

Das ist kein fehlender Respekt! Das ist in den meisten Fällen fehlendes Können und fehlende Erfahrung würd ich behaupten. Ohne Bücher zu lesen... woher soll man denn die Rechtschreibung beherrschen oder wissen wie genau viele Wörter geschrieben werden?

die Rechtschreibprüfung oder Autokorrektur einschalten?

LG Tom
 
[...]Wennman im Dialekt schreibt, versteh ich es noch, aber sonst?

Törnt es euch auch ab, wenn ihr es lest? Mich schon ....


Ich persönlich mag geschriebenen Dialekt auch nicht. Ich find's teilweise sogar als Unart, dass andere sich beim Lesen dabei die Augen verrenken müssen. Nichts gegen gesprochenen Dialekt, aber die passende schriftliche Form haben wir wohl alle gelernt.
 
....wenn ich jemand real kennen lerne, merke ich sehr schnell, wie er sich ausdrückt, ob er etwas zu sagen hat, etc.
Das merkst Du schriftlich erst recht, Sprache, Ausdruck, Wortwitz, Inhalt....und ja, da gehört auch etwas Rechtschreibung dazu.
Die meisten von uns tipseln hier am Smartphone herum, dennoch sind Rechtschreibfehler meist von Tippfehlern leicht zu differenzieren.
 
Die Menschen am Würstelstand haben den selben Respekt verdient wie die an einem "Uni Seminar" ...

Was hat das mit Respekt zu tun? Das ist einfach eine andere Sprachebene (umgangs- vs. fachsprachlich), beides hat seinen Platz, aber nicht immer und nicht überall. Ich spreche normalerweise österreichisch gefärbte Standardsprache, kann aber auch zu Dialekt oder druckreifem Hochdeutsch wechseln, ganz wie es die Situation eben erfordert.
 
Ich persönlich mag geschriebenen Dialekt auch nicht. Ich find's teilweise sogar als Unart, dass andere sich beim Lesen dabei die Augen verrenken müssen. Nichts gegen gesprochenen Dialekt, aber die passende schriftliche Form haben wir wohl alle gelernt.

Zustimmung, wobei es auch noch darauf ankommt, wie es geschrieben wird. Nahe der Hochsprache ist es ja meist noch machbar (man muss sich dann halt die Aussprache zT selbst dazu denken), aber wenn es zur reinen Lautschrift verkommt (I'm looking at you, H.C. Artmann!) und man es quasi (zumindest gedanklich) "laut" vorlesen muss, wird es mühsam.
 

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