Rauchfrei durch Hypnose?

Hi,



und




für beide Fälle: wann haben die aufgehört und/oder wie lange hatten sie aufgehört?

Die letzten mir bekannten Datenquellen bescheinigen langfristig (über Jahre) keiner Therapie einen höheren Erfolg, als denen die ohne Unterstützung aufgehört haben.


LG Tom


Beide seit der Jugend/Kindheit Raucher somit mind 25 Jahre, wenn nicht länger. Einer seit 5 Jahren Nichtraucher und der andere seit ca 3 Jahren.
 
Eine Freundin von mir (locker 20 Jahre starke Raucherin) hat mit Hilfe von Hypnose aufgehört und ist seit ca. 10 Jahren komplett rauchfrei.
Natürlich funktioniert es nur wenn man wirklich aufhören möchte.
 
Hi,

b) Die Nikotininhalation führt zu einer unmittelbaren Wirkverstärkung von Acetylcholin auf dem entsprechendem Rezeptor,

hmmm ... damit Nicotin wirken kann, muss es erstmal aufgenommen werden, in den Kreislauf gelangen. "Unmittelbar" ist da nichts, meine ich.

Die reine Tätigkeit des Rauchens aber - auch Nikotinfrei - stimuliert - wirklich - unmittelbar das Belohnungszentrum.

Das Nicotin ist mit hoher Sicherheit der Stoff, der dazu führt, dass man davon abhängig wird, aber mehr nicht, was sich schon darin manifestiert, dass kein Gewöhnungseffekt eintritt, und man die Dosis erhöhen muss.

LG Tom
 
Hmmm, schwieriges Thema. Lass ich mich auch mal zerfleischen.

Thema Rauchen hatte ich vor Jahren schon durch. Vater, 45 Jahre geraucht, aufgehört, 19 (!) kg binnen eines Jahres zugenommen. Vater hat nach einem Jahr wieder angefangen, 10 kg abgenommen, also 9 kg Übergewicht behalten. Verstarb ziemlich genau 15 Jahre später an einem Pankreaskarzinom und das hatte mit der Sucht nichts zu tun.

Ich selbst habe es bei einem Kollegen mit Akupunktur (Dauernadeln im Ohr) UND Hypnose machen lassen. Hypnose ging in die Uhr - war einfach zu willensstark, hat nicht geklappt und der Mann war echt gut. Sagten andere. Akupunktur "funktionierte" über 460 km Autofahrt nach Hause bis zum Aussteigen aus dem Wagen. Einer mit einer Zigarette lief genau in dem Moment an mir vorbei. "Relais" in der Birne sprang an, die Zigarette glühte, meine Frau lachte. Nadeln nach 6 Tagen entsorgt ...

Nur gut - da Kollegen, hat mich der Witz nichts gekostet.

Versuch 1: Teure Nikotinpflaster. Ergebnis: Geldbeutel schrumpfte bedenklich. "Erfolg" von rund 6 Monate Nikotinfrei. 12 kg zugenommen. Rückfall bei einer geselligen Runde. 11 kg Gewicht wieder runter.

Nächster Versuch: Mich selbst vergewaltigt - 9 Monate aufgehört, 16 kg zugenommen. Sah aus, wie im 17. Monat schwanger. Dabei esse ich an sich wirklich wenig und gesund. Innerlich ständig halb durchgedreht, wenn ich Rauch aus nur 10 m geschnuppert habe.

Wurde in der Zeit zum "Anti-Raucher-Terroristen", bin jeden Raucher angegangen. Durchgehalten bis zum Tag-X.

In einer Schmerzsituation (zu kompliziert, dass jetzt im Detail auszuführen) unter Stress wieder angefangen, 11 kg abgenommen. Rauche weiter, mir geht es d. A. entsprechend gut und mein BMI (auf den ich normal sch...e!) liegt in der Norm (unteres Mittelfeld).

Fazit: Es geht NUR mit dem eigenen Willen und am besten nicht erst anfangen! Hypnose ist Beutelschneiderei, funktioniert außerdem oftmals nicht. Ich kenne (kannte) Raucher, welche mit 51 das Zeitliche gesegnet haben ebenso, wie Raucher, welche mit 94 Gevatter Tod auf Zuruf folgten.

Für mich ist Rauchen ebenso "Kultur" wie bei anderen das Nicht-Rauchen. Ich muss als Raucher Nichtraucher und deren Genörgel auch ertragen, beschwere mich nicht. Was man von der Gegenseite (s.o.) nicht unbedingt behaupten kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi, hmmm ... damit Nicotin wirken kann, muss es erstmal aufgenommen werden, in den Kreislauf gelangen. "Unmittelbar" ist da nichts, meine ich.

Die reine Tätigkeit des Rauchens aber - auch Nikotinfrei - stimuliert - wirklich - unmittelbar das Belohnungszentrum.

Das Nicotin ist mit hoher Sicherheit der Stoff, der dazu führt, dass man davon abhängig wird, aber mehr nicht, was sich schon darin manifestiert, dass kein Gewöhnungseffekt eintritt, und man die Dosis erhöhen muss.

LG Tom

Hi!

Freue mich immer über anregende und wissensvermittelnde Diskussion :)

Genau die Art der Aufnahme, nähmlich die Inhalation, führt, durch den sofortigen Übertritt in die Blutbahn und nach schneller Überwindung der Blut-Hirn-Schranke unmittelbar zum Belohnungseffekt. Schneller wirkt nur noch die Spritze! Ist wie beim Kiffen, da macht es auch einen Unterschied, ob man inhaliert oder gebackene Kekse isst (wobei ich extra betone, dass ich mir dieses Wissen rein theoretisch angelesen habe) ;)

Was das Rauchen betrifft, erhöht der Raucher eben nicht die "Dosis", sondern die Frequenz ("KettenraucherIn"), was zwar auf das selbe hinausläuft, sich aber von der Belohnungsstruktur her deutlich unterscheidet, ähnlich dem Unterschied zwischen "Spiegeltrinker" und "Quartalsäufer". Der Raucher wird quasi niemals "satt", was ihn auch vom Schokoladeabhängigen unterscheidet. :mrgreen:

mfG
 
Hi,

Genau die Art der Aufnahme, nähmlich die Inhalation, führt, durch den sofortigen Übertritt in die Blutbahn und nach schneller Überwindung der Blut-Hirn-Schranke unmittelbar zum Belohnungseffekt.

da haben wir unterschiedliche Auffassungen von "Unmittelbar". Wie immer, es gibt Daten, die annehmen lassen, dass die Reaktion schneller passiert, als eine Substanz über die Lunge ins Blut und dann ins Hirn gelangen kann.



Was das Rauchen betrifft, erhöht der Raucher eben nicht die "Dosis", sondern die Frequenz ("KettenraucherIn"), was zwar auf das selbe hinausläuft, sich aber von der Belohnungsstruktur her deutlich unterscheidet, ähnlich dem Unterschied zwischen "Spiegeltrinker" und "Quartalsäufer". Der Raucher wird quasi niemals "satt", was ihn auch vom Schokoladeabhängigen unterscheidet. :mrgreen:

Nein, wäre es eine Substanzabhängigkeit, würde irgendwann mal das Kettenrauchen nicht mehr reichen, da ein Gewöhnungseffekt eintritt.


Aber wie dem auch sei ... lassen wir es.

LG Tom
 
Nein, wäre es eine Substanzabhängigkeit, würde irgendwann mal das Kettenrauchen nicht mehr reichen, da ein Gewöhnungseffekt eintritt.

LG Tom

Der "Gewöhnungseffekt" = die Sucht per Definiton! ;)

Fast allen Substanzabhängigkeiten ist gemein, dass nach einer Gewöhnungsphase (jener Zeit des Auftarierens der Substanz bis ein Sättigungseffekt inkl. Wirkverlust eintritt bzw. von Nebenwirkungen, die eine Erhöhung der Menge nicht mehr zulassen) der Konsum der Substanz nur mehr dazu dient, die Entzugserscheinungen/Absetzsymptome zu vermeiden. Der "Mehrwert" der Droge (Glücksgefühl, Leistungssteigerung, Beruhigung ...) fällt früher oder später weg, weswegen Drogen (wozu auch einige hochwirksame Medikamente zählen) grundsätzlich nicht als "Problemlöser" taugen. Diesen Effekt (in abgeschwächter Form) kennt wohl jeder Kaffeetrinker, Leider!

Tom, ich kann auch nix dafür, dass es so ist :schulterzuck:
 
Hi, nein!

Schau, eine Substanzabhängigkeit - anders als bei anderen Süchten - erfordert immer höhere Dosen der Substanz bis die Dosis tödlich ist.

LG Tom

Sorry, Nein! Führe die Leser*innen bitte nicht auf eine falsche Fährte!


Der Begriff nennt sich harmlos "Niedrigdosisabhängigkeit", bestehend aus den Wort-bestandteilen "Niedrigdosis" und "Abhängigkeit" und erfordert, per Definition, eben keine Dosiserhöhung "bis zum Tod". Der Tramal-konsumierende Krankenpfleger oder der opioidabhängige Arzt z.B. landet eben nicht als "Junkie" am Bahnhofs-WC, sondern ist berufstätig und führt ein, ansonsten, normales Sozialleben. Ein Leidensdruck kann vorhanden sein (und führt manchmal zur Abdosierung nach Protokoll) oder auch nicht. Die Lebenserwartung wird dabei nicht erheblich reduziert.

Wie weiter oben ausgeführt, ist der gravierende Unterschied der, dass die Substanz nicht mehr eingenommen wird zwecks Erreichung eines Benefits (Glücksgefühl, Bewußtseinserweiterung, Angst- oder Schmerzreduktion ...), sondern nur mehr zur Unterdrückung der Entzugserscheinungen/(med.) Absetzsymptome.

Der Begriff "tödliche Dosis" ist ebenso irreführend. Ein durchschnittlicher Raucher mit 1 Packerl am Tag reduziert seine statistische Lebenserwartung um gut 10 Jahre. Fällt zwar nicht durch die "EINE" Dosis tod um, sondern lebt durch seine Eigenschaft als langjähriger Raucher eben vorzeitig ab. So gesehen könnte man den Nikotinkonsum auch als individuelle "Nidrigdosisabhängigkeit" bezeichnen, "individuell" deswegen, weil für einen Erstkonsumenten bereits die Erhaltungsdosis des Abhängigen tödlich sein könnte.

Außerdem unterscheidet man nicht nur zwischen Substanzabhängigkeit und "anderen Süchten" sondern differenziert auch notwendigerweise zwischen den Substanzen je nach Ansprechverhalten auf die jeweiligen Neurotransmitter (Dopamin, Serotonin, Acetylcholin, Gaba ... bzw. den Halluzinogenen). Eine weitere Unterscheidung teilt in "organtoxische" Substanzen und Andere ein. Auch "nicht substanzabhängige" Süchte verlangen nach immer höheren Dosen, siehe krankhafte Spieler, Adrenalin-Junkies etc. und führen daher nicht selten, bei Überschreitung physikalischer Grenzen, zum Tod, zur Körperbehinderung oder zumindest zum Bankrott (Glücksspieler).

l.G. (mfG hat inzwischen ein ungutes G`schmäckle) :)
 
Hab nach 10 Jahren rauchen aufgehört,in dem ich es einfach gelassen hab. Von einem Tag auf den anderen hab ich gesagt, aus!
Hab zwar noch überall a paar Packerl, Mittelkonsole vom Auto, Balkon, Büro in der Firma, hab aber seit 1,5 Jahren keine mehr geraucht.
Und das Gewicht wird durchs rauchen nicht beeinflusst, sondern vom fressen
 
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