Psychopathen in der BDSM-Szene

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Was meint ihr, wieviele Psychopathen tummeln sich in der BDSM-Szene? Ich rede hier nicht von Serienkillern und Menschen die keine Kontrolle mehr über ihr Tun haben sondern von rational denkenden psychopathischen Menschen die versuchen mittels BDSM ihre Neigungen auszuleben um in einem gesellschaftlich verträglichen Rahmen zu bleiben.

Ich weiß das Wort Psychopath ist nicht genau definiert und beinhaltet eigentlich eine recht breite Gruppe an Menschen.

Ich rede hier in erster Linie von den Menschen die von Geburt an eine Störung mit den Spiegelneuronen haben und kein Mitgefühl empfinden können, keine Empathie haben und auch kein schlechtes Gewissen haben können.

Wie hoch mag der Anteil sein? Und die fast noch interessantere Frage. Wieviele Subs werden es sein?
 
Dieser ger kinge Prozentsatz mag stimmen für chronisch psychisch Kranke. Psychosen treten aber auch spontan auf. Man rechnet bei uns, dass etwa ein Dritte der Bevölkerung im Lauf des Lebens psychisch erkrankt.

Psychopathie ist nicht gleichzusetzen mit psychisch Krank. Sollte aber Beides zusammentreffen kann das zu üblen Konsequenzen führen.
 
Komorbidität zu sadistischen- und anderen psychopatischen Persönlichkeitsstörungen.

Die Grundlegende Fragen, die dahinter steht wäre:
Zieht ein Feld, in dem Sadismus etc. ausgelebt werden kann, unverhältnismäßig viele Menschen mit sadistischen Persönlichkeitsstörungen etc. an?

Wie hoch mag der Anteil sein?
Was bringts zu spekulieren? Wenn du Studien vorlegen kannst, tu das, ansonsten seh ich's als Zeitverschwendung an.

Ich rede hier in erster Linie von den Menschen die von Geburt an eine Störung mit den Spiegelneuronen haben und kein Mitgefühl empfinden können, keine Empathie haben und auch kein schlechtes Gewissen haben können.
Die Menschen von denen du konkret sprichst, ohne Empathie und Mitgefühl, beziehen auch keinen Gewinn aus Sadismus, da Sadismus die Empathie, als definierte Fähigkeit die Empfindungen anderer Menschen erkennen zu können, vorraussetzt.
Ohne Empathie wäre ein Sadist niemals in der Lage zu erkennen wann er jemanden verletzt oder schadet.
 
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Habe es so erlebt, das BDSM'ler gesünder sind als "normale". Man(n) lebt Neigungen aus, statt zu sie unterdrücken. Das tut gut.
Kenne nur eine extrem-maso-Sub, die auch Goth und Borderliner war...
Im Gegnzug sind Massenmörder, Psychopaten, Vergewaltiger etc nach außen ganz nette, unauffällige Nachbarn und Mitmenschen....
"Normale" Menschen machen mir Angst.
Die "merkwürdigen" sind alles in Wirklichkeit ganz liebe. . ..
 
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Komorbidität zu sadistischen- und anderen psychopatischen Persönlichkeitsstörungen.



Was bringts zu spekulieren? Wenn du Studien vorlegen kannst, tu das, ansonsten seh ich's als Zeitverschwendung an.

Es könnte ja sein das der eine oder andere hier diesbezüglich Erfahrung damit hat. Natürlich ersetzt das keine ordentliche Studie aber es wäre ein erster Einblick.
 
Es könnte ja sein das der eine oder andere hier diesbezüglich Erfahrung damit hat. Natürlich ersetzt das keine ordentliche Studie aber es wäre ein erster Einblick.
Du fragtest in deinem Eingangsposting allerdings nach einer Einschätzung des Gesamtanteils, den man nur kennen kann, wenn weitreichende Studien dazu durchgeführt hat, oder kennt.
Gibt nunmal einen Unterschied zwischen "Wie hoch ist der Anteil der Psychopathen?" und "hattet ihr schonmal mit einem Psychopathen zu tun?".

Woraufhin die korrektest Antwort, die man dir ohne Studien geben kann, ist, dass der Anteil zwischen 0% und 100% liegt.
Oder Mathematisch ausgedrückt 0<x<1
 
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Was meint ihr, wieviele Psychopathen tummeln sich in der BDSM-Szene? ...
Ich weiß das Wort Psychopath ist nicht genau definiert

Du sprichst die erste Schwierigkeit bei der Beantwortung deiner Frage ja ohnedies an: Die ungeklärte Definition - Vorschläge, Psychopathie einer DSM-Klassifikation zuzuordnen (zumeist antisocial personality disorder/dissoziale Persönlichkeitsstörung) geben zwar eine gewisse Orientierung, sind aber ebenfalls umstritten. Zieht man diese Typologie heran, fallen Gefängnisinsassen (große Überraschung) sowie CEOs mit einem statistisch signifikanten erhöhten Anteil auf (mich würden ähnliche Resultate bei Politikern nicht verwundern - auch ein Bereich, in dem Manipulationsfähigkeit sowie das glaubhafte Vorspielen von Empathie und Anteilnahme nur von Vorteil ist).

Die zweite Schwierigkeit zu einer seriösen Antwort zu kommen, rührt daher, dass es insgesamt kaum methodisch gründliche Studien zu BDSM gibt (zu kleines Sample, keine sinnvolle Kontrollgruppe u.ä; von noch grundsätzlicheren Fragen wie der soziokulturellen Konstruktivität von "Devianz" einmal abgesehen). Das gilt auch für Persönlichkeitsstörungen oder Faktoren, denen eine erhöhte Korrelation (nicht Kausalität!) mit BDSM zugeschrieben wird (etwa Borderline oder Missbrauchserfahrungen).

Mangels einer zuverlässigen Definition und geeigneter Studien finden sich dann eben Argumentationen in diametral entgegengesetzte Richtungen: Man sagt dann BDSMlern eine intrinsische Anfälligkeit für psychische Störungen nach, oder argumentiert, dass das Ausleben sadistischer/masochistischer Impulse unter ethischer Reflexion (siehe Regeln wie SSC oder RACK) ganz im Gegenteil für eine gesündere Sexualität spricht als bei jenen, die ihre Neigungen zu unterdrücken suchen.

Zur Definitionsfrage von Psychopathie gibt es ein mit viel Esprit und britischem Humor geschriebenes Buch von Jon Ronson:

the psychopath test | jonronson.com
=> Podcast mit Ronson: King of the Forest - This American Life
 
Was meint ihr, wieviele Psychopathen tummeln sich in der BDSM-Szene? Ich rede hier nicht von Serienkillern und Menschen die keine Kontrolle mehr über ihr Tun haben sondern von rational denkenden psychopathischen Menschen die versuchen mittels BDSM ihre Neigungen auszuleben um in einem gesellschaftlich verträglichen Rahmen zu bleiben.

Ich weiß das Wort Psychopath ist nicht genau definiert und beinhaltet eigentlich eine recht breite Gruppe an Menschen.

Ich rede hier in erster Linie von den Menschen die von Geburt an eine Störung mit den Spiegelneuronen haben und kein Mitgefühl empfinden können, keine Empathie haben und auch kein schlechtes Gewissen haben können.

Wie hoch mag der Anteil sein? Und die fast noch interessantere Frage. Wieviele Subs werden es sein?

Ich glaube ganz generell, dass sich im Pool des BDSM sehr viele Menschen mit recht speziellen Störungen begegnen. Tatsächlich halte ich es übrigens auch nicht für ein Zeichen einer besonderen, psychischen Gesundheit wenn jemand das dringende Bedürfnis zeigt, sich ständig über andere einer Gruppe zu erhöhen, versucht, sich durch Ab- und Entwertung abzugrenzen und wiederholt darauf hinzuweist, wie "gestört" die anderen doch alle sind... Das waren schon in der Schule meistens die mit den größten Problemen. Auch nur ne These. Oder so.
 
na ich glaube, der verfasser hat es nicht aus dem bedürfnis heraus getan, sich über eine gruppe zu erhöhen

dürfte eher ein fall von klassischem verständnisproblem sein: sadismus der konsens will ist eben nicht gleich sadismus, der genau das nicht will
 
Du sprichst die erste Schwierigkeit bei der Beantwortung deiner Frage ja ohnedies an: Die ungeklärte Definition - Vorschläge, Psychopathie einer DSM-Klassifikation zuzuordnen (zumeist antisocial personality disorder/dissoziale Persönlichkeitsstörung) geben zwar eine gewisse Orientierung, sind aber ebenfalls umstritten. Zieht man diese Typologie heran, fallen Gefängnisinsassen (große Überraschung) sowie CEOs mit einem statistisch signifikanten erhöhten Anteil auf (mich würden ähnliche Resultate bei Politikern nicht verwundern - auch ein Bereich, in dem Manipulationsfähigkeit sowie das glaubhafte Vorspielen von Empathie und Anteilnahme nur von Vorteil ist).

Die zweite Schwierigkeit zu einer seriösen Antwort zu kommen, rührt daher, dass es insgesamt kaum methodisch gründliche Studien zu BDSM gibt (zu kleines Sample, keine sinnvolle Kontrollgruppe u.ä; von noch grundsätzlicheren Fragen wie der soziokulturellen Konstruktivität von "Devianz" einmal abgesehen). Das gilt auch für Persönlichkeitsstörungen oder Faktoren, denen eine erhöhte Korrelation (nicht Kausalität!) mit BDSM zugeschrieben wird (etwa Borderline oder Missbrauchserfahrungen).

Mangels einer zuverlässigen Definition und geeigneter Studien finden sich dann eben Argumentationen in diametral entgegengesetzte Richtungen: Man sagt dann BDSMlern eine intrinsische Anfälligkeit für psychische Störungen nach, oder argumentiert, dass das Ausleben sadistischer/masochistischer Impulse unter ethischer Reflexion (siehe Regeln wie SSC oder RACK) ganz im Gegenteil für eine gesündere Sexualität spricht als bei jenen, die ihre Neigungen zu unterdrücken suchen.

Zur Definitionsfrage von Psychopathie gibt es ein mit viel Esprit und britischem Humor geschriebenes Buch von Jon Ronson:

the psychopath test | jonronson.com
=> Podcast mit Ronson: King of the Forest - This American Life
Erstmal... herrlich geschrieben und ein paar der besten Kritikpunkte warum diese Fragestellung so nicht zu beantworten ist.

Was meint ihr, wieviele Psychopathen tummeln sich in der BDSM-Szene? Ich rede hier nicht von Serienkillern und Menschen die keine Kontrolle mehr über ihr Tun haben sondern von rational denkenden psychopathischen Menschen die versuchen mittels BDSM ihre Neigungen auszuleben um in einem gesellschaftlich verträglichen Rahmen zu bleiben.
Ein bisschen was zur Frage will ich aber auch noch schreiben!
Der Begriff "Psychopath" ist meines Wissens nach seit der Mitte des letzten Jahrhunderts veraltet als man begonnen hat geistige Krankheiten zu deffinieren und nicht alle als Narren oder Psychos in eine Lade zu stecken.
Ich weiß das Wort Psychopath ist nicht genau definiert und beinhaltet eigentlich eine recht breite Gruppe an Menschen.
Ich rede hier in erster Linie von den Menschen die von Geburt an eine Störung mit den Spiegelneuronen haben und kein Mitgefühl empfinden können, keine Empathie haben und auch kein schlechtes Gewissen haben können.
DAS wiederum hört sich, meines Wissens nach, nach Soziopathie an. Was eine ernstzunehmende Persönlichkeitsstörung ist. Ob solche Soziopathen überhaupt eine echte Beziehung eingehen können ist eine andere Frage.

Ich würd die Gründe für BDSM-Neigungen eher im Bereich der Selbstwertstörungen suchen in vielen Fällen. In meiner Erfahrung (allerdings kannte ich nur eine handvoll BDSM-Praktikanten) scheint sowohl ein übersteigerter als auch ein zu niedriger Selbstwert oft eine Rolle zu spielen. Interessanterweise allerdings nicht unbedingt in der Form die man erwarten würde. Ich kannte einen ziemlich harten Narzisten der sexuell Sub war. Andere leben ihre narzistischen Tendenzen eher als Dom aus.
Und der Typ von Frauen den ein überzeugender Dom anzieht (im Club dutzende Male bei einem Kumpel beobachtet) scheint nicht unbedingt vor Selbstsicherheit zu strotzen (milde ausgedrückt).
Edit: Wobei ich noch anmerken will dass ich damit NICHT sagen will das alle BDSM-Neigungen aus irgendwie gearteten Selbstwertproblemen stammen. Ich kannte nur ein paar Leute bei denen das auffällig war.

Schlussendlich glaube ich das echte Triebtäter oder Soziopathen kein Interesse an einer BDSM-Beziehung haben oder es höchstens als Ersatzbefriedigung für ihre wahren Bedürfnisse verwenden. Für Menschen die wirklich Gewalt ausüben wollen wird es glaube ich uninteressant wenn ihr Opfer ihnen zustimmt und willig mitmacht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würd die Gründe für BDSM-Neigungen eher im Bereich der Selbstwertstörungen suchen in vielen Fällen. In meiner Erfahrung (allerdings kannte ich nur eine handvoll BDSM-Praktikanten) scheint sowohl ein übersteigerter als auch ein zu niedriger Selbstwert oft eine Rolle zu spielen.


Selten so einen Vollholler gelesen. Du kennst nur ganz wenige BDSM Menschen und meinst, allen eine Störung andichten zu müssen?

BDSM Neigungen sind genauso angeboren wie Homosexualität. Und sie sind genauso wenig erklärbar, wie warum jemand die Farbe blau liebt.
Es gibt einen netten Spruch im Dachs (übrigens nach einer Befragung von mehr als 20 000 BDSM Menschen) - "SMler sind nur dann krank, wenn sie einen Schnupfen haben". Genau das triffts.
 
Selten so einen Vollholler gelesen. Du kennst nur ganz wenige BDSM Menschen und meinst, allen eine Störung andichten zu müssen?
Meine ich nicht. Ich sag nur dass es bei denen die ich kennen gelernt hab (GothSzene, PI, Porn-Industry... eine leider vergangene Szene falls du da auch irgendwann involviert warst und was dazu schreiben kannst) das mit dem Selbstwert auffällig war. Inklusive meiner selbst, den es auch zu dieser Szene gezogen hat damals.
Ob das jetzt die "BDSM-Szene" war oder nur die "Goth-Szene" oder ob das wirklich BDSM Neigungen waren oder nur junge Goths die ein bisschen herumgespielt, herumexperimentiert und Klischees erfüllt haben... keine Ahnung wie man das deffinieren sollte. Aber das war schon eine Szene in der ich mich sehr viel bewegt habe und einige Menschen gekannt habe. Auffällig war dabei eben öfters der Selbstwert den die Leute ausgestrahlt haben.
Ist nur meine Erfahrung mit solchen Szenen und meine Meinung. Vielleicht lern ich ja noch ein paar BDSMler kennen die sich selbst und die Welt vollkommend objektiv sehen. Ist bisher allerdings nicht passiert.

Was du mir beim besten Willen aber nicht erklären kannst ist das BDSM Neigungen angeboren sind. Angeboren sind Instinkte die uns zur Fortpflanzung animieren. Ich kann mir kaum vorstellen dass bei irgendwem im Babyalter der Wunsch angeboren ist "wenn ich groß bin dann lass ich meinen Schwanz im Käfig verschließen!".
Wie in einer anderen Diskussion schon mal laaaang und ausführlich diskutiert (vor etwa einem Jahr oder so): Ich bin überhaupt kein Freund davon alle BDSMler in einen Topf zu werfen oder BDSM Neigungen generell mit irgendwelchen Traumata oder Störungen zu erklären. Du kannst mir aber sicher auch nicht einreden dass die meisten davon angeboren sind!
 
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